Birgit Kelle: „Stell dir vor, es gendert – und keiner macht mit!“

Mein persönlicher Held der Woche heißt Sebastian Zidek. Der Student an der TU Berlin hat vorgemacht, wie man dem Gender-Unsinn an deutschen Universitäten am besten begegnet: Man macht einfach nicht mit.
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Seine Arbeit im Seminar „Einführung in das Verkehrswesen“ sollte er nämlich laut einem Bericht von Telepolis in „gendersensibler Sprache“ verfassen.

Angeblich sei dies laut Richtlinie „BMFSFJ 2012“ eine Vorgabe seitens der Universität. Zidek widersprach. Selbst die latente Drohung, er bekomme eine schlechtere Note und „alles Diskutieren“ werde ihm nicht helfen, ließ er nicht auf sich sitzen und wandte sich an die Rechtsabteilung der TU.

Und siehe da, die ominöse Richtlinie „BMFSFJ 2012“ mit der angeblichen Verpflichtung zu unsinniger gendersensibler Sprache existiert gar nicht. Wissenschaftliches Arbeiten ist das einzige Kriterium, das für die Benotung zählt.

So einfach wäre es, wenn endlich alle Studenten aufwachen und sich ihren Professoren, „Profx“ oder „Professor_*Innen“ oder wie sie sonst noch gern genannt werden, einfach in diesem Punkt widersetzen. Stell dir vor, es gendert – und keiner macht mit.

Quelle und Fortsetzung des Artikels von Birgit Kelle hier: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/wehrt-euch/


USA: Dem Urteil pro Homo-Ehe folgt jetzt die Forderung nach der Poly-Ehe

Von Felizitas Küble

Unter dem Titel „Urteil zur Homo-Ehe inspiriert Polygamisten“ berichtet SPIEGEL-online am 3. Juli 2015 über neuere Bestrebungen in den Vereinigten Staaten zugunsten der rechtlichen Anerkennung der Mehrfach-Ehe.
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Dabei wird abschließend erwähnt, daß nicht allein die Zustimmung zur Homo-Ehe in den letzten Jahren rasant angestiegen ist, sondern  – wenngleich nicht im gleichen Ausmaß – auch die Akzeptanz der Polygamie: Waren es 2006 lediglich 5%, so sind es Umfragen zufolge heute bereits 16%. cropped-ZIM_5640
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Mit welcher Logik will ein Staat Bigamie und Polygamie auf Dauer weiter verbieten, wenn sein oberster Gerichtshof die traditionelle Definition, daß die Ehe eine Lebensverbindung eines Mannes mit einer Frau ist, bereits vom Tisch gefegt hat?  
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FOTO: Wird das klassische Ehe-Prinzip (Mann und Frau) aufgehoben, dann wird bald auch die Ein-Ehe hinterfragt
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Dieses bewährte Ehe-Prinzip bestand sowohl aus der Frau-Mann-Verbindung wie auch darauf, daß sich dabei ein Mann und eine Frau das verbindliche Ja-Wort geben.
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Wenn konservative Christen in der jetzigen Debatte um die Homo-Ehe kritisch darauf hinweisen, daß dieser Schritt auf kurz oder lang weitere Forderungen nach sich ziehen werde, werden sie nicht selten belächelt oder gar verunglimpft – offenbar durchaus zu Unrecht, wie der aktuelle Artikel des „Spiegel“ ungewollt klarstellt.

Kesseltreiben gegen die saarländische Ministerpräsidentin

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Wir erinnern an die massive Kampagne aus Medien und Politik gegen die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Besonders hartnäckig beteiligte sich hieran die SPD-Politikerin und Ministerin Manuela Schwesig. (Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/07/03/homo-ehe-ministerin-manuela-schwesig-spd-wettert-weiter-gegen-cdu-politikerin/)
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Der mitunter geradezu aggressive Feldzug gegen die CDU-Politikerin bezog sich auf folgende Ansicht, welche die Ministerpräsidentin in der aktuellen Debatte über die Homo-Ehe geäußert hat:
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„Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen.
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Hinsichtlich der sexuellen Inzucht unter Geschwistern fordert die „grüne Jugend“ schon seit Jahren die Abschaffung der Strafbarkeit.
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Der kinderreiche Amerikaner Nathan Collier, so schreibt der „Spiegel“, wolle nun endlich mit den zwei Frauen, mit denen er zusammenlebe, gleichzeitig verheiratet sein –  nicht nur mit seiner ersten Ehefrau.
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Er verweist auf die Aussagen des Richters Jon Roberts, der das Homo-Ehe-Urteil u.a. mit der Begründung ablehnt, bei Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe könnten Polygamisten „die gleichen Argumente anführen, die Homosexuelle für die Legalisierung der Homo-Ehe vorbrächten: Wenn ihnen das Recht zu heiraten vorenthalten werde, sei das respektlos und mache sie zu Bürgern zweiter Klasse.“
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Obwohl dieser Richter mit seiner Äußerung sowohl vor der Homo- wie vor der Poly-Ehe warnen wollte, wird sein Argument nun von jenen vereinnahmt, die ihrerseits das Recht auf die Mehrfach-Ehe fordern. Damit zeigen sich bereits jetzt genau jene Konsequenzen, auf die konservative Stimmen schon länger mahnend hinweisen.
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Felizitas Küble leitet ehrenamtlich das Christoferuswerk, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Deutschsprachiges „Radio Vatikan“ verbreitete irreführende Thesen zur Sexualmoral

Mathias von Gersdorff

Am 2. Juli veröffentlichte die deutsche Redaktion von Radio Vatikan einen Artikel unter dem Titel „Kirchliche Sexualmoral ist in Bewegung“ und verbreitet darin haarsträubende Thesen von P. Martin Lintner OSM zur Sexualmoral. Pater Lintner ist Provinzial der Tiroler Provinz des Ordens.

Radio Vatikan schreibt über dessen Vorstellungen zur menschlichen Sexualität:

Der Vorsitzende der „Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie“ begründete seine Einschätzung mit einem Wandel weg von einer naturrechtlich bestimmten „Aktmoral“, bei der jede einzelne sexuelle Handlung danach beurteilt wurde, ob diese der „Natur der Sexualität“ entspreche, hin zu einer bereits vom Zweiten Vatikanischen Konzil vertretenen Sichtweise, wonach „sexuelles Verhalten als leibliche Kommunikation“ zu gelten habe.“

Das ist inhaltlicher Unfug und überdies unverschämt, die Aussagen des 2. Vatikanums derart zu verdrehen, was zur Desorientierung der Gläubigen führen kann. Vat_Flagge

Auch P. Lintner missbraucht die von Papst Franziskus berufene Familiensynode, um eine Anpassung der katholischen Sexualmoral an die wirren Vorstellungen der „sexuellen Revolution“ der 1968er zu fordern:

Nicht zuletzt die Diskussionen während der außerordentlichen Bischofssynode vom Herbst 2014 sowie das jüngst veröffentlichte Arbeitspapier für die Familiensynode im Oktober 2015 zeigen laut Lintner ein „Umdenken“ im Umgang mit homosexuellen Menschen,“ heißt es im Text von Radio Vatikan.

Radio Vatikan bebilderte den Text mit einem schamlosen Foto, das niemals in einem katholischen Nachrichtendienst erscheinen dürfte. 

Die Proteste in katholischen Blogs und in den sozialen Netzwerken Twitter und Facebook blieben aber offenbar nicht ohne Erfolg: Der irreführende Text wurde von Radio Vatikan entfernt, was in linkskatholischen Kreisen bereits für Verärgerung sorgte. Aber hoffentlich freut sich unsereins da nicht zu früh, falls der strittige Artikel später wieder online gestellt wird.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und die Webseite „Kultur und Medien online“


Israel: „Durus“ gewinnt Auszeichnung und hilft arabischen Hochschulbewerbern

Wer in Israel studieren will, muss eine Aufnahmeprüfung bestehen. Schüler aus arabischen Schulen haben es oftmals schwer, weil die Tests auf Hebräisch sind und auch Themen behandeln, die nicht an arabischen Schulen unterrichtet werden.  Arabische Schüler (Foto: Durus)

Eine junge israelisch-arabische Firma bietet deswegen spezielle Vorbereitungskurse für arabische Schüler an – und das mit großem Erfolg.

Durus hat diese Woche den hochangesehenen Global-Fellowship-Preis gewonnen. Die bahnbrechende Arbeit des Unternehmens verbesserte deutlich die Ergebnisse der Hochschulzugangsprüfung arabischer Gymnasiasten.

In einem Interview mit der israelischen Zeitung „Jerusalem Post“ verriet der beduinische Gründer Fadi Elobra, dass er sich bereits 2008 in der Negev-Stadt Rahat bemüht, hätte, die Aufnahmetest-Ergebnisse zu verbessern.

Seitdem ist Durus expandiert und unterhält nun fünf akademische Einrichtungen in Haifa, Rahat, Nazareth, Sakhnin und auf den Golanhöhen.

Quelle und weiterer Text hier: http://www.botschaftisrael.de/2015/07/02/israelisch-arabische-kooperation-gewinnt-renommierten-global-fellowship-preis/

Foto: Duros