Auch evangelische Christen plädieren für eine Seligsprechung von Johannes Dyba

Von Felizitas Küble

Wie schon mehrfach berichtet, setzen sich viele namhafte Würdenträger in der katholischen Kirche und darüber hinaus zahlreiche Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Publizistik und Politik für eine Seligsprechung des am 23. Juli 2000 plötzlich verstorbenen Oberhirten von Fulda ein:  Bild in Originalgröße anzeigen

Erzbischof Johannes Dyba (siehe Fotos) war ein glaubensstarker und bibelfester Erzbischof, der auch von theologisch konservativen Protestanten viel Zuspruch erfahren hat.

Die Hälfte der Dankes-Post kam von Evangelischen

In Interviews betonte Dyba mehrfach, daß die Hälfte seiner „Fanpost“ von evangelischen Christen stammt. Tatsächlich war der Fuldaer Bischof vor allem in evangelikalen Kreisen überaus beliebt.

Das evangelische Nachrichtenmagazin IDEA-Spektrum zitierte ihn häufig, brachte ein ausführliches Interview mit ihm und veröffentlichte nach Dybas Tod einen ausgezeichneten Nachruf auf diesen guten Hirten, verfaßt von dem __Erzbischof_Dybaevangelischen Theologen und Buchautor Dr. Werner Neuer.

Auch der bekannte Missionstheologe Prof. Dr. Peter Beyerhaus   –  er ist gleichsam „Papst“ der deutschen Evangelikalen  –  würdigte den mutigen Erzbischof und seinen Einsatz für die unverkürzte Verkündigung biblischer Wahrheiten in seiner bekenntnisorientierten Zeitschrift „Diakrisis“.

Der evangelische Chemiker Dr. Hans Penner, schätzte Dyba ebenfalls sehr, wie er uns mitgeteilt hat. In seinem Einsatz gegen den „Beratungsschein“ in der EKD berief sich der em. Professor an der Fachhochschule Sigmaringen auf den Fuldaer Oberhirten.

„Ach, hätten wir doch auch einen Dyba!“

In evangelikalen Spektrum hörte man zu Lebzeiten Dybas recht häufig den sehnsuchtsvollen Stoßseufzer: „Ach, wenn wir doch auch einen Dyba hätten!“ 

Eine konservative evangelische Pressepublikation erklärte damals an ihrem Infostand auf der Frankfurter Buchmesse nicht ohne Stolz: „Wir sind die Dyba-Fraktion in der evangelischen Kirche!“

Kein Wunder also, daß auch protestantische Christen zu den Befürwortern einer Seligsprechung von Erzbischof Dyba gehören, darunter Konrad Badenheuer, Geschäftsführer der evangelikalen Verlages „Inspiration Un Limited“, früherer Chefredakteur der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“ (PAZ) sowie ehem. Redakteur des „Bayernkurier“.

Zu den Unterzeichnern gehören sodann Wolfram Ellinghaus, Vorsitzender des Kuratoriums „Deutscher Schulbuchpreis“ und Geschäftsführer des Verbandes LDEZ (Lernen für die deutsche und europäische Zukunft eV), Diego Leipnitz, Buchhändler und Vorstandsmitglied der CDL in Sachsen, der Naturwissenschaftler Dr. Bernd F. Pelz (Publizist für Unternehmens- und Führungsfragen).

Zudem die stellv. Landesvorsitzende (NRW) des BdV (Bund der Vertriebenen), Roswitha Möller, der Betriebswirt und Unternehmensberater Eberhard Schatz, der christliche Gewerkschafter Kurt Roßberg aus Kassel, der Veterinärmediziner Dr. Hartmut Kluge, sodann lutherische Ordensschwestern aus Schönebeck etc.  baby

Was hat diese bibelorientierten evangelischen Gläubigen so besonders an diesem katholischen Oberhirten fasziniert?

Es dürften vor allem diese drei Gründe sein:

1. Dyba hat sich unbeirrbar für das Wort Gottes und die Botschaft des Evangeliums eingesetzt und die göttlichen Gebote glasklar verkündet, „ob gelegen oder ungelegen“, wie Paulus dies auch von den Dienern des HERRN verlangte.

2. Dyba hat sich unermüdlich für das Lebensrecht der Kinder im Mutterleib eingesetzt, die katholische Kirche aus ihrer verhängnisvollen Einbindung in das staatliche Beratungssystem des §218 herausgeholt   – und er hat in seinem Bistum ein kirchliches Glockenläuten für die ungeborenen Babys am 28. Dezember eingeführt, also am liturgischen „Tag der Unschuldigen Kinder“, von Herodes einst ermordet in Bethlehem.

3. Dyba hat sich unerschrocken gegenüber Zeitgeist und Medien erwiesen, war zudem geistreich, oft schlagfertig und humorvoll, hat aber stets in der Sache Format und Festigkeit gezeigt.

Praktische TIPs für DYBA-Fans:

Auf der Internetpräsenz vom FORUM DEUTSCHER KATHOLIKEN, das zahlreiche kath. Verbände und Initiativen vertritt, findet sich ein DYBA-Seligsprechungs-Aufruf, der mit einer Online-Unterschriftensammlung verbunden ist: http://forum-deutscher-katholiken.de/aufruf/

Zugleich können jene Gläubigen, die bei Freunden, auf Tagungen oder vor der Kirchentür für Dyba Unterschriften sammeln, ein entsprechendes Formular ausdrucken: jenes Unterschriftenblatt unseres CHRISTOFERUSWERKS, das wir seit Jahren erfolgreich verwenden: http://www.medrum.de/files/Unterschriftenblatt%20Dyba.pdf

Felizitas Küble leitet ehrenamtlich das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt und seit vielen Jahren Unterschriften für eine Seligsprechung von Erzbischof Dyba sammelt

 


11 Kommentare on “Auch evangelische Christen plädieren für eine Seligsprechung von Johannes Dyba”

  1. Bischof Dyba ist zweifellos eine Persönlichkeit, nach der man sich orientieren, nach der man sich ausstrecken kann, und auf den man blicken sollte, wenn man gegen den Strom schwimmt.
    Seine Geradlinigkeit und seine Aufrichtigkeit waren gepaart mit bodenfesten Argumenten – und er hat sich einem immer aufrichtend in den Rücken gestellt, wenn man drohte, wegen allzu starken Gegenwindes umzukippen oder gar aufzugeben.
    Er war ein ganz besonderer, großer Hirte.

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  2. Jörn Brauns sagt:

    Dyba war für viele bekennende Christen, unabhängig von ihrer konfessionellen Orientierung, ein wahrer Leuchturm. Für mich – damals noch als Soldat – war er auch als Militärbischof ein Vorbild in seiner Haltung und in seinen Handlungen.

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  3. Osterglocke sagt:

    http://catholic-church.org/ao/dyba.html

    dieser Text über Johannes Dyba gefällt mir ganz gut.

    Bischof Algermissen ist auch ein sympathischer Mensch, aber er ist immer noch der „neue Bischof“, obwohl er in 2 Jahren dann auch 75 wird.

    Mal sehen, wer dann kommt.

    Johannes Dyba wollte (so habe ich gehört) keine Pastotalverbünde einführen und auch bei Bischof Algermissen gibt es Dinge, die er nicht einführen will.

    Frau Küble,
    haben Sie noch von jemand anderem aus Fulda gehört, dass er Dybakarten bestellen will?

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    • Guten Tag,
      ja, dieser Dyba-Nachruf von Guido Horst ist sehr fundiert und gut. Bislang hat außer Ihnen noch keiner aus Fulda oder Umgebung Dyba-Postkarten bestellt.
      Freundliche Grüße!
      Ihre Felizias Küble

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      • Osterglocke sagt:

        Da nehm ich die 200 Karten (waren ca. 20 Euro?) Die Adresse kennen sie ja.

        http://www.stadtpfarrei-fulda.de/fuldakatholischestadtpfarrei/Pfarrbrief/Sommerpfarrbrief-15.pdf

        Im Pfarrbrief stehen auch paar Worte von Cornelius Roth.

        Der Gottesdienst für Johannes Dyba ist am 23.07.2015 um 9.00 Uhr.

        Vielleicht leg ich die Karten ja in die Johanneskapelle, am Ende des Gottesdienstes stehen wir ja dort und dann kann ich ja auch welche verteilen oder am besten entscheid ich spontan.

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      • Guten Tag,
        ja, die vierfarbigen 200 Dyba-Postkarten kosten nur 20 Euro einschließlich Porto, die ich Ihnen gerne zusende. Danke für den Link zum Pfarrbrief. Leider ist die Gedenkmesse für Erzbischof Dyba schon seit Jahren sehr früh, so daß Leute von weiter auswärts kaum kommen können, ohne in Fulda übernachten zu müssen.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  4. Reichert sagt:

    Dyba war einfach authentisch! Heute, noch v i e l mehr als früher, bestimmt die Crew der zeit-
    geistigen Relativierer das Geschehen und die katholische Kirche ist für Otto Normalverbraucher kaum noch von den reformierten Gemeinschaften mit Ausnahme kleinerer
    bibeltreuer Gruppen, zu unterschieden. Man ist sich auch nicht zuschade, zusammen mit der
    EKD den 500.Jahrestag der Abspaltung Luthers von Rom unter dem Label Christustag zu
    begehen, obgleich die Botschaft unseres Herrn und Erlösers sie nur darin vereint, daß sie
    sie immer unverfrorener dem menschlichen Handeln unter dem verschwurbelnden Begriff
    Verheutigung anpassen. Da spielt Gott nur noch die zweite Geige als jemand,der nichts mehr
    von seinen Geschöpfen fordern darf, weil das als ein Eingriff in seine persönliche Freiheit
    angesehen wird.

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