Bistum Augsburg: Familienbund befürwortet Sensburg-Entwurf gegen „Sterbehilfe“

Kranke Menschen ver-sorgen, nicht ent-sorgen!

Der Familienbund der Katholiken im Bistum Augsburg lehnt jede Form der Beihilfe zum Suizid ab. Der Verband fordert ein klares Bekenntnis des Parlaments zur staatlichen Schutzpflicht für die unveräußerliche Würde des Menschen.

Pavel Jerabek, Vorsitzender des Familienbundes im Bistum Augsburg, erklärt: »Nur durch ein Gesetz, das für alle gleichermaßen gilt und nicht bestimmte Personenkreise wie Ärzte oder Angehörige ausnimmt, lässt sich einem Trend der Normalisierung der Suizidbeihilfe entgegenwirken.«   Patrick Sensburg

Ausnahmen für Ärzte und Angehörige würden es erleichtern, jemanden zur Selbsttötung anzustiften. Schon jetzt meinen alte, kranke und behinderte Menschen, sie müssten ihr Dasein in einer Leistungsgesellschaft rechtfertigen, weil sie niemandem zur Last fallen möchten. Im Übrigen ist die Grenze zwischen der Beihilfe zum Suizid und der Tötung auf Verlangen fließend.

BILD: Prof. Dr. Patrick Sensburg (siehe Foto) hat gemeinsam mit Thomas Dörflinger einen konsequenten Gesetzentwurf gegen die Beihilfe zum Selbstmord vorgelegt

Der Familienbund weist darauf hin, dass nach Erkenntnissen von Medizinern die Bitte um Beihilfe zum Suizid in den allermeisten Fällen nicht auf einer autonomen, frei verantwortlichen und selbstbewussten Entscheidung für den eigenen Tod gründe, sondern Ausdruck einer momentanen tiefen Verzweiflung oder von Angst sei – Angst vor großen Schmerzen, vor dem Pflegefall und vor dem Alleinsein: »Es geht darum, Menschen bestmöglich zu ver-sorgen  –  und nicht darum, sie zu ent-sorgen.«

Pavel Jerabek weiter: »Einen umfassenden Schutz vermag der Entwurf der Abgeordneten Patrick Sensburg und Thomas Dörflinger am besten zu gewährleisten.«

Quelle: http://www.bistum-augsburg.de/index.php/bistum/Verbaende/Familienbund/Aktuelles/Menschen-bestmoeglich-ver-sorgen-und-nicht-ent-sorgen-_id_100000



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