Das Portal der Dt. Bischofskonferenz agitiert gegen christliche Konservative

Von Felizitas Küble

Unter dem Titel „Schockierende Beobachtungen“ veröffentlichte „Katholisch.de“, das amtliche Portal der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, am 26. Juni 2015 ein Gefälligkeits-Interview von Michael Kniess mit Sonja Angelika Strube.

Die linkskatholische Publizistin versteht sich offenbar als Expertin gegen Rechtsextremismus und veröffentlichte kürzlich ein Buch, das sie wohl gerne auf diesem Wege bekanntmachen möchte.  pc_pi

Der Untertitel des Beitrags auf „Katholisch.de“, der sowohl katholische wie evangelische Konservative massiv verunglimpft, läßt bereits tief blicken: „Theologin Sonja Strube über christliche Verbindungen in die rechte Szene“

Der von ihr herausgebrachte Sammelband lautet: „Rechtsextremismus als Herausforderung für die Theologie“.

Es wird also kräftig die „braune Keule“ gegen theologisch bzw. politisch konservative Christen geschwungen, wobei zwischen „rechts“ und „Rechtsextremismus“ ohnehin nicht sauber getrennt wird, obwohl dies zum einfachsten ABC der Fairneß gehören würde.

Das auf „Katholisch.de“ publizierte Gespräch mit Strube ist anscheinend identisch mit jenem Interview, das in der aktuellen Ausgabe der Freiburger Bistumszeitung „Konradsblatt“ veröffentlicht wurde.

Die schein-intellektuellen, in ein vermeintlich „wissenschaftliches“ Gewand verpackten Ausführungen der Autorin stecken voller Vor- und Fehlurteile, sind undifferenziert und weitgehend haltlos bzw. gehaltlos. 

Dazu haben wir in unserem gestern veröffentlichten Artikel bereits alles Notwendige klargestellt: https://charismatismus.wordpress.com/2015/07/01/freiburg-konradsblatt-stellt-konservative-christen-unter-extremismus-verdacht/

 

 


9 Kommentare on “Das Portal der Dt. Bischofskonferenz agitiert gegen christliche Konservative”

  1. Johannes sagt:

    Das Niveau von katholisch.de sinkt leider immer mehr ab, wie dieser Beitrag zeigt. Wie kann man zu einem Interview eine sog. Theologin einladen, die doch ohne Gehaltverlust auch durch einen politisch-korrekten Sprücheautomaten ersetzt werden könnte?

    Weiter geht es hier:

    https://kircheninterna.wordpress.com/2015/07/19/katholisch-de-interview-mit-einem-spruechautomaten/

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    • Sorge sagt:

      ich danke Ihnen von Herzen, Herr Johannes. Ihre Zeile-für-Zeile-Analyse tut mir wirklich gut.
      Man sieht, wie groß die Verwirrung der Sprache ist, so brauchen wir mehr Menschen wie Sie, die den sprachlichen Schwindel ans Tageslicht bringen. Vielen Dank nochmals!

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  2. Sorge sagt:

    Ich erinnere mich an die siebziger Jahren, als ich noch Studentin an der Universität von Kalifornien in Berkeley war, dort war wahrlich eine Hochburg der Hippie-Bewegung. Als frisch getaufte Katholikin, nach 16 Jahren Leben in der Katholischen Kirche mit sehr besonnenen, frommen, lebensfrohen und bodenständigen italienischen Nonnen, hatte ich die Szene in Berkeley sehr kritische beäugt.
    Damals lernte ich die heimtückische Verwendung der Wörter wie: Liebe, Toleranz, Barmherzigkeit, Großzügigkeit, Freiheit, liberal, zeitgemäß, Selbstverwirklichung etc. kennen.
    Es ist fast vierzig Jahr her, aber es hat sich diese heimtückische Verwendung wenig geändert.

    Auch wenn wir überzeugt sind: Deo caritas est, ist die Liebe Gottes für uns durch Jesus Christi, welche eine Gegenliebe von uns verlangt, sehr wohl mit einer Bedingung versehen:
    „Wenn ihr mich liebt, so haltet meine Gebote.“ (Joh 14,15ff.) Nicht mehr, nicht weniger.

    Und Seine Gebote sind nicht multiple choice, die man je nach Epoche oder Mentalität als „nicht mehr zeitgemäß“ ummodeln oder als „realitätsfern“ streichen könnte. Seine Gebote sind nicht etwa reine Theorien, die in der Praxis nur schwer umsetzbar sind und deshalb von Zeit zu Zeit „aktualisiert und den Umständen nach angepasst“ werden sollen.
    So verstehe ich die Katholische Kirche als Hüterin dieses Glaubensgutes. Sie muss sie so weitergeben, wie Jesus ihr dies anvertraut und sie beauftragt hat. Es gibt keinen Grund, warum man Seine Gebote unserer Schwachheit und Sündhaftigkeit anpassen sollte. Im Gegenteil, je verfallener Sitte und Moral sind, umso mehr müssen Seine Gebote in originaler Klarheit und Stärke verkündet werden. Sonst gehen wir wirklich vor die Hunde.

    Es darf nicht vergessen werden, dass Jesus auch verlangt hat:
    „Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Mt 5,48)

    Katholisch-Sein ist für mich ein Leben in der Katholischen Kirche und so gut ich kann – mit Hilfe Gottes, Seine Gebote einzuhalten und Seine Lehre und Botschaft zu beherzigen – ob gelegen oder ungelegen, genehm oder unangenehm.
    Da ich noch weit von der Vollkommenheit entfernt bin, fällt mir das Katholisch-Sein bisweilen sehr schwer. (Und das hatten auch die Hl. Teresa von Avila und die Sel. Mutter Theresa zugegeben.) So verstehe ich die Barmherzigkeit Gottes so: dass Er Geduld mit mir hat, gerade in dem wiederholten Versuch, Seine Gebote zu halten, und doch wiederholt versage. Seine Barmherzigkeit besteht nicht darin, alle meine Taten abzusegnen, weil ich (sowieso) so bin, wie ich bin…

    Eine andere (scheinbar paradoxe) Aussage heißt: Man ist vollkommen frei, wenn man sich dem Willen Gottes vollkommen hingibt.
    Aber das hat eben Jesus uns beigebracht, was wir Katholiken täglich beten, wenn auch – unbewusst – mit Vorbehalt:
    „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden.“ – Wie es im Himmel geschehen ist, das ist der Maßstab für uns auf Erden.

    Ich will hier nur ein paar Beispiele darstellen, wie man die Sprache und Begriffe so benutzen kann, so dass man gleichzeitig Hoffnung erwecken und doch Vorurteile äußern kann. Darum:
    „Prüft alles und behaltet das Gute!“ (1 Thess 5,21)

    Vielleicht könnte man mir nun vorwerfen, dass meine „katholische“ Welt sehr eng angelegt ist, voller Urteile und Verurteilungen… genau wie Frau Sonja Strube es dargestellt hat….

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  3. "GsJC" sagt:

    „Nichts weiter als plumpe und dümmliche Effekthascherei!“

    Solch dramatisierenden Überschriften – “Schockierende Beobachtungen” – zeigen auch, welch engen Wahrnehmungshorizont solche Theologen haben, die sich noch dazu auf offiziellen kirchlichen Seiten ausbreiten dürfen.

    Dagegen ist nachstehendes Urteil wirklich schockierend und machte mich nahezu fassungslos.

    Zitat F.A.Z. v. 25.03.2014

    Empörung über Urteil Kultureller Rabatt für „Ehrenmord“

    Ein Deutsch-Afghane, der seine schwangere Ex-Freundin hinterrücks erstochen hat, bekommt eine Art Rabatt. Er habe sich „aufgrund seiner kulturellen und religiösen Herkunft in einer Zwangslage befunden“, sagen die Richter.

    Zitat Ende

    Quelle:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/staat-und-recht/empoerung-ueber-urteil-kultureller-rabatt-fuer-ehrenmord-12863670.html

    ————-

    Vielleicht sollten konservative katholische Kreise verstärkt darauf hinweisen, dass wir uns im eigenen Land – aufgrund unserer kulturellen und religiösen Herkunft – ebenfalls in einer Zwangslage befinden und weiterhin friedlich für diese Werte eintreten werden.

    mfg

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  4. Sorge sagt:

    Ich habe immer Schwierigkeiten, zu verstehen, warum Typen wie Frau Strube noch „katholisch“ bleiben. Was ist so attraktiv an der Katholischen Kirche, dass sie „katholische Theologin“ ist? Oder hat sie ein Sendungsbewusstsein: die Katholische Kirche ist reformbedürftig? Die Reformation von Luther – „eine Wunde, die bis heute noch nicht geheilt ist…“ so der Hl. Papst Johannes Paul II.- ist ihr nicht ausreichend.
    Die subtilen Argumente, die Formulierungen und Vergleiche, die Anwendung von bestimmten Adjektiven geben mir sehr stark den Beigeschmack von Teufelswerk: durch die Sprache Verwirrung im Denkvermögen des Durchschnittsmenschen zu stiften.

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  5. "GsJC" sagt:

    Zitat Frau Küble

    Die schein-intellektuellen, in ein vermeintlich “wissenschaftliches” Gewand verpackten Ausführungen der Autorin stecken voller Vor- und Fehlurteile, sind undifferenziert und weitgehend haltlos bzw. gehaltlos.

    Zitat Ende

    Habe mir den Text auf „katholisch.de“ soeben durchgelesen und stimme Ihnen zu!

    Das ist nicht mehr als viel undifferenziertes Geschwafel, wobei ich hoffe, dass die Autorin von ihren „extrem schockierenden Beobachtungen“ keinen bleibenden Schaden zurückbehält.

    mfg

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