Nigera: Hoffnung auf positiven Machtwechsel

Oppositionskandidat Buhari gewinnt Präsidentschaftswahl

Nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Nigeria steht dem Land allem Anschein nach nun erstmals ein demokratischer Machtwechsel bevor. Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder (siehe Foto):

Foto: Markus Hammes

Foto: Markus Hammes

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt den friedlichen Verlauf der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Nigeria, nach denen der Kandidat der Opposition, Muhammadu Buhari, offenbar die Mehrzahl der Stimmen hinter sich vereinen konnte.

Trotz der Angst vor Anschlägen durch die Terrormiliz Boko Haram haben viele Wahlberechtigte ihre Stimme abgegeben. Dies und die Tatsache, dass Amtsinhaber Goodluck Jonathan bereits seine Niederlage eingestanden hat, sind gute Zeichen für ein Erstarken der Demokratie in dem westafrikanischen Land.

Es bleibt zu hoffen, dass es auch nach der Bekanntgabe des offiziellen Wahlergebnisses ruhig bleibt und etwaige Manipulationsvorwürfe allein auf rechtlichem Wege geklärt werden.

Mit dem Wahlsieg von Buhari verbinden nicht nur viele Nigerianer die Hoffnung, dass dieser entschieden gegen die Gewalt von Boko Haram im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias vorgeht. Auch wir in Europa hoffen, dass die unzähligen von der Terrormiliz entführten Frauen und Kinder bald wieder nach Hause zurückkehren können.

Nach Angaben der UN hat die Boko Haram allein in diesem Jahr bereits eintausend Zivilisten in Nigeria und den angrenzenden Ländern getötet.“


Evangelischer Altbischof Wilckens betont die Tatsache der Auferstehung Christi

Deutliche Kritik am Evangelischen Kirchentag

Die Auferstehung Christi lässt sich auf Fakten gründen. Diese Ansicht vertritt der evangelisch-lutherische Altbischof Prof. Dr. Ulrich Wilckens (Lübeck) in einem Interview mit der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. 1548

Der 86-jährige Theologe war von 1981 bis 1991 Bischof des Sprengels Holstein-Lübeck der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Zuvor lehrte er als Professor für Neues Testament in Marburg, Berlin und Hamburg.

Prof. Wilckens plädiert dafür, die Berichte des Neuen Testaments historisch ernstzunehmen. So sei es völlig unrealistisch, anzunehmen, dass das Grab Jesu nicht leer gewesen sei. Jeder in Jerusalem habe damals nachprüfen können, ob das Grab voll sei oder nicht.

Hinzu komme, dass die Frauen am leeren Grab durch einen Engel gehört haben, dass Gott Jesus aufgeweckt habe. Dr. Wilckens:

„Noch kurz zuvor waren die Frauen am Grab tief betrübt, die Jünger Jesu standen nach seinem Tod kurz davor, ihren Glauben an ihn aufzugeben, und kehrten in ihre galiläische Heimat zurück – sie konnten sich nicht damit trösten, er werde auferstehen. Denn in der jüdischen Tradition war es ausgeschlossen, dass eine Person vor dem Ende aller Zeiten auferstanden ist. Wie sollten die ersten Christen – die ja auch Juden waren – auf diese abenteuerliche Idee von sich aus verfallen?“

Prof. Wilckens beklagt theologischer Verwirrung

Nach den Worten von Wilckens herrscht in der neuzeitlichen Theologie Unsicherheit vor. Viele Theologen gingen davon aus, dass der christliche Glaube aus der antiken Religion erwachsen sei und nicht von Gott herrühre, sondern von Menschen ersonnen sei. Sie glaubten nicht mehr an Gott, sondern erklärten den Gottesglauben als religiöse Empfindung. Für sie sei die Auferstehung ein Gefühl, das im Menschen entstehe. Sayn-Abteikirche-DSC_0195-2

Viele Theologiestudenten würden dadurch am Glauben irre. Im Gefolge der Aufklärung und der Entmythologisierung der Bibel breite sich eine radikal kritische, liberale Theologie mit atheistischen Zügen immer weiter aus. Theologie und Kirche benötigten deshalb eine tiefe Erneuerung.

Kritik übte Prof. Wilckens auch am Evangelischen Kirchentag. Dieser sei „ein säkulares Großereignis“, bei dem der christliche Glaube nur eine geringe Rolle spiele: „Die Andachten, Predigten und theologischen Vorträge handeln dort von allem möglichen – nur nicht vom Zentrum des Glaubens.“

Zugleich äußerte sich der Altbischof selbstkritisch. In seiner Zeit als Bischof sei Mut nötig gewesen, den Glauben an Jesus Christus zu bezeugen und die Bibel als Heilige Schrift ernstzunehmen. Wilckens: „Ich fürchte, dass ich das damals nicht hinreichend ausgesprochen habe, sondern nur andeutungsweise.“

Quelle: http://www.idea.de


Koptische Kirche lädt den ägyptischen Präsidenten zur Ostermesse ein

Die koptische Kirche lädt den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi zum Ostergottesdienst ein, den Patriarch Tawadros II. am Abend des 11. April in der St. Markus-Kathedrale zelebriert. afc127c26a

Präsident al-Sisi war bereits bei der Christmesse in der koptischen Kathedrale am vergangenen 6. Januar anwesend, wo ihn der Patriarch und die Gläubigen begeistert empfingen.

“Die persönliche Teilnahme des ägyptischen Präsidenten an der weihnachtlichen Mitternachtsmesse der orthodoxen Kopten”, so der koptisch-katholische Bischof von Guizeh, Antonios Aziz Mina, „war ein historisches Ereignis in der Geschichte Ägyptens:

In der Vergangenheit entsandten die Präsidenten jeweils einen Vertreter. Einige der ägyptischen Präsidenten, darunter Hosni Mubarak und Mohamed Mursi, übermittelten ihre Weihnachtsglückwünsche telefonisch, während andere, wie zum Beispiel Abd el- Nasser und der Interims-Präsident Adli Mansour, in den Tagen vor dem koptisch-orthodoxen Weihnachten einen Höflichkeitsbesuch abstatten”.

Quelle: Fidesdienst


„Jeden Morgen weckt ER mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jes 50,4-9a:

Gott, der HERR, gab mir die Zunge eines Jüngers, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger.  Tagesimpuls

Gott, der HERR, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel.

Doch Gott, der HERR, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.

ER, der mich freispricht, ist nahe. Wer wagt es, mit mir zu streiten? Lasst uns zusammen vortreten! Wer ist mein Gegner im Rechtsstreit? Er trete zu mir heran.

Seht her, Gott, der HERR, wird mir helfen.