Causa Felix Rexhausen: Betroffenen-Initiative fordert „Aufarbeitung statt Beschönigung“

Kürzlich wurde im CHRISTLICHEN FORUM darüber berichtet, daß die geplante Einweihung eines Felix-Rexhausen-Platzes hinter dem Kölner Hauptbahnhof vorerst auf Eis gelegt worden ist, nachdem der Publizist David Berger über die pädosexuellen Tendenzen des Namensgebers aufgeklärt hatte.  

Grafik: PI-News

Grafik: PI-News

Der bekannte Opferschutzverband „netzwerkB“ nimmt jetzt per Pressemitteilung  Stellung zur aktuellen Debatte durch einen Kommentar von Dr. Marcella Becker; die Stellungnahme äußert sich zudem auch grundsätzlich zur Verharmlosung von Sexualität mit Kindern („Tätersprache“):

Rexhausen-Buch: Wilde Sexspiele

„Manche Aspekte der derzeitigen Diskussion im schwulen Blätterwald um den Felix Rexhausen Platz in Köln  –  feierliche Einweihung oder nicht, oder gar doch anders benennen  –  ist würdelos und ein Schlag ins Gesicht Betroffener von sexualisierter Gewalt.

Rexhausen – ein Journalist und Buchautor, der sich auch für Menschenrechte und Rechte der Homosexuellen eingesetzt hatte, publizierte 1969 unter einem Pseudonym das Buch „Berührungen“, in dem er pädophile und ephebophile Fantasien in Schilderungen von wilden Sexspielen von 14- mit 11 jährigen Jungs beschreibt.IMG_1061

Während er Sex von Erwachsenen mit Sieben- und Neunjährigen vielleicht noch hinterfragte, meinte er jedoch, dass „Liebe und Lust mit einem Fünfzehnjährigen“ durchaus eine andere Sache seien. 

Anstatt die Diskussion um die Persona Rexhausen als Anreiz zur Aufarbeitung des Themas sexualisierter Gewalt gegen Kinder innerhalb der homosexuellen Bewegung aufzunehmen, vertut man diese Chance und ergibt sich in den üblichen Grabenkämpfen. (…) 

Grenzverletzungen nicht vertuschen

Die Zeit ist reif auch für die homosexuelle Community, sich damit auseinanderzusetzen, dass es in der Tat Grenzgänger gab und gibt zwischen sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und Homosexualität als einvernehmliche Sexualität zwischen erwachsenen Partnern ohne Machtgefälle.

Ein gesundes Sexualempfinden (egal ob hetero oder homo) zu entwickeln war generell eine Herausforderung im prüden Milieu der Nachkriegsjahre. Und dass ein Teil des Zeitgeistes der 68er von der heutigen Perspektive aus gesehen Grenzverletzungen zuließ und teilweise zelebrierte, ist nun auch kein Geheimnis mehr.

„Literarische“ Argumentation jenseits der Realität

Rexhausen‘s Buch wird  –  eben auch heute noch  –  ‚als literarischer Text‘ gepriesen, dem man sich ‚mit literarischen Kriterien zu nähern‘ habe. Die Stellen im Text mit Beschreibungen von “wilden Sexspielen von 14- mit 11-jährigen Jungs“ seien aus dem Kontext gerissen. Solcherlei literarische Argumentation geht an der körperlichen und psychischen Realität von Jungen dieser Altersgruppen vorbei. 

Buchtitel der Aktion "Kinder in Gefahr"Wenn man sich die Unterschiede zwischen der physischen, emotionalen und intellektuellen Entwicklung von 11 jährigen und 14 jährigen Jungen veranschaulicht, dann ist eine (wenn auch nicht erfolgreiche, sondern nur versuchte) anale Penetration – wie sie Rexhausen beschreibt – zwischen einem 11- und einem 14-Jährigen eine Form von Gewalt. Ein solcher Altersunterschied stellt eine inhärente strukturelle Gewalt bei Sex‘spielen‘ dar. 

BILD: Info-Buch der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ (Diese Buchbroschüre gibt es  – 1 Stück  – bei uns kostenlos)

Und egal in welchem politischen oder gesellschaftlichen Milieu es geschieht: sei es in schön-geistigen elitären Zirkeln, reformpädagogischen Zirkeln, heimlich in einem restriktiven religiösen Kontext, in linken Gruppen, die sich vom Moder der Nachkriegsjahre befreien wollten, oder eben auch homosexuelle Gruppen, die für eine Anerkennung und Akzeptanz ihrer Sexualität kämpfen.

Kinder und Jugendliche als Projektionsfläche für erwachsene sexuelle Bedürfnisse zu benutzen ist immer eine Form von Gewalt. Dies zu verharmlosen ist Tätersprache.

Quelle und weitere Infos hier: netzwerkb.org/2015/05/10/tatersprache/



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