Unionsfraktion: Ausreise zu Terrorzwecken und Werbung für Terrorgruppen bestrafen

Das Bundeskabinett befaßt sich am morgigen Mittwoch mit einem Gesetzentwurf, der bereits den Versuch der Ausreise zu terroristischen Zwecken und die Terrorismusfinanzierung unter Strafe stellt.

Hierzu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Elisabeth Winkelmeier-Becker:

„Es ist gut, dass künftig der Versuch der Ausreise zu terroristischen Zwecken und die Terrorismusfinanzierung unter Strafe gestellt werden sollen.  Damit passen wir das Terrorismusstrafrecht den aktuellen Erfordernissen an.

Mit dem Gesetzesentwurf  setzt der Bundesjustizminister nun endlich die Vorgaben der entsprechenden UN-Resolution sowie Forderungen der Union um.033_30

Das reicht aber nicht. Aus unserer Sicht müssen weitere Schritte im Kampf gegen den Terrorismus folgen. Wir alle erwarten vom Staat, dass er die Menschen vor terroristischen Anschlägen schützt. Dazu braucht er unter engen Voraussetzungen auch effiziente Mittel. Die Union hat deshalb einen Katalog von Forderungen vorgelegt.

So muss die Sympathiewerbung für Terrorvereinigungen grundsätzlich wieder strafbar sein – und nicht nur über den Umweg des Vereinsgesetzes.  Zudem sollte die Telefonüberwachung auf weitere Terrorismusstraftaten ausgedehnt werden.

Außerdem muss es zukünftig leichter sein, die Geldquellen von Terroristen und der organisierten Kriminalität wirksam abzuschöpfen.  Die Täter sollen daher künftig die legale Herkunft ihres Vermögens nachweisen. Die damit verbundene Beweislastumkehr ist bereits im Koalitionsvertrag vereinbart.

Weiterhin sollte das Mindeststrafmaß bei der Vorbereitung terroristischer Anschläge von sechs Monaten auf ein Jahr Freiheitsstrafe angehoben werden. Schließlich muss der Begriff der „terroristischen Vereinigung“ so gefasst werden, dass tatsächlich alle Bedrohungslagen, die heute von Terrororganisationen ausgehen, erfasst werden.“


„Meine Seele lebt für den HERRN“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 22 (21),26-27.28.30.31-32:

Deine Treue preise ich in großer Gemeinde;
ich erfülle meine Gelübde vor denen, die Gott fürchten.
Die Armen sollen essen und sich sättigen;
den HERRN sollen preisen, die ihn suchen.
Aufleben soll euer Herz für immer.

Alle Enden der Erde sollen daran denken
und werden umkehren zum HERRN:
Vor ihm werfen sich alle Stämme der Völker nieder.
Vor ihm allein sollen niederfallen die Mächtigen der Erde,
vor ihm sich alle niederwerfen, die in der Erde ruhen.

Meine Seele, sie lebt für ihn;
mein Stamm wird ihm dienen.
Vom HERRN wird man dem künftigen Geschlecht erzählen,
seine Heilstat verkündet man dem kommenden Volk;
denn ER hat das Werk getan.

 


Medjugorje verbreitet die neueste Himmelsbotschaft der „Seherin“ Mirjana

Von Felizitas Küble

Seit über 33 Jahren „erscheint“ in Medjugorje (Bosnien-Herzegowina) die Madonna, wenn man den dortigen mtcarmelpic1„Seherkindern“ (die inzwischen längst erwachsen sind) glauben will.

Allerdings sind die mittlerweile zehntausendfachen „Botschaften“, die angeblich vom Himmel kommen, kirchlich nicht anerkannt. 

Zu den Medju-Visionären gehört auch die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo, die stets am 2. Tag jedes Monats eine sog. „Privatbotschaft der Muttergottes“ erhält, die per Newsletter verbreitet wird.

Hier folgt nun der vollständige Wortlaut der jüngsten Erscheinung vom 2.2.2015:

„Liebe Kinder! Ich bin hier unter euch. Ich schaue euch an, lächle euch an und liebe euch, wie es nur eine Mutter kann. 

Durch den Heiligen Geist, der durch meine Reinheit kommt, sehe ich eure Herzen und bringe sie meinem Sohn dar. Schon seit langer Zeit, ersuche ich von euch, meine Apostel zu sein, damit ihr für diejenigen betet, die die Liebe Gottes nicht kennengelernt haben. Ich suche das Gebet, das aus Liebe gesprochen ist, das Gebet, das Werke tut und Opfer bringt. 

Verschwendet keine Zeit damit, darüber nachzudenken, ob ihr würdig seid, meine Apostel zu sein. Der himmlische Vater wird jeden richten, ihr aber liebt Ihn und gehorcht Ihm. 

Ich weiß, dass euch dies alles verwirrt, auch meine Anwesenheit unter euch, aber nehmt es mit Freude an und betet, damit ihr begreift, dass ihr würdig seid, für den Himmel zu arbeiten. 

Meine Liebe ist über euch. Betet, dass meine Liebe in allen Herzen siegt, denn es ist die Liebe, die vergibt, die gibt und nie aufhört. Ich danke euch.“

Zu diesem scheinfrommen Unsinn stellen wir Folgendes fest:

1. Dieser Spruch der vermeintlichen „Gottesmuttter“ enthält gleich drei theologische Fehler: „Durch den Heiligen Geist, der durch meine Reinheit kommt, sehe ich eure Herzen und bringe sie meinem Sohn dar.“  Advocata

A. Der Heilige Geist ist immer ein Gnadengeschenk Gottes. ER kommt nicht durch die (ohnehin unvollkommene) „Reinheit“ der Menschen – das gilt insoweit auch im Falle der makellos empfangenen Madonna, weil deren überragende Reinheit aus einem Gnadenakt des Allmächtigen hervorging. 

B. Zweitens sieht allein GOTT selber in unsere Herzen – und kein Geschöpf, auch nicht das heiligste und erhabenste aller Geschöpfe, nämlich die selige Jungfrau Maria.

C. Drittens ist theologisch nicht klar, inwieweit Maria dem ewigen Gott unsere „Herzen darbringt“. Die selige Jungfrau ist keine geweihte Priesterin  – und unsere unreinen Herzen sind keine vollkommene, keine heilige (Opfer-)Gabe, die Gottes würdig wäre.

2.  Hierzu paßt es freilich, daß die Erscheinung dazu auffordert: „Verschwendet (!) keine Zeit damit, darüber nachzudenken, ob ihr würdig sein, meine Apostel zu sein.“  –  Was heißt hier „meine“ Apostel? Sollen wir etwa nicht CHRISTUS nachfolgen?!  – Die in der Bibel bezeugte, echte Gottesmutter sprach jedenfalls zu den Knechten auf der Hochzeit zu Kana: „Was ER euch sagt, das tut!“  –  Die wirkliche Madonna verweist immer auf ihren göttlichen Sohn, nicht auf sich selber.

3. Sodann schmiert dieses Erscheinungsphänomen den „lieben Kindern“ reichlich viel Honig um den Mund, indem gesagt wird: „Betet, damit ihr begreift, daß ihr würdig seid, für den Himmel zu arbeiten.“  – Stattdessen heißt es in der Heiligen Schrift, wir sollen uns stets bewußt sein, daß wir nur „unnütze Knechte“ sind, die Gott trotz ihrer Unwürdigkeit würdigt, IHM zu dienen.

4. Abschließend fordert die Erscheinung dazu auf: „Betet, daß meine Liebe in allen Herzen siegt, denn es isst die Liebe, die vergibt…“  –  Erstens kann GOTT allein die Sünden der Menschen vergeben; zweitens ist es die Liebe CHRISTI, die in den Herzen siegen sollte  –  und damit dies leichter geschieht, ist seine Mutter unsere Fürsprecherin, die sich gegenüber dem Engel Gabriel selber als „Magd des HERRN“ bezeichnet hat.


Die verstorbenen Gerechten des Alten Bundes sind eine „Wolke von Zeugen“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Hebr 12,1-4:

Brüder! Da uns eine solche Wolke von Zeugen umgibt, wollen auch wir alle Last und die Fesseln der Sünde abwerfen. 131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c

Laßt uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der uns aufgetragen ist – und dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; ER hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt.

Denkt an den, der von den Sündern solchen Widerstand gegen sich erduldet hat; dann werdet ihr nicht ermatten und den Mut nicht verlieren. Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut Widerstand geleistet.

 


Biblische Kunstwerke im Grenzgebiet: Marc trifft Mark in Markt Eisenstein

Von Susanne Habel

„Marc trifft Mark“ könnte man die aktuelle Doppelausstellung in den „Kuns(t)räumen“ in Markt Eisenstein betiteln.

Mit Marc Chagall und Mark Angus ist Weltkunst zu Gast in dem direkt an der deutsch-tschechischen Grenze gelegenen Ausstellungshaus, das sich derzeit biblischer Kunst widmet.  4 Mark Angus Jakob ringt mit dem Engel2

Marc Chagall (1887–1985) zählt zu den weltweit bekanntesten und beliebtesten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Immer wieder beschäftigte er sich in seinem Werk mit der Bibel und mit biblischen Themen. Bis heute berührt er mit diesen Arbeiten die Menschen.

BILD: Gemälde von Mark Angus: Der Patriarch Jakob ringt mit dem Engel

Die Galerie „Kuns(t)räume“ zeigt seine 1956 und 1960 als Farblithographien entstandenen Illustrationen zur Bibel, die zu seinen populärsten Werken zählen. Inspiriert durch seinen jüdischen Glauben und angeregt von der Mythen seiner weißrussischen Heimat schuf sich Chagall in Frankreich einen eigenen Zugang zur biblischen Bildwelt.

Die strahlenden Farben und schwerelos schwebende Figuren und Formen schaffen eine faszinierende Optik, die die emotionale Tiefe der biblischen Erzählungen betont. Auch einige von Chagalls Darstellungen aus der griechischen Mythologie werden gezeigt.2 Chagall - David u Betsabe_kl

Passend zu seinen Bibel-Motiven gibt es einen Ausblick auf eine der kommenden Ausstellungen, die sich dem Thema der Bibel in der Kunst widmen wird, setzten sich doch zahlreiche bedeutende Künstler mit der Heiligen Schrift auseinander.

BILD: Gemälde von M. Chagall: König David und Bethsabe (Batseba)

Einen Vorgeschmack auf diese Sonderschau geben Original-Werke von Albrecht Dürer und Rembrandt.

Harmonisch ergänzt wird die aktuelle Ausstellung mit Arbeiten des 1949 in Südengland geborenen Mark Angus, der sich ebenfalls oft biblischen Themen widmet. Der Künstler beschäftigt sich mit Vorliebe mit der Ausgestaltung von Kirchenräumen mit farbigen Fenstern.

Gleichermaßen beeindruckend sind seine hinterleuchteten Glasbilder und seine Malerei auf Papier, die er in den „Kuns(t)räumen“ unter dem Titel „Der Sprung“ zeigt.

Ausstellung bis 12. April: „Marc Chagall – Die Bibel und andere Illustrationen“ in „Kuns(t)räume grenzenlos“, Bahnhofstraße 52 in 94252 Bayerisch Eisenstein. Telefon 09925/18297-52.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 10.30 – 17.30 Uhr. Führungen durch die Ausstellung jeden Samstag und Sonntag um 14.15 Uhr.

Text: Susanne Habel (Redakteurin aus München) / Fotos: Sven Bauer

 


Behindertenfeindlich: CDU-Politiker Hüppe kritisiert vorgeburtlichen Praena-Test

Scharfe Kritik haben Lebensrechtler an einer möglicherweise bevorstehenden Kostenübernahme des sog. Praena-Tests durch die gesetzlichen Krankenkassen geübt. Bei diesem Test kann im Blut der Schwangeren festgestellt werden, ob ihr ungeborenes Kind möglicherweise einen Gendefekt (Trisomie 21 bzw. Down-Syndrom) aufweist.  imagesCA4JYFAC

Dieser Bluttest „dient keiner Therapie, sondern der Selektion von Menschen mit Trisomie 21“, stellte der Bundestagsabgeordnete und stellv. Bundesvorsitzender der CDL (Christdemokraten für das Leben), Hubert Hüppe (CDU), fest. Damit, so der frühere Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, würden Menschen mit Down-Syndrom diskriminiert.

Viele behinderte Kinder werden abgetrieben

Hüppe verweist in diesem Zusammenhang darauf, daß in Ländern, in denen dieser Bluttest bereits eingeführt wurde, bei über 90 Prozent der identifizierten Kinder mit Down-Syndrom eine Abtreibung stattfinde. Baby (2)

Daher dürfe der Test weder von Krankenkassen noch aus öffentlichen Mitteln gefördert werden.

Laut Recherchen der Wochenzeitung Die Zeit soll noch in diesem Jahr eine Studie zur Überprüfung der Bluttest-Methode beginnen. Sie könnte die bisherige, wesentlich risikoreichere Fruchtwasseruntersuchung ablösen und dann von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden.

Lebensrechtler und Kirchenvertreter befürchten, daß dann weitaus mehr Frauen diesen Test durchführen lassen und sich dadurch bei entsprechendem Ergebnis für eine Abtreibung entscheiden.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de