Deutsch-israelischer Judenchrist übt Kritik am Atom-Abkommen mit dem Iran

Von Klaus Moshe Pülzkmpuelz

Die bombastische Ankündigung in den Medien, wonach der Nuklear-Konflikt mit dem Iran durch den Deal in Wien mit den 5+1 Mächten (USA, Rußland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) entschärft sei, gleicht einer Fata Morgana. Nur der oberflächliche Beobachter kann zu einem solchen fatalen Schluß kommen.

Für Israels Regierungschef Netanjahu handelt es sich dabei um einen historischen Fehler. Seiner Meinung zufolge sei die Welt dadurch noch unsicherer geworden. Daher fühlt sich Israel an dieses Abkommen nicht gebunden, weil damit die Gefahr einer Vernichtung ihres Staates keineswegs gebannt sei.

Denn in einer Zeit, wo noch immer auf Teherans Straßen die Fahnen der USA und Israels öffentlich verbrannt werden und Menschen  rufen: „Tod Amerikas“ und „Tod Israels“, kann von einem friedvollen Miteinander nicht die Rede sein.globe_germany

Irans oberster Herrscher, Ayatollah Chamenei, erklärte noch am 21. März 2013, daß ein solches Abkommen mit dem Westen in keiner Weise Irans aggressiver Politik im Wege stünde. Seinen Worten zufolge stellen die USA lediglich deren Arroganz zutage, und der Kampf dagegen würde auch durch ein Abkommen nicht geschmälert werden.

Bedenkt man dabei, daß der Iran mit Hassan Nasrallah von der Miliz-Armee „Hisb-Allah“ (Partei Allahs) ein Proxi Teherans ist, dann kann mit Fug und Recht gesagt werden, daß Teheran den internationalen Terrorismus in der Welt fördert und zwar auch mit dem Geld der USA, wenn der vorliegende Deal Zahlungen an den Iran für die nächsten 15 Jahre von 500 bis 700 Milliarden US-Dollar vorsieht.

Israels Premier verweist dabei auf jene Fehler, die einst die USA im Konflikt mit Nord-Korea betrieben, wo ebenfalls von Inspektionen deren Nuklear-Anlagen die Rede war, die zu nichts führten und letztendlich Nord-Korea zu einer Nuklearmacht verhalf.

Keinen Atom-Deal um jeden Preis

In Fragen, wo es um die Sicherheit eines Staates wie Israel geht und zur Einstellung eines weltweiten islamistischen Terrorismus, darf es keinen solchen Deal „um jeden Preis“ geben.

Nachdem es im vorliegenden Abkommen mit dem Iran heißt, daß nur ein Teil der militärischen Anlagen besichIGFM_Schariatigt werden dürfen und Inspektionen zudem 24 Tage im voraus bei den iranischen Stellen angemeldet werden müßten, ist es naheliegend, daß die Iraner weiterhin mit dem Westen Versteck spielen, denn nur überraschende Inspektionen könnten feststellen, ob sich die Iraner an die Abmachungen halten, wie den Abbau von Zentrifugen zur Urananreicherung.

Im Grunde genommen behält der Iran nach wie vor seine militärischen Stärke. Dieser Staat benötigt keine Untergrund-Anlage in Fordow. Israel war von den westlichen Verhandlungspartnern zugesagt worden, daß die Wiener Atombehörde IAEA sämtliche Angaben über Irans militärisches Programm offenlegen wird.

So benötigt das Mullah-Regime auch keinen Schwerwasser-Reaktor in Arak, mit dem Plutonium-Bomben hergestellt werden können. Über 300 Kg angereichertes Uran darf der Iran bevorraten. Auch für die Anlage in Fordow fordert der Vertrag keinen Abbau. 5.600 Zentrifugen in den Bunkern von Natanz dürfen in Betrieb bleiben. Ein Drittel dieser Zentrifugen dürfen Isotope anreichern.

Darüber hinaus darf Teheran Zentrifugen entwickeln, die 20 bis 25 Mal schneller anreichern können als die bisherigen, was die Zeit zur Herstellung einer Atombombe verkürzen würde. Auch Irans weitreichende Interkontinentalraketen mit einer Reichweite von 2000 Kilometern sind nicht Gegenstand des „Atomvertrages“.

Vertrauen gegenüber dem Mullah-Regime ist weltfremd

Zwar werden bei Vertragstreue die Wirtschaftssanktionen des Westens schrittweise aufgehoben, so daß es auch wieder mehr Erdöl exponieren kann, aber dies alles ist abhängig von Vertrauen bona fides, was leider von diesem Regime nicht zu erwarten ist, da es auch gegenüber dem sunnitischen Saudi-Arabien und anderen arabischen „Bruderstaaten“ feindselige Absichten verfolgt. 0022

Denn inzwischen wollen die Saudis nachziehen und ebenfalls Atomanlagen bauen, um sich gegebenenfalls gegen einen iranischen Aggressor verteidigen zu können. So wird der Nahe und Mittlere Osten zunehmend zu einem atomaren Pulverfaß werden, zumal auch die sunnitischen Staaten nicht an diesen zweifelhaften Deal mit dem Iran glauben.

Das Vertragswerk mit seinen 159 Seiten und 5 Beilagen sieht vor, daß erst am 15. Oktober Inspektoren der IAEA die militärischen Anlagen in Parchin besuchen dürfen, wo der Iran mit Nuklearmaterial experimentiert. Am 15. Dezember wird die IAEA darüber Bericht erstatten. In Natanz dürfen 5.060 Zentrifugen verbleiben.

Die tausende überschüssigen Zentrifugen müßten verschrottet werden, aber niemand weiß, wo diese in dem großen Land versteckt werden könnten. Nach Vertrag dürften die Iraner nur noch auf 3,67 Prozent anreichern; der Rest von 12 Tonnen angereichertes Uran müßte außer Landes gebracht werden, wobei sich dafür der Protegé Rußland anbieten wird, dem auch nicht zu vertrauen ist.

Nicht unerwähnt soll sein, daß amerikanischen Inspektoren der Zutritt zu Irans Atomanlagen verwehrt ist, da nur solche ausländischen Inspektoren geduldet werden, deren Staaten diplomatische Beziehungen mit dem Iran unterhalten. Dennoch gedenkt  Washington, seine Sanktionen gegenüber dem Iran aufzuheben.

Iran unterstützt den Terror von Hamas und Hisballah

Selbst die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton unterstützt die jüngste Übereinkunft mit dem Iran und meint noch, daß dadurch die arabischen Staaten sicherer leben würden. Daß der Iran auch die bekannten Terror-Regime „Hamas“ im Gazastreifen und die „Hisb-Allah“ im Südlibanon unterstützt, läßt Frau Clinton unbeeindruckt, obschon der Amtsinhaber Obama stets lauthals erklärte, einen atomaren Iran niemals zulassen zu wollen.

Nach der Koran-Sure 3,28 ist Verstellung (arab.: taqiyah) ein probates Mittel, Nichtmuslime (kuffarim = Ungläubige) über wahre Absichten im Unklaren zu lassen. Kein Terrorist oder selbsternannter suizidaler Selbstmörder, der sich als Märtyrer (arab.: Schachid) outet, wird zuvor seine wahren Absichten kundgeben.

Auch Verträge mit den „Ungläubigen“ sind  nach koranischem Gesetz null und nichtig. Da aber der Westen diese Politiker aus ihrer eigenen Projektion beurteilt, ist eine Einschätzung in deren Seriosität außerordentlich fragwürdig. Dies ist die eigentliche Crux, wenn man mit einem solch fanatischen Regime wie dem schiitischen Regime in Teheran Verträge aushandelt.

Unser Autor Klaus M. Pülz ist israelischer Publizist und messianischer Jude deutscher Herkunft. Er leitet den judenchristlichen Verein “Zelem” (www.zelem.de) und bringt die Zeitschrift “Bote Neues Israel” heraus.

 


5 Kommentare on “Deutsch-israelischer Judenchrist übt Kritik am Atom-Abkommen mit dem Iran”

  1. Reichert sagt:

    Der gottlose Westen betreibt gegen reine Lippenbekenntnisse den Verrat an all dem, was das Zusammenleben aufgrund des christlich-jüdischen Menschenbildes ermöglicht. Obama (…) agiert im Falle eines Falles als verängerter Arm des islams. Der im voraus mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Präsident hat bis heute nicht Guantanamo geschlossen, obwohl er das zu Beginn seiner ersten Wahl lauthals angekündigt hatte. Einen größeren Blender und bar jeder Seriosität agierenden Regierungschef hat Amerika selten erlebt. Andererseits kann man resummieren, man hat bekommen, was sich für nicht naive Zeitgenossen schon in der ersten Legislaturperiode abzeichnete. Dieser Mann
    ist keinen Pfifferling mehr an Vertrauen wert.

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    • Bernhard sagt:

      Ähh… Er hat bis heute Guantánamo nicht geschlossen, agiert aber als verlängerter Arm des Islam?

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    • Anonymous sagt:

      Und… wir „freuen“ uns jetzt schon auf den Republikaner, der dem Obama folgen wird. Dieser wird dann im Gegensatz zu Obama eine komfortable Mehrheit im Senat und Repräsentantenhaus haben. Sofort werden die Republikaner weltweit Krieg anfangen und dafür Unmengen Geld ausgeben können. Das nennen Sie dann seriös und vertrauenswürdig?

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      • Bernhard sagt:

        Dem muss ich zustimmen. Zwar ist Obama auch kein Unschuldslamm, was Krieg anbelangt; Republikaner tun das noch mit einer größeren Portion an Unverfrorenheit. Dazu kommt eine Politik für die Großkonzerne und die Reichen, eine allgemeine Ablehnung von sozialer Fürsorge und dem ungehinderten Zugang zu Waffen. Alles auch nicht weiter verwunderlich, aber dann kommen noch viele selbsterklärte „Christen“ an und verkaufen so eine Politik als christlich.

        Aus meiner Sicht sind beide Großparteien nicht wählbar, und ich bin froh, dass ich nicht Amerikaner bin.

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  2. Bernhard sagt:

    Es kann sein, dass dieses Abkommen den Iran nicht daran hindern kann, die Atombombe zu entwickeln. Ich bin technisch nicht kompetent, um diese Frage zu beantworten.

    Die andere Frage ist, werden Sanktionen den Iran daran hindern? Werden Sanktionen den Iran daran hindern, die Hamas und die Hisb-Allah (landläufig bekannt unter der Transkription Hisbollah) zu unterstützen? DAS anzunehmen, wäre doch eher weltfremd.

    Desweiteren halte ich es für bedenklich, einem Land zu verbieten, Atomenergie zu nutzen. Ich verstehe sehr wohl, dass das eine besondere Situation ist (und ich bin grundsätzlich gegen die Nutzung der Atomenergie, aber das ist ein anderes Thema), nur frage ich mich, wozu das in Zukunft führen wird, wenn der Westen jedem unliebsamen Land seine Forderungen diktiert.

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