Die Apostel weihten durch Handauflegung die ersten Diakone in Jerusalem

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Apg 6,1-7:

In diesen Tagen, als die Zahl der Jünger zunahm, begehrten die Hellenisten gegen die Hebräer auf, weil ihre Witwen bei der täglichen Versorgung übersehen wurden. Tagesimpuls

Da riefen die Zwölf die ganze Schar der Jünger zusammen und erklärten:

Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und uns dem Dienst an den Tischen widmen. Brüder, wählt aus eurer Mitte sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit; ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen.
Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben.

Der Vorschlag fand den Beifall der ganzen Gemeinde, und sie wählten Stephanus, einen Mann, erfüllt vom Glauben und vom Heiligen Geist, ferner Philippus und Prochorus, Nikanor und Timon, Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia.

Sie ließen sie vor die Apostel hintreten, und diese beteten und legten ihnen die Hände auf.

Und das Wort Gottes breitete sich aus, und die Zahl der Jünger in Jerusalem wurde immer größer; auch eine große Anzahl von den Priestern nahm gehorsam den Glauben an.

 


One Comment on “Die Apostel weihten durch Handauflegung die ersten Diakone in Jerusalem”

  1. marienverehrer sagt:

    Das ist in gewisser Hinsicht eine meiner Lieblingsstellen in der Bibel, weil sie zeigt, dass die 12 Apostel ausschließlich Männer für das geweihte Diakonenamt anforderten, und nicht Frauen. Dementsprechend wurden denn auch nur Männer zu Diakonen geweiht und nicht auch Frauen.

    Es ist mir zwar bekannt, dass liberale „Theologen“ und „Theologinnen“ z.B. Röm. 16,1 als Beweis für ein geweihtes Frauendiakonat anführen, da hier „unsere Schwester Phöbe“ als „diakonos“ = „Diakon“ (mask.) bezeichnet wird, aber zugleich unterschlagen, dass hier nicht von einem geweihten Diakonat der Schwester Phöbe gesprochen wird. Überhaupt wird im NT nirgends erwähnt, dass Schwester Phöbe zum Diakon oder zur Diakonin geweiht wurde.

    Gemäß dem biblischen Text war sie schlichtweg Diakonin, d.h. Dienerin. Von einer Dienerin, Diakonin, die geweiht worden wäre, ist nicht die Rede. Eine Weihe dieser Schwester fügen die liberalen „Theologen“ und „Theologinnen“ einfach der Bibel hinzu! (Vgl. Offb. 22,18).

    Um ihre linke, feministische „Theologie“ biblisch zu stützen, beziehen sie den heutigen Begriff „Diakon“ oder „Diakonin“ einfach auf den biblischen Begriff „Diakon“ oder „Diakonin“. Dabei unterlassen sie es, mitzuteilen, dass die griechische Bezeichnung „diakonos“ im NT zunächst einmal ganz neutral verwendet wurde. Nach Mt. 20,26; 23,11; Mk. 9,35; 10,43 und 1 Kor. 3,5 ist jeder Christ grundsätzlich ein „diakonos“, ob Mann oder Frau!

    Und nun kommt Apg. 6,1-7, wo aufgezeigt wird, dass aus den allgemeinen Diakonen (Dienern), zu denen Männer und Frauen gehörten, ganz bestimmte Männer herausgesucht werden sollten, und nicht etwa auch Frauen, die zu Diakonen erwählt und durch Handauflägung geweiht werden sollten.

    Der Bibel zufolge gibt es also ungeweihte und geweihte Diakone. Unter den ungeweihten Diakonen befanden sich Männer und Frauen und unter den geweihten Diakonen nur Männer!

    Wenn es nun über die Schwester Phöbe heißt, dass sie ein „diakonos“ war, dann war sie gemäß Apg. 6,17 kein geweihter „diakonos“, sondern ein ungeweihter „diakons“. Sie war eine ungeweihte Dienerin der Gemeinde. Ihr Dienst für die Gemeinde in Kenchreä kann z.B. darin bestanden haben, dass sie ihr Haus für die Feier der Heiligen Messe freigab, weil es in jener Zeit noch keine Kirchen gab (vgl. Apg. 2,46), und/oder für gemeinsame Zusammenkünfte und Gebete. Somit war sie tatsächlich ein „diakonos“ der Gemeinde.

    Wäre schön, wenn es heute auch solche ungeweihten Diakone und Diakonninen gäbe, die ihre Häuser oder Wohnungen für Gebetszusammenkünfte freigeben würden, um Diener der Gemeinden zu sein!

    Liken


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