Hat je ein Volk einen Gott mitten aus dem Feuer im Donner gehört?

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Dtn 4,32-34.39-40:

Moses sprach zum Volk: Forsche doch einmal in früheren Zeiten nach, die vor dir gewesen sind, seit dem Tag, als Gott den Menschen auf der Erde schuf; forsche nach vom einen Ende des Himmels bis zum anderen Ende: P1020947

Hat sich je etwas so Großes ereignet wie dieses, und hat man je solche Worte gehört? –  Hat je ein Volk einen Gott mitten aus dem Feuer im Donner sprechen hören, wie du ihn gehört hast, und ist am Leben geblieben?

Oder hat je ein Gott es ebenso versucht, zu einer Nation zu kommen und sie mitten aus einer anderen herauszuholen unter Prüfungen, unter Zeichen, Wundern und Krieg, mit starker Hand und hoch erhobenem Arm und unter großen Schrecken, wie es der HERR, euer Gott, in Ägypten mit euch getan hat, vor deinen Augen?

Heute sollst du erkennen und dir zu Herzen nehmen: Jahwe ist der Gott im Himmel droben und auf der Erde unten, keiner sonst. Daher sollst du auf seine Gesetze und seine Gebote, auf die ich dich heute verpflichte, achten, damit es dir und später deinen Nachkommen gut geht und du lange lebst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt für alle Zeit.

 


Nigeria: Katholische Kirche gegen Abtreibung bei entführten Mädchen

Die katholischen Bischöfe in Nigeria lehnen Abtreibungen bei den Mädchen ab, die aus den Händen der radikal-islamischen Boko Haram befreit wurden. Dies betonte der Vorsitzende der bischöflichen Kommission für Gesundheit, Weihbischof Anselm Umoren in einer Verlautbarung. pro-life

Hunderte Mädchen wurden aus den Fängen der Verbrecherbande Boko Haram befreit, wobei viele von ihnen nach Vergewaltigungen durch die Islamisten schwanger sind.

“Wir verurteilen mit Nachdruck Initiativen, die verschiedene Organisationen und Einzelpersonen vorschlagen, und die zu einer Massenabtreibung führen würden”, erklärte Bischof Umoren, der gleichzeitig auch an die Debatte über mögliche Hilfen für schwangere Mädchen erinnert.

“Wir können Positionen nicht unterstützen, die eine Ermordung jener Kinder fordern, die durch eine Vergewaltigung gezeugt wurden”, so Bischof Umoren weiter. “Angesichts der Tatsache, dass es sich bei den Ungeborenen um Unschuldige handelt, die von den kriminellen Handlungen gegen ihre Mütter nichts wissen, ist es unmoralisch, diese für die Verbrechen ihrer Erzeuger zu bestrafen”.

Der Kirchenvertreter betont die Hilfsbereitschaft katholischer Einrichtungen: “In Zusammenarbeit mit allen Menschen guten Willens ist die Kirche in Nigeria bereit, jede nur mögliche Unterstützung für die Rehabilitation der Opfer zu bieten, damit diese möglichst bald wieder in die Gesellschaft integriert werden können”.

Quelle: Fidesdienst


Unsere Seele hofft auf den HERRN, denn ER ist für uns Schild und Hilfe

Heutige liturgische Festlesung der kath. Kirche:

Psalm 33 (32),4-5.6.9.18-19.20.22.

Das Wort des HERRN ist wahrhaftig,
all sein Tun ist verlässlich.
ER liebt Gerechtigkeit und Recht,
die Erde ist erfüllt von der Huld des HERRN.

Durch das Wort des HERRN wurden die Himmel geschaffen,
ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes.
Denn der HERR sprach, und sogleich geschah es;
ER gebot, und alles war da.

Doch das Auge des HERRN ruht auf allen, die ihn fürchten und ehren,
die nach seiner Güte ausschaun;
dass ER sie dem Tod entreiße
und ihr Leben erhalte in Hungersnot.

Unsere Seele hofft auf den HERRN;
ER ist für uns Schild und Hilfe.
Lass deine Güte über uns walten, o HERR,
denn wir schauen aus nach dir.

 


Abschied von der Ehe im Namen der „Liebe“?

Mathias von GersdorffPodium5

An Pfingstmontag trafen sich in Räumen der römischen Jesuiten-Universität Gregoriana 50 der wichtigsten Köpfe des progressiven Katholizismus aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz.  
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Darunter waren Kardinal Marx, Bischof Bode, Erzbischof Pontier und linksliberale Theologen wie etwa P. Eberhard Schockenhoff, Professor für Moraltheologie in Freiburg usw.
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Die Liste der Teilnehmer ist inzwischen online.Auf der Tagung sollten neue theologische Ansätze hinsichtlich Ehe, Familie und Sexualität vorgestellt werden. Das Treffen fand ausdrücklich in Hinblick auf die für den Oktober geplante vatikanische Familiensynode statt.
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Über die Themen und die Referate sind inzwischen etliche Berichte veröffentlicht worden. Zuerst in der „Repubblica“ – die einzige offiziell anwesende Zeitung – , später in anderen, vor allem im „National Catholic Register“.  026_23ADas wichtigste Thema war die neu kreierte „Theologie der Liebe“.
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Was das ist, erläutert P. Eberhart Schockenhoff in einem Interview mit dem Domradio:
Überall dort, wo Freundschaft, füreinander Eintreten und Verantwortlichkeit der Menschen gelebt werden, ist das moralisch achtenswert, gleichgültig, unter dem Vorzeichen welcher sexuellen Orientierung dies geschieht. Wenn das unzweifelhaft klar ist, dann kann man fragen, ob die Ehe die angemessene Form dafür ist oder ob nicht die Lebenspartnerschaft ein eigenständiges Institut ist.“
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Mit anderen Worten: Alle Formen praktizierter Sexualität sind zu akzeptieren, solange sie „verantwortungsvoll“ ausgeübt werden. Unschwer kann man erkennen, dass diese „Theologie“ die katholische Sexualmoral komplett ersetzen würde. Diese besagt nämlich, dass Sexualität nur in einer gültigen Ehe praktiziert werden darf. BILD0222
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Dass die Marx-Fraktion sehr liberal denkt, ist nicht völlig neu. Neu allerdings ist die Klarheit, mit der diese Position  –  zudem im Hinblick auf die Familiensynode 2015  –  ausgedrückt wird.Nach der Tagung von Pfingstmontag ist sozusagen die „Katze aus dem Sack“.
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Nun muss man sich fragen, was die Liberalen rund um Marx von der Synode erwarten.Gegen die liberalen Avancen hat sich erheblicher Widerstand auf der ganzen Welt gebildet. Gegen die Thesen von Kardinal Walter Kasper  –  er brachte den liberalen Stein gewissermassen ins Rollen – sind schon etliche Bücher veröffentlicht worden.
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Eine ganze Reihe von Kardinälen und Bischöfen haben Kardinal Marx öffentlich für seine heterodoxen Positionen kritisiert. Die internationale Initiative „Ergebene Bitte an Seine Heiligkeit Papst Franziskus über die Zukunft der Familie“ konnte schon 260.000 Unterschriften sammeln.
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Angesichts dieses Widerstands sagt P. Schockenhoff im Interview mit Domradio selbst: DSC05485
Als Theologe erwarte ich nicht, dass grundstürzend alles neu ausgedrückt wird. […] Aber wenn das nicht gelingt, dann sind die Gründe nicht entwertet. Die gelten natürlich nach wie vor. Und deshalb kann ich dem mit einer gewissen Gelassenheit entgegensehen.“
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Auch Thomas Jansen von KNA ist nicht gerade optimistisch, was Reformen angeht: „Unter den Befürwortern von Reformen heißt es derzeit, man wäre schon froh, wenn die Tür für Veränderungen zumindest nicht ganz zugeschlagen würde.“
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Aus heutiger Sicht sind also zwei Strategien des modernistischen Lagers rund um Marx, Kasper & Co. erkennbar:
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1. Sie vertreten in den nächsten Monaten entschlossen und offensiv ihre liberale Position in der Öffentlichkeit und riskieren dabei, die Kirche zu polarisieren. In der Synode könnte es daher zu tumultartigen Zuständen kommen. Unter diesen Umständen würde die Synode kaum brauchbare Ergebnisse liefern; die Bischofskonferenzen würden danach eigene Wege gehen. Der Kampf zwischen Progressiven und Konservativen würde sich dann in den einzelnen Ländern weiter fortsetzen.
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2. Die andere Möglichkeit wäre, die öffentliche Diskussion zu beenden und zu versuchen, die Synode nach außen hin konfus und widersprüchlich erscheinen zu lassen. Das käme einem Scheitern der Synode gleich, was eine Klarstellung der katholischen Lehre über die Ehe anbelangt. Nach einer solchen Synode würden die liberalen Delegationen nach Hause zurückkommen und in der Stille die katholische Lehre über Ehe und Sexualität im Volk erodieren lassen.
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Das größte Risiko beider Strategien für die Modernisten besteht darin, dass sie Papst Franziskus dadurch im Grunde in die Enge treiben
. Er müsste möglicherweise eine klare dogmatische Aussage treffen. Franziskus setzt aber auf eine „Pastoral der Barmherzigkeit“. Auf diesem Wege will er die Menschen von der Lehre der Kirche über Ehe und Sexualität überzeugen. Die Liberalen könnten den Papst sogar zu einem teilweisen Abrücken von seiner bisherigen Pastoral veranlassen.
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Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und die Webseite „Kultur und Medien online“

Verband Familienarbeit plädiert für freie Wahl zwischen Klinik und Hausgeburt

V0n Dr. Johannes Resch

Nach Überzeugung des Verbands Familienarbeit ist die Geburt in der Regel ein natürlicher Vorgang, der nicht über das notwendige Maß hinaus „medizinisiert“ werden darf, wie das angesichts der zunehmenden Anzahl von Kaiserschnitten zu beobachten ist. A.L.Content_Was_wir_wollen

So richtig bei bestehenden Risiken eine Geburt in einer Klinik ist, so unbestritten haben auch Hausgeburten aufgrund der gewohnten psychologisch stabilisierenden Umgebung große Vorteile. Grundsätzlich sollte auch hier die Wahlfreiheit für Eltern geachtet werden.

Diese Wahlfreiheit ist aktuell gefährdet, da keine Versicherung mehr bereit ist, das Haftpflichtrisiko für freie Hebammen zu übernehmen. Da absehbare Risikogeburten ohnehin in einer Klinik erfolgen, sind Schadensfälle bei Hausgeburten jedoch nicht höher als in einer Klinik.

Wir fordern den Gesetzgeber auf, in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen eine Regelung zu finden, die das Haftpflichtrisiko auch bei Hebammen in zumutbarer Weise regelt. Es geht nicht nur um das Berufsrecht der Hebammen, sondern auch um die Entscheidungsfreiheit von Eltern über die Bedingungen einer Geburt. Einschränkungen sind nur bei medizinisch objektivierbaren Gefährdungen gerechtfertigt.

Gleichberechtigung statt „Gleichstellung“

Die „Gleichstellungspolitik“ der Bundesregierung strebt unter dem Begriff „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ eine „Gleichstellung“ von Müttern und Vätern im Erwerbsleben an. Das bedeutet, dass die Erziehungsarbeit ignoriert wird. Eltern werden so immer mehr genötigt, schon ihre Kleinkinder in Fremdbetreuung zu geben, um ein ausreichendes Einkommen erzielen zu können. m

Eine Gleichberechtigung der Eltern ist nach Überzeugung des Verbandes Familienarbeit dagegen nur möglich, wenn eine Gleichstellung von elterlicher Erziehungsarbeit mit herkömmlicher Erwerbsarbeit erfolgt. Da die Kindererziehung heute aufgrund unseres Sozialsystems von Nutzen für die gesamte Gesellschaft ist, steht den Eltern eine Honorierung in Form eines angemessenen Erziehungsgehalts mit Rentenanspruch als Gegenleistung zu.

Erst dann haben Eltern Wahlfreiheit, ob sie ihre Kinder selbst erziehen oder das Geld zur Finanzierung einer Fremdbetreuung ihrer Wahl verwenden, wenn sie im bisherigen Beruf voll erwerbstätig bleiben wollen. Erst dann wird Kindererziehung wieder unter entspannten Bedingungen möglich werden und Eltern nicht mehr in ein Hamsterrad krank machender Doppelbelastung drängen.

Dr. Johannes Resch
Stellv. Vorsitzender des Verbands Familienarbeit e.V.
www.familienarbeit-heute.de
www.johannes-resch.de



Berlin: „Fest der Nationen“ feiert deutsch-israelische Beziehungen

Der Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf lädt vom 29. – 31. Mai zum Fest der Nationen am Prager Platz ein. Im Blickpunkt der Veranstaltung stehen die Völkerverständigung und das friedliche Zusammenleben vieler Nationen.

In diesem Jahr ist Israel das Partnerland des Festes. Anlass ist das 50-jährige Jubiläum der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland. Deshalb liegt ein künstlerischer Schwerpunkt beim Fest der Nationen auf Israel.

Es werden u. a. israelische Volkstänze aufgeführt und populäre israelische Lieder dargeboten. Samstagabend wird DJ Aviv Netter bei der „Meschugge-Party“ für Feierstimmung sorgen.

Zum Programm und zum Grußwort des Botschafters »


Die Weisheit ist für mich zur Amme geworden

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Sir 51,12cd-20:

Ich danke dem HERRN und will seinen Namen loben und verherrlichen.
Als ich jung und noch nicht unstet war, suchte ich eifrig die Weisheit. Sie kam zu mir in ihrer Schönheit, und bis zuletzt will ich sie erstreben. Tagesimpuls

Und wie nach dem Blühen die Trauben reifen, die das Herz erfreuen, so schritt mein Fuß auf geradem Weg; denn schon von Jugend an habe ich sie erkannt.

Nur kurz hörte ich hin, und schon fand ich Belehrung in Menge. Sie ist für mich zur Amme geworden; meinem Lehrer will ich danken.

Ich hatte im Sinn, Freude zu erleben, ich strebte ohne Rast nach Glück. Ich verlangte brennend nach ihr und wandte von ihr meinen Blick nicht ab. Ich richtete mein Verlangen auf sie, und auf ihren Höhen wanke ich nicht. Meine Hand öffnete ihre Tore, und ich nahm sie leibhaftig wahr.

Ich habe ihretwegen meine Hände gereinigt, und ich fand die Weisheit in ihrer Reinheit. Einsicht erwarb ich durch sie von Anfang an, darum lasse ich nicht von ihr.

 


„Sturheit“ in puncto Moral ist realistisch…

Von Prof. Dr. Hans Schieser

Eine Bitte an den Heiligen Geist in der bekannten Pfingstsequenz lautet: „Flecte quod est rigidum…“  – „Biege, was erstarret ist…“

Ja, das wäre doch notwendig, die Erstarrung („Sturheit“) in der Katholischen Kirche bei Themen wie z.B. der Ehemo131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72cral endlich „flexibel“ zu machen  –  das fordern heute viele Leute.

Auch wenn es Viele meinen und sogar glauben, lässt es doch eher auf eine Erstarrung der Intelligenz dieser „Vielen“ als auf  Sturheit der Kirche in Sachen der Moral schliessen.

Wie oft soll man noch erklären, was der Begriff „Moral“ bedeutet?  –  Die lateinische Sprache bezeichnet „mores“ als etwas, das „üblich ist“.  –  im Griechischen heisst es „Ethos“  =  So ist es einfach („realistisch“).

Ja, so ist das einfach, auch in der Moral: Dass es Dinge gibt, die „selbst-verständlich“ sind. Wie die Amerikaner in ihrer Unabhängigkeitserklärung sagen: „We hold these truths to be self-evident…“  –  Das heisst: es gibt Dinge, die keiner Erklärung bedürfen, sondern „einfach so sind“. Zum Beispiel, dass zweimal zwei vier ist, und alle Menschen gleich sind als Geschöpfe Gottes. image001

Es ist neu in der Menschheitsgeschichte, dass auch das „hinterfragt“ wird: „Wer sagt das überhaupt, dass zweimal zwei gleich vier ist?“

Wenn etwas selbstverständlich ist, bedarf es keiner Erklärung, aber man kann zeigen, welche Folgen eintreten, wenn die Wirklichkeit nicht angenommen, sondern falsch interpretiert oder gar ignoriert (= nicht zur Kenntnis genommen) wird.

Bei Gesetzen, die von Menschen gemacht wurden (zB. dass man bei uns auf den Straßen rechts fährt), kann man von Fall zu Fall „Ausnahmen“ zulassen, wenn es notwendig erscheint und man dadurch Schaden vermeiden kann. In der Moral enden jedoch die „Ausnahmen“ immer in der Sackgasse: „No exit!“ – Da gibt es keinen „Ausweg“!  – Also doch starr und stur?

Wer von der (katholischen) Kirche verlangt, die Moral „zu lockern“ oder vielleicht sogar eines der Gebote Gottes (zB das sechste) abzuschaffen, leidet vermutlich unter einer (unheilbaren) „Geisteskrankheit“ (→lateinisch „Stupor“ = Erstarrung / → „Stupiditas“ = Dummheit); es wäre genauso unsinnig, vom Papst zu verlangen, das Einmaleins zu ändern.

Unser Autor Prof. Dr. Hans Schieser lehrte die Grundlagen der Humanwissenschaften an der DePaul-University in Chicago (USA)


Geologisch spannender Zwergplanet Ceres: rätselhafte Krater und Einsturzsenken

Das, was Planetenforscher Prof. Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom Zwergplaneten Ceres zu sehen bekommen hat, lässt nur einen Schluss zu: „Ceres ist geologisch extrem spannend.“

Der größte Körper im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter sorgt bereits aus der Ferne betrachtet für jede Menge Gesprächsstoff unter den Wissenschaftlern.

Ceres

Auch das Foto, das die Kamera an Bord der Dawn-Sonde am 23. Mai 2015 aufnahm (siehe Foto), zeigt wieder Strukturen, die zurzeit noch nicht erklärt werden können:

„Wir erkennen eine ungewöhnlich große Ansammlung von kleinen runden Strukturen auf engem Raum – dazu gehören kleinere so genannte Sekundär-Krater, die bei großen Einschlägen durch das dadurch ausgeworfene Material entstanden sind, aber auch längere linienförmige Anordnungen und sehr wahrscheinlich Einsturzsenken“, erläutert der DLR-Planetenforscher, der an der amerikanischen Dawn-Mission wissenschaftlich beteiligt ist:

„Ähnliche Strukturen gibt es zwar auf den Eismonden von Jupiter und Saturn, aber nicht in dieser Dichte.“

Aufgenommen wurde das Bild mit einer Auflösung von 480 Meter pro Bildpunkten. Der nördlich gelegene Krater hat beispielsweise somit einen Durchmesser von etwa 110 Kilometern. In seinem Inneren sind zahlreiche kleinere Krater zu sehen sowie ein Riss.

„Hinter dieser Oberfläche steckt sehr wahrscheinlich eine geologisch komplexe Geschichte: Zum einen sind wohl Projektil-Teilchen aus anderen Kratern dort eingeschlagen und hinterließen kleinere Sekundär-Krater, zum anderen deutet der Riss darauf hin, dass es Bewegungen im Kraterboden selbst gegeben hat.“

Allerdings: Noch wird unter den beteiligten Wissenschaftlern der internationalen Mission ausgiebig diskutiert, wie und warum diese vielen kleinen Krater genau entstanden sind. Auch Einsturzsenken, die ohne einen Einschlag auf Ceres‘ Oberfläche entstanden, vermutet Jaumann unter den runden Strukturen.

Die auffälligen linienförmigen Strukturen, die sich über größere Gebiete erstrecken, könnten viele kleine Einsturzlöcher, angeordnet in einer Reihe, sein: „Im Untergrund von Zwergplanet Ceres könnten Risse sein, in die von der Oberfläche loses Material hineinrutscht.“

Quelle und vollständiger Artikel mit Bildern: http://www.dlr.de/dlr/presse/desktopdefault.aspx/tabid-10172/213_read-13756/year-all/#/gallery/19585


Das Kirchenvolk hofft auf Ermutigung durch glaubensstarke Persönlichkeiten

Von Dr. Hubert Gindert

Die Christen sind vom Evangelium her aufgefordert, für die Wahrheit einzustehen und auch dafür zu kämpfen. 0000009699_3

Die katholische Kirche in Deutschland steht in einer Krise. „Die Kirchen sind leer, die Ansichten der Getauften zu Ehe, Familie, Sexualmoral und Glück unterscheiden sich kaum noch von denen der Nichtchristen“. (George Weigel, vgl. Kathnet vom 22.5.15)

FOTO: Prof. H. Gindert spricht beim Kongreß „Freude am Glauben“

In dieser Situation sehnen sich die Gläubigen nach Hoffnungsträgern, die sich nicht mit der Krise abfinden, nach Hirten, die mit Bekennermut vorangehen und die Hoffnungslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Lähmung und Verzagtheit in Hoffnung, Mut, neues Selbstbewusstsein und Aufbruchsstimmung umwandeln. Manchmal kann die Kirche etwas von der „Welt“ lernen.

Ein Beispiel:

Am 18. Juni 1940 richtete General de Gaulle einen Appell an die Franzosen. Das war ein historisches Ereignis mit weitreichenden Folgen. Frankreich hatte den Kampf gegen Deutschland eingestellt. Das ganze Land stand unter einer Schockwirkung.

Der gebrochene Widerstandswille hatte eine Vorgeschichte. Die historische Erfahrung, dass ein Land bereit sein muss, seine Freiheit gegen aggressive Nachbarn zu verteidigen und das auch deutlich zu machen, war vergessen worden. Trotz der von Hitler befohlenen Aufrüstung waren die Verantwortlichen in Frankreich nicht bereit, die Armee zu modernisieren.

De Gaulle hatte vier Denkschriften verfasst, um auf die Dringlichkeit dieser Aufgabe hinzuweisen. Nachdem Hitler Österreich dem Reich einverleibt hatte und die Tschechoslowakische Republik zwang, seine erpresserischen Forderungen zu akzeptieren, nahm Frankreich diesen Vorgang hin, obwohl es vertraglich zum Beistand verpflichtet war. 0022

Als dann Hitler einen Korridor von Polen forderte, um einen Landzugang zu Danzig herzustellen, bestand erneut Kriegsgefahr. Von französischen Gazetten wurde das Geschehen mit der Überschrift „Mourir pour Danzig?“ (Sterben für Danzig?) kommentiert.

Wegen des gelähmten Widerstandswillen und der unzureichenden Bewaffnung waren die französischen Streitkräfte dem deutschen militärischen Ansturm nicht gewachsen; sie kapitulierten. Da wandte sich De Gaulle von London aus an die Franzosen:

„Die Regierung hat den Kampf gegen die Deutschen eingestellt. Aber ist damit das letzte Wort gesagt? Muss deswegen die Hoffnung verschwinden? Ist deswegen die Niederlage endgültig? Nein! Glaubt mir, der in Kenntnis der Ursachen spricht, Frankreich ist deswegen nicht verloren. Denn Frankreich ist nicht allein! Es hat ein gewaltiges Imperium hinter sich. Es kann mit Großbritannien, das den Kampf fortsetzt und die Meere beherrscht, einen Block bilden. Frankreich kann wie Großbritannien die gewaltige Industriemacht der USA nutzen. Dieser Kampf ist nicht auf unser unglückliches Land begrenzt. Es ist ein Weltkrieg. Die Flamme des Widerstandes darf nicht erlöschen!“

General Jaques Massu beschreibt die Situation. Er war damals als junger Kolonialoffizier in Afrika. Zusammen mit anderen Offizieren hatte er im fernen Tschad mit Entrüstung und tiefer Niedergeschlagenheit von der Niederlage erfahren. Als sie den Appell De Gaulles hörten, stellten sie sich ihm sofort begeistert zur Verfügung, um den Kampf von Afrika aus fortzusetzen. bildma1

Das liest sich alles sehr „säkular“ und hat scheinbar nichts mit der religiösen Krisensituation in Deutschland zu tun. Aber der Aufruf De Gaulles ist ein Beispiel dafür, wie Menschen wieder aufgerichtet werden.

Auch die religiöse Auseinandersetzung, in der wir stehen, ist ein Kampf, wenn auch ein geistlicher – und es gibt Parallelen: Auch die lehramtstreuen und romverbundenen Katholiken Deutschland sind nicht allein. Sie sind nicht isoliert, sondern Teil der weltumspannenden Universalkirche.

Es gibt eine Minderheit der deutschen Bischöfe, die sich nicht dem Druck der veröffentlichten Meinung und der im ZdK vertretenen katholischen Organisationen beugen. Es gibt Bischofskonferenzen in Europa, so in Polen, der Slowakei, Italien, Spanien, in Afrika, Asien und Lateinamerika, die dem Zeitgeist widerstehen.

Die Ursachen für die religiös-kirchliche Situation in der deutschen Ortskirche sind bekannt. Sie wurden aber nicht abgestellt.

Die Stimmen der deutschen Ortsbischöfe, die aussprechen, was der Glaube der katholischen Kirche ist, werden von den Gläubigen begeistert aufgenommen. Die neuen Medien helfen, dass es neben den offiziellen Kanälen auch andere Möglichkeiten der Information für die Gläubigen gibt. Hinzu kommen Ressourcen, die im säkularen Bereich nicht zur Verfügung stehen. Das sind die tausende von Katholiken, die heute mit ihrem Leben Zeugnis für den Glauben geben.

Es ist aber vor allem die Zusage des HERRN, dass der Hl. Geist über die Wahrheit wacht und dass die Mächte der Unterwelt die Kirche nicht überwältigen können.

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert leitet den Dachverband „Forum deutscher Katholiken“ und die kath. Monatszeitschrift DER FELS.