Christus bestätigt die Verbindlichkeit und Gültigkeit der Gebote Gottes

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Mt 5,17-19.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Tagesimpuls

Wahrlich, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.

Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.

 


Regensburg: Bischof Rudolf Voderholzer predigt gegen die Gender-Ideologie

„Nicht kulturbedingt, sondern schöpfungsbedingt“

Die Bewahrung der Schöpfung war Thema der Predigt von Bischof Rudolf Voderholzers anlässlich des 50. Pfingstritts in Kemnath am Pfingstmontag 2015. Darin betonte er seine Sorge, dass auch der Mensch geschützt bleibe.

Der Regensburger Oberhirte warnte ausdrücklich vor den Theorien der Gender-Ideologie:  borMedia1840101

„Natürlich: gewisse Rollen sind zeitbedingt und diesbezüglich mag sich das eine oder andere auch ändern. Aber Vatersein-Können und Muttersein-Können: das macht das Wesen aus von Mannsein und Frausein und ist nicht kulturbedingt, das ist schöpfungsbedingt! Das ist vom Schöpfergott in diese seine Schöpfung hineingelegt.“

Lesen Sie im Folgenden einen Auszug aus der Predigt des Bischofs:

„Wenn wir heute im Pfingstfest eben auch das Fest der Schöpfung feiern, dann nehmen wir natürlich den Auftrag mit, die Schöpfung zu bewahren, die Schöpfung zu schonen und pfleglich mit ihr umzugehen. Deswegen ist der Umweltschutz – ich sage lieber Schöpfungsschutz – ein Auftrag gerade auch an unsere Zeit! (…)

Wir erleben gegenwärtig eine Diskussion, die beinahe einem Kulturkampf gleichkommt. Die Öffentlichkeit debattiert die Frage nach dem Wesen des Menschen als Mann und Frau. Es ist gut vom Schöpfergott so eingerichtet, dass in der liebenden Verbindung von Mann und Frau neues Leben entsteht und auf diese Weise Zukunft eröffnet wird. cropped-ZIM_5640

Unsere Gegenwart ist aber momentan geprägt durch eine Diskussion, ob die Zweigeschlechtlichkeit, der Mensch als Mann und Frau, sozusagen nur ein Kulturprodukt ist.
Es gibt laute Stimmen, die behaupten, dass die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale nichts mit der Identität des Menschen zu tun haben. Eine Frau oder ein Mann käme angeblich nicht als Mann oder Frau auf die Welt, sondern man werde durch die Gesellschaft und durch die Rahmenbedingungen erst dazu gemacht!Liebe Schwestern und Brüder! Natürlich, gewisse Rollen sind zeitbedingt und diesbezüglich mag sich das eine oder andere auch ändern. Aber Vatersein-Können und Muttersein-Können: das macht das Wesen aus von Mannsein und Frausein und ist nicht kulturbedingt, das ist schöpfungsbedingt! Das ist vom Schöpfergott in diese seine Schöpfung hineingelegt.

Wer das bestreitet und wer vielleicht sogar schon Kindern im Kindergarten und in der Schule einreden möchte, man könne sich das irgendwann einmal aussuchen, ob man Mann oder Frau sein will, um dann in irgendeine der verschiedenen Spielarten der Existenz hineinzuwachsen, der leugnet die Gutheit der Schöpfung; und ich fürchte auch, dass er sich an den jungen Menschen versündigt! Weil es nicht gut gehen kann, zu meinen, man könne sich seine geschlechtliche Bestimmung irgendwann einmal aussuchen. BILD0235

Über niemanden ist der Stab gebrochen, der Schwierigkeiten hat, sein biologisches Geschlecht anzunehmen. Aber in solchen Situationen muss man jemandem helfen, sein Mannsein und sein Frausein annehmen zu können. Das geht nicht chirurgisch, das geht nur menschlich und pastoral.

Bitte, lassen Sie sich nicht von diesen Ideologien und von diesen Theorien irre machen. Gott hat den Menschen geschaffen als Mann und Frau und er hat die Verbindung von Mann und Frau durch Jesus Christus zum Sakrament, zu einem Zeichen der Liebe und auch der fruchtbaren Liebe Gottes zu den Menschen erhoben.

Etwas Größeres kann man gar nicht sagen über das Miteinander von Mann und Frau. Und die Sichtweise der Kirche ist – da bin ich felsenfest davon überzeugt – die allein zukunftsfähige Sicht auf den Menschen. Nur vor diesem Hintergrund wird unser Land und unser Volk und unsere Gesellschaft und auch die Kirche darin wirklich Zukunft haben! (…)

Die Theorien der Gender-Ideologie stehen im krassen Widerspruch zu den gesicherten Erkenntnissen der Biologie, dass sich Mannsein und Frausein eben schon von ihrer biologischen Grundlage unterscheiden. Jeder Mensch mit gesundem Menschenverstand hat das auch schon vorher gewusst. Aber es gibt welche, die wollen uns das ausreden. Sogar zeitgenössische Songwettbewerbe werden missbraucht, um gezielt Verwirrung zu stiften.

Das lassen wir nicht zu – gerade auch an einem Tag wie diesem, da uns der Schöpfergeist und der Erlösergeist in einer besonderen Weise in der Liturgie zugesprochen wird, vergewissern wir uns der Gutheit der Schöpfung, der Schöpfung des Menschen als Mann und Frau.“

Quelle und weiterer Text der Predigt hier: http://www.bistum-regensburg.de/news/schoepfungsschutz-ist-auch-und-gerade-menschenschutz-bischof-rudolf-voderholzer-zur-diskussion-um-gender-3836/

Fotos: Bistum Regensburg, Archiv, Evita Gründler


Der Papst kritisiert die Gender-Ideologie und betont die Würde der Ehe

Gender-Ideologien gefährden die Schönheit der Ehe. Darauf hat Papst Franziskus in einer Rede an die Bischöfe von Puerto Rico hingewiesen, die am vergangenen Montag zum Ad limina-Besuch im Vatikan waren. Edith-Breburda

Franziskus lud die Bischöfe laut Redetext dazu ein, Distanz zu Ideologien zu nehmen, welche die traditionelle Familie untergraben. Die „Ergänzung“ von Mann und Frau sei der Gipfel der göttlichen Schöpfung, und diese Verbindung werde von der Gender-Ideologie  –  im Namen einer angeblich freieren und besseren Gesellschaft  –  hinterfragt.

Unterschiede zwischen Mann und Frau dürften nicht Unterdrückung oder Konkurrenzverhalten, sondern müssten der Gemeinschaft und der Fortpflanzung dienen, so Franziskus. Das Sakrament der Ehe als größter Schatz (…) müsse geschützt werden, die Familienpastoral vor Hintergrund der „großen sozialen Problemen“ gefestigt werden. 

Quelle: Radio Vatikan  –  Foto: Dr. Edith Breburda


Internationale Panikmache um CO2-Ausstoß: Das Wetter geht dem Klima voraus

Von Horst Ditz

Wir erleben derzeit den weltweit größten und teuersten „Klimaschwindel“, für den zig Milliarden Euro bzw. Dollar „in den Wind geblasen“ werden, statt den Hungernden in der Welt Nahrung zu geben. media-375022-2

Ursache ist die sinnlose Vorstellung unserer Politiker sowie des Weltklimarates (IPCC), das Klima dadurch schützen zu können, indem sie versuchen, den Kohlendioxid (CO2)-Ausstoß weitestgehend zu verhindern. Ein gänzlich sinnloses Vorhaben!

Die „alternativlose“ Energiewende soll es richten

Vor gut dreißig Jahren wurde hierzulande eine angeblich von Menschen verursachte „Klimakatastrophe“ prognostiziert und zum „Klimaschutz“ aufgerufen. Klima ist aber kein vorausschauendes, sondern ein in der Vergangenheit liegendes Geschehen (Ereignis). Das Wetter geht dem Klima voraus!

Wer also das Klima beeinflussen möchte, müsste zuvor das Wetter steuern können, was a priori nicht möglich ist. Denn das Wetter macht, was es will. Künftige Extremwetterprognosen können aus physikalischen Gründen nicht erstellt werden wie die Atmosphärenphysik lehrt. 159481-3x2-teaser296

Auch wenn die Kanzlerin, die sich als Physikerin bezeichnet, schwadroniert: „Der Treibhauseffekt ist in der Lage, die Menschheit auszulöschen.“  

Kohlendioxid besitzt in Erdnähe eine 1,6-fach größere Dichte als Luft. Es wird also unter dem Einfluss der Erdanziehungskraft rund 1,6-mal stärker von der Erde angezogen als Luft und reichert sich deshalb – wie jeder Winzer weiß -, vom Boden her an und erfüllt allmählich den Raum.

Deshalb begibt sich kein Winzer während der Gär-Zeit seines Rebensaftes, in der Unmengen Kohlendioxid erzeugt werden, ohne brennende Kerze in den Weinkeller. Es könnte ihn das Leben kosten. 

Nur 0,4% des CO2-Anteils von Menschen verursacht

Wie soll also CO2 in die bis 12.000 m hohe Troposphäre gelangen und dort eine Reflexionsschicht bilden, welche die von der Erde ausgestrahlte Wärme reflektiert und auf die Erde zurück wirft?  –  Zumal in den Alpen oberhalb 2000 bis 3000 m Höhe als Folge unzureichenden Kohlendioxids und hoher Temperatur jegliche Vegetation aufhört.

Der Anteil von CO2 in der Atmosphäre beträgt neben Stickstoff, Sauerstoff, Wasserdampf und Argon etwa 0,037 0022Volumenprozent. Davon sind ca. 0,4 % von den Menschen verursacht, also rund 0,0002 %.

Dennoch geistern Begriffe wie „Treibhauseffekt“, „Klimakatastrophe“ sowie „Klimagerechtigkeit“ als Hirngespinste  wie Gespenster um die Welt und treiben ihr Unwesen in Form von Schreckens-Szenarien.

Panikmache über „Treibhauseffekt“ unsinnig

Die sich grenzenlos überschätzenden Politiker und der IPCC glauben fest daran, das Klima „schützen“ zu können. Doch ihre Vermessenheit ist ebenso groß wie ihr „Lügengebäude“, das sie aufgebaut haben aus einem unsinnigen „Treibhauseffekt“, den es so, wie er vorgetragen wird, auf der Erde nicht geben kann.

Es besteht definitiv keine Korrelation zwischen CO2 und der „unbestimmbaren Weltklimaerwärmung“ und hat in der Erdgeschichte niemals bestanden! Klimawandel und ebenso Klimakatastrophen hat es bereits gegeben, ehe der Mensch die Erde betreten hat. euros

Unzählige Eiskernbohr-Untersuchungen in der Arktis belegen diesen Befund. Bei den unnützen und irrealen „Klimaschutzbestrebungen“ handelt es sich um eine gigantische Lüge und einen professionellen Betrug, den Steuerzahler weltweit in einer Höhe von fünfzig Billionen Dollar, sprich fünfzigtausend Milliarden Dollar für die Erreichung sinnloser „Klimaschutzziele“ berappen müssen.

Doch das Einreißen dieses Lügengebäudes würde unzählige Arbeitsplätze kosten. Den Klimapolitikern bleibt also nur noch das Weiterlügen übrig.

Wenn nun die Grünen der Rheinland-pfälzischen Landesregierung den Ausstoß von angeblich „überwiegend“ aus Kohlendioxid bestehenden „Treibhausgasen“ bis 2050 um 90 Prozent – verglichen mit dem Jahr 1990  –  senken wollen, sowie die „Physikerin“ Frau Merkel bereits die „totale Dekarbonisierung“ bis zum Ende dieses Jahrhunderts fordert, wird es für die Kanzlerin und den von wissenschaftlichen Kenntnissen gänzlich entfremdeten Grünen mit Grün „im Grünen“ bald zu Ende sein.

Ihre gesamte Klimaschutzgesetzgebung ist vollendeter Blödsinn und ändert weder am Wetter noch an dem vom Wetter abgeleiteten Klima etwas; dieses schert sich einen Kehrricht um Hirngespinste der Klimapolitiker und der kenntnisfernen Grünen.

Eine Reihe qualifizierter Physiker wie der in der Fachwelt hoch angesehene Dr. Gerhard Gerlach (Professor der theoretischen Physik in Braunschweig) sprechen von “gigantischem Klimaschwindel“, „perfider Verteufelung des CO2-Gases“ sowie vom „größten Wissenschaftsskandal aller Zeiten.“

Unser Autor Horst Ditz ist ausgebildeter Chemo- und  Physikotechniker; er war dreißig Jahre lang Ausbilder und Ausbildungsleiter für naturwissenschaftliche Berufe beim Chemie-Unternehmen BASF SE.


Die SPD und der Fall Edathy: Gründe, Hintergründe und Auswirkungen

Von Peter Helmes

Soll es das gewesen sein? Drei Jahre Wartezeit – und dann geht´s (öffentlich) weiter? Das darf es nicht gewesen sein! Nicht nach all den Skandalen der Grünen! Nicht nach all den Versuchen, via „Frühsexualisierung“ an die unschuldigen Körper der Kleinen heranzukommen! Nicht nach all den Bekenntnissen, Entgleisungen einzelner gebe es immer, „aber unsere Partei distanziert sich von solchen…“ peter-helmes-227x300

Aber wir reden hier von der altehrwürdigen SPD – und nicht von  moralisch verkommenen Grünen. Eine Partei, die Persönlichkeiten wie Kurt Schumacher, Schorsch Leber, Helmut Schmid etc. in der Führungsspitze aufweisen kann, bringt sich freiwillig und ohne Nöte in Gefahr.

Der Mann, von dem wir hier reden, war (?) führender Sozialdemokrat. War? Nach seinem Verhalten nach dem Urteil zu urteilen, sieht er sich noch immer als führender Sozialdemokrat.

Und damit habe ich ein Problem, die SPD offenbar nicht – und verspielt damit ein gerüttelt Maß an Moral. Klarer: Es ist in hohem Maße unmoralisch, einen Menschen als Mitglied im Laden zu halten, der offenbar keinerlei moralische Schranken beim – zumindest optischen – Mißbrauch von Kindern hat.

Zunächst zeigte Edathy keine Einsicht

Eines darf man resümieren – unabhängig vom ergangenen Parteischiedsgericht-Urteil: Im ersten großen Interview, kurz nachdem die Käufe öffentlich bekannt geworden waren, zeigte Edathy keine Einsicht, beschwor die Tradition von Nacktbildern auch von männlichen Kindern und Jugendlichen in der Kunstgeschichte.

Viel später, in einem denkwürdigen Auftritt vor der Bundespressekonferenz im vergangenen Dezember, bedauerte er, Menschen enttäuscht zu haben: „Ich will hinzufügen, daß sicherlich nicht jede meiner öffentlichen Äußerungen in den letzten Monaten glücklich gewesen ist, denke aber von mir behaupten zu dürfen, daß ich mich seit Anfang des Jahres in einer sehr außergewöhnlichen Situation befinde.“159481-3x2-teaser296

Welche Äußerungen er meinte, blieb offen. Und auch die Distanzierung von den Film-Käufen überzeugte wenige im Saal:

„Ich habe eingeräumt, und glauben Sie mir, das ist etwas, das nicht besonders leicht fällt – das war ein Fehler. Das war rechtmäßig, wie es aussieht, in Ordnung. Aber es war moralisch nicht in Ordnung, wie ich mich verhalten habe. Andererseits will ich sehr deutlich sagen: Mein Verständnis von einem Rechtsstaat umfaßt auch, daß das was Menschen in ihrem Privatleben tun, solange es legal ist, prinzipiell niemand anderen etwas angeht.“

Der Delinquent zeigt keine Reue, sondern verschanzt sich hinter Rechtsbiegungen – „ … solange es legal ist, prinzipiell niemand anderen etwas angeht“ – und ist empört über die öffentliche Reaktion. Zur Erinnerung:

Strafrechtsverschärfung vor 7 Jahren

Erst im Jahr 2008 war das Strafrecht verschärft worden. Strafbar ist Besitz oder Verschaffung von Bildern oder Filmen seitdem, wenn ein nacktes Kind aktiv eine unnatürliche aufreizende Haltung einnimmt, das sog. Posing.

Nicht strafbar war aber auch nach dieser Verschärfung der Umgang mit schlichten Nacktfotos oder -filmen, auch nicht solchen, die der Hannoveraner Leitende Oberstaatsanwalt Jörg Fröhlich in der Pressekonferenz zu Edathy beschrieb: “Es handelt sich um nackte Knaben, die vermeintlich in natürlichen Lebensposen toben, spielen, sitzen irgendwo, sich darstellen. Alles aber letztlich mit Bezug zu den Genitalien.”

SPD-Schiedsgericht verschanzt sich hinter Ausflüchten

Das Schiedsgericht der SPD beschloß einstimmig, Edathy müsse seine Partei-Mitgliedschaft lediglich für drei Jahre ruhen lassen. Als geradezu zynisch darf man den Kommentar der niedersächsischen Schiedskommission werten, alles, was Edathy vorgehalten werde, habe er als Privatmann getan, der Partei sei ohnehin kein großer Schaden entstanden. Diese SPD hat ganz offensichtlich Probleme mit ihrem Selbstbewußtsein.

Es ist unglaublich: Ein Innenminister (Friedrich) warnt den SPD-Parteivorsitzenden Gabriel vor der Personalie Edathy. Zu Recht; denn die SPD schickte sich an, Edathy zu einem Ministrablen zu befördern. Der Innenminister warnte also zu Recht – um „Schaden vom deutschen Volk abzuwenden“, wie es sein Amtseid verlangt. Der Minister mußte seinen Hut nehmen, die SPD-Leute bleiben ungeschoren.

Was Gabriel und seine SPD anschließend aus dieser Meldung machten, wird einmal zu den dunkelsten Kapiteln dieser Partei gehören. Die halbe Parteispitze – von Oppermann bis Hartmann – kungelte und klüngelte offenbar ohne (?) Rezept herum. Daß der Vorstand schließlich das Parteischiedsgericht anrief, darf getrost in den Bereich „Schauveranstaltung“ geschoben werden. 

Dieses „Urteil“ ist kein Urteil, sondern eine „Ruhe-sanft-Pille“, die das Mitglied in eine Art dreijährigen Winterschlaf befördert, um es hernach wieder reaktivieren zu können – sozusagen ein kollektives Sedativum, um das schlechte Gewissen zu beruhigen.

Welche Rolle spielt Edathys Vorsitz im NSU-Ausschuss?

Oder gibt es noch ganz andere (Hinter-)Gründe?  – Edathy verfügt als (ehem.) Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses über eine gefährliche Menge Wissens. Groß ist die Angst im politischen Berlin, der NSU-Fall könnte noch eine Menge Staub aufwirbeln. Edathy schürte diese Angst – siehe seine unmißverständliche Drohung auf Facebook: “to whom it may concern: the papers with the whole story are located in a lot of different places and will be published the moment sth happens to me.”

Wird er etwa deshalb gedeckt?  –  Und halten sich eben deshalb die eigentlich zu erwartenden Reaktionen auf das Parteiurteil so sehr zurück?

Im wahrsten Sinne des Wortes „ungeniert“ sucht Edathy nach vollständiger Rehabilitierung. Er will ordentliches SPD-Mitglied bleiben und dürfte nun mit der Bundesschiedskommission die höchste Parteiinstanz anrufen. Selbst ein zivilrechtlicher Klageweg gegen einen Rauswurf stünde ihm am Ende noch offen.

Edathys Wette betr. SPD-Mitgliedschaft

Edathy war vorab davon überzeugt, nicht aus der SPD ausgeschlossen zu werden. Auf Facebook hatte er sogar eine entsprechende Wette („Mindest-Einsatz 50 Euro, Höchst-Einsatz 100 Euro“) angeboten: Er wette, „daß er am Ende des laufenden SPD-Parteiordnungsverfahrens NICHT aus der SPD ausgeschlossen wird“, schrieb Edathy bereits Ende April – und erneuerte das Angebot am 30. Mai, weil er nach eigenen Angaben erst drei Gegenwetten hatte.

Was Edathy hier offenbart, ist blanker Zynismus. Eine solche amoralische Einstellung ist fatal – und geeignet, das Vertrauen in den Staat und seine Repräsentanten zu erschüttern: „Alles was nicht ausdrücklich verboten ist, ist erlaubt.“

Daß es bei moralischen Prinzipien auch um die Befolgung ungeschriebener Gesetze geht, die das harmonische Zusammenleben einer Gesellschaft erst ermöglichen, war (bisher) stets ein unbestrittener Konsens. Das ist der eigentliche Skandal am Verhalten Edathys und der SPD: Der Gesellschaft wird die moralische Grundlage entzogen, der Konsens aufgekündigt.

Die SPD darf nicht einfach wieder zur Tagesordnung übergehen!

Unser Autor Peter Helmes ist politischer Publizist und ehem . Bundesgeschäftsführer der JU (ungen Union); er betreibt die liberal-konservative Webseite www.conservo.wordpress.com


CDL kritisiert Entscheidung des EGMR und fordert Schutz für hilflose Patienten

Zur Entscheidung des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs in Sachen Vincent Lambert erklären die Christdemokraten für das Leben (CDL):imagesCA4JYFAC

„Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof soll nach der Europäischen Menschenrechtskonvention die Respektierung der Menschenrechte in Europa gewährleisten. Mit seiner Entscheidung im Falle des Komapatienten Vincent Lambert verstößt er eindeutig gegen Art. 2 Abs. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention, die das Recht auf Leben umfassend schützt.

Dies hat über den Einzelfall hinaus unübersehbare Folgen.

Monsieur Lambert hat vor 7 Jahren einen schweren Verkehrsunfall erlitten und liegt seit dieser Zeit im Wachkoma. Diesen Zustand können die Ärzte bisher noch nicht behandeln. Die einzige medizinische Behandlung besteht in der Nahrungszuführung über eine Magensonde. 62f10dc686

Der Patient selbst kann sich nicht äußern. Es ist aber eindeutig, dass er lebt. Er kann die Augen bewegen, er fühlt Schmerzen und er weint. Ärztlicherseits kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden, ob und wann der Komazustand wieder aufhört.

Für einen derartigen Fall hat Vincent Lambert keine Bestimmung darüber getroffen, wie er behandelt werden will. Aus seinen früheren Äußerungen lässt sich nicht entnehmen, dass er zu sterben wünscht. Die Vermutung spricht also für seinen Lebenswillen und nicht für eine Einwilligung in seine Tötung.

Dementsprechend hat er den jedermann zustehenden Anspruch auf Solidarität und Erhaltung seines Lebens bis zum natürlichen Ende. Jede andere Behandlung bedeutet Fremdbestimmung, für die es keinen moralischen Grund gibt. Das gilt auch für nahe Angehörige und insbesondere für Ärzte, die zum Schutz des Lebens und nicht zu seiner Beendigung berufen sind.images

Wenn bei Monsieur Lambert die künstliche Ernährung eingestellt wird, ist nicht sein Zustand, sondern die Einstellung der Ernährung die Ursache seines Todes. Man lässt ihn nicht sterben, wie betrügerisch argumentiert wird. Er wird vorsätzlich getötet.

Die Entscheidung des EGMR betrifft nur vordergründig einen Einzelfall. Tatsächlich lässt der Gerichtshof aber Gesetze der Einzelstaaten, die eine Tötung komatöser Patienten aufgrund von ärztlichen Gutachten oder gar Wünschen der Angehörigen zulassen, ausdrücklich unbeanstandet.

Diese Verletzung der Solidarität wird, wenn der Entwicklung kein Einhalt geboten wird, dazu führen, dass demnächst nicht nur Komapatienten, sondern auch andere hilflose Personen in zunehmender Zahl gegen ihren Willen getötet werden.

Sie können nur geschützt werden, wenn die Achtung vor dem Leben und der Schutz der hilflosen Patienten wieder umfassend hergestellt wird.

Hierzu fordern die Christdemokraten für das Leben erneut auf. Die jetzige Entwicklung ist für alle Bürger im wahren Sinne des Wortes lebensgefährlich.

Christdemokraten für das Leben e.V.
Kantstr. 18 in 48356 Nordwalde
Tel.: 0 25 73 – 97 99 391 / Fax: 0 25 73 – 97 99 392

E-Mail: info@cdl-online.de / Internet: www.cdl-online.de