Rätselhafter Staubstrahl auf der Schattenseite des Kometen Churyumov-Gerasimenko

Kometen schleudern Gas und Staub in den Weltraum. Das geschieht vorwiegend an sonnenbeschienenen Stellen der Kometenoberfläche. Staubstrahl auf Schattenseite erwacht

Nun hat die OSIRIS-Kamera auf der Rosetta-Mission zufällig ein außergewöhnliches Phänomen am Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko in Bildern festgehalten.

Auf der Schattenseite des Kometen zeigte sich Mitte März bei Aufnahmen aus 75 Kilometern Entfernung plötzlich ein neuer Staubstrahl, dessen Ursache bisher ungeklärt ist.

BILD: Nur zwei Minuten liegen zwischen beiden Aufnahmen, die das Erwachen eines neuen Staubstrahls auf der Schattenseite des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko zeigen.

„Zum ersten Mal wurde dabei auch direkt der Moment der Geburt eines neuen Staubstrahls beobachtet“, sagt Kometenforscher Dr. Ekkehard Kührt, der die wissenschaftlichen Beteiligungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) an der ESA-Mission Rosetta leitet. „Diese Beobachtungen werden helfen, die bisher nicht vollständig verstandene kometare Aktivität zu entschlüsseln.“

Über die vergangenen Wochen hat sich die Aktivität des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko kontinuierlich verstärkt. Durch seine weitere Annäherung an die Sonne heizt sich die Oberfläche auf, so dass zunehmend Gas in den umgebenden Weltraum austritt und Staubpartikel mit sich reißt.

Rund vier Monate sind es noch bis zur größten Annäherung an die Sonne, doch bereits jetzt ist Churyumov-Gerasimenko von einer Kometenkoma umgeben. Überall auf der Tagseite ist deutlich zu erkennen, wie Staub entweicht. Der nun entdeckte Staubstrahl auf der Schattenseite des Kometen stellt die Wissenschaftler vor ganz neue Fragen.

„Es ist schon sehr spannend darüber nachzudenken, wie denn Kometen auch auf der Schattenseite aktiv werden können“, sagt Dr. Jörg Knollenberg, DLR-Kometenforscher und Wissenschaftler im OSIRIS-Team. „Allerdings ist es gut möglich, dass erste Sonnenstrahlen auf bisher im Schatten versteckte Bergklippen fielen. Es sind weitere Beobachtungen und Berechnungen notwendig, um hier eine plausible Antwort zu finden“, so Knollenberg weiter.

Den vollständigen Text finden Sie hier: http://www.dlr.de/dlr/presse/desktopdefault.aspx/tabid-10172/213_read-13381/year-all/#/gallery/19195



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