Irland: Das Referendum zur Homo-Ehe im Nebel der Berichterstattung

Von Gerhard Stumpf

Die Iren haben der katholischen Kirche mit dem Referendum über die Homo-Ehe die rote Karte gezeigt. Jetzt öffnet sich der Weg für ein modernes Europa. So könnte man nach der Berichterstattung glauben.  zeitungen

Die Schlagzeilen in deutschen Medien verkünden einen Triumph und würden am liebsten den Ja-Sagern für die Homoehe einen Heiligenschein aufsetzen, den die „Homo-Ehe“ fördernden Parteien einen roten Teppich ausrollen und der begeisterten Politprominenz eine Schwulenparade durch ganz Europa widmen.

Einige Schlagzeilen:

Spiegel-Online 23.5.: „Volksentscheid: Mehrheit der Iren stimmt für die Homo-Ehe.“

„Das ist ein großer Tag für Irland“, sagte Gesundheitsminister Leo Varadkar. Er hatte erst im Januar seine eigene Homosexualität öffentlich gemacht. „Für mich persönlich ist das nicht nur ein Referendum, sondern eine soziale Revolution.“ (bos/AFP/dpa/Reuters)

www.heute.de, 24.5.: „Irland entfernt sich vom Katholizismus. Mit der Zulassung der Homo-Ehe muss die Kirche einen weiteren Nackenschlag hinnehmen. Schwule und Lesben feiern einen historischen Sieg. Die Steigbügel hielt ausgerechnet eine konservative Regierung.“

Focus, 23.5., 19:19: „Referendum in Irland  – Mehrheit dafür: Irland stimmt für Homo-Ehe“

Die Welt, 23.5.: „Irland votiert klar für Zulassung der Homo-Ehe. Zeitenwechsel in Irland und Beleg für den schwindenden Einfluss der Kirche: Die Iren votieren klar für die Öffnung der Ehe für Homosexuelle. Die Wahlbeteiligung wird als „beispiellos“ beschrieben.“Edith-Breburda

FAZ, 23.5.: „Mehr als 60 Prozent der Iren stimmen für Homo-Ehe. Mit einer überwältigenden Mehrheit haben die Iren für die Einführung der Homo-Ehe gestimmt. „Das ist ein großer Tag für Irland“, sagt Gesundheitsminister Varadkar.“

Was ist in Irland geschehen:

Ein Referendum wurde durchgeführt über die Einführung einer „Ehe“, die nie eine Ehe sein kann, auch dann nicht, wenn alle Staaten der Erde ein solches Gesetz einführen würden. Die Ehe ist und bleibt, solange es Menschen gibt, die Einheit von Mann und Frau. Jeder Schwule und jede Lesbe verdankt sich der Partnerschaft von Mann und Frau.

Ein Gesetz muss dem Wesen des Menschen entsprechen und darf nicht die Willkür orientierungsloser Propagandisten widerspiegeln.

Ein Gesetz muss sinnvoll und allgemein anwendbar sein. Wenn sich aber die ganze Menschheit in Homos und Lesben auflösen würde, wäre sie am Ende. Wieviel Hoffnung für die Zukunft lässt sich mit einer Homo-Ehe verbinden? Tragen aber Politiker mit der Gesetzgebung nicht Verantwortung für eine Zukunft, die die gegenwärtige Generation weit übersteigt?

Wieviel Zustimmung erhielt die Homo-Ehe durch das Referendum?

62,1% der Abstimmenden sprachen sich für eine Homo-Ehe aus. Das sind 39,42% der Abstimmungsberechtigten überhaupt. Dagegen waren 37,8% der Abstimmenden. Das sind 23,99% der Abstimmungsberechtigten. Zusammen mit denen (35%), die nicht zur Urne gingen, sind es ca. 59% . Während sich nur 1,26 Mill. für die sog. Homo-Ehe aussprachen, haben sich 1,94 Mill. nicht dafür ausgesprochen.

Wie kann man schreiben: „Mehrheit der Iren stimmt für die Homo-Ehe“ (Spiegel) oder „Irland votiert klar für Zulassung der Homo-Ehe“ (Die Welt)?

Doch eines wird klar: Eine Demokratie wandelt sich zu einer Diktatur, wenn nicht mehr die dem Menschen und der menschlichen Würde vorgegebene Ordnung geachtet wird.

Papst Benedikt XVI. erklärte in seiner Berliner Rede vom 22. September 2011:

„Auch der Mensch hat eine Natur, die er achten muss und die er nicht beliebig manipulieren kann. Der Mensch ist nicht nur sich selbst machende Freiheit. Der Mensch macht sich nicht selbst. Er ist Geist und Wille, aber er ist auch Natur, und sein Wille ist dann recht, wenn er auf die Natur hört, sie achtet und sich annimmt als der, der er ist und der sich nicht selbst gemacht hat. Gerade so und nur so vollzieht sich wahre menschliche Freiheit.“

Unser Autor Gerhard Stumpf ist Mitglied im „Forum Deutscher Katholiken“

Foto: Edith Breburda


Petrus und Johannes spendeten durch Handauflegung den Heiligen Geist

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Apg 8,1b.4.14-17:

An jenem Tag brach eine schwere Verfolgung über die Kirche in Jerusalem herein. Alle wurden in die Gegenden von Judäa und Samarien zerstreut, mit Ausnahme der Apostel.  P1020947

Die Gläubigen, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündeten das Wort. Als die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, schickten sie Petrus und Johannes dorthin.

Diese zogen hinab und beteten für sie, sie möchten den Heiligen Geist empfangen. Denn ER war noch auf keinen von ihnen herabgekommen; sie waren nur auf den Namen Jesu, des HERRN, getauft. Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist.

 


Grüner Pädosex-Skandal: Selbstkritik auch bei schwulen Gruppen (über)fällig

Bruno Gmünder: „Wir waren schlichtweg verblendet“

Der bekannte homosexuelle Philosoph und Theologe Dr. David Berger (siehe Foto) fordert angesichts der Diskussion über pädosexueller Skandale bei den Grünen in Berlin nun eine verstärkte selbstkritische Debatte auch in der schwulen Bewegung. pressefotoberger11

Am 21. Mai 2015 würdigte Berger in einem Artikel auf „Gaystream“ das persönliche „Schuldbekenntnis“ des homosexuellen Grünen-Politikers Thomas Birk aus Berlin.

Birk hatte wesentlich dafür gesorgt, daß erschreckende Mißbrauchs-Fakten über die Berliner Grünen bzw. deren Vorgängerpartei „Alternative Liste“ aus den 80er Jahren ans Licht der Öffentlichkeit kamen.

Aus Sicht von Dr. Berger verdienen „Mut und Entschlossenheit, mit der man sich selbst der Vergangenheit gestellt hat und diese mit externen Fachleuten aufarbeitet, großen Respekt.“  – Er fügt hinzu: „Auch dass man nun weitgehend davon Abstand nimmt, Dinge schön zu reden, zeigt echte Größe.“

Dr. David Berger: „Es fehlt an Mut und Unrechtsbewußtsein“

Damit ist das Mißbrauchs-Kapitel allerdings nicht beendet, schreibt der Autor weiter:

„Die Aufarbeitung, der die „Grünen“ sich schon seit Jahren stellen, steht der schwulen „Community“ noch bevor. Hier fehlt es  –  wie der Rexhausen-Skandal gezeigt hat  –  bei ganz vielen Protagonisten nicht nur an solchem Mut, sondern auch an Unrechtsbewusstsein. Eine echte Ausnahmefigur im positiven Sinne stellt da der schwule Politiker Thomas Birk dar.“

Dr. Berger erwähnt sodann das auf Facebook veröffentlichte, offenherzige „Schuldbekenntnis“ von Birk: DSC00254
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„Darin stellt sich Birk auch die Frage, warum er so lange geschwiegen hat. Und er antwortet sich: „Ich glaube weniger, weil ich den Parteiskandal fürchtete. Ich glaube mehr, weil ich mich schämte, dass ich damals selbst jahrelang zu den Schwulen gehörte, der die aus heutiger Sicht abstruse Vorstellung einer einvernehmlichen Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern bis dahin nicht völlig ausgeschlossen hatte.“

Nun sei aber auch das schwule Spektrum aufgefordert, „endlich ihre Vergangenheit aufzuarbeiten“, appelliert der Verfasser an seine eigene Bewegung.

Causa Berliner Grüne: „Die Keimzelle der Pädogruppen war schwul“

Er verweist sodann auf die folgenden „deutlichen Worte“ von Bruno Gmünder, dem Gründer des gleichnamigen, homosexuell orientierten Verlages:

„Dass sich die Grünen jetzt so intensiv mit dem Thema beschäftigen, ist ehrenwert. Die Grünen waren aber nicht die Keimzelle der Pädogruppen, sondern die schwule Community, die Schwulengruppen der 70er bis 90er Jahre mit Grenzgängern wie Peter Schult aus der Münchner Sponti- und Rote-Hilfe-Bewegung oder Olaf Stüben aus dem Arbeiterkampf-Milieu und taz-Unterstützerkreis.

Wir waren schlichtweg verblendet, und sahen die Pädos als unsere nächsten Verbündeten an. Mein Freund Peter Schult meinte zu mir, die Revolutionäre von morgen schlafen heute in meinen Armen – und ich fand das plausibel.

Das war eine Blindheit in vielerlei Hinsicht. Z.B. wenn Che Guevara mordend und homohassend durch Südamerika zog, fanden wir das heldenhaft.“

Ergänzender Info-Artikel hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/04/15/david-berger-kritisiert-padosexuelle-tendenzen-in-der-schwulen-medienszene/

Foto-Quellen: David Berger (1), Evita Gründler (2)


CDU-Politiker Golland beklagt ungewöhnlich hohe Selbstmordrate von Polizisten

Der nordrhein-westfälische CDU-Landtagsabgeordnete Gregor Golland schreibt in seinem aktuellen Newsletter:

„Wir müssen mehr tun für unsere Polizistinnen und Polizisten im Land. 41 Selbstmorde von Polizeibeamten, davon alleine 28 mit der Dienstwaffe verübt, sind seit 2010 zu beklagen. Diese Zahlen stammen aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage von mir. 033_30

Acht Selbstmorde fanden in Dienstgebäuden der Polizei, 15 im privaten Wohnumfeld und 18 im öffentlichen Raum statt. Gescheiterte Selbstmordversuche werden statistisch nicht erfasst. Diese fast doppelt so hohe Selbstmordquote im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ist erschreckend.

Der Polizeiberuf ist sehr stressig und verlangt eine hohe physische wie auch psychische Belastbarkeit. Soziale, familiäre und wirtschaftlicheProbleme können hinzukommen. Offenbar wird die Belastung in vielen Fällen zu groß.

Leider sind häufig nicht einmal die Motive der Polizisten ermittelt worden. Aber nur, wenn man die Motive kennt, kann man gegensteuern und anderen Beamten in Not gegebenenfalls helfen. Der Dienstherr hat eine Fürsorgepflicht. Wenn man frühzeitig mehr psychologische Hilfe anbietet, könnte man viele Leben retten. Deshalb hake ich in dieser Frage nun noch einmal nach: http://kurzlink.de/GG150515″