Unionsfraktion besorgt über Situation der Juden in Deutschland und Europa

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, hat die Besorgnis geäußert, dass sich Juden in Europa mittlerweile nicht mehr sicher fühlen können. Foto Markus Hammes

Dazu erklären der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder (siehe Foto), und der Leiter der Bundestagsdelegation in der Parlamentarischen Versammlung, Axel E. Fischer:

„Auch die CSU/CSU-Bundestagsfraktion sieht mit Besorgnis, dass Antizionismus und Antisemitismus in ganz Europa wieder zunehmen.

Vor allem nach dem erneuten Ausbruch des Gaza-Konflikts im vergangenen Jahr kam es vermehrt zu Protesten gegen die israelische Regierung. Nicht überall blieben diese Kundgebungen friedlich.

Als eine Auswirkung dessen sehen wir eine neue Ausreisewelle von Juden aus Europa. Im vergangenen Jahr sind allein aus Frankreich bereits über 7000 jüdische Bürger nach Israel ausgewandert, wie die Jewish Agency for Israel, die offizielle Einwanderungsorganisation des Staates, mitteilte. Für dieses Jahr werden weiter steigende Zahlen erwartet.

Europa  –  gerade auch Deutschland  –  muss jeglichem Antisemitismus entschieden entgegentreten, will es jüdisches Leben auf dem Kontinent erhalten,  welches seine Geschichte so stark geprägt hat.

Vor allem zwei Elemente sind nun entscheidend, sowohl auf Ebene des Bundestages wie auch auf Ebene des Europarates: Zum einen muss noch deutlicher als bisher dem wachsenden Antisemitismus und Antizionismus entgegengetreten werden. Zum anderen muss noch entschiedener als bisher die Sicherheit des jüdischen Staates Israel garantiert werden.“

Foto: Markus Hammes


Trauermesse für Prälat Albert Rauch, einem großen Brückenbauer zur Orthodoxie

Auch Erzbischof Müller aus Rom kommt zum Requiem

Am kommenden Mittwoch, 21. Januar, findet im Regensburger Dom das Requiem für Prälat Dr. Albert Rauch (siehe Foto) statt. Der Beginn ist um 13 Uhr. Rauch Albert 1

Hauptzelebrant ist Kardinal Friedrich Wetter, der em. Erzbischof der Erzdiözese München und Freising. Auch Kardinal Gerhard Müller, Präfekt der römischen Glaubenskongregation, wird zu dem Requiem kommen. Bischof Rudolf Voderholzer wird die Predigt während des Gottesdienstes halten.

Die Liebe zur Orthodoxie hat Dr. Albert Rauch ein Leben lang geprägt, was sich in seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Berater der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz für die Kirchen des Ostens bis hin zur Leitung des Ostkirchlichen Instituts Regensburg zeigte.

Daher werden zahlreiche Würdenträger aus den orthodoxen Kirchen eigens zu dem Requiem kommen:

Zu ihnen gehören Metropolit Serafim von der rumänisch-orthodoxen Metropolie Deutschland und Mitteleuropa, Dr. Theophilos Kuriakose Mor, Metropolit der syrisch-orthodoxen Kirche Zentraleuropa, Grigoriyos Melki Ürek Mar, Metropolit von Adiyaman in der Türkei, Galaktion, Metropolit von Stara Zagora in Bulgarien. Donausegnung Weiß Voderholzer Malamoussis im Dom

Außerdem Archimandrit Dr. Giovanni Guaita, Mitarbeiter des Kirchlichen Außenamtes der russisch-orthodoxen Kirche in Moskau, Metropolit Andrei aus dem rumänischen Cluj-Napoca, sowie Grigorij Dovgallo, Generalsekretär der Theologischen Fakultät an der Staatlichen Universität Minsk, um nur einige wenige zu nennen.

FOTO: Gottesdienst vor der ökumenischen Donausegnung nach orthodoxer Tradition kürzlich in Regensburg

Im Anschluss an das Requiem findet um 15.30 Uhr auf dem Friedhof in Etterzhausen die Beisetzung statt.

Dr. Albert Rauch ist am 10. Januar 2015 in Etterzhausen gestorben, wo er seit 1972 als Expositus die dortige Gemeinde betreute. Er starb im 82. Lebens- und im 57. Priesterjahr.

Prof. Dr. Sigmund Bonk, Koordinator der wissenschaftlichen Institute unter dem Dach der Diözese Regensburg – darunter auch das Ostkirchliche Institut, dem Dr. Rauch vorgestanden hatte – , hob den großartigen Einsatz von Prälat Rauch für die orthodoxen Kirchen hervor.

Prof. Bonk erklärte, durch die Unterstützung der orthodoxen Kirchen habe Prälat Dr. Rauch maßgeblich für die Freiheit der Religion entgegen den Einflüssen des Kommunismus gewirkt. Sein Beitrag für das Überleben der geistlichen Traditionen der Kirchen in Ostmittel- und in Osteuropa sei erheblich.

Quelle (Text/Fotos): Bistum Regensburg


Vatikan: Die Glaubenskongregation hat die „Amsterdamer Erscheinungen“ 1974 abgelehnt

Kult um die „Frau aller Völker“ von Rom untersagt

Die Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“ berichtete am 28. Juni 1974 folgendermaßen über eine erneute amtliche Stellungnahme der römischen Glaubenskongregation zur Ablehnung der „Amsterdamer Erscheinungen“:  

HL. KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE

 NOTIFIKATION*

Der Bischof der Diözese Haarlem (Niederlande) hat am 7. Mai 1956 nach eingehender Prüfung des Falles über die media-444757-2angeblichen Erscheinungen und Offenbarungen der „Frau aller Völker“ erklärt, daß die „Übernatürlichkeit der Erscheinungen nicht feststeht“ und daß er dementsprechend die öffentliche Verehrung des Bildes der „Frau aller Völker“ so wie die Verbreitung von Schriften, die die genannten Erscheinungen und Offenbarungen als übernatürlichen Ursprungs hinstellten, verboten hat.

Am 2. März 1957 hat der Haarlemer Bischof seine obengenannte Erklärung bestätigt, während das Heilige Offizium in einem Schreiben vom 13. März des gleichen Jahres die Klugheit und den pastoralen Eifer des Bischofs begrüßt und seine Maßnahmen gebilligt hat.

Außerdem hat die Kongregation für die Glaubenslehre in Beantwortung eines Gesuches des Bischofs von Haarlem vom 29. März 1972 die bereits in dieser Sache getroffene Entscheidung am 24. Mai des gleichen Jahres bestätigt.

Im Hinblick auf weitere Entwicklungen und nach erneuter, noch tieferer Prüfung des Falles bestätigt die Kongregation für die Glaubenslehre mit der vorliegenden Verlautbarung, daß das von der zuständigen kirchlichen Behörde bereits ausgesprochene Urteil begründet ist, fordert Priester und Laien dazu auf, jede Propaganda für die angeblichen Erscheinungen und Offenbarungen der „Frau aller Völker“ zu unterlassen und ermahnt alle, ihre Verehrung für die heiligste Jungfrau, Königin der Welt (vgl. Enzyklika Ad caeli Reginam, AAS XXX [1954], 625-640), in den von der Kirche anerkannten und empfohlenen Formen zum Ausdruck zu bringen.

Rom, 25. Mai 1974.

Hierzu die vatikanische Original-Quelle: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19740525_signora-amsterdam_ge.html

Unser Artikel über die Serie kirchlicher Ablehnungen zum Kult um die „Frau aller Völker“: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/08/die-kirche-und-die-%E2%80%9Efrau-aller-volker%E2%80%9C/

Die Amsterdamer Erscheinungen fordern das Dogma von der „Miterlöserin“ Maria. Dieser Titel ist jedoch kein Bestandteil der kirchlichen Marienlehre. Auch Papst Benedikt hat sich hierzu kritisch geäußert: https://charismatismus.wordpress.com/2012/02/11/papst-titel-miterloserin-fur-maria-verdunkelt-den-wesentlichen-vorrang-christi/

HINWEIS: Der niederländische Bischof Josef Maria Punt von Haarlem hat sich am 10.6.2002 dennoch pro Amsterdamer „Marienerscheinungen“ geäußert  – und dies trotz jahrzehntelang ablehnender Urteile mehrerer Amtsvorgänger sowie des Hl. Offiziums bzw. der Glaubenskongregation in Rom.


Israel: Widerspruch gegen Voruntersuchung des Internationalen Strafgerichtshofs

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu (siehe Foto) hat sich am vergangenen Samstag zur Entscheidung der Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes (ICC), eine Voruntersuchung zur Lage in Palästina einzuleiten, geäußert.

In seiner Stellungnahme sagte er u.a.: Ministerpräsident Benjamin Netanyahu

„Israel weist die absurde Entscheidung der Chefanklägerin zurück. Es ist absurd, dass der ICC das internationale Recht und internationale Abkommen ignoriert, denen zufolge die Palästinenser keinen Staat haben und diesen nur über direkte Verhandlungen mit Israel erhalten können.

Die Regeln des ICC sind klar: Kein Staat. Keine Klageberechtigung. Kein Prozess.

Diese Entscheidung ist sogar noch grotesker angesichts der Tatsache, dass Israel sich legal gegen palästinensische Terroristen verteidigt, die regelmäßig verschiedene Kriegsverbrechen begehen. Sie feuern bewusst tausende Raketen auf unsere Zivilisten und verstecken sich dabei hinter palästinensischen Zivilisten, die sie als menschliche Schutzschilde missbrauchen.

Und nun kommt die ultimative Verrücktheit:

Es ist die Demokratie Israel, ein weltweiter Führer in der Bekämpfung des Terrorismus, die nach Den Haag geschleppt werden soll, während die terroristischen Kriegsverbrecher der Hamas als Kläger fungieren.

Ich wäre nicht überrascht, wenn der Islamische Staat (IS), al-Qaida und die Hisbollah demnächst Klage einreichen würden. Sehen Sie, die Hamas hat bereits angekündigt, dass sie gemeinsam mit ihrem palästinensischen Partner, Präsident Abbas, nach dieser Entscheidung nun auch gegen Israel klagen möchte.

Die hohen Ziele des ICC werden auf den Kopf gestellt.“

Quelle (Text/Foto): Israelische Botschaft in Berlin


Unionsfraktion zur Causa Dresden/Pegida: Demonstrationsverbot muß Ausnahme bleiben

Polizei und Sicherheitsbehörden besser ausstatten

Aufgrund einer konkreten Terrordrohung hat die Polizei in Dresden für den heutigen Montag die Pegida- sowie Gegendemonstrationen verboten.

Hierzu erklärt der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thomas Strobl:

„Die Entscheidung der Polizei in Dresden ist nachvollziehbar. Wenn wenige Tage vor Demonstrationen mit 033_30zehntausenden Teilnehmern solche Drohungen geäußert werden, dürfen wir in dieser besonderen Situation nicht sehenden Auges Gefahren für alle Beteiligten und die Bevölkerung eingehen.

Klar ist aber auch: Wir werden uns von Islamisten nicht unser Freiheits- und Staatsverständnis diktieren lassen. Das Demonstrationsrecht ist in Deutschland grundrechtlich verbürgt. Jeder darf demonstrieren. Diese Freiheit lassen wir uns nicht nehmen. In einer besonderen Sicherheitssituation sind allerdings auch ungewöhnliche Maßnahmen richtig und sinnvoll. Wichtig ist jedoch, dass sie die Ausnahme bleiben.

Wir müssen unsere Polizei und die Sicherheitsbehörden in die Lage versetzen, die Bürger in Deutschland umfassend zu schützen. Dazu gehören eine bessere personelle Ausstattung, aber auch bessere Befugnisse. Wir müssen wissen, wer hinter solchen islamistischen Bestrebungen steht, ob es Netzwerke sind oder kleine Gruppen.

Daher brauchen wir eine intensive Überwachung solcher Milieus und dabei kann die Speicherung von Kommunikationsdaten betreffender Personen helfen. Die Bekämpfung von Terrorismus und schwersten Straftaten im Internet wird immer wichtiger!“


Initiator der evangelischen Friedensbewegung in der „DDR“: PEGIDA ist keine „Schande“

„Wie eine Wortmeldung des Volkes“

Gegen einseitige Vorverurteilungen der Pegida-Demonstranten hat sich der Initiator der Friedensbewegung „Schwerter zu Pflugscharen“, der evangelische Oberkirchenrat a.D. Harald Bretschneider (Dresden), gewandt. Pegida_slide

Damit müsse Schluss sein, sagte er der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Die Demonstranten seien weder „Chaoten“ noch eine „Schande“, wie sie von Politikern und Medien tituliert worden waren. 

Nach Bretschneiders Worten ist der Name „Pegida“ zwar „unglücklich“ gewählt. Ein Großteil derer, die dort demonstrierten, komme aber aus der Mitte der Gesellschaft: „Sie sind so etwas wie die Wortmeldung des Volkes.“

Und als solche müssten sie ernst genommen werden. „Diese Menschen wehren sich gegen eine verbreitete Arroganz und Überheblichkeit in der Politik“, erklärte der Oberkirchenrat. V

iele Demonstranten seien unzufrieden mit den deutschen Zuwanderungsgesetzen. Doch statt dass Politiker darüber das Gespräch mit den Bürgern suchen, würden sie „über die Ansiedlung von Wölfen in der Oberlausitz oder eine Genderquote in Aufsichtsräten“ diskutieren.

Quelle: http://www.idea.de

Foto: Pax Europa