Bremen: Islam-Kritik des evangelikalen Pastors Olaf Latzel sorgt für Zündstoff

Eine heftige Kontroverse ist um eine Predigt des evangelikalen Pastors Olaf Latzel (siehe Foto) aus Bremen entbrannt. 260272

Seine Gottesdienste in der evangelischen St.-Martini-Kirche gehören mit durchschnittlich 300 Teilnehmern (etwa 100 weitere verfolgen die Live-Übertragungen im Internet) zu den bestbesuchten in der Hansestadt.

Radio Bremen, Vertreter der Bremischen Evangelischen Kirche und Landespolitiker übten scharfe Kritik an Aussagen Latzels zu anderen Religionen.

„Der Islam gehört nicht zu Deutschland“

Er hatte sich in seiner Predigt am 18. Januar dagegen gewandt, die Unterschiede zwischen Christentum und Islam zu verwischen:

„Es gibt nur einen wahren Gott. Wir können keine Gemeinsamkeit mit dem Islam haben. Das ist Sünde. Das darf nicht sein. Davon müssen wir uns reinigen. Der Islam gehört nicht zu Deutschland.“

Die Bremische Evangelische Kirche distanzierte sich scharf von Latzels Predigt. Die Politik-Beauftragte der Kirche, Jeanette Querfurt, sagte zu Radio Bremen: „Hier wird Hass gepredigt.“  – Der oberste Repräsentant der Kirche, Schriftführer Renke Brahms, sprach von „geistiger Brandstiftung“. 

Kuschnerus verneinte die Frage, ob die Kirche disziplinarisch gegen Latzel vorgehen werde: „Wir haben keine Lehrzuchtverfahren.“ – Die Gemeinde bestimmten selbst über ihre Pastoren.  foto-dcubillas-www_freimages_com_

Auch Politiker von den Grünen und der Linkspartei verurteilten die Aussagen Latzels. Ein Sprecher der Linksfraktion in der Bremischen Bürgerschaft, Peter Erlandson, nannte Latzel in der Sendung einen „Hassprediger“.

Latzel wies den unsinnigen Vorwurf zurück, er habe Hass gepredigt: „Das Nein zu Islam und Buddhismus bedeutet nicht, Muslime und Buddhisten abzulehnen.“ –  Christen sollten ihnen in Liebe und Annahme begegnen, aber nicht die unterschiedlichen Religionen vermengen, sagte der Pastor auf Anfrage der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.

Er kritisierte ferner, dass Radio Bremen ihn in die Nähe des islamischen Hasspredigers Pierre Vogel gerückt habe: „Das hat mit Qualitätsjournalismus nichts zu tun.“

QUELLE und vollständige Meldung hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/thema-des-tages/artikel/heftige-kontroverse-um-evangelikalen-pastor-in-bremen-83115.html

 

Ergänzende Hinweise des CHRISTLICHEN FORUMs:

Pastor Latzel hat sich nicht nur islamkritisch geäußert, sondern zugleich sehr scharf gegen die katholische Kirche gewettert. Der „Weser-Kurier“ vom 28.1. schreibt online hierzu:

„An der katholischen Kirche kritisiert er ihren Kult, den sie betreibe. Latzel spricht von „Reliquien-Dreck“ und davon, dass der Glaube an einen Ablass der Sünden „großer Mist“ sei.“ 026_23A

Laut „Kopten ohne Grenzen“ hat der stockprotestantische Prediger auch den päpstlichen Segen „Urbi et orbi“ (der Stadt und dem Erdkreis) als ganz großen Mist diffamiert.

Gegen die Reliquienverehrung (die es neben der kath. Kirche auch in der Orthodoxie gibt) donnerte er, dies sei vergleichbar mit abergläubischen Ritualen: „Das gehört nicht zum Christentum, das muss weg.“   –  Zudem sei die katholische „Heiligenanbetung“ ein „Götzendienst„.

Bezeichnend ist freilich, daß sich die linken bzw. rotgrünen Politikerkreise in Bremen über die  –  schon rein sprachlich unqualifizierte  –  Verunglimpfung der katholischen Kirche kein bißchen aufregen, aber Latzels  –  weitaus weniger scharfe   –  Kritik am Islam als „Haßpredigt“ anprangern. (Sein härtester Ausdruck diesbezüglich: Das islamische Zuckerfest sei „Blödsinn“.)

Auch die lautstarken Beschwerden durch evangelische Kirchenvertreter richtet sich bislang offenbar vor allem gegen die Kritik des Pastors an „anderen Religionen„; ständig wird dort in Stellungnahmen die „Vielfalt der Religionen“ beschworen (nicht die der Konfessionen).

Kurze Klarstellung zu den antikatholischen Rundumschlägen:

Aus kath. Sicht gibt es gar keinen „Ablaß der Sünden„, sondern lediglich einen Ablaß von zeitlichen Sünden-STRAFEN bzw. Kirchenstrafen, was der ungenau informierte Prediger offenbar verwechselt.

Der katholische „Ablaß“ entstand aus der altchristlichen Praxis, schwere Sünder mit Kirchenstrafen zu belegen  – und ihnen die Strafen danach zu „erlassen“, wenn sie entsprechende Bußwerke, Fasten, Frömmigkeitsübungen oder gute Taten etc. vollbracht hatten. media-390606-2

Es ging also nicht um Sündenvergebung (die zuvor durch Reue und Beichte erfolgte), sondern um den Nachlaß von Kirchenstrafen bzw. zeitlichen Sündenstrafen. Dieser entscheidende Unterschied wird bei der Debatte um den Ablaß oft nicht beachtet.

Pastor Latzel ist kirchengeschichtlich nicht im Bilde, wenn er zB. behauptet, die Verehrung von Reliquien „gehört nicht zum Christentum“:

Die Reliquien der Märtyrer wurden schon in den ersten christlichen Jahrhunderten in Ehren gehalten, wie zahlreiche Gräber und Bilder in den Katakomben aus der römischen Verfolgungszeit bezeugen. Auch diesen Punkt des katholischen Brauchtums hat der evangelische Pastor gründlich mißverstanden, wenn er ihn als „Götzendienst“ attackiert.

Der Pastor hat natürlich völlig recht, daß eine „Heiligenanbetung“ tatsächlich „Götzendienst“ wäre   – allerdings trifft dieser Vorwurf nicht die von ihm hier kritisierte katholische Kirche, da sie jede Heiligenanbetung strikt verbietet und lediglich deren Verehrung empfiehlt (was übrigens auch Martin Luther einst gelehrt hat; zudem schrieb er, daß die Madonna eine himmlische Fürbitterin sei, denn sie „betet für die Kirche“).  afc127c26a

Was er gegen den päpstlichen Segen einzuwenden hat, erschließt sich uns nicht, zumal sowohl in der katholischen wie in der evangelischen Christenheit jeder Gläubige (nicht etwa nur Amtsträger) andere Menschen segnen kann und darf  – warum soll es dann der Papst nicht auch tun dürfen?!

Zur Würdigung der Evangelikalen  – denen wir theologisch durchaus nahestehen  –  sei angemerkt, daß derlei antikatholische Seitenhiebe in diesem Spektrum eine Ausnahme darstellen.

Üblich ist dort ein großer Respekt zumal vor der katholischen Ethik und Sittenlehre und vor dem vatikanischen Widerstand gegenüber dem Zeitgeist  – und wenn dogmatische Streitpunkte bzw. kontroverstheologische Fragen erörtert werden, dann sachlich und argumentativ.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MIT-Verlags in Münster

1. Foto: http://www.erf.de/data/files/content.sources.tv.gottesdienste/260272.jpg


ZdK-Präsident Alois Glück will sich in die Vorbereitung zur Familiensynode „einklinken“

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

„Auf der Zielgeraden“ will der Präsident  des ZdK (Zentralkomitee der dt. Katholiken), Alois Glück, noch „ein paar dringliche Aufgaben“ erledigen.

Dazu gehört ein Beitrag des ZdK „Zur Familiensynode im Herbst“.  Auf die Interviewfrage von Christoph Renzikowski/KNA  „Wie sieht ihr Beitrag dazu aus?“, antwortete Glück:

„Die Deutsche Bischofskonferenz wird vor der nächsten Synode im Herbst eine weitere Stellungna0000009699_3hme abgeben. In diesen Prozess wollen wir uns einklinken.

Der Zugang von wiederverheiratet Geschiedenen zu den Sakramenten ist ein wichtiges Thema, auf das aber nicht alles verengt werden darf.

Dennoch haben wir uns darüber gefreut, dass die deutschen Bischöfe mit einer Mehrheit von über zwei Drittel für einen Weg votieren, der den Vorschlag von Kardinal Walter Kasper sehr ähnlich ist“. (Konradsblatt 4/2015)

FOTO: Prof. Gindert veranstaltet jährlich den Kongreß „Freude am Glauben“

Die Position des ZdK und der ihm angeschlossenen Verbände wie BDKJ, kfd und Katholischer deutscher Frauenbund zur Frage der geschiedenen Wiederverheirateten ist bekannt. Sie wurde uns schon mehrfach präsentiert: es ist die Zulassung zu den Sakramenten.

Wie das Einklinken des ZdK in die „Stellungnahme“ der Bischöfe aussieht und mit welchen Verbündeten das ZdK zusammenarbeiten wird, kann man spekulieren.

Als Partner bietet sich u.a. die sog. „Kirchenvolksbewegung – Wir sind Kirche“ an. Sie wird manchmal „tot gesagt“. Wir sollten sie nicht unterschätzen. Sie hat nicht nur in der Zeitschrift „Publik-Forum“ ein Instrument an der Hand, sie wird außerdem von allen Mainstreammedien unterstützt.

Mit deren Hilfe hat „Wir sind Kirche“ beim Kirchenvolksbegehren 1995 in Deutschland 1,8 Mio. (!) Unterschriften für ihre antikirchlichen Forderungen gesammelt.120505288_BV_July und Mike

Der Journalist, Buchautor und engagierte Kämpfer der Lebensrechtsbewegung, Mathias von Gersdorff, hat am 20. Januar 2015 in der Kolumne „Linkskatholiken planen Sturm auf die Familiensynode“ u.a. geschrieben: 

„Wegen der durch Kardinal Kasper neu entflammten Diskussion über eine mögliche kirchliche Neubewertung von wiederverheirateten geschiedenen Katholiken kamen alle Themen von „Wir sind Kirche“ auf den Tisch. Lange Zeit war von dieser sogenannten ‚Basisbewegung‘ kaum etwas zu hören. In gewisser Weise hat Kardinal Kasper sie wieder aus der Versenkung geholt.

‘Wir sind Kirche‘ beschränkt sich aber nicht nur darauf, Forderungen zu stellen und Arbeitspapiere zu redigieren. Sie will in allen Ebenen aktiv werden, um eine revolutionäre Kirche einzurichten. Eine Liste mit fast zwanzig ‚Aktionsmöglichkeiten Vorort‘ erklärt den Anhängern, wie sie die Ansichten der Bewegung bekannt machen können. Ein ‚Synoden-Fahrplan‘ erläutert die wichtigsten Etappen bis zur Synode und koordiniert die bundesweiten Aktivitäten, um die größtmögliche Wirkung zu erreichen.“

Was ist zu tun? Für Katholiken, die am Wort Christi „Was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen“ und an der Ehe-Lehre der katholischen Kirche, die dieses Wort umsetzt, festhalten wollen, geht es jetzt darum, die Zeit bis zur Zusammenkunft der Bischöfe im Oktober 2015 in Rom nicht zu verschlafen.

Realistischerweise müssen wir davon ausgehen, dass die Mehrheit der Katholiken die Lehre der Kirche über Ehe und Familie nicht mehr kennt und deswegen manipulierbar ist. Damit stehen wir alle  –  nicht nur Bischöfe, Pfarrer, Religionslehrer, Pastoralassistenten, katholische Bildungseinrichtungen  –   in der Pflicht, das uns Mögliche zu tun, die Lehre der Kirche über Ehe und Familie in Erinnerung zu bringen.

Die aktuelle Diskussion zur Frage der geschiedenen Wiederverheirateten hat auch den Vorteil, Interesse für dieses Thema zu finden.

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert ist Herausgeber der Monatszeitschrift DER FELS und Leiter des „Forums Deutscher Katholiken“

 


Dr. Konrad Adam: Linke Antifa-Radikale entfernen massenhaft AfD-Plakate

Der Staatsschutz ermittelt  – aber die Politik schweigt

In Hamburg sind offenbar wohlorganisierte Trupps unterwegs, die systematisch ganze Straßenzüge von Plakaten der AfD (Alternative für Deutschland) „säubern“. An die 70 Prozent aller Wahlplakate sind auf diese Weise zerstört, entfernt und vernichtet worden. PICT0141

Die Aktion richtet sich ausschließlich gegen die AfD, denn die Plakate der Altparteien, die gleich daneben stehen, bleiben vom Vandalismus durchweg verschont.

Zu den kriminellen Aktivitäten bekennt sich ganz offen eine „Antifa-Stadtreinigung“, der überwiegend, offenbar aber nicht ausschließlich linke Kräfte angehören.

AfD-Sprecher Dr. Konrad Adam stellt dazu fest:

„Die Sprache kommt uns doch bekannt vor. Sie erinnert an eine Zeit, die von der Antifa gern als Deutschlands finsterste Jahre bezeichnet wird. Da hat die Antifa auch recht; nur hat sie daraus nichts gelernt.

Wer hat die Deutschen denn zum letzten Mal in großem Stil dazu aufgerufen, das Land von wem und von was zu säubern? Und wer macht sich heute einen üblen Spaß daraus, die politischen Gegner zum Spießruten-Laufen durch die Straßen zu treiben, die dann anschließend von der Stadtreinigung unter dem Einsatz von Wasserwerfern demonstrativ gesäubert werden“?logo-afd-small

Dr. Adam nannte es einen Hohn, dass diese Sprache ausgerechnet von Leuten gesprochen wird, die von sich behaupten, aus der Vergangenheit etwas gelernt zu haben. Wer ständig „Nie wieder!“ brülle, solle auch danach handeln.

„Allein die Sprache ist verräterisch, die Taten sind es dann erst recht“, sagte Adam.

Auf die Häuser mehrerer AfD-Kandidaten für die Bürgerschaftswahl in Hamburg sind Anschläge verübt worden, Wände wurden beschmiert, Fenster eingeworfen und so weiter.

Der Staatsschutz ermittelt, aber die Politik schweigt.

Quelle: AfD-Pressemitteilung

 


Israel würdigt zwei deutsche Judenretter als „Gerechte unter den Völker“

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Am gestrigen Dienstag wurden in einer Feierstunde in der Residenz des israelischen Botschafters die beiden Berliner Frieda Szturmann und Max Naujocks posthum (nach dem Tod) von Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.
Botschafter Hadas-Handelsman mit den Nachkommen der Geehrten
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Botschafter Yakov Hadas-Handelsman überreichte den Angehörigen der Ausgezeichneten die Yad Vashem-Urkunden und Medaillen.
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Frieda Szturmann und Max Naujocks versteckten in der Zeit der deutschen Naziherrschaft verfolgte Juden und retteten ihnen so das Leben. 
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FOTO: Der Botschafter mit zwei Nachkommen der Geehrten Margrit Schmidt
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Der Botschafter begrüßte zunächst herzlich die Familien der Ausgezeichneten und der Geretteten und sagte:„Die Tage, an denen wir die „Gerechten unter den Völkern“ ehren, sind besondere Tage. Und die Menschen, die wir ehren, sind besondere Menschen.

Für den Staat Israel und für das jüdische Volk sind die „Gerechten unter den Völkern“, diese mutigen Frauen und Männer, wie Leuchtfeuer in der tiefsten Finsternis.

An Tagen wie heute erinnern wir daran, dass es in den dunkelsten Stunden des jüdischen Volkes Menschen gab, die alles riskierten  –  ihren Besitz und sogar ihr Leben  –  um andere Menschen zu retten.“
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Quelle (Text/Foto): israelische Botschaft in Berlin

Prof. Dr. Bernd Lucke: Politiker der Eurozone wollen Realität nicht wahrhaben

AfD-Bundessprecher Prof. Dr Bernd Lucke (siehe Foto) wirft den Finanzministern der Eurozone „doppelte Realitätsverweigerung“ vor: AFD_EU_Abgeordnete - Kopie

Einerseits verschlösse die Eurogruppe ihre Augen vor der offensichtlichen Tatsache, dass Griechenland fünf Jahre nach Beginn der Krise immer noch hoffnungslos überschuldet ist und das Land keine wirtschaftlichen Perspektiven habe, um die horrende Arbeitslosigkeit abzubauen und international wettbewerbsfähig zu werden.

„Andererseits ignoriert die Eurozone den offensichtlichen Willen des griechischen Volkes, die angebliche „Eurorettungspolitik“ zu beenden“, sagte Dr. Lucke.

„Demokratie ist ein Grundwert der EU“, betonte der AfD-Sprecher:

„Wenn die Eurogruppe jetzt darauf spekuliert, dass die neue Regierung vielleicht doch weichgekocht werden kann, missachtet die Eurogruppe dennoch den klaren Wählerauftrag, den das Volk der Regierung erteilt hat“.

Dr. Lucke sprach sich für einen Schuldenschnitt für Griechenland verbunden mit dem Ausscheiden aus der untitledWährungsunion aus. Die Forderung der neuen griechischen Regierung, neben einem Schuldenschnitt weitere Kredite und die Aufhebung der Strukturanpassungsauflagen gewährt zu bekommen, lehnte Lucke ab.

Das sei völlig inakzeptabel, weil dies jeden Anreiz zu eigenen griechischen Anstrengungen ersticken würde. Zudem könnten andere überschuldete Staaten der Eurozone, namentlich Italien, Spanien, Portugal und Zypern unter Verweis auf das griechische Beispiel dann ähnliche Forderungen erheben.

Deshalb bleibe nur die Möglichkeit, die Realitäten anzuerkennen: Griechenland brauche einen Schuldenschnitt, um die Schuldenlast auf zumindest knapp unter 100% des BIPs senken zu können. Dies würde für Deutschland einen Forderungsausfall von zwischen 40 und 50 Mrd Euro bedeuten. 

„Geld, das die Regierung Merkel leichtfertig für die angebliche Griechenlandrettung riskiert hat“, kritisierte Lucke. Klagen nütze jetzt jedoch nichts mehr, denn das Geld sei bereits seit langem verloren.

Man solle den Verlust jetzt auch buchmäßig realisieren, statt Griechenland weitere Zeit und weitere Kredite einzuräumen, die das finanzielle Desaster dann nur noch größer machen würden:

„Aber unser Zugeständnis eines Schuldenschnitts muss daran gebunden sein, dass Griechenland aus der Eurozone ausscheidet. Denn Griechenland hat gezeigt, dass es sich an die Stabilitätsregeln des Währungsraums nicht halten kann oder nicht halten will“, erläutert Dr. Lucke.

„Das davon ausgehende Signal wäre auch für andere überschuldete Staaten wichtig: Wer einen Schuldenschnitt beansprucht, muss die Währungsunion verlassen.“