Israel: Bahnbrechende Unterkiefer-Operation in Haifa gelungen

Dr. Leiser besuchte zuvor eine Fortbildung in Deutschland

Ärzten am Rambam-Krankenhaus in Haifa ist es mit einer revolutionären Technik gelungen, den Kiefer eines syrischen Patienten  wiederherzustellen.

Der 23-jährige Landwirt gelangte im November nach Israel, nachdem ein Projektil seinen Unterkiefer komplett zerstört hatte. Er konnte weder essen noch sprechen.

Die Ärzte des Rambam-Krankenhauses erstellten mittels eines 3D-Druckers einen neuen, individuell abgestimmten, Kieferknochen für den Mann. Dieser wurde ihm implantiert. Schon einen Tag nach der OP konnte der Patient wieder essen und sprechen.

„Uns ist es gelungen, seine menschlichen Züge wiederherzustellen“, sagte Dr. Yoav Leiser über den Patienten.

Dr. Leiser, der die Operation gemeinsam mit Professor Adi Rachmiel durchführte, hatte kurz vor dem Eingriff eine Fortbildung in Deutschland besucht, in der er in der Rekonstruktion von Augenhöhlen, Kiefern und Wangenknochen geschult wurde.

Der syrische Landwirt ist voll des Lobes für seine Ärzte und will in sechs Monaten nach Haifa zurückkehren, um sich neue Zähne einsetzen zu lassen.

In den vergangenen zwei Jahren wurden rund 1500 syrische Patienten in Israel behandelt, 20 Prozent von ihnen im Rambam-Krankenhaus.

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Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Unionsfraktion protestiert gegen Karikaturen-Wettbewerb über den Holocaust im Iran

Bis April dieses Jahres wird unter der Schirmherrschaft des Iranischen Hauses der Karikaturen in Teheran und dem Sarcheshmeh Cultural Center ein Karikaturenwettbewerb über den Holocaust durchgeführt.

Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder (siehe Foto):  Foto Markus Hammes

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verurteilt den Karikaturenwettbewerb, bei dem die Zeichner den systematischen Mord an sechs  Millionen Juden leugnen oder zumindest relativieren sollen. Dieser Aufruf ist nicht nur geschmacklos, sondern zeigt klar den eklatanten Antisemitismus und Antizionismus im Iran.

Der Veranstalter des Wettbewerbs, der Direktor des Karikaturenhauses, Masud Shojaei-Tabatabaii, erklärte, die Aktion sei als Protest gegen die Mohammed-Karikaturen des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo gedacht. Karikaturen vom Holocaust lassen sich aber nicht mit Karikaturen von Religionsstiftern vergleichen. Der von den Nationalsozialisten organisierte industrielle Mord an den Juden war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Wenn wir Karikaturen darüber nicht akzeptieren, hat das nichts mit einer vermeintlichen Doppelmoral der westlichen Staaten zu tun, sondern ist Ausdruck der Achtung der Menschenwürde. (…)

Dem wachsenden Antisemitismus und Antizionismus gilt es bei jeder Gelegenheit und in allen Formen entschieden entgegenzutreten. Noch entschiedener als bisher muss die Sicherheit des jüdischen Staates Israel garantiert werden.“

Foto: Markus Hammes


Traueransprache von Walter Ramm für Elisabeth Backhaus am 18. Februar 2015

Wie wir in unserem Nachruf berichtet haben, verstarb Anfang Februar unsere Mitstreiterin Elisabeth Backhaus, eine engagierte Lebensrechtlerin, im Alter von 91 Jahren in Münster.

Nach dem Requiem (Totenmesse) hielt Walter Ramm, Vorsitzender der „Aktion Leben“ (Abtsteinach), eine beeindruckende Ansprache über das Leben und Wirken der gläubigen Katholikin. Wir dokumentieren diesen Nachruf hier im vollen Wortlaut:
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Liebe Familie Backhaus und Verwandten,

liebe Freunde aus der Lebensrechtbewegung, liebe Trauergemeinde.

Elisabeth Backhaus ist eine der großen Gestalten der Lebensrechtsbewegung, die sich schon von Beginn an in der Diskussion um die Abtreibungstötung für das Lebensrecht und die Unverletzlichkeit der Würde jedes Menschen eingesetzt haben.

Sie war eine Frau, die dieses „abscheuliche Verbrechen“ und seine schrecklichen Folgen für alle Beteiligten nicht nur erkannte, sondern auch entschieden handelte.

Aus Münster kamen für unsere Bewegung immer wieder Impulse, wie ich schon im September 2002 bei der Beerdigung von Günter Stiff hier in Münster festgestellt habe. Hier ist auch der seit langem verstorbene Leiter des „Kardinal von Galen Kreises“, Heribert Börger, zu nennen.

Über 3 Jahrzehnte durfte ich mit ihr zusammenarbeiten, seit ich sie im Herbst 1978 kennen- und schätzen gelernt habe.

Bei vielen Arbeitsbesuchen bei ihr hier in Münster baute sich eine innige Beziehung auf. Dabei habe ich den Eindruck gewonnen: ihr Leben war von 2 Dingen geprägt, sie selbst nannte es “die 2 Seiten einer Münze”:

Die eine Seite war ihre große Familie und ihre Mitsorge für jedes einzelne Glied ihrer Familie.

Die andere Seite war ihr Einsatz für das Lebensrecht und die Würde jedes Menschen sowie ihre Mitarbeit in der AKTION LEBEN, welche sie entscheidend mitprägte. Wer kann ermessen, was sie geleistet hat?A.L.Content_Was_wir_wollen

Diese äußerlich bescheiden auftretende Frau pflegte nicht nur Kontakte zu bedeutenden Rechtsprofessoren und Theologen, sondern hatte weltweit Verbindungen, so zu den entscheidenden Persönlichkeiten der amerikanischen “Pro-Life-Bewegung”, vor allem zu dem verstorbenen Pater Prof. Paul Marx mit dem sie eine intensive und für unsere Arbeit fruchtbare Verbindung unterhielt.

Anderseits scheute sie nie die Mühe, auf der Straße Infoschriften für das Lebensrecht zu verteilen.

Ich denke an ihre weit verbreiteten Schriften, über den § 218 “Recht und Gesetz”, die viel beachtete Schrift „Mitschuldig“ und zur Enzyklika “Evangelium vitae” sowie ihre vielen Schriften und Kommentare, welche nicht nur von großer Sachkenntnis, sondern auch von großem Engagement zeugten.

Ihrem wachen Geist verdanken wir, dass wir schon frühzeitig mit vielen sog. bioethischen Themen an die Öffentlichkeit treten konnten, was freilich den Nachteil hatte, dass dies oft noch nicht verstanden wurde, und erst viel später öffentliche Beachtung fand.

Niemand kann ermessen, wieviel Nachdenklichkeit sie ausgelöst und wie viele Leben, wie viele Seelen sie für die Ewigkeit gerettet hat.

Frau Backhaus, an Ihrem Sarg dürfen wir sagen:

Sie haben den guten Kampf gekämpft und sind am Ziel ihres bewegten Lebens angekommen. Wir, die noch in dieser Welt leben und in Ihrem Sinne weiter kämpfen, für uns waren und bleiben Sie ein großes Vorbild als konsequente Lebensrechtlerin und gläubige Katholikin.

Der HERR und Richter allen Lebens möge Ihnen gnädig sein, Ihnen alle Mühen und Sorgen reichlich vergelten, das wünschen Ihnen Ihre Freunde aus der AKTION LEBEN.

O HERR, gib ihr die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihr, laß sie ruhen in Frieden. Amen

2. Foto: Aktion Leben


Der HERR sprach zu Moses: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Lev 19,1-2.11-18:

Der HERR sprach zu Moses:
Rede zur ganzen Gemeinde der Israeliten, und sag zu ihnen: Seid heilig, denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig.  P1020947

Ihr sollt nicht stehlen, nicht täuschen und einander nicht betrügen.  Ihr sollt nicht falsch bei meinem Namen schwören; du würdest sonst den Namen deines Gottes entweihen. Ich bin der HERR.

Du sollst deinen Nächsten nicht ausbeuten und ihn nicht um das Seine bringen. Der Lohn des Tagelöhners soll nicht über Nacht bis zum Morgen bei dir bleiben.

Du sollst einen Tauben nicht verfluchen und einem Blinden kein Hindernis in den Weg stellen; vielmehr sollst du deinen Gott fürchten. Ich bin der HERR.

Ihr sollt in der Rechtsprechung kein Unrecht tun. Du sollst weder für einen Geringen noch für einen Großen Partei nehmen; gerecht sollst du deine Landsleute richten.  COLLAGE-BLUSP2

Du sollst deinen Stammesgenossen nicht verleumden und dich nicht hinstellen und das Leben deines Nächsten fordern. Ich bin der HERR.

Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Stammesgenossen zurecht, so wirst du seinetwegen keine Schuld auf dich laden.

An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der HERR.