IRAN: Verfolgte Christen und Ex-Muslime von Todesstrafe bedroht

Junger Pastor Abedini leidet im Folter-Knast

Er ist das Gesicht der verfolgten Christen im Iran und ein Symbol für die Lage ehemaliger Muslime, die Christen wurden: Pastor Saeed Abedini (siehe Foto).

Der 35-jährige Ex-Muslim ist zur Zeit in einer mit 80 Häftlingen vollgestopften Zelle eingesperrt, die für 20 Personen ausgelegt ist. Die fensterlose und unterirdische Zelle ist voller Ratten, Schaben und Unrat.

Seine Frau Naghmeh appellierte am heutigen Dienstag bei einer Pressekonferenz der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt an die deutsche Bundesregierung: „Deutschland darf die Minderheiten im Iran nicht vergessen.“

Sie hofft in Berlin, offene Ohren zu finden, denn auch die Deutschen hätten durch ihre eigenen Regierungen so viel erdulden müssen, dass sie verstehen könnten, was die Iraner heute durchleiden.

Nach Überzeugung der IGFM hat Deutschland vor allen anderen Staaten die größten Möglichkeiten, positiv auf die iranische Regierung einzuwirken. Die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsorganisation ruft daher die Bundesregierung dazu auf, diesen Einfluss auch zu nutzen. RTEmagicC_logo_Homepage_quad.gif

„Deutschland und die EU dürfen über ihr Engagement bei den Nuklearverhandlungen die systematische Entrechtung der Iraner durch ihre eigene Regierung nicht vergessen. Das Zeitfenster für Verbesserungen bei den Menschenrechten wird sich schließen, sobald die Tinte unter dem Nukleardeal getrocknet ist. Die Zeit jetzt ist so günstig wie lange nicht – und sie ist kurz und kostbar“, erklärt IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Pastor Abedini ist für seine Arbeit als christlicher Pastor willkürlich verhaftet, misshandelt und gefoltert worden. Durch die Tritte bei „Verhören“ erlitt er innere Verletzungen, die nach wie vor in seinen Magen bluten.

Ärzte des Gefängnisses und eines Zivilkrankenhauses fordern seit über einem Jahr, dass er wegen der Misshandlungen durch die Wärter und Polizei operiert werden muss – doch die Behörden verweigern ihm die dringend notwendige HilfeRTEmagicC__christenverfolgung_01.jpg.

Monatelang sah Abedini kein Sonnenlicht, weil mitgefangene sunnitische Islamisten ihn beim Hofgang umbringen wollten. In der Einzelhaft brannte das Kunstlicht in seiner winzigen Zelle Tag und Nacht. Eine Matratze und eine Decke hatte er nur kurz, als er nach einem „Verhör“ in ein Krankenhaus eingeliefert wurde.

Als die Wärter ihn wieder abholten, schlugen und demütigten sie ihn vor dem schockierten Krankenhauspersonal. Seine Peiniger machen ihm immer wieder deutlich, dass es nur einen einzigen Weg in die Freiheit gäbe, so die IGFM: Er muss wieder Muslim werden.

Verfolgung von Ex-Muslimen unter Präsident Ahmadinedschad

Pastor Abedini und seine Frau sind beide im Iran als Muslime geboren. Sie wurden Christen, ließen sich taufen und durften unter dem früheren Präsidenten Khatami sogar legal kirchlich heiraten und ihre zwei Kinder als Christen registrieren lassen.

Abedini achtete sehr darauf, dass seine gesamte Gemeindearbeit legal und in Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen stattfand. Religiöse Versammlungen in Privathäusern waren und sind im Iran legal und bei schiitischen Muslimen gang und gebe, betont die IGFM.

Doch unter Präsident Ahmadinedschad änderte die iranische Regierung ihre Minderheitenpolitik. Drohungen, Einschüchterungen und willkürliche Verhaftungen ehemaliger Muslime stiegen sprunghaft an.foto-dcubillas-www_freimages_com_

Die Abedinis wanderten in die USA aus, erhielten die US-Staatsbürgerschaft und engagierten sich im Iran nur noch karitativ. Bei einer von mehreren Reisen von Pastor Abedini für ein säkulares Waisenheim im Iran verhafteten ihn die Behörden. Seit rund drei Jahren dürfen seine Frau und seine inzwischen sieben und acht Jahre alten Kinder ihn nicht sehen. Auch Telefongespräche verbieten die Behörden.

Das Islamische Revolutionsgericht in Teheran verurteilte ihn am 27. Januar 2013 wegen angeblicher „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ zu acht Jahren Haft. „Die Grundlage dafür sind allein die nach wie vor völlig legalen Versammlungen in Privathäusern“, unterstreicht IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Rechtlosigkeit für Nicht-Muslime

Doch Rechte, die für Muslime selbstverständlich sind, werden Nicht-Muslimen und besonders Ex-Muslimen verweigert. Ehemalige Muslime müssen in ständiger Furcht leben, so die IGFM. In Furcht vor willkürlicher Gewalt durch islamische Revolutionswächter, vor Denunziation, vor dem Verlust von Arbeits-, Ausbildungs- oder Studienplatz. BILD0191

Das im Iran geltende Islamische Recht verstößt mit Amputationen, Auspeitschungen, Steinigung und sogar der Kreuzigung vielfach gegen internationale Menschenrechtsverträge. Doch formell stellt das iranische Strafrecht das Verlassen des Islam nicht unter Strafe. Doch nach der iranischen Verfassung ist das gar nicht nötig, erklärt die IGFM. Laut Art. 170 der Verfassung stehen im Konfliktfall die Regelungen des Islamischen Rechtes immer über denen des Staates.

Art. 167 schreibt sogar fest, dass ein Richter „nicht befugt [ist], die Eröffnung des Verfahrens oder den Urteilsspruch unter dem Vorwand fehlender, unzureichender, zu allgemein formulierter oder sich widersprechender gesetzlicher Regelungen zu verweigern.“ Über Pastor Abedini und allen anderen ehemaligen Muslimen hängt dadurch permanent das Damoklesschwert der Todesstrafe.

Weitere Infos zum Iran: www.menschenrechte.de/iran
Online in Teheran demonstrieren: www.unsilence.de/

  • Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
  • Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt a. Main
    Tel.: 069-420108-0, Fax: 069-420108-33,
  • info@igfm.de, www.menschenrechte.de

Christi Missionsbefehl gilt allen Christen: zur Neuordnung des kirchlichen Arbeitsrechts

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Jesus Christus sagte bei seiner Himmelfahrt: „Geht hin in alle Welt und verkündet allen die frohe Botschaft!“ (Mkmedia-374284-2 16,15) 

In alle Welt? Ja, in alle Milieus! Auch in Kitas, Schulen, Beratungs- und Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser. Jesus Christus sagte nicht, verkündet das Evangelium arbeitsteilig. Es gibt zwar unterschiedliche Formen der Glaubensverkündigung, aber Jesu Auftrag gilt allen Christen.

Ein Krankenpfleger hat heute aufgrund seiner Präsenz und Zuwendung an Patienten oft mehr Möglichkeiten zum wirksamen Glaubenszeugnis als ein Priester.

Und an einer Schule spricht nicht nur der Religionslehrer über die Lehre der Kirche. Auch ein Biologielehrer, der beispielsweise Sexualkunde gibt, kann dabei die Sicht der Kirche über die Sexualität oder eine neuheidnische Auffassung darlegen.

Als die Apostel in Jerusalem caritative Dienste einrichteten, setzten sie nicht irgendwelche Leute, sondern glaubensstarke Männer als Diakone ein. Einer von ihnen, nämlich Stephanus, wurde zum ersten Märtyrer der Kirche.

Die Kirche beschäftigt heute mehr als 700.000 hauptamtliche Mitarbeiter, davon 590.000 in den Beratungsstellen, Pflegeeinrichtungen, Kindergärten oder kirchlichen Krankenhäusern.christus

Es geht in diesen Institutionen in kirchlicher Trägerschaft nicht primär darum, dass sie fachlich ebenso gut oder besser sind als die konkurrierenden kommunalen oder staatlichen Einrichtungen, sondern, ob darin ein unterscheidend christlicher Geist spürbar wird, z.B. ob im Kinderhort gebetet oder im Krankenhaus die Zuwendung des barmherzigen Samariters erfahrbar ist.

Wie kann mit dem Dienst am Menschen ein Glaubenszeugnis vermittelt werden? Wenn jemand den Glauben der Kirche teilt und auch praktiziert!

Das beschreibt das heutige Problem kirchlicher Einrichtungen: Die Kirche findet nicht mehr die Menschen, die den Glauben der Kirche und ihre Moralverpflichtungen akzeptieren. Das Hauptproblem stellen wiederverheiratete Geschiedene und homosexuelle Angestellte, die in eingetragenen Lebenspartnerschaften leben, dar. 

Damit standen die Bischöfe der deutschen Ortskirche in ihrer Entscheidung vom 27.4.2015 vor einem Scheideweg: nämlich, kirchliche Einrichtungen dem Geist der Zeit anzupassen oder bei ihrem eigentlichen Auftrag zu bleiben.

Es ist die Problematik, die Papst Benedikt XVI. am 25. September 2011 in seiner bekannten Freiburger Rede, mit der ihm eigenen Präzision, beschrieben hat: 

„Um ihrem eigentlichen Auftrag zu genügen, muss die Kirche immer wieder die Anstrengung unternehmen, sich von1_0_668126 dieser ihrer Verweltlichung zu lösen und wieder offen auf Gott hin zu werden…d.h. natürlich nicht, sich aus der Welt zurückzuziehen, sondern das Gegenteil.

Eine vom Weltlichen entlastete Kirche vermag gerade auch im sozial-caritativen Bereich den Menschen, den leidenden wie ihren Helfern die besondere Lebenskraft des christlichen Glaubens zu vermitteln. Der Liebesdienst ist für die Kirche nicht eine Art Wohlfahrtsaktivität, die man auch anderen überlassen könnte, sondern es gehört zu ihrem Wesen, ist unverzichtbarer Wesensausdruck ihrer selbst.“

Die deutschen Bischöfe haben sich zu gut zwei Drittel dafür entschieden, ihre kirchlichen Einrichtungen an den Wünschen der veröffentlichten Meinung und der katholischen Organisationen im ZDK auszurichten.

Diese Entscheidung wird zurecht als eine „deutliche Zäsur für die katholische Kirche in Deutschland“ bezeichnet. Der Präsident des ZdK sprach von einem substantiellen Paradigmenwechsel in der Anwendung kirchlichen Rechts“ (Tagespost 7.5.15).

Niemand hat die Mehrheit der Bischöfe zu ihrem Beschluss gezwungen. Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner Entscheidung vom 20.11.2014 die kirchlichen Rechte in Bezug auf die Einforderung der bisherigen Loyalitätsverpflichtungen bestätigt. ???????

Die Festlegung der Kriterien und die nähere Bestimmung hat danach nicht der Staat vorzunehmen. Das liegt in der Verantwortung der Kirche als Arbeitgeber / Die Kirche konnte nach dem BVG-Urteil weiterhin von ihren Mitarbeitern verlangen, dass sie den kirchlichen Glauben teilen und die Moralvorstellungen der Kirche auch persönlich einhalten.

Weiterhin sollen „allerdings strengere Anforderungen für pastoral-katechetische und bischöflich besonders beauftragte Mitarbeiter“ gelten (kathnet 5.5.2015). Es gibt aber keinen „Automatismus“.

Wer wird die deutsche Ortskirche wieder zu ihrem eigentlichen Auftrag zurückführen? Rom? Eigene Einsicht? Bischöfe, die die deutsche Ortskirche als „Filiale Roms“ sehen, wohl kaum.

Vielleicht das, was Papst Benedikt XVI. in seiner o.a. Rede angedeutet hat: „Die Geschichte kommt der Kirche in gewisser Weise durch die verschiedenen Epochen der Säkularisierung zu Hilfe, die zu ihrer Läuterung und inneren Reform wesentlich beigetragen haben“.

Papst Benedikt XVI. mag hier auch an die Säkularisation von 1803 gedacht haben. Auch katholische Historiker konzedieren, dass die deutsche Ortskirche nicht mehr die Kraft zur Selbstreform besaß, weil Bischöfe teilweise mehr Reichsfürsten als Hirten ihrer Gläubigen waren. Das Eingreifen von außen war notwendig geworden.

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert ist Vorsitzender des „Forum Deutscher Katholiken“ und Herausgeber der Monatszeitschrift DER FELS


CDU/CSU-Bundestagsfraktion beklagt Anstieg judenfeindlicher Straftaten

Antisemitische Delikte von Muslimen haben zugenommen

Die Zahl der antisemtischen Straftaten in Deutschland ist im vergangenen Jahr um mehr als 25 Prozent gestiegen. Die Zahl der Gewaltdelikte stieg ebenfalls. Dazu erklärt der kirchen- und religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung: deutschland-israel-flag-300x214

„Anfeindungen, Drohungen oder gar Gewalt gegen unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Es kann nicht sein, dass 70 Jahre nach der Befreiung der KZs und 50 Jahre nach Aufnahme der deutsch-israelischen Beziehungen sich Juden und ihre Familien in Deutschland nicht sicher fühlen können.

Rund 80 Prozent der antijüdischen Straftaten sind dem rechtsextremen Bereich zuzuordnen. Dazu gehören Delikte wie Volksverhetzung, Propagandadelikte aber auch Sachbeschädigungen.

Zugenommen haben allerdings ebenfalls Delikte, die von Menschen muslimischen Glaubens begangen werden. Hier ist deutlich ein Zusammenhang mit den antijüdischen Ressentiments der muslimischen Bevölkerung im Nahen Osten erkennbar, die auf die in Deutschland lebenden Muslime ausstrahlen.

Es macht uns dankbar, dass heute wieder mehr als 100.000 Jüdinnen und Juden in Deutschland ihre Heimat haben und hier in Frieden leben wollen.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird sich daher am morgigen Mittwoch im Rahmen eines Kongresses mit dem Lebensgefühl unserer jüdischen Mitbürger befassen und auch mögliche Gefährdungen thematisieren. Dies ist Teil unserer Verantwortung.“


Prof. Bernd Lucke gegen Bargeld-Abschaffung

Prof. Dr. Bernd Lucke, Sprecher der liberal-konservativen Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD), hat den Vorstoß des Wirtschaftsexperten Peter Bofinger zur Abschaffung des Bargeldes scharf kritisiert: euros

„Europa steckt noch immer tief in der Krise, die Euro-Gruppe geht zum x-ten Mal auseinander, ohne mit Griechenland ein nennenswertes Ergebnis zu erzielen – und einem sogenanntem Wirtschaftsweisen wie Herrn Bofinger fällt nichts besseres ein als den Bürgern das Bargeld wegnehmen zu wollen?“

Eine Bargeldabschaffung sei ganz bestimmt kein Rezept gegen das Übel der Welt, betonte Dr. Lucke gegenüber Bofingers Begründung, ohne Bargeld könnten die Märkte für Schwarzarbeit und Drogen ausgetrocknet werden.

Dies sei, so Prof. Lucke, „bemerkenswert naiv“: untitled

„Drogen und Schwarzarbeit verschwinden nicht einfach, ob nun mit oder ohne Bargeld. Mir scheint, hier möchte jemand mit plakativen Hauruck-Vorschlägen in die Schlagzeilen“, sagte Lucke und forderte stattdessen, dass Bürger die Wahlfreiheit zwischen Bargeld und elektronischem Geld behalten sollten.

„Bargeld ist Ausdruck der Freiheit der Bürger, Geld selbst zu verwahren und zu zahlen, wann und wo man will“, so Lucke. „Elektronische Zahlungen dagegen werden immer elektronisch gespeichert.“  – Dies ermögliche Datenmissbrauch und Hackerangriffe. „Bürger sollen nicht reglementiert werden, wie sie zu zahlen haben – Hauptsache sie zahlen!“

Ein solcher Unsinn gehöre zudem keineswegs wie von Bofinger gefordert auf die Agenda des kommenden G-7-Gipfels in Elmau. „Die dort versammelten Wirtschaftsexperten und Verantwortungsträger sollten ihre Kompetenz lieber für seriöse Lösungen drängender Probleme der Weltwirtschaft nutzen – hiervon gibt es wahrlich mehr als genug.“


Der HERR führt uns heraus aus dem Tod

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 68 (67),10-11.20-21.

Gott, du ließest Regen strömen in Fülle
und erquicktest dein verschmachtendes Erbland.
Deine Geschöpfe finden dort Wohnung;
Gott, in deiner Güte versorgst du den Armen.

Gepriesen sei der HERR, Tag für Tag!
Gott trägt uns, ER ist unsre Hilfe.
Gott ist ein Gott, der uns Rettung bringt,
Gott, der HERR, führt uns heraus aus dem Tod.