Israel: Staatspräsident Rivlin beauftragt Netanyahu mit der Regierungsbildung

Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin hat am Mittwoch (25.3.) das offizielle Wahlergebnis der 20. Knesset-Wahlen aus den Händen des Vorsitzenden des Wahlkomitees, Richter Salim Joubran, entgegen genommen.

BILD: Staatspräsident Rivlin (rechts) und Benjamin Netanyahu (Foto: GPO/Amos Ben Gershom)

Rivlin sagte: „Es ist erfreulich, dass die Wahlbeteiligung [72,4%] im Vergleich zu den letzten Wahlen gestiegen ist – ein Zeichen für verwirklichte Demokratie.“

Der Staatspräsident erteilte dem bisherigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu die Aufgabe, die 34. Regierung des Staates Israel zu bilden. Nach der Unterzeichnung der Ernennungsurkunde äußerte er sich gegenüber der Öffentlichkeit. Rivlin sagte:

„In einer Demokratie entscheidet die Mehrheit und die Mehrheit hat in dieser Wahl mit klarer Stimme gesprochen. […] Nachdem ich mich mit Vertretern aller gewählten Parteien beraten habe, gebe ich hiermit bekannt, dass mehr als 61 Abgeordnete der Knesset empfohlen haben, den Abgeordneten Benjamin Netanyahu mit der Aufgabe der Regierungsbildung zu betrauen.

Drei bedeutende Aufgaben liegen vor der künftigen Regierung und dem ganzen Parlament – Koalition und Opposition gleichermaßen:

Zum ersten die Frage nach den Beziehungen zwischen Israel und Vereinigten Staaten, unserem wichtigsten Verbündeten.

Zum zweiten neue Stabilität in das politische System zu bringen, und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Politik zu stärken. Wir sollten nicht in zwei Jahren erneut wählen müssen.

Und zum dritten die Wunden zu heilen und die Gräben zu überbrücken, die sich in den letzten Jahren aufgetan haben und sich im Zuge der Wahlen vertieft haben.“ 

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin


Ab 27. März 2015 ein Jahr im Universum: Zwillings-Astronaut mit „Bodenmodell“

Suche nach dem genetischen Fingerabdruck der Raumfahrt

Wenn Lander wie Philae ins All fliegen oder Instrumente wie der „Maulwurf“ HP3 für die Reise zum Mars vorbereitet werden, gibt es immer ein Bodenreferenzmodell. Ein Modell, mit dem die Wissenschaftler auf der Erde Tests  oder Vergleichsmessungen durchführen können.  Mark und Scott Kelly

Mit Mark und Scott Kelly gibt es nun zum ersten Mal ein menschliches Bodenreferenzmodell: Die beiden sind eineiige Zwillinge und während Scott am 27. März 2015 um 20.42 Uhr mitteleuropäischer Zeit für ein Jahr zur Internationalen Raumstation ISS reist, bleibt sein Bruder Mark auf dem Boden und dient als Vergleichsobjekt.

„Zum ersten Mal kann so auch untersucht werden, ob sich durch den langen Aufenthalt im All auch die Gene eines Menschen ändern“, sagt Prof. Rupert Gerzer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Und auch die Auswirkungen unter anderem auf Kreislauf, Knochen, Muskeln und Augen sind bei Langzeitmissionen noch nicht ausreichend erforscht. „Die Ein-Jahres-Mission ist natürlich auch eine Vorbereitung für einen bemannten Flug zum Mars.“

Scott Kelly ist kein Neuling im All: Der 51-Jährige ist bereits drei Mal und für insgesamt mehr als 180 Tage ins All geflogen. Er installierte neue Instrumente am Hubble-Weltraumteleskop, flog mit dem Space Shuttle Endeavour und verbrachte ab Oktober 2010 als Kommandant 159 Tage in der Internationalen Raumstation ISS.

Jetzt verabschiedet er sich allerdings für ein ganzes Jahr von der Erde. Vor ihm taten dies bereits mehrere russische Astronauten: Waleri Poljakow blieb 437 Tage in der Schwerelosigkeit, Sergei Awdejew verbrachte 379 Tage in der MIR-Raumstation.  Scott Kelly

Doch nun stehen mehrere Premieren an – zum ersten Mal lebt und arbeitet ein Astronaut für solch einen langen Zeitraum auf der Internationalen Raumstation, zum ersten Mal verbringt ein amerikanischer NASA-Astronaut ein Jahr im All und zum ersten Mal gibt es einen Zwilling, der genetisch nahezu identisch ausgestattet ist.

Mark Kelly ist selbst Astronaut, flog bereits vier Mal ins All und brachte u.a. mit dem letzten Shuttle-Flug das Alpha Magnetic Spectrometer (AMS) zur ISS.

Auch ein russischer Kosmonaut, Mikhail Kornienko, wird gemeinsam mit Scott Kelly ein komplettes Jahr in der Internationalen Raumstation leben und forschen. 

„Aber mit Scott und Mark Kelly beginnt der Einstieg in die Forschung an genetischen Merkmalen“, sagt Prof. Rupert Gerzer, Leiter des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin. „Die Wissenschaft sucht hier sozusagen nach dem genetischen Fingerabdruck der Raumfahrt.“  Expedition 43

Zusätzlich zu den mehreren hundert ISS-Experimenten hat die NASA insgesamt zehn Experimente ausgewählt, die sich ausschließlich mit dem Vergleich der beiden Zwillingsbrüder beschäftigen.

Veränderungen in verschiedenen Organen und in den Genomen der Zellen durch Faktoren wie Strahlung, Isolation und Schwerelosigkeit sowie Auswirkungen auf die Wahrnehmung oder das Treffen von Entscheidungen sollen u.a. an den Astronauten-Zwillingen erforscht werden.

„Der Aufenthalt im All hat insgesamt Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem wird geschwächt, Muskeln und Knochen bauen ab“, zählt DLR-Raumfahrtmediziner Rupert Gerzer auf.

Das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin erforscht unter anderem diese Auswirkungen: „Fast Zweidrittel der Astronauten entwickeln in der Schwerelosigkeit Sehstörungen.“  –  Die Ursache könnte eine Erhöhung des Hirndrucks sein, „doch das ist noch nicht erforscht.“

Die Internationale Raumstation befindet sich in rund 400 Kilometern Höhe, jederzeit kann ein erkrankter Astronaut im Notfall zur Erde zurückkehren, bei einem mehr als 200 Tage langen Flug zum Mars ist die schnelle Rückkehr ausgeschlossen: „Bei Langzeitmissionen dürfen Probleme beispielsweise mit dem Augen- und Hirndruck gar nicht erst auftreten.“

Quelle und Fortsetzung des Beitrags hier: http://www.dlr.de/dlr/presse/desktopdefault.aspx/tabid-10172/213_read-13179/year-all/#/gallery/19011

Fotoquelle: NASA

 


Erhielt Prof. Albert Drexel einst wirklich „Botschaften“ von Christus?

Von Felizitas Küble

Seit Jahrzehnten werden in traditionsbewegten Kreisen die Bücher von Prof. Dr. Albert Drexel (1889 – 1977) verbreitet.

Der katholische Priester, Völkerkundler und Theologe aus Hohenems im österreichischen Vorarlberg hat nicht nur Sachbücher veröffentlicht, sondern erhielt Anfang der 70er Jahre  –  eigenen Angaben zufolge  –  auch direkte übernatürliche Einsprechungen von Christus selbst.  christus

Angeblich erklärte der HERR dem Professor in den Jahren 1970 bis 1972 in nächtlichen Freitags-Visionen, wie es in Kirche und Welt zugeht und wo der Schlüssel zur Lösung der Probleme liegt.

Die erscheinungsbeflissene Zeitschrift „Mystik“ (Nr. 1/2009), die der Lippstädter Journalist Claus P. Clausen herausbrachte, war wie so oft des Lobes voll: „Drexel war ein glaubenstreuer Priester und Prophet.“ 

Das theologisch unterbelichtete Blatt bevorzugte „himmlische“ Panik-Botschaften über den bevorstehenden Weltuntergang und setzte sich besonders stark für das seinerzeit kirchlich gemaßregelte „Engelwerk“ und die vom Vatikan abgelehnten „Marienerscheinungen“ von Heroldsbach ein.

Im Rahmen seines Artikels über Drexels Visionen schreibt Clausen: „Das Werk der hl. Engel geht auf Gott zurück.“ –  Wenn das so einfach ist, erübrigen sich freilich alle innerkirchlichen Debatten von selbst…

Das Engelwerk „rettet“ die Kirche…

Sodann zitiert die Zeitschrift eine Vision Drexels vom 7.8.1970 mit angeblichen folgenden „Worten des Heilands“: Marienstatt-DSC_0111-3

„Ich habe zu dir von den heiligen Engeln gesprochen und sage dir, dieses Werk ist ein Werk der Vorsehung Meines himmlischen Vaters und ein Werk für die Rettung der Kirche Roms in der gegenwärtigen und kommenden schweren Verwüstung, Unruhe und Zerstörung.

Von Priestern, den geweihten Dienern und Hirten der Kirche, ist das Unheil in der Kirche ausgegangen, durch Priester, die diesem Werke ausdrücklich oder innerlich angehören, wird die Kirche gerettet.“

Zweifellos eine eindeutige Ansage, schwarz und weiß sind klar getrennt, Schafe und Böcke geschieden: Von Geistlichen ist „das Unheil“ ausgegangen, durch Engelwerkspriester wird „die Kirche gerettet“.

Obwohl die Kirche sich ablehnend über die Privatoffenbarungen der Engelwerks-Gründerin M. Bitterlich äußerte, erfahren wir nun, daß es sich hierbei um ein Werk des Himmels handelt.

Auch Maria von Agredas Visionen sind „von oben“…

Aber auch die kirchlich ebenfalls nicht anerkannten Marienvisionen der spanischen Nonne Maria von Agreda sind ein Werk der „Vorsehung“, wie wir der „Botschaft des Heilands“ vom 4.12.1970 entnehmen dürfen:
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 „Darum war die Vorsehung des himmlischen Vaters am Werke, als sie die Bücher der Offenbarungen an Meine heilige Tochter Maria zu Agreda zur Verherrlichung der heiligsten Jungfrau neu erstehen ließ und dazu Menschen als Helfer wählte.“

Zugleich bieten die „Botschaften“ an Drexel die in diesem Spektrum übliche Mischung aus „Zuckerbrot und Peitsche“, Panik-Offenbarungen wechseln sich mit Endzeitschwärmereien, so zB. bei der im „Mystik“-Heft zitierten Vision vom 1.1.1970:

„Es wird eine Zeit der Finsternis und zugleich eine Zeit der Leuchtens sein. Während die Saat der Bösen und der Gottlosen in Verderbnis enden wird, wird die Saat der Gläubigen zu einer reineren und schöneren Kirche erblühen.“

Kirche steckte in „schwerster Prüfung aller Zeiten“

Clausens zweite Publikation, der wöchentlich erschienene „Schwarze Brief“, brachte mit seiner Nr. 2/2009 ein „Sonderblatt“ heraus. Dort werden die angeblich himmlischen „Botschaften“ an Prof. Drexel weiter dokumentiert.

So heißt es zB. bei den „Worten des Heilands“ vom 5.5.1972, der Visionär erhalte „besondere Gnaden“ um seiner „Aufgabe“ willen vom allwissenden Gott für diese Zeit, „in der Meine heilige Kirche der schwersten Heimsuchung und Prüfung aller Zeiten ausgesetzt“ sei.
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Warum, so fragt man sich, soll jene Phase Anfang der 70er Jahre für die Kirche die schlimmste „aller Zeiten“ gewesen sein?!

Aber je dunkler die Zeit, desto heller leuchtet des Sehers Werk, klar doch: „Für diese böseste, gefährlichste und verworrenste Zeit war dein Leben und deine Aufgabe vorgesehen.“   –  Auch das vom Visionär zu schreibende Glaubensbuch ist natürlich das, so wörtlich, „notwendigste Buch für jetzt und die Zukunft“, wie es in der „Botschaft“ vom 7. Juli 1972 heißt.

Die Drexel-Visionen erfreuen sich im traditionellen Lager großer Zustimmung, obwohl dort z.B. unter dem vorhin erwähnten Datum davon die Rede ist, die „eigenen Söhne der Kirche“ seien unter „Satans Eingebung“ darauf erpicht, „den Geist des großen Konzils zu verfälschen“.   – Das 2. Vatikanum und sein „Geist“ wird sonst in diesen Kreisen mitnichten als „groß“ eingeschätzt.

Falschbehauptung: „Priester verlassen ihre Weihe“

Theologisch völlig falsch ist das vermeintliche Jesuswort an Prof. Drexel vom 4.8.1972:DSC_0722-2-3

„Während mein Sohn Paulus“ (gemeint ist Papt Paul VI.) in Tränen und in Schweiß um die Rettung der Kirche ringt und in unsagbarem Schmerz täglich Kenntnis von den Priestern bekommt, die ihre Herde, ihre Weihe und ihr Amt verlassen…“

Kein Priester, selbst wenn er komplett vom Glauben abfallen oder gar zu einer Satanssekte überwechseln würde, kann seine WEIHE verlassen, weil das Sakrament der Priesterweihe dem Empfänger bekanntlich ein unauslöschliches Merkmal einprägt. Gerade weil Drexel selber Priester war, hätte er dies genau wissen müssen.

Daher kann ein Priester zwar sein „Amt“, aber nicht seine Weihe verlassen. Allein schon wegen dieser theologisch offensichtlich falschen Aussage können die Drexel-Botschaften nicht von Christus stammen, da ER die Wahrheit selber ist!


Israel entdeckte Terrorzelle: Hamas hatte Anschläge gegen Zivilisten geplant

Bei einer gemeinsamen Operation der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), des Allgemeinen Sicherheitsdienstes (SHABAK) und der Polizei konnten sechs Angehörige einer Terrorzelle der Hamas in Qalqiliya im Westjordanland verhaftet werden.

BILD: Chemische Substanzen, die im Zuge der Operation gefunden wurden 

Die Verhafteten gestanden, eine Reihe von Anschlägen gegen israelische Zivilisten geplant zu haben. Mehrere Dutzend Kilogramm chemischer Substanzen zum Bau von Bomben wurden sichergestellt.

Während der Untersuchungen gaben Mitglieder der Terrorzelle detaillierte Informationen zu einem Waffenlabor weiter, das sich in einer Wohnung im Zentrum von Nablus befinde, und in dem die Angreifer explosive Vorrichtungen bauten.

Die Verhafteten gestanden zudem, dass sie in Jordanien vom militärischen Arm der Hamas rekrutiert worden seien. Sie wurden dann im Gazastreifen ausgebildet und anschließend zur Planung von Anschlägen und zur Rekrutierung weiterer Terroristen ins Westjordanland gebracht.

Zudem erhielten sie Anweisungen, während der Operation Schutzlinie (Zuk Eitan) Angriffe durchzuführen.

Quellen: ZAHAL, israelische Botschaft


Fuldaer Erklärung des „Forum Deutscher Katholiken“ zu Ehe und Familie

Bischöfe der Weltkirche beraten in zwei Sitzungsperioden Fragen zu Ehe und Familie. Das erste Treffen im Oktober 2014 befasste sich mit dem Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“.

In der kommenden Sitzungsperiode im Oktober 2015 wird über „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ beraten werden. BILD0235

In einer breiten Öffentlichkeit hat das Thema Ehe und Familie großes Interesse gefunden. Die ausgelösten kontrovers geführten Diskussionen haben gezeigt, dass die Lehre der katholischen Kirche zu Ehe und Familie offensichtlich auch unter Gläubigen nicht mehr bekannt ist.

Das verbreitet aufgekommene Interesse an der Synode zum Thema Ehe und Familie stellt eine Chance dar, die katholische Ehelehre in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und den Gäubigen wieder als Sakrament in Erinnerung zu bringen.

Jenseits rein soziologischer Betrachtungsweisen muß die sakramentale Bedeutung der Ehe als gestiftete Gemeinschaft in Christus, ihre Unauflöslichkeit und Ausrichtung auf die Zeugung und Erziehung von Kindern deutlich gemacht werden.

Diese die Ehe auszeichnenden Wesenseigenschaften machen es dringend erforderlich, für eine vertiefte Vorbereitung auf das Ehesakrament und eine solide Übermittlung der Lehre der Kirche Sorge zu tragen.bildma1

Wegen der Bedeutung von Ehe und Familie für die Zukunft der Gesellschaft, der Ökumene und angesichts der vielfältigen Probleme, die ihrem Scheitern, einer zivilrechtlichen Auflösung und Wiederverheiratung folgen, bitten wir alle, die für die Weitergabe des Glaubens Verantwortung tragen, dieses Thema aufzugreifen.

Von Christus in einzigartiger Weise gestiftet, stärkt das Ehesakrament die Treue in der Ehe. Es schützt die Ehepartner und ihre Kinder vor Leid, Depression und gebrochener Biographie. Denn Treue und Geduld sind Ausdrucksformen der Liebe, einer Liebe, die Eheleuten von Anfang an mehr bedeutet als das Gefühl eines flüchtigen Augenblicks.

Die christliche Pastoral erfüllt ihre Aufgabe erst dann, wenn sie unverkürzt und unverfälscht den Willen Jesu verkündet.
In Jesus finden sich Gerechtigkeit und Barmherzigkeit in unüberbietbarer Weise aufeinander hin geordnet.
Unsere Bischöfe bitten wir um ein deutliches Hirtenwort.

1. Gemälde: Evita Gründler


AfD verlangt Vielfalt statt Einfalt in der Schule Klare Kritik an „Inklusion“

Dr. Konrad Adam gegen Abschaffung der Förderschulen

Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz haben sich darauf verständigt, die Inklusion flächendeckend voranzutreiben. Die Lehrerbildung soll reformiert, Fachdidaktiker, Bildungswissenschaftler und andere Spezialisten sollten mobilisiert werden, um die „Schule der Vielfalt“ zu realisieren. IMG_1061

„Nur nach dem Schüler fragt kein Mensch“, bemängelte AfD-Sprecher Dr. Konrad Adam das aufgeblasene Projekt, „er kommt in den Blaupausen der Schulpolitiker nicht mehr vor, spielt in der Vereinbarung keine Rolle.“

Inklusion bediene alle möglichen Interessen, nur die der Schüler nicht, sagte der Bundessprecher der AfD (Alternative für Deutschland).

Er bedauerte, dass einer ideologischen Modewelle zuliebe die Förderschulen, die mit Millionenaufwand hergerichtet worden sind, jetzt wieder abgeschafft werden sollen.

Inklusion bringe Nachteile für alle mit sich, da nicht nur den stärkeren Schülern die ihnen zustehende besondere Anregung vorenthalten werde, sondern auch die Schwächeren um die Förderung betrogen würden, auf sie angewiesen wären, um ihr Leben selbständig zu gestalten.

„Statt die Vielfalt zu fördern, wird die Einfalt propagiert“, meinte Adam. Die Ideologen wollten die Schule als gleichmäßig geschorene Rasenfläche, nicht als die bunte Wiese mit ihren vielen verschiedenen Blumen. Wie das Land mit einer derart verbockten Schulpolitik die Zukunft gewinnen wolle, bleibe rätselhaft.

HINWEIS auf die Kritik des evangelischen Diakonischen Werkes am Inklusionskonzept: https://charismatismus.wordpress.com/2014/03/26/diakonie-tag-schutzraume-fur-behinderte-kritik-an-gleichmacherischer-inklusion/

Foto: Konrad Ruprecht