Muslimische CDU-Politikerin Giousouf: Akademie für „deutschen Islam“ gründen

Islamverständnis mit Demokratie & Menschenrechten vereinbaren

Die Ausrichtung des Islams in Deutschland ist nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Terroranschläge in Paris Gegenstand einer intensiven Debatte.

Hierzu erklärt die Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Cemile Giousouf:

„In der Auseinandersetzung mit dem Islam nach den aktuellen Geschehnissen in Paris zeigt sich, dass die Gewaltausübung im Namen des Islam nicht allein durch die Ablehnung von Gewalt zu regeln ist. Köln-MoscheeDSC_0596_ShiftN

Die islamischen Geistlichen müssen menschenverachtenden Auslegungen, die auch in Deutschland propagiert werden, einen deutschen Islam entgegensetzen, dessen Grundlage Demokratie und Menschenrechte sind. Fußend auf einem Islamverständnis, das eng im Dialog mit Juden und Christen steht, wie es in Deutschland unsere Lebensrealität ist.

Dazu wäre es wünschenswert, wenn mit Unterstützung muslimischer Theologen eine islamische Akademie entstehen würde, um einen innerislamischen Diskurs der Muslime in Deutschland anzustoßen.

Vorbild können die katholische oder evangelische Akademie sein, die von den Kirchen selbst organisiert werden und das jüdische Zentrum in Deutschland. Diese Akademie könnte einen internationalen Austausch mit der islamischen Geistlichkeit in Europa und  auch mit den islamisch geprägten Ländern ermöglichen.

Grundsätze eines Islam in Deutschland müssen von Muslimen in Deutschland formuliert werden. Denn eine wirksame Bekämpfung des islamistischen Terrorismus wird nur erfolgreich sein, wenn auch die Muslime Verantwortung übernehmen. Neben der Einbindung der Religionsgemeinschaften gehört auch die Beteiligung der islamischen Theologen dazu.“

Webseite der CDU-Politikerin: http://www.cemile-giousouf.de/

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


2 Kommentare on “Muslimische CDU-Politikerin Giousouf: Akademie für „deutschen Islam“ gründen”

  1. Bernhard sagt:

    Dieser Ansatz mag gut gemeint sein, aber ich halte nicht viel davon, dass vom Staat in die Religion eingegriffen bzw. eine bestimmte Theologie gefördert wird. Das erinnert mich zu sehr an solche Bestrebungen wie die „Patriotische Vereinigung chinesischer Katholiken“ oder ähnliches.

    Daneben werden die türkischen Imame, die sicherlich die größte Gruppe in Deutschland bilden, vom türkischen Staat geschickt. Und der wird seine Deutungshoheit sicherlich nicht einer von der deutschen Regierung protegierten Organisation überlassen.

    Und schließlich gibt es in der Geistesgeschichte der islamischen Welt nun einmal keine Aufklärung, da würde ein deutsch-islamischer Sonderweg wohl auch nicht viel helfen.

    Natürlich bin ich für den Dialog mit dem Islam (und des Islams mit anderen Religionen und der modernen Welt). Und ich bin natürlich dafür, dass die Einwanderer aus Nahost als Menschen und Bürger die hiesige Ordnung akzeptieren, auch wenn sie sie im Herzen vielleicht nicht gutheißen. Von einem Eingriff in den innerreligiösen Diskurs durch den Staat halte ich aber nicht viel.

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  2. Reichert sagt:

    Ist das jetzt eine Sonntagsrede einer Politikerin, die für ihre „C“DU punkten will?. Immerhin
    ist sie vom NRW-Landesvorsitzenden Laschet seit Jahren protegiert worden! Auch ein
    Mann wie der aus Syrien gebürtige Muslim Bassam Tibi mußte nach langen Jahren erkennen,
    daß er mit seiner Idee vom Euro-Islam gescheitert ist. Solange beispielsweise die Kairoer
    Al-Hazar Uni als sunnitische Erstreferenz der Scharia das Wort redet, wird es leider wohl
    bei der prinzipiell löblichen Absicht bleiben. Es soll auch erwähnt werden, daß deren
    Stellungnahmen nur im Einklang mit der jeweiligen Regierung erfolgen. Wissenschaftsfrei-
    heit ist bei dem totalitären Anspruch des Islam nicht vorstellbar!

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