Ali Ashraff beklagt Wertezerfall bei Christen

Die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) veröffentlichte am heutigen Montag, den 22.6.2015, folgenden Leserbrief des Hamburger Politikwissenschaftlers Dr. Ali Ashraff unter dem Titel  „Lebensgrundsätze“:  Lebensgrundsätze

Die Mehrheit der Iren hat für die Gleichstellung der „Homo-Ehe“ plädiert, und das in einem streng katholischen Land. Daniel Deckers bewertet dieses Votum als eine Niederlage der christlichen Prinzipien (F.A.Z. vom 28. Mai).

Die schleichende Erosion der christlichen Lebensgrundsätze geschieht jedoch seit vielen Jahren, insbesondere in den wirtschaftlich hochentwickelten westlichen Ländern. Man denke an den vorehelichen Geschlechtsverkehr, häufige Wechsel des Partners, Exhibitionismus, Zusammenleben nicht verheirateter Paare, übertriebener Feminismus, Legalisierung der Prostitution und so weiter.

Nun sollen gleichgeschlechtliche Gemeinschaftlichen der „Ehe“ gleichgestellt werden. Der EKD-Präsident und die Luther-„Botschafterin“ empfehlen den Christen, dem irischen Votum auch in Deutschland nachzueifern. Der Streit über die Homo-Ehe sei ja nur eine „Randfrage“ und soll als solche behandelt werden.

Man hat den Eindruck, dass sich die evangelischen Christen schleichend von den biblischen Lebensgrundsätzen entfernen. Traurig!

Ali Ashraff, Hamburg


Bregenz: Symposium zum Gedenken an Kardinal Scheffczyk vom 25. – 27.9.2015

Am 8. Dezember 2015 wird es zehn Jahre her sein, daß der bedeutende katholische Theologe Kardinal Leo Scheffczyk verstorben ist. 027_24

Anläßlich seines zehnten Todestages veranstaltet die Geistliche Familie ‚Das Werk‘ im Kloster Thalbach in Bregenz (wo sich Nachlaß und Grab Kardinal Scheffczyks befinden) vom 25. bis 27. September 2015 ein Theologisches Symposium.

Der deutsche Theologe war regelmäßiger Autor in „Theologisches“. Prof. Dr. Manfred Hauke, der Herausgeber dieser populärwissenschaftlichen Zeitschrift, wird als Redner an diesem Symposium teilnehmen, ebenso der evangelikale Religionsphilosoph Prof. Dr. Harald Seubert, der bekannte Mariologe Prof. Dr. Anton Ziegenaus sowie Dr. Veit Neumann, Professor in St. Pölten und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bistums Regensburg; außerdem weitere namhafte Theologen.

 


Betr. staatlicher Kindesentzug bei den „Zwölf Stämmen“: Verfahren eingestellt

Pressemitteilung von Rechtsanwalt Langhans:

Nach fast zwei Jahren des Wartens wurden ein 16-Jähriger und eine 17-jährige Jugendliche nun vollkommen aus staatlicher Obhut entlassen aufgrund der Ergebnisse von psychologischen Sachverständigengutachten. DSC00254

Das Amtsgericht Nördlingen hat mit Beschlüssen vom 10.6. und 12.6. die Verfahren gegen die Eltern der beiden Jugendlichen eingestellt.

Das Amtsgericht verschleppte die Entscheidung 18 Monate lang und ordnete die psychologische Begutachtung an, obwohl es schon am Tag der Inobhutnahme feststand, dass bei den Teenagern keinerlei körperlicher Schaden vorlag. Sie waren nur mitgenommen worden, weil ihre Eltern Mitglieder der Zwölf Stämme sind.

Weshalb gleichwohl zwei Monate die offensichtliche Verfahrenseinstellung verweigert wurde, muss gegebenenfalls in Amtshaftungsverfahren geklärt werden.

Rechtsanwalt Michael Langhans vertritt Familien der Gemeinschaften in Klosterzimmern und in Wörnitz vor den Amtsgerichten Ansbach und Nördlingen sowie den Oberlandesgerichten Nürnberg und München in Augsburg.

Für Rückfragen steht Rechtsanwalt Langhans aus Donauwörth unter ra@langhans.lawyer und Tel. 0906/99995580 zur Verfügung.

Foto: Evita Gründler


Berlin: Theater-Festival „Playground Israel“ vom 1. bis 5. Juli 2015

Vom 1. bis 5. Juli 2015 veranstaltet das Theater an der Parkaue in Berlin das Festival „Playground Israel“. Gezeigt werden sieben ausgewählte Produktionen, eine Eigenproduktion und ein vielseitiges Rahmenprogramm aus Workshops, Lesungen und Konzerten.

2015 begehen der Staat Israel und die Bundesrepublik Deutschland das 50-jährige Jubiläum ihrer diplomatischen Beziehungen.

„Blickwinkel nicht auf den Holocaust verengen“

Blickt man von deutscher Seite auf Israel, so verengt sich der Blick auf den Holocaust und den israelisch-palästinensischen Konflikt. Diese Reduzierung verdeckt das lebendige, vielgestaltige, multinationale Leben, welches vor allem durch Kunst und Kultur geprägt ist.

Diese sprudelnde Gesellschaft findet sich mit ihren Leidenschaften und Konflikten, mit ihren Sehnsüchten und Träumen, mit ihrem Witz und ihrer Ratlosigkeit besonders im Theater für junge Menschen mit ungewohnt lebendigem Ausdruck wieder.

Das Festival richtet sich vornehmlich an Berliner Familien und ein junges Publikum, welches durch die eingeladenen Produktionen israelisches Kinder- und Jugendtheater hautnah erleben können.

Mit einem Abendprogramm für Erwachsene öffnet sich das Haus allen Generationen und möchte einen Ort der Begegnung auf Augenhöhe mit israelischen und Berliner Künstlern schaffen.

Quelle: israelische Botschaft / Foto bzw. Coverillustration © Ella Cohen


Islamistische Angriffe im Westjordanland: Ein Toter, ein Verwundeter, ein Verletzter

Bei einem Angriff im Westjordanland wurde am vergangenen Freitag ein Israeli getötet sowie ein weiterer leicht verletzt. Am Sonntag wurde ein israelischer Grenzpolizist bei einer Messerattacke in Jerusalem schwer verwundet.

Der Israeli Danny Gonen (siehe Foto) wurde am Freitagnachmittag (19.6.2015) erschossen, nachdem er einen Ausflug zur Ein Buvin-Quelle im Westjordanland gemacht hatte.

Der 25-jährige war mit einem Freund in der Ein Buvin-Quelle schwimmen gegangen, die sich in einer bergigen Region zwischen dem Ort Dolev und dem palästinensischen Dorf Dayr Ibzi befindet.

Als sie zurück zur Hauptstraße fuhren, wurden sie von einem Palästinenser angehalten, der um Hilfe zu bitten schien. Als die Zwei anhielten, fragte der Mann: „Gibt es in der Quelle Wasser?“.

Dann schoss er aus nächster Nähe auf sie. Gonen wurde im Oberkörper getroffen und wurde bewusstlos und schwer verletzt von einem IDF-Helikopter in das Tel Hashomer-Krankenhaus gebracht. Dort wurde sein Tod festgestellt. Sein Freund wurde leicht verletzt.

Die Verantwortung für den Anschlag übernahm eine Gruppe, die sich „Marwan Kawasme und Amer Abu Aysha Truppe“ nennt, also nach den zwei Terroristen, die im letzten Sommer drei israelische Teenager getötet haben. Die Gruppe behauptete, sie sei mit dem bewaffneten Flügel der Hamas verbunden.

Danny Gonen war Student der Elektrotechnik an der Bar-Ilan-Universität und der älteste von fünf Kindern. Er wuchs in Lod auf und besuchte die Hesder-Jeschiwa in Maaleh Adumim. Nach dem Tod seines Vaters vor einigen Jahren übernahm er die Verantwortung für seine jüngeren Geschwister.

Am Sonntag wurde der israelische Grenzpolizist Amos Yaakov am Damaskus-Tor in Jerusalem mit einem Messer angegriffen. Obwohl er schwer verwundet war, konnte er noch auf den palästinensischen Angreifer schießen.

Quellen: MFA , Büro des Ministerpräsidenten, Ynet, israel. Botschaft


Staatssekretär Norbert Barthle (CDU): Weder „Ehe für alle“ noch „Adoption für alle“

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Barthle (siehe Foto) aus dem Wahlkreis Backnang/Schwäbisch Gmünd ist Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium. Auf Zuschriften zum Thema „Homo-Ehe“ hat der süddeutsche CDU-Politiker folgendermaßen geantwortet:

Norbert Barthle (MdB)

Sie alle haben mich angeschrieben: die einen, um mich zu bewegen, „endlich die gesellschaftlichen Realitäten anzuerkennen und den Weg für die Ehe von Homosexuellen frei zu machen“ – die anderen, um mich zu bitten, mich gegen die vollständige Gleichstellung der Lebenspartnerschaften von homosexuellen Paaren mit einer Ehe auszusprechen.

Ich möchte Ihnen im Folgenden kurz darlegen, wie ich zu dieser Frage stehe.

Um das Wichtigste gleich zu Beginn zu sagen: Für mich ist und bleibt die Ehe die Verbindung von Mann und Frau.

Wer als gleichgeschlechtliches Paar in Deutschland zusammenleben will, hat bereits heute mit der „eingetragenen Lebenspartnerschaft“ die Möglichkeit, sich auf Dauer auch rechtlich zueinander zu bekennen. Wo es noch rechtliche Unterschiede zur Ehe gibt, sollen diese jetzt beseitigt werden; das Kabinett hat erst kürzlich dazu einen Gesetzentwurf vorgelegt.

Dazu stehe ich auch! Wenn wir, z. B. im Steuer-, Sozial-, oder Erbrecht Lebenspartnern die gleichen PflichtenDSC05481 - Kopie auferlegen wie Eheleuten, müssen ihnen auch die gleichen Rechte zustehen. Wir wollen Homosexuelle nicht diskriminieren.

Dazu bedarf es aber nicht der völligen rechtlichen Gleichstellung mit der Ehe. Der Gleichheitsgrundsatz unseres Grundgesetzes verlangt, dass nur Gleiches gleich behandelt werden muss; das ist jedoch hier nicht der Fall.

Die Ehe zwischen Mann und Frau und die Familie stehen nicht ohne Grund unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes. Sie stellen die Keimzelle jedes Staatswesens dar, ohne die eine Gesellschaft keine Zukunft hat.

Damit ignoriere ich nicht die gesellschaftliche Realität; ich weiß, dass es viele Alleinerziehende gibt und Menschen, die ohne Trauschein zusammenleben und dennoch erfolgreich und liebevoll die gemeinsamen Kinder großziehen. Die Politik hat in den letzten Jahren vieles unternommen, um diese Menschen bei ihrer Aufgabe zu unterstützen; auch hier gilt: Wir diskriminieren nicht.

Aber es muss dem Staat erlaubt sein und bleiben, die Ehe als die schon erwähnte „Keimzelle“ besonders zu fördern und zu schützen. Nur aus der Verbindung von Mann und Frau kann neues Lebens entstehen, können Kinder geboren werden. Der Staat darf ein Interesse daran haben, die auf Dauer angelegte Verbindung von Mann und Frau, die Ehe, anders zu behandeln als jede andere Verbindung zwischen sich liebenden Menschen. Man könnte es „positive Diskriminierung“ nennen – und dazu bekenne ich mich ausdrücklich.Couple photo - ADJ

Einige Befürworter der „Ehe für Alle“ fragen provokant, was sich für Heterosexuelle ändern würde, wenn auch Homosexuelle heiraten dürfen, und geben gleich die Antwort: Nichts. Hier könnte man allerdings zurückfragen, was sich für Homosexuelle ändert, wenn man ihre Verbindung statt Lebenspartnerschaft nun Ehe nennt? Die Antwort ist ebenso einfach: nur ein Wort.

Es ist meine Überzeugung, dass ein anderer Gedanke – bislang noch eher selten ausgesprochen – dahintersteckt: Das volle Adoptionsrecht gleichge-schlechtlicher Lebenspartnerschaften. Ist erst die „Ehe für Alle“ Realität, ist die „Adoption für Alle“ der nächste logische Schritt. Damit würde für mich aber eine „rote Linie“ überschritten, die ich nicht mitgehen könnte!

Ich will nicht in Frage stellen, dass Kinder, z.B. aus früheren Beziehungen, auch in einer homosexuellen Beziehung liebevoll und gut behütet aufwachsen, aber bei diesem Thema muss das Kindeswohl der einzig entscheidende Maßstab sein. Und es steht für mich außer Frage, dass ein Kind beim Heranwachsen, wenn es, wie bei der Adoption dazu die Möglichkeit gibt, eine männliche und eine weibliche Bezugsperson im engsten Familienkreis erleben sollte.

Meine reiflich überlegte Haltung lautet also: Keine „Ehe für Alle“ und keine „Adoption für Alle“.

Quelle: http://www.gemeindenetzwerk.de/?p=12364

 


Goslar: Ausstellung künstlerischer Werke von Tsibi Geva ab 2. Juli 2015

Am Donnerstag, den 2. Juli 2015, beginnt im Mönchehaus-Museum in Goslar eine Ausstellung mit Werken des israelischen Malers Tsibi Geva. Der Künstler ist zur Eröffnung um 19 Uhr anwesend.
(Foto (c) Tsibi Geva)
Tsibi Geva gehört zu den prominentesten israelischen Künstlern. Er wurde 1951 im Kibbutz Ein Shemer geboren und lebt und arbeitet in Tel Aviv.

Seit 1979 sind seine Werke in Ausstellungen weltweit zu sehen, so u.a. im Institute of Contemporary Art in Boston, dem American University Museum in Washington, DC, und dem MACRO Testaccio Museum in Rom. Führende Museen in Israel zeigten außerdem Solo-Ausstellungen, so z.B. das Haifa Museum of Art, das Ashdod Art Museum, das Monart Center und das Israel Museum in Jerusalem. Das Tel Aviv Museum of Art zeigte außerdem eine Retrospektive. 2015 vertritt Tsibi Geva sein Land auf der Kunstbiennale in Venedig.

Ausstellung: „Tsibi Geva – Gemälde 2010 – 2015″ vom 3. Juli bis 9. August 2015

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr

Anschrift: Mönchehaus-Museum Goslar, Mönchestraße 1 in 38640 Goslar

Foto: Tsibi Geva, Ohne Titel, Diptychon, 2011, Acryl und Öl auf Leinwand, 178 x 360 cm, © Tsibi Geva

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


Vatikan: Disziplinarische Maßnahmen gegenüber Medjugorje-Bewegung in USA

Dieser Artikel von Felizitas Küble ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Theologisches“ (Nr. 5-6/2015) erschienen:

Innerhalb von zwei Jahren hat sich die vatikanische Glaubenskongregation zum dritten Mal an die US-amerikanischen Bischöfe gewandt und darauf hingewiesen, daß katholische Gläubige nicht an Versammlungen teilnehmen dürfen, in denen die Echtheit der „Marienerscheinungen“ von Medjugorje vorausgesetzt wird. 1_0_809751

Medjugorje ist eine kirchlich nicht anerkannte Wallfahrtsstätte in Bosnien-Herzegowina, die seit 34 Jahren große Scharen von Pilgern aus aller Welt anzieht. Dort soll die Gottesmutter seit dem 24. Juni 1981 angeblich zehntausende „Botschaften“ verkündet haben, teils geheimnisvolle Mitteilungen allein für die Seher, teils „an die ganze Welt gerichtete“ Offenbarungen.

Sechs Kinder – sowohl Mädchen wie Jungen – berichteten damals, die „Königin des Friedens“ habe sich ihnen persönlich gezeigt; Maria erscheine auch weiterhin regelmäßig, teils sogar täglich.

Von diesen Privatoffenbarungen hat sich die damalige jugoslawische Bischofskonferenz bereits 1991 nach dem Abschlußbericht einer Untersuchungskommission distanziert und erklärt, es gäbe keine Beweise für eine übernatürliche Ursache jener Phänomene. Kardinal Vinko Puljic richtete 2006 erneut eine Kommission ein. Der Erzbischof von Sarajewo leitet zugleich die Bischofskonferenz von Bosnien-Herzegowina. AL-0004

Wie Radio Vatikan am 25.1.2009 berichtet, äußerte Kardinal Puljic erneut seine “starke Skepsis”. Die von ihm eingerichtete Kommission habe in Medjugorje „nichts Übernatürliches“ feststellen können. Die zuständigen Ortsbischöfe von Mostar (Ratko Peric, zuvor Pavao Zanic) sprechen sich seit über 30 Jahren entschieden gegen die Glaubwürdigkeit der angeblichen Erscheinungen aus.

Um die Seelsorge in der Pfarrei Medjugorje und die pastorale Betreuung der Pilgerscharen hat es immer wieder Kompetenzstreitigkeiten zwischen örtlichen Franziskanern und charismatischen Gruppen einerseits und dem Ortsbischof andererseits gegeben. Die Leitung des Franziskanerordens in Rom, der Diözesanbischof von Mostar und der Vatikan haben wiederholt versucht, mit Disziplinarmaßnahmen ein Mindestmaß an Ordnung in das Geschehen einzubringen.

Kardinal Joseph Ratzinger erinnerte als Präfekt der Glaubenskongregation am 23.5.1990 erneut an das bereits erlassene Verbot amtlicher Wallfahrten nach Medjugorje; demnach sei die Organisation von offiziellen Pilgerfahrten nach Medjugorje untersagt und darüber hinaus (…) das Organisieren von Pilgerzügen und anderen religiös motivierten Manifestationen für nicht erlaubt erklärt” worden.

Kardinal Franjo Kuharic stellte als damaliger Vorsitzender der jugoslawischen Bischofs-konferenz am 29.1.1987 klar: „Es ist nicht gestattet, Pilgerfahrten und andere Manifestationen zu organisieren, die dadurch motiviert sind, daß den Ereignissen von Medjugorje ein übernatürlicher Charakter eingeräumt wird.“

Päpstlicher Gesandter schaltet sich ein

Der Erzbischof von St. Louis (USA), Robert Carlson, hat nun Mitte März 2015 eine Stellungnahme an seine Priester, Diakone und Gemeindemitarbeiter gesandt und ihnen untersagt, an den Marienvisionen des in Nordamerika lebenden Medjugorje-Sehers Ivan Dregicevic oder an anderen Pro-Medju-Veranstaltungen teilzunehmen. Dabei beruft sich der Oberhirte ausdrücklich auf die Glaubenskongregation in Rom. 1_0_744292

Der Erzbischof fordert dazu auf, diese Informationen auch dem katholischen Kirchenvolk mitzuteilen. Eine für den 18. März 2015 geplante Versammlung mit dem erwähnten Seher wurde aufgrund der vatikanischen Intervention abgesagt.

Es ist bereits das dritte Mal, daß die Kongregation für die Glaubenslehre den nordamerikanischen Bischöfe mitteilt, es sei weder Klerikern noch Laien erlaubt, an Pro-Medjugorje-Veranstaltungen teilzunehmen. Dies geschah auch im Februar und besonders deutlich im Oktober 2013:

Am 21.10.2013 richtete der päpstliche Gesandte für die USA, Nuntius Carlo M. Vigano, einen Brief an den Generalsekretär der amerikanischen Bischofskonferenz, Bischof Ronny Jenkins (Washington). Das Schreiben Erzbischof Viganos erfolgte im Auftrag des Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller.

Darin wird die Anweisung erteilt, daß „weder Geistliche noch Laien an Treffen, Konferenzen oder öffentlichen Feiern teilnehmen dürfen, bei denen die Echtheit der „Erscheinungen“ als glaubwürdig erklärt wird“. bischof

Bislang war es durch ein Dekret der Glaubenskongregation allein den Priestern untersagt, in amtlicher Funktion nach Medjugorje zu reisen oder Pilgerfahrten zu organisieren; sie durften lediglich als Privatperson dort hinfahren.

Die Ausweitung der Disziplinarmaßnahmen auch auf Laien (wenngleich vorläufig auf die USA begrenzt) verschärfte die bisherige kirchliche Regelung, zumal die vatikanische Verfügung nicht nur – wie zuvor – „offizielle“ Wallfahrten nach Medjugorje betrifft, sondern auch den Besuch sonstiger Pro-Medjugorje-Veranstaltungen, in denen eine himmlische Herkunft der „Erscheinungen“ vorausgesetzt wird.

Äußerer Anlaß für das vatikanische Einschreiten war eine angekündigte Vortragsreise des Medjugorje-Visionärs Ivan Dragicevic durch mehrere Kirchengemeinden in den USA. Während seiner Auftritte kam es mehrfach zu angeblichen „Life-Erscheinungen“ der Gottesmutter. Aufgrund der römischen Verfügung wurden die für Ende Oktober 2013 geplanten Auftritte Dragicevics kirchlich untersagt und damit verhindert.

Radio Vatikan meldete hierzu am 7. November 2013 folgendes:

Der Vatikan hat von US-Katholiken eine Distanzierung von angeblichen Marien-erscheinungen in Medjugorje verlangt. Laut CNA-Meldung vom Mittwoch erinnerte der päpstliche Nuntius Carlo Viganò in einem Schreiben an die US-Bischofskonferenz daran, dass es sich nach dem Urteil der Glaubenskongregation bei den Erscheinungen in dem bosnischen Ort nicht um Erscheinungen oder übernatürliche Offenbarungen handle.

„Daraus folgt, dass es Klerikern und Gläubigen nicht erlaubt ist, an Treffen, Konferenzen oder öffentlichen Feiern teilzunehmen, bei denen die Glaubwürdigkeit solcher ‚Erscheinungen‘ als gegeben vorausgesetzt wird“, zitiert der Pressedienst aus dem Brief. Vigano erklärt, er schreibe auf Bitten von Erzbischof Gerhard L. Müller, des Präfekten der Glaubenskongregation.“

Quellenangaben/Literaturhinweise:


Merkwürdiges aus Holland: Arbeitsamt finanziert Ausbildung zum „Hellseher“

Der Züricher „Tagesanzeiger“ berichtet am 20. Juni 2015 über einen seltsamen Skandal aus den Niederlanden, wonach das Arbeitsamt dort die Ausbildung zum Wahrsager finanziert.
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Unter dem Titel „Staatlich geförderter Aberglaube“ schreibt Redakteur Hugo Stamm zunächst darüber, daß das „Geschäft mit Esoterik und Aberglauben prächtig blüht“, was leider seit Jahrzehnten schon der Fall ist.

Doch was das holländische Arbeigsamt neuerdings bietet, geht selbst über das hinaus, was man an Kuriosa inzwischen gewohnt ist, denn es zahlt, wie die erwähnte Schweizer Tageszeitung meldet, „Arbeitslosen die Ausbildung zum «spirituellen Berater». „

Interessant ist daran zunächst der Hinweis, daß vermeintlich „übersinnliche“ Talente anscheinend auf ganz normalem Wege erlernbar sind: „Es braucht offensichtlich keine spirituellen oder paranormalen Fähigkeiten dazu“, schreibt Stamm  dazu.

Der zuständige Beamte soll laut „Tageszanzeiger“ erklärt haben: „Hellseher ist kein verbotener Beruf“  – uns ist freilich neu, daß es sich überhaupt um einen „Beruf“ handelt, jedenfalls nicht um einen seriösen, staatlich anerkannten…

Die Zeitung berichtet weiter:

„Ein spiritueller Anbieter schult nun die Arbeitslosen für 1000 Euro in einer Schnellbleiche um. Die Disziplin nennt das Unternehmen «Allgemeines paranormales Training». Dabei lernen die Arbeitslosen u.a., Karten zu legen und das Schicksal ihrer Klienten in einer Kristallkugel zu erkennen.“

Man fragt sich ernstlich, ob die dortigen Behörden noch alle Kugeln auf dem Christbaum haben!

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

 


Gottes Verheißung an Abraham: „Ich will segnen, die dich segnen“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Gen 12,1-9:

In jenen Tagen sprach der HERR zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde. Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen ehren. P1020947

Du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen – und verfluchen, die dich verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen.

Da zog Abram weg, wie der HERR ihm gesagt hatte, und mit ihm ging auch Lot. Abram war 75 Jahre alt, als er aus Haran fortzog.

Abram nahm seine Frau Sarai mit, seinen Neffen Lot und alle ihre Habe, die sie erworben hatten, und die Knechte und Mägde, die sie in Haran gewonnen hatten. Sie wanderten nach Kanaan aus und kamen dort an.

Abram zog durch das Land bis zur Stätte von Sichem, bis zur Orakeleiche. Die Kanaaniter waren damals im Land.
Der HERR erschien Abram und sprach: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land. Dort baute er dem HERR, der ihm erschienen war, einen Altar.

Von da brach er auf zum Bergland östlich von Bet-El und schlug sein Zelt so auf, dass er Bet-El im Westen und Ai im Osten hatte. Dort baute er dem HERRN einen Altar und rief den Namen des HERRN an. Dann zog Abram immer weiter, dem Negeb zu.