„Homo-Ehe“ und Kindeswohl: Berliner CDU weicht auf eine Mitgliederbefragung aus

Von Michael Leh

SPD, FDP, Grüne und die Partei „Die Linke“ trommeln mit starker Unterstützung überwiegend linker Medien für die „Ehe für alle“ einschließlich vollem Adoptionsrecht für Homosexuelle. image

Die Führung des Berliner CDU-Landesverbandes versteckt sich hinter einer Mitgliederbefragung; sie steht damit exemplarisch für die Standpunktlosigkeit großer Teile der Union, die das Kindeswohl nicht ernsthaft thematisieren.

Heftig gekracht hat es vor einer Woche in der rot-schwarzen Koalition an der Spree. Anlass war die von den links regierten Bundesländern beantragte Abstimmung im Bundesrat über eine Entschließung zur „Ehe für alle“. In der Resolution wurde die Bundesregierung aufgefordert, eine vollständige Gleichbehandlung der Ehe von gleich- und verschiedengeschlechtlichen Paaren im gesamten Bundesrecht herzustellen.

Ausdrücklich heißt es in der Entschließung, dies umfasse auch „die Schaffung eines vollen gemeinschaftlichen Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Paare“.

Die Sozialdemokraten in Berlin, wo alljährlich am Christopher Street Day auch an öffentlichen Gebäuden die Regenbogenflagge gehisst wird, drängten ihren Koalitionspartner vehement, der Entschließung zuzustimmen.

Der CDU-Landesvorsitzende und Innensenator Frank Henkel pochte jedoch auf den Koalitionsvertrag, wonach sich das Land der Stimme im Bundesrat enthält, wenn man sich bei einem Thema nicht einig ist. Bezeichnenderweise argumentierte er allerdings nicht inhaltlich, sondern verwies nur noch auf eine im Juli geplante Befragung der Berliner CDU-Mitglieder zu diesem Thema.

BILD0222Wozu die Befragung?  – Bei anderen Themen, etwa der „Euro-Rettung“ oder ob die Berliner Polizei weiter auch unter Henkels Verantwortung systematisch die Herkunft von Tätern in ihren Pressemeldungen verschweigen soll, werden die CDU-Mitglieder auch nicht befragt.

Im Jahre 2008, als Henkel noch in der Opposition war, hatte er das Hissen der Regenbogenflagge, des Symbols der Homosexuellen, am Berliner Polizeipräsidium scharf kritisiert. Unter dem Innensenator Henkel und seinem Polizeipräsidenten Klaus Kandt (CDU) wird die Flagge ebenfalls am Polizeipräsidium hochgezogen.

Die Befragung der 12.500 Berliner CDU-Mitglieder zur Homo-Ehe dürfte ein taktisches Manöver sein in der Erwartung, dass die Zustimmung überwiegt. Was genau gefragt wird  –  ob auch nach dem Adoptionsrecht  –  ist noch nicht heraus. Den Unterlegenen könnte bedeutet werden, Mehrheit sei eben Mehrheit.

Geht sie anders aus, kann sie früher oder später als „Momentaufnahme“ still beiseitegelegt werden. Rechtliche Bedeutung hat sie sowieso nicht, die Thematik betrifft Bundesrecht. Das inhaltliche Schweigen, das Fehlen einer ernsthaften Erörterung wird jetzt als Respekt vor der Basis ausgegeben, während gleichzeitig neben anderen der CDU-Generalsekretär Kai Wegner Winke mit dem Zaunpfahl erteilt.

Fortsetzung des Artikels von Michael Leh hier: http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/taktische-manoever-statt-aufklaerung.html


München: Büste des katholischen Journalisten und NS-Opfers Fritz Gerlich enthüllt

Rund 200 Interessierte, Forscher und Verehrer des von den Nazis ermordeten Journalisten Fritz Gerlich aus ganz Bayern waren gekommen, als in der Nähe des Münchner Königsplatzes eine bronzene Gerlich-Büste des Regensburger Bildhauers Andreas Prucker enthüllt wurde. 150619_Gerlich Büste 2

Prucker hatte zuvor anlässlich des Katholikentags 2014 die Büste aus Stein gemeißelt.

Ein zweiter Abguss der Büste wird demnächst auch im Regensburger Westen in der Gerlichstraße einen angemessenen Platz finden. Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hatte sich dafür eingesetzt und die Kosten persönlich übernommen.

„Es gab in Bayern wohl nur wenige Journalisten, die den Nationalsozialismus mit dem gleichen Scharfsinn und mit der gleichen Konsequenz, mit der gleichen Kompromisslosigkeit und Zivilcourage bekämpft haben wie Fritz Gerlich“, sagte Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) im Hansa-Haus des katholischen KKV, der das Denkmal gestiftet hat.

In seiner Ansprache zitierte Bischof Rudolf Voderholzer den Schriftsteller Erich Kästner, demzufolge sich Diktaturen nur vor ihrer Machtübernahme bekämpfen ließen.

Genau dies habe Gerlich mit seinen frühen Warnungen vor den Nazis seit 1930 versucht, leider erfolglos. 150619_Gerlich Büste 1

Im Licht dieser Überlegungen werde die besondere Bedeutung von Fritz Gerlich deutlich. Mit seiner Wochenzeitung „Der gerade Weg“ habe er versucht, vor dem heraufziehenden Nationalsozialismus zu warnen, ehe er an der Macht war, so Bischof Voderholzer.

Nachdem es jahrzehntelang still um Gerlich gewesen sei, habe nun eine „Welle der Anerkennung und Hochschätzung eine ganze Reihe von Journalisten erfasst“, was ihn, so der Bischof, ungemein freue.

In München, wo seine Büste nun stehe, habe sie einen würdigen Platz gefunden, erklärte der Oberhirte aus Regensburg: „Am Rande seines Nachhauseweges in die Richard-Wagner-Straße, schaut er hinüber zum neuen NS-Doku-Zentrum, in dem er präsent ist als einer derjenigen, die das Unheil vorausgesehen hatten und zu verhindern suchten.“

Beim anschließenden Festakt, an dem rund 150 Gäste teilnahmen referierte der Speyerer Historiker Rudolf Morsey zum Thema „Fritz Gerlich, das Geld und die Wirtschaft – ein neues Kapitel aus der Forschung“.

Gemeinsam mit Bischof Voderholzer gab es noch einen kleinen Spaziergang zum Wohnhaus von Gerlich, das nur wenige hundert Meter von dem neuen Denkmal entfernt liegt. Dort erinnert seit 1983 eine Tafel an den frühen NS-Gegner.

Quelle: Bistum Regensburg

Fotos: KKV Hansa München, Ralf Gerard

 


BUCH-Neuerscheinung: „Reproduktive Freiheit“ von Dr. Edith Breburda

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Dieses verständlich geschriebene und zugleich wissenschaftlich fundierte Buch der katholischen Publizistin und deutsch-amerikanischen Ärztin Dr. Edith Breburda kommt wie gerufen in einer Zeit bioethischer Herausforderungen und Abwege.
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Das Werk mit dem ironisch gemeinten Titel „Reproduktive Freiheit“ enthält persönliche Erzählungen  über Menschen, die in das Geschäft um die Reproduktionsmedizin eingebunden sind.
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Schwerpunkt ist hierbei eine investigative Berichterstattung über Eizellspenderinnen, Surrogate Mütter, Single Mom’s, Frauen im Konflikt zwischen Karriere und Kindern, Familien, die ihre Drillinge selektiv reduzieren wollen, Teenager, die von ihren Stiefvätern vergewaltigt wurden, Frauen, die mit über 50 noch Kinder bekommen, Designer-Kinder, lesbische Paare, denen aus Versehen das falsche Sperma zugesandt wurde, selbstbewusste Kinder, die trotz Down-Syndrom von der Welt anerkannt werden etc.
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Der Leser erfährt auf diese anschauliche und spannende Art und Weise, was sich hinter der Szene der modernen Reproduktionstechnologien wirklich abspielt. Die Kombination neuester Forschungsergebnisse mit persönlichen Geschichten verleiht den Berichten eine erfrischende Lebendigkeit.
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Die Themenfelder Gentechnik und Reproduktionstechnologien sind Dauerbrenner, auch in der Debatte über die moralische, soziale und gesundheitsschädliche Auswirkungen.
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Die weltweite Kinderlosigkeit stellt uns vor wesentliche Herausforderungen, die sich nicht mit Gentechnik allein meistern lassen.  Sollen wir das Kinderkriegen zukünftig Reproduktionsmedizinern überlassen, die es in eine „shopping experience“ verwandeln? Die Reproduktionstechnologie ist der Ausdruck eines sozialen Wandels, aber wir, die wir daran teilnehmen, sollten versuchen, schädliche Auswirkungen zu verhindern.
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So integriert dieses Buch Männer und Frauen, Fruchtbare und Unfruchtbare, weil diese Fragen in der Tat jeden Einzelnen betreffen.
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Das Buch kann für 22,30 Euro  p o r t o f r e i  bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de
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Weitere Links zu „Reproduktive Freiheit: free for what?“:
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E-Book: http://www.amazon.com/dp/B00ZZ55TNI#reader_B00ZZ55TNI

Rot-China schützt die brutale kommunistische Diktatur Nordkoreas

Der 20. Juni ist Welt-Tag des Flüchtlings

Am 20. Juni, dem „Welttag des Flüchtlings“, erhalten zumindest in Europa die ungezählten Tragödien von Verfolgung, Flucht und Vertreibung ein klein wenig mehr Aufmerksamkeit. Doch auch an diesem Tag ist Not nicht gleich Not. NordKorea-Flagge-100_01

Während die Flüchtlinge an den Grenzen Europas in den Blick der Öffentlichkeit gelangen, sind andere Flüchtlingsdramen ausgeblendet. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) weist darauf hin, dass eines der grausamsten Flüchtlingsprobleme Asiens mit einem einzigen Federstrich in Peking gelöst werden könnte.

Denn die kommunistische Diktatur in China deportiert tausende Flüchtlinge aus Nordkorea zurück in ihre Heimat, direkt in die Hölle der dortigen Lager  –  obwohl das demokratische Südkorea jeden dieser Flüchtlinge aufnehmen würde, erklärt IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin. RTEmagicC_logo_Homepage_quad.gif

Wie die IGFM berichtet, ist die genaue Zahl der nordkoreanischen Flüchtlinge unbekannt, es handelt sich um ca. 40.000  – 50.000 Menschen. Rund 80 Prozent von ihnen sind Frauen. Viele von ihnen werden von Menschenhändlern aufgegriffen, in Bordellen unter sklavenartigen Bedingungen ausgebeutet oder als Ehefrauen verkauft.

Da in Rot-China eine große Zahl von Mädchen vor der Geburt abgetrieben wird, herrscht ein Mangel an Frauen. Die Nordkoreanerinnen erhalten nicht die geringste Unterstützung durch die Behörden der Volksrepublik  –  im Gegenteil:

Wer ‚illegale‘ Nordkoreaner unterstützt, muss mit sehr hohen Geldstrafen rechnen. Diejenigen, die Flüchtlinge bei der Staatsmacht denunzieren, werden belohnt. Frauen, die zwangsverheiratet oder in ein Bordell verkauft wurden, leben in der ständigen Furcht, an die chinesischen Behörden ausgeliefert und nach Nordkorea abgeschoben zu werden.

Rot-China bricht ständig Völkerrecht

Mit der Abschiebung nordkoreanischer Flüchtlinge in ihr Herkunftsland bricht China völkerrechtlich bindende Verträge. China ratifizierte beide Abkommen der Genfer Flüchtlingskonvention aus den Jahren 1951 und 1967. Artikel 33 (1) der Konvention von 1951  –  der sogenannte Non-Refoulement Grundsatz  –  besagt: RTEmagicC__christenverfolgung_01.jpg

„Keiner der vertragschließenden Staaten wird einen Flüchtling auf irgendeine Weise über die Grenzen von Gebieten ausweisen oder zurückweisen, in denen sein Leben oder seine Freiheit (…) bedroht sein würde.”

Die Vereinten Nationen haben darüber hinaus festgestellt:

„Als Teil des Folterverbots des Völkergewohnheitsrechts, das den Rang von zwingendem Recht (jus cogens) erlangt hat, ist das Verbot von Refoulement bei einer solchen Gefahr für alle Staaten bindend, auch für jene, die den einschlägigen Verträgen noch nicht beigetreten sind.“ [UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR): Leitlinien zur Auslieferung und zum Internationalen Flüchtlingsschutz.]

Die UN-Untersuchungskommission hatte am 17. Februar 2014 festgestellt, dass Nordkorea systematisch „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gegen die eigene Bevölkerung einsetzt und „dringend“ zum sofortigen Handeln aufgerufen. Doch von seiner Schutzmacht China und von der Europäischen Union seien bisher Konsequenzen ausgeblieben, beklagt die IGFM. China schützt weiterhin das brutale Regime von Kim Yong-un. China-Flagge-gr_02

In Nordkorea werden über 150.000 Menschen in Lagern willkürlich als Arbeitssklaven gefangen gehalten.

Flüchtlinge berichten von Folter, Vergewaltigungen und öffentlichen Hinrichtungen. Die meisten der Gefangenen sterben bereits, bevor sie das fünfzigste Lebensjahr erreicht haben an den Folgen von chronischem Hunger und Überarbeitung.

Tausende Nordkoreaner wagen jedes Jahr die Flucht in das benachbarte China, um Hunger und Verfolgung zu entkommen. Doch die Volksrepublik liefert alle aufgegriffenen Flüchtlinge aus. In Nordkorea erwartet sie Folter und Tod.

In Nordkorea sind sechs außerordentlich große Hauptlager bekannt, daneben etwa 200 kleinere Nebenlager und andere Strafeinrichtungen.

Die exakte Zahl der Häftlinge ist unbekannt, die Schätzungen der Vereinten Nationen und anderer Institutionen schwanken zwischen 154.000 und 250.000 Menschen, die aus nichtigen Gründen – oder völlig ohne Grund – ein Sklavendasein fristen. Manche sind in Haft, weil Vorfahren von ihnen aus Südkorea stammten, andere, weil Familienangehörige nach China geflohen sind.

  • Quelle und Kontakt-Daten:
  • Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
    Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt a. Main
    Tel.: 069-420108-0, Fax: 069-420108-33,
  • info@igfm.de  www.menschenrechte.de