Israel erleichtert über FIFA-Entscheidung

Der israelische Ministerpräsident B. Netanyahu veröffentlichte am Freitag, den 29. Mai, folgende Erklärung zum FIFA-Beschluß:

„Unsere internationalen Bemühungen haben sich als erfolgreich erwiesen und haben zum Scheitern des Versuchs der Palästinensischen Autonomiebehörde, uns aus der FIFA auszuschließen, geführt.

Ich danke allen, die bei diesen internationalen Bemühungen mitgewirkt haben, darunter die israelische Delegation in der Schweiz unter Leitung des Vorsitzenden der Israelischen Fußball-Vereinigung (IFA), Ofer Eini.

Der Staat Israel hat Interesse an einem Frieden, der die Sicherheit seiner Bürger gewährleistet, aber dies wird nicht durch Druck und die Verdrehung der Wahrheit erreicht werden. Der einzige Weg, Frieden zu erreichen, ist die Aufnahme von Verhandlungen zwischen den Seiten.

Zu einer Zeit, da die internationale Gemeinschaft nach vertrauensbildenden Maßnahmen ruft, reagieren die Palästinenser wieder einmal mit einem Versuch, einseitige Schritte zu unternehmen, die die Fähigkeit beschädigen, eine regionale Einigung voranzutreiben.“

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


Der gerechte Tobit und seine Nächstenliebe selbst unter einer Diktatur

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Tob 1,3.2,1b-8:

Anfang der Geschichte Tobits: Ich, Tobit, habe mich mein ganzes Leben lang an den Weg der Wahrheit und Gerechtigkeit gehalten und ich habe den Brüdern aus meinem Stamm und meinem Volk, die mit mir zusammen in das Land der Assyrer nach Ninive gekommen waren, aus Barmherzigkeit vielfach geholfen. Tagesimpuls

Man veranstaltete mir zu Ehren am Pfingsttag  –  dem Fest der Sieben Wochen  –  ein Festmahl. Ich setzte mich zu Tisch; als ich aber die vielen Speisen sah, sagte ich zu meinem Sohn: Geh zu unseren Brüdern, und wenn du einen Armen findest, der dem HERRN treu geblieben ist, bring ihn her; ich warte auf dich.

Er kam zurück und sagte: Auf dem Marktplatz liegt einer von unserem Volk, den man erdrosselt hat. Ich sprang auf, noch ehe ich etwas gegessen hatte, und verbarg den Toten bis zum Sonnenuntergang in einer Hütte.

Nach meiner Rückkehr wusch ich mich und aß voll Trauer mein Mahl. Ich erinnerte mich an das Wort des Propheten Amos: Eure Feste sollen sich in Trauer verwandeln und alle eure Freudenlieder in Totenklage. Und ich begann zu weinen.

Nach Sonnenuntergang ging ich hinaus, um ein Grab zu schaufeln, und begrub den Toten. Meine Nachbarn aber sagten hämisch: Er hat schon gar keine Angst mehr, wegen dieser Tat hingerichtet zu werden. Eben erst hat er fliehen müssen und schon begräbt er wieder die Toten.

 


Regensburg: Am Sonntag erhält Dr. Josef Graf im Dom die Bischofsweihe

Am kommenden Sonntag, den 7. Juni, erhält Msgr. Dr. Josef Graf (siehe Foto) die Bischofsweihe. Papst Franziskus hatte den langjährigen Spiritual des Priesterseminars St. Wolfgang in Regensburg kürzlich zum Weihbischof ernannt. Graf Josef 1

Beginn des Pontifikalgottesdienstes mit Weihe ist am Sonntag um 15 Uhr im Dom St. Peter. Als Konsekrator wird der Regensburger Oberhirte Dr. Rudolf Voderholzer die Bischofsweihe spenden.

Kon-Konsekratoren werden Bischof František Radkovský, Bischof der Partnerdiözese Pilsen, sowie Weihbischof Reinhard Pappenberger von Regensburg sein.

Zu dem Weihegottesdienst sind alle Gläubigen herzlich eingeladen. Wegen des eingeschränkten Angebots an Sitzplätzen wird die Weihe auf einer Leinwand in die benachbarte Niedermünsterkirche übertragen.

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg


Ägypten: Christliche Familien wegen angeblicher Islamkritik vertrieben

IGFM: Bei Staatsbesuch von Al-Sisi volle Religionsfreiheit fordern

In der vergangenen Woche wurden fünf koptische Familien aus der Stadt Beni Suef (ca. 110 km südlich von Kairo) vertrieben, weil einer ihrer Angehörigen angeblich auf Facebook Cartoons gepostet hat, die den Propheten Mohammed beleidigen.

RTEmagicC_logo_Homepage_quad.gifDie Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) kritisiert das Wiedererstarken von salafistischem Gedankengut in Ägypten, das Reformen und Kritik an dessen Auslegung des Islam mundtot machen will.

Die IGFM fordert daher Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, beim Staatsbesuch des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah Al-Sisi am 3. und 4. Juni in Deutschland Religionsfreiheit für alle Ägypter und die Abschaffung des „Blasphemie-Gesetzes“ zu fordern.

„Dieses Gesetz wird vor allem zur Unterdrückung religiöser Minderheiten und unliebsamer Kritiker angewandt und muss daher abgeschafft werden“, so IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Nachrichten_Kopfbalken_1 - KopieDer Beschuldigte, Ayman Youssef Tawfiq, ist Analphabet und gehört der christlichen Minderheit der Kopten an. Er wurde Mitte Mai der Blasphemie angeklagt, weist aber alle Anklagepunkte zurück. Daraufhin griffen Muslime in seiner Heimatstadt Beni Suef in den vergangenen Wochen insgesamt zehn Häuser koptischer Familien an. Einige der Häuser wurden angezündet.

In zwei offiziellen „Versöhnungstreffen“ mit Muslimen und Angehörigen der koptischen Minderheit wurde schließlich  beschlossen, dass die Angehörigen von Ayman Youssef Tawfiq, darunter sein 81-jähriger Vater, seine 75-jährige Mutter und seine drei Brüder mit Familien, die Stadt verlassen müssten. Der Beschuldigte ist nach Jordanien geflohen, weil er in Ägypten um sein Leben fürchtet.

„Die Regierung hat die Vertreibung der Familien unterstützt, der Bürgermeister Ahmed Maher gab vor, die Familie vor weiteren Angriffen bewahren zu wollen. Die Polizei hat aber überhaupt nichts unternommen, um die Familien zu schützen“, kritisiert Medhat Klada, geschäftsführender Vorsitzender der European Union of Coptic Organisations for Human Rights in Genf. CIMG0825

5 Jahre Haft für Fernsehmoderator

Die IGFM berichtet über den Fall des muslimischen Fernsehmoderators Islam El-Behiry, der am vergangenen Samstag vor dem Sicherheitsgericht in Kairo wegen angeblicher Blasphemie zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt wurde.

In seiner Fernsehshow analysierte und kritisierte er regelmäßig religiöse Auslegungen von Salafisten und propagierte eine alternative Auslegung einiger Suren. Ein Gutachten der Al-Azhar-Universität, der wichtigsten religiösen Institution des Landes, besagt, dass die Institution „besorgt über die bösartigen Angriffe einiger Medienmitarbeiter auf die Grundwerte und das Erbe des Islam“ sei.

Hintergrund:
Das Gesetz gegen „Missachtung der Religion“ – auch „Blasphemie-Gesetz“ genannt – wurde 1982 in das ägyptische Strafgesetzbuch aufgenommen. Es wird eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren und/oder eine Geldstrafe von 500 bis 1000 ägyptischen Pfund (rund 62 bis 125 Euro) für jeden festgesetzt, „der die Religion dazu benutzt, mündlich, schriftlich oder auf andere Art und Weise extremistisches Gedankengut zu verbreiten, mit dem Ziel, Aufruhr und Zwiespalt zu stiften, die himmlischen Religionen oder eine ihrer zugehörigen Religionsgemeinschaften zu missachten und abzuwerten, oder die nationale Einheit und den sozialen Frieden zu gefährden.“  –  1000 Ägyptische Pfunde entsprechen etwa ein bis zwei mittleren Monatseinkommen. Die IGFM weist darauf hin, dass im Gesetz ausdrücklich nur die „himmlischen“ Religionen geschützt werden. Gemeint sind damit Islam, Christentum und Judentum. Religionslosigkeit und alle anderen Religionen sind in Ägypten de facto verboten.

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
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Tel.: 069-420108-0, Fax: 069-420108-33, info@igfm.de, www.menschenrechte.de

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Ägypten: http://www.menschenrechte.de/aegypten