Dr. Ludovic Roy: Ist der Islam mit unserem Rechtsverständnis vereinbar?

Dr. Ludovic Roy, ein Franzose aus Mannheim, schrieb folgenden Leserbrief an die Tageszeitung „Mannheimer Morgen“:

„Der feige und verbrecherische Terrorakt von Paris war ein Angriff auf uns alle und auf die Seele unserer demokratischen Grundordnung: die Meinungs- und Pressefreiheit!

Die ermordeten Journalisten und Zeichner, die zu den bedeutendsten Frankreichs gehören, sind Soldaten und Helden der Freiheit, deren einzige Waffen Papier, Bleistift und Humor waren.

Die mutmaßlichen islamischen Terroristen, die man besser als Islamofaschisten bezeichnen sollte, haben erneut große Zweifel aufkommen lassen, ob der Islam überhaupt mit unserem Rechts- und Demokratieverständnis in Einklang zu bringen ist.

Der Gegenbeweis ist meines Erachtens durch eine einfache Frage zu erbringen: Hat jedermann das Recht, seine Ansichten und Meinungen auch dadurch zu äußern, dass man alle gesellschaftlichen Phänomene, einschließlich der Religionen und deren Repräsentanten, kommentieren, in Frage stellen und karikieren darf?“


4 Kommentare on “Dr. Ludovic Roy: Ist der Islam mit unserem Rechtsverständnis vereinbar?”

  1. Heidi Rätz sagt:

    Der Islam ist autoritär und unterdrückt alles, was sich nicht im Koran, eben auch unsere Grundwerte wie Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung der Frauen, Glaubensfreiheit, Pressefreiheit usw. Deshalb ist er mit einer freiheitlich-demokratischen Rechtsstaatlichkeit nicht vereinbar. Das geht nicht, es ist ein Widerspruch, denn der Islam ist ein politisches System, das belegt doch schon die Scharia. Wann hört man endlich auf uns glauben zu machen, es handle sich „nur“ um Religion, es ist ein Machtsystem, was nach der Weltherrschaft ihrer grausigen Ausprägung wie IS, strebt. Wann begreift man das hier bzw. wagt es, die Wahrheit zu sagen. Das ist doch ein Grund für den Zulauf von Pegida, weil niemand die Wahrheit sagt und die berechtigten Ängste der Menschen ernst nimmt. Das treibt sie doch in die Arme rechter Verführer. Da ist die Politik selbst schuld, die die Menschen nicht ernst nimmt.

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  2. Bernhard sagt:

    Die Zeichner von „Charlie Hebdo“ haben auch die Heiligste Dreifaltigkeit auf übelste Weise in den Schmutz gezogen. Wie soll man das als Katholik beurteilen?

    Ich bin gegen die feige Ermordung von Menschen, egal was sie gesagt und geschrieben haben. Aber „Soldaten und Helden der Freiheit“ sind die für mich nicht. Zumindest nicht einer Freiheit, die ich als Lebensgrundlage für erstrebenswert halte.

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    • Horst sagt:

      Bernhard, ich stimme Ihnen voll zu. Beim Karikaturzeichnen gibt es Grenzen. Man kann niemand als Held bezeichnen, der die religiöse Emfindlichkeit der Menschen verletzt, egal welcher Religion der Betroffene angehört. Haben wir das Dritte Reich immer noch nicht überwunden?

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    • HG sagt:

      Stimme auch zu: die wahren Helden der Freiheit sind doch Menschen wie der moslemische Angestellte in dem jüdischen Supermarkt, welcher den 15 anderen Angestellten das Leben gerettet hat indem er sie versteckte. Warum jener so wenig Aufmerksamkeit bekam? Er hat sich halt nicht marktschreierisch präsentiert. Ich werde das Gefühl nicht los, dass Charlie Hebdo die Publicity der Millionenauflage sehr gut gebrauchen konnte….

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