Helle Flecken und pyramidenförmiger Berg auf dem Zwergplaneten Ceres

Derzeit kreist die Raumsonde Dawn in einem Beobachtungsorbit um Zwergplanet Ceres und blickt aus 4400 Kilometern Höhe auf seine Oberfläche:

Aufnahmen mit der Kamera an Bord zeigen nun nicht nur weitere rätselhafte hellen Flecken, sondern auch einen pyramidenförmigen Berg, der in einem ebenen Gelände nach Schätzung der Wissenschaftler rund 5 km in die Höhe ragt.

Ceres

BILD: Rund 5 km ragt dieser pyramidenförmige Berg auf Zwergplanet Ceres in einer relativ flachen Region in die Höhe. Das Foto wurde am 14. Juni 2015 an Bord der Dawn-Sonde aus einer Höhe von 4400 km aufgenommen.

„Die doch beachtliche Anzahl an hellen Ablagerungen lassen vermuten, dass auf Ceres frisches Material an die Oberfläche gelangt. Auch der sehr steile Berg ist ein Beleg für besondere Aktivitäten in der Kruste“, sagt Prof. Ralf Jaumann, Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Wissenschaftler der amerikanischen Dawn-Mission.

Schon bei der Annäherung an Ceres, den die Dawn-Sonde am 6. März 2015 erreichte, faszinierten rätselhafte helle Flecken die Planetenforscher. Die Spannung stieg mit jeder weiteren Aufnahme, die die Kamera zur Erde sendete.

Eine Erklärung für diese stark reflektierenden Regionen auf der Oberfläche des Zwergplaneten konnte bisher noch nicht eindeutig gefunden werden  – u. a. Eis oder Salz könnten der Ursprung dieses Phänomens sein.

Am 5. Juni 2015 erreichte Dawn den „Survey Orbit“ in 4400 km Höhe und zumindest eines wird auf einer Aufnahme vom 9. Juni 2015 deutlich: Innerhalb eines Kraters mit etwa 90 km Durchmesser sind mindestens acht weitere helle Flecken zu erkennen. Sie befinden sich nahe eines besonders hellen Gebietes mit einem Durchmesser von rund neun Kilometern.

Aus welchem Material bestehen die weißen Flecken?

Mit Spektralmessungen wollen die Wissenschaftler während der Mission herausfinden, aus welchem Material die hellen Flecken bestehen.

Neben den hellen Flecken zeigen die Kamerabilder aber auch erstmals deutlich einen steilen, pyramidenförmigen Berg, aufgenommen am 14. Juni 2015. Er ragt rund fünf Kilometer aus einem relativ flachen Gelände auf Ceres heraus. Auch zahlreiche Krater haben in ihrem Mittelpunkt einen Berg.

Außerdem entdecken die Planetenforscher mehr und mehr Hinweise auf Aktivitäten an der Oberfläche des Zwergplaneten – dazu gehören fließförmige oder eingesunkene Strukturen sowie Hangrutschungen.

Ceres scheint damit mehr Überbleibsel ehemaliger und vielleicht vor kurzem entstandene Aktivität zu zeigen als Vesta, der Asteroid, den die Dawn-Sonde von Juli 2011 bis August 2012 erkundete. „Ceres scheint durch viel komplexere geologische Prozesse geprägt worden zu sein, als bisher vermutet“, sagt DLR-Planetenforscher Prof. Ralf Jaumann.

Bis zum 30. Juni 2015 bleibt Dawn im Beobachtungsorbit und wird sich dann bis zum 4. August 2015 Ceres‘ Oberfläche bis auf 1450 km Entfernung nähern. Dann wird sich auch die Auflösung der Kamerabilder von bisher 410 Meter pro Bildpunkt auf 140 Meter pro Bildpunkt verbessern.

Das DLR-Institut für Planetenforschung verfeinert mit diesen Daten das bereits erstellte dreidimensionale Höhenmodell des Zwergplaneten.

Quelle: http://www.dlr.de/dlr/presse/desktopdefault.aspx/tabid-10172/213_read-13989/year-all/#/gallery/19789

Foto: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA


Warum die Einführung der Homo-Ehe zur Religionsunterdrückung führen würde

Mathias von Gersdorff

Wer der Meinung war, das Zeitalter der Ideologien sei mit dem Untergang des Sowjet-Kommunismus beendet, wird eines Besseren bzw. Schlechteren belehrt: 0653a-bildungsplan-demo-1-2-1448b12b252812529

Einer Verbindung von zwei Menschen gleichen Geschlechts den Namen Ehe zu geben, was seit eh und je etwas ganz anderes bedeutet hat, ist schlichtweg ideologische Verblendung.

Mehr noch, es ist ein ideologisch gesteuerter Wille, eine grundlegende Institution  –  die Familie  – , die von Anbeginn der Menschheit existiert und die grundlegend für das normale Zusammenleben der Menschen ist, mutwillig zu zerstören.

Erstaunlich in dieser Hinsicht ist, wie sich die beiden großen Kirchen in Schweigen hüllen. (Die Deutsche (katholische) Bischofskonferenz hat sich immerhin in einer Pressemitteilung dagegen ausgesprochen, aber nicht weiter versucht, Einfluss in der öffentlichen Debatte zu gewinnen). Sie scheinen die Gefahren für sich nicht zu sehen oder nicht sehen zu wollen  – und diese sind durchaus groß. b (8) - Kopie
Käme es nämlich zu einer Öffnung der Ehe, würde dies zwangsläufig zu einer Unterdrückung oder gar Verfolgung von Kirche und Religion führen. Das wäre unvermeidlich, denn der Abschluss einer Ehe hat Folgen in vielen Rechtsgebieten, wie etwa Familienrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht usw. Falls die Öffnung der Ehe für Homosexuelle durchgesetzt wird, würde es dazu führen, dass ein einziges Wort (Ehe) zwei völlig unterschiedliche Dinge meint, je nachdem, ob man die zivile oder die kirchliche Bedeutung des Wortes annimmt. Es würde also ein Druck auf die Kirchen entstehen, sich der zivilen Bedeutung anzupassen.

Doch nicht nur das: Die Öffnung der Ehe für Homosexuelle hätte die Änderung von Hunderten, wenn nicht gar Tausenden von Gesetzen zur Folge. Alle Gesetze, in denen die Ehe irgendeine Rolle spielt, würden automatisch eine völlig neue Bedeutung erhalten, wie etwa Adoptionsrecht, Krankenversicherung, Erziehungsrechte, Altersversorgung usw.

Kirchliche Einrichtungen würden vor einem Dauerdilemma stehen. Kölner Dom 12-2010

Noch konnten die Kirche bislang ihre Sonderstellung in Deutschland verteidigen, so dass zum Beispiel Angestellte im kirchlichen Bereich besonderen Regelungen unterworfen sind. Doch die Offensive gegen diese Kirchenprivilegien wird immer stärker. Ihre (partielle) Abschaffung wird inzwischen von Grünen, Linken und FDP gefordert.

Abgesehen davon, schwindet in der Gesellschaft das Verständnis für diese kirchliche Sonderstellung. Selbst bei unveränderten rechtlichen Bestimmungen würde es den Kirchen zunehmend schwer fallen, Akzeptanz zu finden. 

Eine Zusammenarbeit zwischen kirchlichen und staatlichen Einrichtungen in etlichen Feldern wird sowieso nicht mehr möglich sein, es sei denn, die christlichen Kirchen passe sich den Umständen noch mehr an, als bislang schon geschehen  – und geben ihr christliches Profil endgültig preis.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und die Webseite „Kultur und Medien online“


AfD kritisiert den Fünf-Präsidenten-Bericht wegen EU-Regulierungswut

Der AfD-Europaabgeordnete Bernd Kölmel hat den heute publik gewordenen Fünf-Präsidenten-Bericht zur weiteren Vertiefung der EU scharf kritisiert. Kölmel hierzu: „Die EU will krisenfester werden und öffnet mit solchen vermeintlichen Lösungen der Krise erst recht Tür und Tor.“ untitled

Wenn die Chefs der EU-Kommission, EZB (Europäische Zentralbank) und Co. in ihrem Papier noch mehr Kontrolle über Haushalte und noch weniger Souveränität der Nationalstaaten forderten, setzten sie damit in ihrer Regulierungswut die völlig falschen Akzente: Gerade vor dem Hintergrund der andauernden europäischen Krise zeigt sich doch, dass wir mehr Subsidiarität brauchen und eben keine Gleichmacherei wie im Sozialismus.“ 40323-90x80

Europas Vielfalt bringe eben auch mit sich, dass die nationalen Regierungen jeweils passgenau unterschiedliche Konzepte für ihre Volkswirtschaften entwickeln müssten, statt wichtige Kompetenzen hierfür nach Brüssel abzugeben.

„Stattdessen haben wir einen Regulierungsbedarf an ganz anderer Stelle“, sagte Kölmel mit Blick auf den Schuldenstreit mit Griechenland. „Insbesondere wenn es darum geht, einzelnen europäischen Mitgliedstaaten eine geordnete Insolvenz zu ermöglichen.“

Da diese aber fehle, wird heute in der Europäischen Zentralbank (EZB) abermals über eine Erweiterung der Nothilfekredite an Griechenland beraten. „Dies wäre nicht nötig, wenn die EU an dieser Stelle ihre Hausaufgaben gemacht hätte. Wir brauchen wir daher eine gezielte und intelligente  Regulierung nur dort, wo sie auch tatsächlich notwendig ist“, so Kölmel.

 


Kambodscha: 35 Märtyrer, Priester und Laien, auf dem Weg zur Seligsprechung

In Kambodscha wurde auf diözesaner Ebene der Prozeß für die Seligsprechung von 35 Märtyrern eröffnet, die während der Christenverfolgung des kommunistischen Pol-Pot-Regimes und der Roten Khmer ermordet wurden. 131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c

Dies berichtet der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke für Laos und Kambodscha, Pater Gustavo A. Benitez. Die 35 Märtyrer stammen aus Kambodscha, Vietnam und Frankreich.

“Es handelt sich um den kambodschanischen Bischof Joseph Chhmar Salas und 34 Gefährten, darunter Priester, Laien, Katecheten und Missionare der Gesellschaft der Außenmissionen von Paria (MEP)”, so der Nationaldirektor.

Der feierliche Gottesdienst zur Eröffnung des Prozesses fand bereits Anfang Mai in Tangkok, in der Provinz Kompong Thom statt und wurde vom Apostolischen Vikar von Phnom Penh, Bischof Schmitthaeusler MEP, im Beisein vieler Gläubigen, Priester und Missionare aus ganz Kambodscha zelebriert. media-FZMqzvujo1V-2

“Mit Prozessbeginn wurde eine Kommission geschaffen, die alle Dokumente zum Tod der 35 Märtyrer sammeln wird“, so Pater Benitez. Die Eröffnung des Prozesses sei ein „wichtiger historischer Moment, denn er wird den Kambodschaner dabei helfen, sich mit der Bewältigung der eigenen Geschichte und ihren Wurzeln zu befassen”.

Doch vor allem sei der Prozess auch „von spirituellem Wert: die Kirche in Kambodscha, deren Einrichtungen und Mitarbeiter vernichtet wurden, darf heute wieder leben und wachsen”.

„Im Hinblick auf die Situation der kambodschanischen Kirche vor, während und nach dem Pol Pot-Regime, wissen wir, dass diese wenigen Christen und mutigen Märtyrer dafür gesorgt haben, dass das Licht des Glaubens nicht erlischt. Die göttliche Gnade hat auch in diesen finsteren Jahren gewirkt und aus dem Blut dieser Märtyrer entsteht heute die Kirche neu”, so P. Benitez abschließend.

Quelle: Fidesdienst


Regensburg: Bischof Voderholzer weiht drei junge Männer zu Priestern

Am kommenden Samstag, den 27. Juni 2015 weiht Bischof Rudolf Voderholzer (siehe Foto) durch Gebet und Handauflegung drei junge Männer zu Priestern. 
Bischof Rudolf Voderholzer gehend

Die Weihefeier beginnt um 8:30 Uhr im Regensburger Dom St. Peter. Alle Gläubigen sind zur Mitfeier recht herzlich eingeladen. Die Priesterweihe ist der Höhepunkt der Wolfgangswoche.

Um 15 Uhr findet in der Basilika St. Emmeram mit Weihbischof Dr. Josef Graf, zusammen mit den Neupriestern, eine Dankandacht statt, bei der die Neupriester den Primizsegen erteilen werden.

Den Abschluss dieses Festtages für die ganze Diözese bildet die Dankvesper in der Schottenkirche St. Jakob um 18.30 Uhr, ebenfalls mit Erteilung des Primizsegens.

Bereits am Vorabend, am Freitag, den 26. Juni 2015, wird zur geistlichen Einstimmung auf die Priesterweihe um 20 Uhr in der Schottenkirche St. Jakob die Vigilfeier eröffnet. Prediger ist der Spiritual des Priesterseminars St. Wolfgang, Weihbischof Dr. Josef Graf.

Die ganze Nacht über bis 6.30 Uhr werden die Priesterseminaristen in stiller Anbetung Gebetswache für ihre Brüder halten, die am Morgen das Sakrament der Priesterweihe empfangen. Die Jakobskirche bleibt in dieser Nacht geöffnet. Alle Gläubigen sind zum Gebet herzlich eingeladen.

Die diesjährigen Weihekandidaten sind:
Karolczak, Adam, aus der Pfarrei St. Marien, Sulzbach, geb. am 20.01.1985, in Gdingen (Polen)
Popp, Martin, St. Leonhard, Leonberg, geb. 15.12.1988, in Burglengenfeld Heimatort: Maxhütte‐ Haidhof
Bernhard, Pastötter, C.R.V. St. Martin, Saaldorf, geb. 9.1.1987, in Freilassing Heimatort: Saaldorf‐Surheim, Landkreis Berchtesgadener Land

Quelle (Text/Fotos): Bistum Regensburg