Der HERR hüllt sich in Licht wie in ein Kleid

Heutige liturgische Feiertags-Lesung der kath. Kirche:

Psalm 104 (103),1-2.24-25.29-30.31.34.

Lobe den HERRN, meine Seele!
HERR, mein Gott, wie groß bist du!
Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.
Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid,
du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.

HERR, wie zahlreich sind deine Werke!
Mit Weisheit hast du sie alle erschaffen,
die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
Da ist das Meer, so groß und weit,
darin ein Gewimmel ohne Zahl: kleine und große Tiere.

Verbirgst du dein Gesicht, sind sie verstört;
nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin
und kehren zurück zum Staub der Erde.
Sendest du deinen Geist aus, so werden sie alle erschaffen,
und du erneuerst das Antlitz der Erde.

Ewig währe die Herrlichkeit des HERRN;
der HERR freue sich seiner Werke.
Möge ihm mein Dichten gefallen.
Ich will mich freuen am HERRN.

 


Regensburg: Bischof Voderholzer firmte an Pfingsten 39 Erwachsene im Dom St. Peter

Firmung verpflichtet zum Apostolat

Am Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes  –  so nannte Bischof Rudolf Voderholzer das Pfingstfest  –  hat das Oberhaupt des Bistums Regensburg 39 erwachsenen Menschen aus der ganzen Diözese das Sakrament der Firmung gespendet. 150524_2 Firmung Bischof betet

Zunächst hatten die Gläubigen im übervoll besetzten Dom um den Heiligen Geist für die Firmlinge gebetet, auch der Bischof: Er kniete vor dem Hauptaltar und bat Gott still um die Sendung seines Heiliges Geistes.

Anschließend legte er den erwachsenen Gläubigen einzeln die Hand auf, salbte ihr Haupt und sprach: „Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist.“  – Jeder Firmling wurde einzeln beim Namen genannt. Die Regensburger Domspatzen unter Domkapellmeister Prof. Roland Büchner gestalteten das Pontifikalamt auf höchstem musikalischem Niveau.

Im Unterschied zu den mythologischen Göttervorstellungen der Antike hob Bischof Voderholzer in seiner Predigt das besonders Erfreuliche der Geistsendung durch Gott hervor, wie es die Christen verkünden:

Während im Prometheus-Mythos die Götter den Menschen das Feuer zur Gestaltung des Lebens nicht gönnen wollten und Prometheus es entwendet und dafür bestraft werde, schenkt uns Gott tatsächlich von sich aus das Feuer, etwa: das Feuer seines Geistes an Pfingsten. 150524_1 Firmung Auflegung 2

Somit können die Gläubigen an der Schöpfung sowie am Vorgang der Erlösung mitwirken. Insofern ist das Verhältnis nicht von einer Konkurrenz zwischen den Göttern und den Menschen, sondern von einer Kooperation geprägt.

An die Firmlinge gewandt sagte der Bischof: „Sie werden mit Christus zum Gesalbten. Und auf Ihre Weise haben Sie Anteil am dreifachen Amte Christi: am priesterlichen, prophetischen und königlichen.“

Auch hier erscheint, dass der Begriff des „Laien“ ungeeignet ist, da er nur einen Mangel ausdrückt: „Die Firmung ist gewissermaßen Ihre Weihe als Weltchristen.“ –  Das setze allerdings voraus, dass sich die Gefirmten um die Vertiefung ihres Glaubens bemühten, zum Beispiel durch das Studium religiöser Literatur.

Im Anschluss lud der Bischof die Firmlinge, ihre Paten und die Familien zu einem Empfang ins Kolpinghaus Regensburg ein. Nachdem sie die Urkunden erhalten hatten, die den Empfang des Sakraments bestätigen, dankte Bischof Voderholzer allen für ihr Zeugnis.

Quelle (Text/Fotos): Bistum Regensburg


Schmiedet Kardinal Marx eine modernistische Lobby für die kommende Familiensynode?

Mathias von Gersdorff

Wie die französische Zeitung „Le Figaro“ am 23. Mai 2015 in der gedruckten Ausgabe berichtet, werden sich die wichtigsten Köpfe des Linkskatholizismus Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz in einer „praktisch geheimen“ Sitzung am Pfingstmontag treffen.

Thema: Wie soll man die geschiedenen Wiederverheirateten und die Homosexuellen „auffangen“?

Lediglich 50 streng ausgesuchte Personen werden sich zu einer Tagung in der Jesuiten-Universität „Gregoriana“ treffen, berichtet „Le Figaro“.

Die Referenten stammen alle aus dem modernistischen Spektrum und setzen sich für eine Schleifung der katholischen Lehre über die Ehe ein:

Die Theologin Eva-Maria Faber veröffentlichte dieses Jahr eine Studie, in der sie die Unauflöslichkeit der Ehe abstreitet. Eberhard Schockenhoff plädiert im Buch „Die Kirche und die wiederverheirateten Geschiedenen“ für eine Zulassung der Betreffenden zur Kommunion. Außerdem ist er ein prominenter Kritiker von „Humanae Vitae“. Der französische Professor für Theologe Alain Thomasset vertritt die Meinung, das Lehramt sei lediglich ein Referenzpunkt für den Einzelnen  – entscheidend sei am Ende bloß das Gewissen.

Das Schlussreferat wird Kardinal Reinhard Marx halten, die (inzwischen ziemlich lädierte) Gallionsfigur des liberalen Katholizismus.

Solche Treffen sind nicht ganz unüblich. Außergewöhnlich ist aber die Diskretion in der Organisation. Schon allein aus Gründen der Kollegialität werden die „Brüder im Bischofsamt“ über solche Tagungen informiert. Dieses Mal geschah das nicht, was insbesondere die französische Seite erstaunte, hatten sie sich doch erst Ende April in Lourdes zu einer Vollversammlung getroffen.

Zudem wurde die Tagung weder in den Internetseiten der Bischofskonferenzen noch in der Internetseite der „Gregoriana“ aufgeführt. Kaum ein Prälat der Kurie wurde eingeladen.

„Le Figaro“ kommentiert, hier würde eine „Pressure Goup“, eine Art liberale Lobby für die nächste Familiensynode, gebildet.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter “Aktion Kinder in Gefahr”  – seine aktuellen Stellungnahmen erscheinen regelmäßig hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

Unser neues PFINGST-Plakat 2015

Poster aus dem ECCLESIA-Plakatdienst des KOMM-MIT-Jugendverlags in Münster:

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Früchte des Geistes: Wenn wir aus dem Hl. Geist leben, wollen wir IHM auch folgen

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Gal 5,16-25:

Brüder! Lasst euch vom Geist leiten, dann werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen. Denn das Begehren des Fleisches richtet sich gegen den Geist, das Begehren des Geistes aber gegen das Fleisch; beide stehen sich als Feinde gegenüber, so dass ihr nicht imstande seid, das zu tun, was ihr wollt. afc127c26a

Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage und ähnliches mehr. Ich wiederhole, was ich euch schon früher gesagt habe: Wer so etwas tut, wird das Reich Gottes nicht erben.

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung; dem allem widerspricht das Gesetz nicht.

Alle, die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen.