Israel: Antike Teile einer Thora-Rolle entdeckt

Dank hochentwickelter Technologien konnten Teile einer Tora-Rolle (Altes Testament, Fünf Bücher Moses), die vor 1500 Jahren vollständig verbrannt wurde, nun entschlüsselt werden.

Das Schriftstück (siehe Foto) stammt aus dem Tora-Schrein einer Synagoge in Ein-Gedi. Die Entzifferung dauerte mehr als ein Jahr und brachte Verse vom Anfang des 3. Buches Moses (Levitikus) zutage.

Der seltene Fund wurde am Montag (20.7.15) auf einer Pressekonferenz in Jerusalem vorgestellt.

Die Schriftrolle war 1970 bei archäologischen Ausgrabungen, die von Dr. Dan Barag und Dr. Sefi Porath geleitet wurden, in der Synagoge von Ein Gedi entdeckt worden. Da sie jedoch stark verkohlt war, konnten die Experten sie weder konservieren noch entziffern.

Das „Familie-Lunder-Zentrum für die Konservierung der Schriftrollen vom Toten Meer“ der Israelischen Antiquitätenbehörde ermöglichte nun die Entzifferung. Das Zentrum nutzt die neusten und fortgeschrittensten Technologien, um die Schriftrollen vom Toten Meer zu konservieren und zu dokumentieren. 1403634115528

Mit der Radiokarbonmethode konnte die Schriftrolle von Ein Gedi in das 6. Jahrhundert n. Chr. datiert werden. Damit ist sie die älteste Schriftrolle mit Texten aus den fünf Büchern Moses seit dem Fund der Schriftrollen vom Toten Meer. Jene werden an das Ende der Zeit des Zweiten Tempels (1. Jahrh. v. Chr. bis 1. Jahrh. n. Chr.) datiert.

Dr. Sefi Porath, der die Tora-Rolle 1970 entdeckte, sagte:

„Die Entzifferung der Schriftrolle, die für uns 45 Jahre lang ein Rätsel war, ist sehr aufregend. Ein Gedi war während der byzantinischen Epoche (4. – 7. Jahrh. n. Chr.) ein jüdisches Dorf und besaß eine Synagoge mit einem außergewöhnlichen Mosaikboden und einem Tora-Schrein.

Die Siedlung wurde völlig niedergebrannt und keiner der Einwohner kam je zurück, um dort zu wohnen oder um die Ruinen nach wertvollen Besitztümern zu durchsuchen.

Bei der archäologischen Ausgrabung in der verbrannten Synagoge fanden wir neben den verkohlten Fragmenten der Schriftrolle einen bronzenen siebenarmigen Leuchter (Menora), die Geldkassette der Gemeinde mit rund 3500 Münzen, Öllampen aus Glas und Keramik und Gefäße mit Parfüm.

Wir wissen nichts über die Ursache des Feuers, aber die Spekulationen über die Zerstörung reichen von beduinischen Angreifern aus der Region östlich des Toten Meeres bis hin zu Konflikten mit der byzantinischen Regierung.“

Quelle: Israelische Antiquitätenbehörde, Israelische Botschaft in Berlin


W. Bosbach (CDU) lehnt Euro-Rettungspolitik ab und zieht Konsequenzen

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach ist von seinem Amt als Vorsitzender des Innenausschusses zurückgetreten. Er zog damit die Konsequenz aus der Entscheidung des Bundestags, Verhandlungen über weitere Finanzhilfen für Griechenland zuzustimmen. 40323-90x80

„Spätestens mit dem dritten Hilfspaket für Griechenland gehen wir mit Riesenschritten den Weg einer Transferunion. Und diesen Weg kann und will ich nicht mitgehen – nicht aus Bockigkeit, sondern aus Überzeugung“, sagte Bosbach bei einer Pressekonferenz in Bergisch-Gladbach laut Bild-Zeitung.

Es kann so, wie es in den letzten Monaten war, nicht weiter geben. Mit dem 22.9. lege ich meine Tätigkeit als Vorsitzender des Innenausschusses nieder und werde normaler Bundestagsabgeordneter bleiben.“

Daß sich Bosbach nicht vollständig aus der Politik zurückzieht, begründete er mit dem Willen seiner Wähler. „Würde ich mein Bundestagsmandat niederlegen, wären viele enttäuscht, die mich gerade wegen meiner Haltung in der Euro-Krise gewählt haben.“

Bosbach gilt seit längerem als einer der vehementesten Kritiker der Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung aus den Reihen der Union, wofür er intern teilweise heftig kritisiert wurde.

Bosbach hatte bereits mehrfach seinen Rücktritt angedeutet, da er es leid sei, immer mit seiner ablehnenden Meinung zur Eurorettungspolitik anzuecken.

Quelle: http://www.junge.freiheit.de


Wir sollen Gottes Wort nicht nur hören und aufnehmen, sondern Frucht bringen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Mt 13,18-23:

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hört, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet.
Immer wenn ein Mensch das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt alles weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde; hier ist der Samen auf den Weg gefallen. P1020947

Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt, aber keine Wurzeln hat, sondern unbeständig ist; sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird, kommt er zu Fall.

In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort zwar hört, aber dann ersticken es die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum, und es bringt keine Frucht.

Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt dann Frucht, hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.