Kommunistisches Kuba: IGFM beklagt Massenverhaftungen vor dem Papstbesuch

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurden am vergangenen Sonntag insgesamt mehr als 220 Bürgerrechtler willkürlich verhaftet, um Protestmärsche der christlichen Bürgerrechtsorganisation Damen in Weiß für die Freilassung aller politischen Gefangenen zu verhindern. RTEmagicC__christenverfolgung_01.jpg

Mindestens 50 „Damen in Weiß“ wurden festgenommen, darunter auch ihre Sprecherin Berta Soler und deren Ehemann, der ehem. politische Gefangene Ángel Moya Acosta.

Weitere 88 Bürgerrechtler, unter ihnen auch der Leiter des unabhängigen Menschenrechts-Projektes „Estado de SATS“ Antonio Rodiles, wurden inhaftiert, weil sie die Protestmärsche der Damen in Weiß unterstützten.

Die IGFM sieht als Hintergrund für die kurzzeitigen Verhaftungen den für September 2015 geplanten Besuch von Papst Franziskus auf der Insel. „Dieses willkürliche Vorgehen des Castro-Regimes zeigt die Angst von Raúl Castro vor den Protestmärschen der Damen in Weiß“, so IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

„Großangelegte Proteste der Bürgerrechtlerinnen während des Papstbesuches im September könnten dem internationalen Ansehen Kubas weiter schaden, daher versucht das Regime, diese im Vorfeld zu verhindern.“

Lessenthin erinnert in diesem Kontext an die Verhaftungswelle gegen die Bürgerrechtler, die im März 2012 den Besuch von Papst Benedikt XVI. auf Kuba überschattete.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba: www.menschenrechte.de/kuba



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