Bayern: Diebstahlserie aus Kirchen aufgeklärt

Zeugenaufruf führte schnell zum Fahndungserfolg

Seit Anfang November 2014 kam es zu 12 gleichgelagerten Diebstählen aus Kirchen. Der Schwerpunkt der Taten lag in Niederbayern, ein Tatort lag in der Oberpfalz und einer in Oberbayern.

Entwendet wurden Holzfiguren und Holzkreuze im Gesamtwert von 40.000 Euro. Engel

Die veröffentlichten Bilder und der Zeugenaufruf führten bereits nach wenigen Stunden zum Erfolg.

Am Samstag, den 28.2.2015, meldete sich ein 61-jähriger Sammler aus dem Landkreis Dingolfing bei der Polizei. Er teilte mit, dass er erst kürzlich vier der 12 gesuchten sakralen Gegenstände gutgläubig erworben hätte.

Da der Sammler den Namen des Verkäufers der Polizei nennen konnte, machten sich die Ermittler der Kunstfahndung des LKA sofort auf den Weg nach Niederbayern. 

Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft in Landshut, öffneten die Ermittler der Kunstfahndung mit Unterstützung von örtlichen Polizeikräften die Wohnung des 39-jährigen aus dem Landkreis Dingolfing und nahmen ihn dort vorläufig fest.Holzkreuz

Bei der Durchsuchung des Anwesens wurden noch eine weitere Figur und ein Standkreuz aus dieser Serie sichergestellt. Diese beiden sakralen Gegenstände sind dem Fall 10 (Hl. Notburga aus der Kirche in Roßbach) und dem Fall 11 (Standkreuz aus der Kirche in Osterhofen) zuzuordnen. 

Der arbeitslose Werkzeugmacher machte keinerlei Angaben zur Herkunft der Figuren. Er wurde am Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft der zuständigen Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Landshut vorgeführt, welche Haftbefehl erließ.

Am Montagmorgen (2.3.) wurde durch die Kunstfahnder nach Hinweis einer Zeugin der entwendete Engel aus der Kirche in Geiselhöring auf einer Auktionsplattform im Internet entdeckt. Der Engel wurde dort zum Kauf angeboten. Die Sicherstellung des Engels wird im Laufe des heutigen Tages erfolgen.033_30

Der Sammler aus Niederbayern hatte insgesamt 10 Figuren von dem 39-jährigen erworben, alle, wie er glaubhaft versicherte, gutgläubig. Vier dieser Figuren sind der Diebstahlserie zuzuordnen.

Die restlichen sechs Figuren wurden ebenfalls sichergestellt, da davon ausgegangen werden muss, dass diese ebenfalls aus Kirchendiebstählen stammen. Dies bedarf aber noch weiterer Ermittlungen.

Ebenfalls weiterer Ermittlungen obliegt der Verbleib der restlichen fünf Figuren und Kreuze aus dieser Diebstahlserie.

Aus diesem Grund bittet das Bayerische Landeskriminalamt weiterhin um Ihre Mithilfe:

Wer kann Angaben zum Verbleib der restlichen fünf Figuren machen, oder wem sind diese Figuren zum Kauf angeboten worden?

Quelle (Text/erste zwei Fotos) und FORTSETZUNG der Polizeimeldung hier: https://www.polizei.bayern.de/muenchen/news/presse/aktuell/index.html/216753



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