Dreiste Schamlosigkeit von Staats wegen

Der kath. Publizist Dr. Alexander Kissler leitet das Kulturressort des Monatsmagazins CICERO; er schreibt in idea.de u.a. Folgendes über die „zunehmende Schamlosigkeit in der deutschen Öffentlichkeit“:

Wer sich in diesen Tagen einer deutschen Großstadt nähert, wird am Bahnhof von einem moralischen Imperativ empfangen: „Mach’s mit!“.  – Die Aufforderung ergeht von Plakatwänden herab an alle – Kinder und Greise, Frauen und Männer. Scannen0008 - Kopie

Mitmachen soll die Welt beim gummibewehrten Geschlechtsverkehr. Möglichst oft, gerne mit wechselnden Partnern gleichen oder anderen Geschlechts, immer aber mit Präservativ.

FOTO: Sittenlose staatliche Kondomwerbung schon in den 90er Jahren

So will es die Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Köln). Die Plakatgesichter strahlen und fordern den horizontalen Nachvollzug.

Auf dem Weg aus dem Bahnhof kommt der Reisende an Tafeln eines Lieferservices vorbei. Pizza wird angepriesen mit den Worten „Heute wirst Du flachbelegt!“, ein Nudelgericht mit „Isch will mit dir Penne!“.

Im Hotelzimmer läuft vielleicht nichtsahnend die FKK-Show von RTL, „Adam sucht Eva“, in der nackte Kandidaten sich über das Gewicht der männlichen primären und der weiblichen sekundären Geschlechtsorgane austauschen.

Wird Schamlosigkeit zum Normalverhalten?

Schamlosigkeit ist das von Politik wie Medien verordnete Normalverhalten. Natürlich, es gab Zeiten, in denen Schindluder getrieben wurde mit der Tugend der Scham, Zeiten, in denen ein Moralregime Schamhaftigkeit einklagte und Unterordnung meinte. Scannen0005

Und es gibt heute Kulturen, die zwischen Mann und Frau eine so scharfe Grenze ziehen, dass die eine sich verhüllen und der andere befehlen muss. In den westlichen Gesellschaften aber regiert die Schamlosigkeit ohne Rücksicht auf Verluste – und die Verluste können enorm sein.

Scham ist Frucht des Sündenfalls und insofern eine anthropologische Konstante. Scham resultiert aber auch aus der menschenfreundlichen Einsicht, dass wir nicht allein sind. Dass da immer jemand ist, in dessen Augen wir uns spiegeln. Wer sich schämt, dem ist es nicht egal, welches Bild er durch sein Tun und Reden erzeugt.

In der Scham erscheint uns blitzhaft, wer wir sind und wer wir zu sein hoffen – so der Philosoph Bernard Williams. Der Schamlose kennt nur sich.

Quelle: http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/publizist-deutschland-wird-immer-schamloser-83388.html

Fotos: KOMM-MIT-Verlag

 


Sind Ultraschalluntersuchungen für die Ungeborenen schädlich oder nützlich?

Von Dr. med. Edith Breburda

Gynäkologen in den USA warnen vor zu vielen Ultraschalluntersuchungen bei normalen Schwangerschaften. Milena Mrosovsky erzählt, dass sie mindestens ein Dutzend Ultraschalluntersuchungen hatte, als sie schwanger war: „Ich war glücklich über die vielen Bilder und klebte sie alle in mein kleines Album.“ Dr. Breburda

Solche Aussagen sind nicht ungewöhnlich für Eltern. Amerikanische Frauen lassen heute immer mehr Ultraschalluntersuchungen an ihren Ungeborenen durchführen. Sie posten die Bilder stolz auf Facebook oder anderen modernen Medienseiten.

Seit 2004 konnte man einen 92%-igen Anstieg dieser Untersuchungen beobachten. Jeder Besuch beim Arzt beinhaltet eine Ultraschalluntersuchung.

Experten warnen nun davor, dass es medizinisch nicht gerechtfertigt ist, bei einer risikoarmen Schwangerschaft so viele Untersuchungen durchführen zu lassen.

Im Mai 2014 machten verschiedene medizinische Gesellschaften, wie auch die Amerikanischen Gynäkologen und Geburtshelfer darauf aufmerksam, dass eine oder zwei Untersuchungen bei einer Schwangerschaft ohne Komplikationen genügen sollten.

„Ultraschall sollte für die kurzmöglichste Zeit und mit der geringsten Energiefrequenz an einem Ungeborenen angewendet werden, und auch nur dann, wenn es unbedingt nötig ist“, empfehlen die Fachleute.  luitgard5

Weniger Ultraschalltests wären besser

Daniel O’Keefe, Vizepräsident der Gesellschaft für Maternal-Fetal Medizin, beschreibt 2013 im medizinischen Journal Seminars Perinatology, dass 4 – 5 Ultraschalluntersuchungen übertrieben sind.

Wenn Frau Milena Mrosovsky dieses Wissen bei ihrer Schwangerschaft gehabt hätte, wäre sie nicht so naiv den Anweisungen ihres Doktors gefolgt. „Früher bestand man auf einer Untersuchung um die 20-igste Woche herum. Neuerdings empfiehlt man die 12. Woche. Leider lesen Ärzte nicht ihre Fachzeitungen“, bemerkt Dr. O’Keeffe.

Ob Ultraschalltests dem Fötus schaden, untersuchte man das letzte Mal 1992. Damals war die Dosierung, mit der die Apparate arbeiteten, viel geringer. Die Schallwellen, die letztendlich vom Körper des Ungeborenen reflektiert oder absorbiert werden, verwandeln sich in elektrische Impulse, die vom Ultraschallgerät verstärkt und auf einem Bildschirm dargestellt werden.

Wie man heute weiß, sind zu viele Mamogramme, Darmspiegelungen und andere medizinische Ultraschalluntersuchungen meistens gar nicht notwendig. Eltern sind jedoch begeistert, dass ihnen die moderne Technik einen Einblick in die Gebärmutter ermöglicht. Immer genauere Bilder müssen gemacht werden. Weil man wissen will, wie das Baby aussieht. Ob man dafür nun mehr Schallintensität benötigt und eventuell dem Kind schadet, interessiert keinen. DSC_0048

„Selbst Ärzte machen sich über die Sicherheit von pränatalen Ultraschalluntersuchung keine weiteren Gedanken. Krebs kann man davon nicht bekommen, es sei schließlich keine Röntgenstrahlung damit verbunden“, sagt Dr. Jacques Abramowicz von der Wayne-State-Universität.

Ärzte warnen Frauen, sie sollten keinen Alkohol zu sich nehmen, kein heißes Bad und Stress vermeiden, wenn sie schwanger sind.

Aber über die Sicherheit und Effizienz von Ultraschalluntersuchungen redet kaum ein Arzt. Man hofft, dass Frauen sich stärker an ihr Ungeborenes binden, wenn sie es sehen.

„Lernen sie Ihr Kind kennen, bevor es geboren wird“, wirbt die Firma General Electric auf ihrer Webseite. Sie verkauft ihre Maschinen nur an Gesundheitseinrichtungen. Einige Eltern drängen darauf, mehr von ihrem Kind zu sehen, als die Ärzte befürworten.

Andere Ärzte sind besorgt, irgend ein Detail über die Gesundheit des Ungeborenen übersehen zu können. Gynäkologen werden an erster Stelle herangezogen, wenn es um Kunstfehler geht. Oft wird dann behauptet, weitere Ultraschallbilder hätten Klarheiten gegeben. iStock_000014086034XSmall

Warnung vor einigen Geräten

Doch wie sicher sind die Apparate?  – Die Amerikanische Food und Drug Administration, die gleichbedeutend mit unserer Lebens- und Arzneimittelbehörde ist, warnte im Dezember 2014 vor einigen Ultraschallgeräten: „Sie erhitzen das Gewebe und verursachen die Bildung von kleinen Blasen.“

Die Langzeiteffekte, welche diese Maschinen ausüben, kennt man nicht. Einige Tierversuche an Hühnern und Mäusen lassen eine schädliche Auswirkung vermuten. Einige Neurowissenschaftler haben ungeborene Tiere Ultraschalluntersuchungen ausgesetzt.

Eine Studie der Yale Universität, die 2006 in den Proceedings of the National Academy of Science erschien, brachte neurologische Auffälligkeiten bei jungen Mäusen mit den Untersuchungen in Verbindung.

Australische Forscher beschrieben 2009 im International Journal of Developmental Neuroscience, Küken-Eier mit Ultraschall bestrahlt zu haben. Die Küken hatten nach ihrem Schlüpfen Gedächtnisstörungen. Ihre Lernfähigkeit lag hinter der von anderen Küken.

Die Universität von Washington berichtetet 2014 im Autism Research Journal von überaktiven Mäusen, die vorgeburtlich mit Ultraschall behandelt wurden. Dr. Pasko Rakic vom Nationalen Institute of Health untersuchte Affenhirne auf mögliche neurologische Folgen nach der intrauterinen Anwendung von Ultraschall.

Frank A. Chervenak, Direktor der Gynäkologie des New Yorker Presbyterian Krankenhauses ist der Überzeugung, dass ein oder zwei Ultraschalluntersuchungen bei einer normalen Schwangerschaft nicht überschritten werden sollten.

Eine Studie von 2012, die im Amerikanischen Journal of Obstetrics and Gynecology erschien, ergab, dass vermehrte Ultraschalluntersuchungen manchmal ein falsches Bild geben. Manchmal meint man das Ungeborene sei zu groß und man macht einen Kaiserschnitt, der gar nicht nötig gewesen wäre[1].

Auf Leben und Tod: Das Ehepaar Loretz und ihr Sorgenkind

Rebecca Loretz und ihr Mann Michael wollten immer eine große Familie. Doch als ihr zweites Kind durch einen Kaiserschnitt zur Welt kam, warnten die Ärzte vor weiteren Kindern. Die Narbe, die durch den Kaiserschnitt entstand, könnte einreißen, sagten sie. Die Eltern beachteten den Rat nicht.

Die medizinische Literatur beschrieb das Risiko mit nur einem Prozent. Das wollten die beiden gerne auf sich nehmen. Es folgten sechs weitere Geburten. Alle Kinder wurden durch Kaiserschnitt entbunden.

Nach dem 8. Kind dachten die Eltern, ihre Familie sei komplett. Und dann, im Mai 2013, erwarteten sie wieder ein Kind. „Das war wirklich eine Überraschung. Wir dachten diese Schwangerschaft würde wie alle anderen verlaufen“, sagte Michael. 

Die erste Ultraschalluntersuchung ergab, dass das Baby genau auf dem Narbengewebe der Gebärmutter implantiert war. Man sagte den Eltern, solch eine ektopische Schwangerschaft auszutragen käme einer Katastrophe gleich. Die Ärzte gaben dem Kind keine Chance. 

Es müßte abgetrieben werden, um das Leben der Mutter zu retten. Selbst Ethiker würden in so einem extremen Fall zustimmen, die Stelle der Gebärmutter zu entfernen, wo sich das Kind implantiert hat. media-389705-4

Normalerweise spricht man von einer ektopischen Schwangerschaft, wenn sich das Kind im Eileiter eingenistet hat. Der Eileiter kann sich nicht ausdehnen, wie die Gebärmutter. Er kann platzen, sobald das Kind grösser ist. Eine Operation würde aber auch unweigerlich den Tod des Kindes hervorrufen.

Theologen argumentieren, dass das Kind hierbei indirekt getötet wird. Die Ärzte bedrängten Rebecca, ihr neuntes Kind durch die Einnahme von Methotrexate abzutreiben. Es sollte also direkt getötet werden. Das sehr gläubige Ehepaar brachte das nicht über das Herz. Einen Plan B hatte das Krankenhaus nicht, weil noch nie eine Mutter in so einem Fall eine Abtreibung verweigert hatte.

Rebecca wurde in das Krankenhaus eingeliefert, um genauer beobachtet zu werden. Die Ärzte bedrängten die Mutter in den kommenden Tagen. Sie kamen alleine oder zogen andere Experten hinzu. Sie sollte das Leben des Babys endlich beenden, um ihr eigenes zu retten.

Ein Arzt sagte zu Michael: „Ihre Chance, am Ende der Schwangerschaft ein lebendes Baby in den Armen zu halten, ist gleich Null. Höchstwahrscheinlich stirbt auch ihre Frau. Ist es das, was Sie wollen?  – Sie wollen einfach nicht die Realität sehen und deshalb hören sie auch nicht auf den Rat der Experten.“

Erst nachdem den Ärzten klar wurde, dass sie das Paar nicht zu einer Abtreibung bringen konnten, sympathisierten einige Ärzte mit den Eltern und fingen sogar an, mit ihnen für das Ungeborene zu beten.

Bei der nächsten Ultraschalluntersuchung hörten sie, dass die Schwangerschaft fehldiagnostiziert worden war. Das Baby hatte sich nicht über der Narbe eingenistet, sondern im Muttermund. „Ist das besser?“, fragte Michael hoffnungsvoll. Er erinnert sich an die schmerzliche Antwort: „Nein. Im Grunde ist das noch schlimmer.“

Ein drittes Ultraschallbild, das viel später gemacht wurde, brachte dann dennoch Hoffnung. Es sah nur so aus, als ob das Baby im Muttermund eingenistet wäre. Aber es war in Wirklichkeit doch in der Gebärmutter. Nur eben sehr nahe an der Cervix.

Dies gab allen eine kleine Erleichterung, auch wenn die Beteiligten noch sehr besorgt blieben. Das Ehepaar gab zu, dass die Schwangerschaft sehr an ihnen zehrte. Nur das Wissen, dass viele Leute für Mutter und Kind beteten, half.A.L.Content_Was_wir_wollen

„Fünf Wochen war ich vor der Geburt im Krankenhaus. Die Ärzte hatte Sorge, meine Gebärmutter würde zerreißen. Ich betetet unentwegt, dass Gott mir dieses Kind schenkt. Nach einiger Zeit übergab ich mich in den Willen Gottes“, sagt Rebecca.

Am 1. November 2013 wurde die kleine Philomena nach einer vierstündigen Operation entbunden. Das Kind war volkommen gesund. Auch wenn es fast unmöglich schien, dass es überhaupt hätte geboren werden können.

Die Eltern beteten die ganze Zeit zur hl. Philomena und versprachen, ihrem Kind den Namen Philomena zu geben, wenn es ein Mädchen werden sollte. Während ihrer ganzen Ehe beteten sie, Gottes Willen folgen zu können und so großmütig wie möglich zu sein. Das brachte ihnen viel Kritik ein.

Michael war erstaunt als er in der Literatur fand, dass seit 1967 bereits 60.000 ähnliche Schwangerschaften zu 99.7% mit einer Abtreibung endeten. Ihr Fall wurde bei einem wissenschaftlichen Symposium präsentiert. Es wurde empfohlen, beim Vorliegen einer ektopischen Schwangerschaft mit einer Abtreibung länger zu warten und genauere Untersuchungen heranzuziehen[2].

Anmerkungen:

[1]Helliker Kevin: The case for fewer fetal scans. Obstetrics expert says frequent ultrasound in low-risk pregnancies aren’t medically justified. The Wall Street Journal, July 18-19, 2015

[2] Jalsevac John: Abort, or die: Pregnant with an ectopic pregnancy after 5 c-sections, this couple found a miracle. LifeSite, 17. July 2015

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).

INFOs über Breburdas bioethisches Sachbuch in Romanform: https://charismatismus.wordpress.com/2014/05/22/buch-tip-dr-edith-breburdas-profunde-neuerscheinung-zu-bioethischen-themen/

Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/

Berlin: CDU-Mitgliederbefragung ergibt eine Mehrheit gegen die „Homo-Ehe“

Hedwig von Beverfoerde

Der Berliner Landesverband der CDU hat seine Mitglieder zum Thema »Ehe für Alle« abstimmen lassen: Eine Mehrheit von 45% sprach sich voll gegen eine Öffnung der Ehe aus, 7% lehnten eine Öffnung „eher ab“, 35% waren ganz für eine Öffnung und 7% „eher dafür“. Die Beteiligung lag bei knapp 40 Prozent der rund 12.500 Mitglieder.  0000009131_2

Für Berlin – das als Hochburg der Homo-Community bekannt ist – ist das ein gutes Ergebnis.

Die für Umfragen sehr gute Beteiligung zeigt, daß den Bürgern das Thema wichtig ist und daß es sich keinesfalls um eine kleine schwindende Minderheit handelt, die die Ehe zwischen Mann und Frau für die einzig richtige Form von Ehe hält.

Falls Sie es noch nicht getan haben, unterschreiben Sie bitte unseren Appell an Angela Merkel »Ehe bleibt Ehe!« und verbreiten Sie die Petition auch in Ihrem Umfeld weiter.

Hier können Sie unsere Unterschriftenliste herunterladen und so in Ihrem Bekanntenkreis ebenfalls Stimmen für den Erhalt der Ehe sammeln.

Kurz nach Bekanntwerden des Berliner Ergebnisses ging ein regelrechter Shitstorm gegen die CDU los. Der Landeschef frageder Grünen, Daniel Wesener, beschimpfte die CDU als »reaktionären Verein«.

Linksparteichef Klaus Lederer wetterte, die CDU sei das »letzte Biotop konservativer Piefig- und Spießigkeit«. SPD-Oberbürgermeister Michael Müller sagte: »Als Regierender Bürgermeister dieses weltoffenen und toleranten Berlin bin ich erschrocken über das Ergebnis der CDU-Mitgliederbefragung«.

Auch die Befürworter der Homo-Ehe in der CDU zeigten sich sehr enttäuscht – man hatte ganz offensichtlich mit einem anderen Ergebnis gerechnet. Die mit großem Aufwand betriebene Eheöffnungs-Kampagne „Wir sagen Ja zur Ehe“ zeigte nicht den gewünschten Erfolg. 

So schnell wollen die Befürworter der Eheöffnung aber nicht aufgeben. Stefan Evers, Vizevorsitzender der CDU-Fraktion in Berlin, hat in einem Interview schon durchblicken lassen, daß in dem Ergebnis keinen Grund sehe, klein beizugeben: »Die rechtliche Gleichstellung von Lebenspartnerschaft und Ehe bleibt aber ein politisches Ziel der Berliner CDU. Ich bin zuversichtlich, dass wir dies nach der Sommerpause anpacken.«

Das offenbart ein eigentümliches Verständnis von Demokratie.


Baden-Württemberg: „Alternative für Deutschland“ kritisiert Gender-Ideologie

Einstimmiger Beschluß des Landesparteitags der baden-württembergischen AfD vom 26.7.2015:

Die Alternative für Deutschland fordert in Bezug auf Gender Mainstreaming / Gender Diversity (Gender-Ideologie) für Deutschland Folgendes: DSC_0199

  1. Gender Mainstreaming als durchgängiges politisches Leitprinzip in Form einer Querschnittsaufgabe staatlichen Handelns ist auf allen Ebenen unverzüglich und ersatzlos zu beenden, wobei sich diese politische Gesamtforderung im Einzelnen wie folgt begrün-det:
  2. Die Alternative für Deutschland hält die politisch-bürokratisch verordnete Nivellierung der Unterschiede zwischen Männern und Frauen für einen unzulässigen Eingriff des Staates in das private und gesellschaftliche Leben der Menschen, der überdies aus biologischen Gründen zum Scheitern verurteilt ist und eine Verschwendung von Steuergeldern darstellt.
  3. Die Alternative für Deutschland hält es für untragbar, dass Mütter, die sich ihren Kindern in Vollzeit widmen wollen, einem politischen und ökonomischen Druck ausgesetzt werden, eine Erwerbsarbeit aufzunehmen. Die AfD fordert deshalb die Beendigung aller Versuche, Frauen und Ehepaare in dieser Frage zu bevormunden.
  4. Die Alternative für Deutschland hält einen Sexualkundeunterricht für Kinder und Jugendliche, der „zu sexuellem Experimentieren ermutigen soll“, für einen sittenwidrigen Eingriff in die Kinderseelen und für eine schwerwiegende Beeinträchtigung der psychischen und physischen Entwicklung junger Menschen. 20140501 Demo für Alle Banner WordPress
  5. Die Alternative für Deutschland lehnt die fortschreitende Aushöhlung des Erziehungs-rechts von Eltern und dessen Übertragung auf den Staat als unvereinbar mit unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung sowie mit dem Subsidiaritätsprinzip ab.
  6. Die Alternative für Deutschland lehnt geschlechtsbezogene Quotenregelungen für alle Arbeits- und Lebensbereiche, aber auch jede Form der Quotierung nach anderen soziodemo-graphischen Merkmalen ab, da sie den Prinzipien der Chancengleichheit und des freien Wettbewerbs widersprechen.
  7. Die Alternative für Deutschland lehnt jegliche staatliche Propaganda – in Schulen, den Massenmedien oder im öffentlichen Raum – für bestimmte sexuelle Orientierungen oder Verhaltensweisen strikt ab. Die Förderung der klassischen Familie ist davon ausgenommen.
  8. Die Alternative für Deutschland setzt sich für eine Willkommenskultur für Un- und Neugeborene ein und wendet sich gegen alle Versuche, Abtreibungen zu bagatellisieren, sie staatlicherseits zu fördern oder sie gar zu einem „Menschenrecht“ zu erklären. 035_32A
  9. Die Alternative für Deutschland weiß sich in diesen Forderungen mit den ethischen Grundsätzen der großen Weltreligionen einig und lehnt es ab, diese auf dem Altar der pseu-do-wissenschaftlichen Gender-Ideologie zu opfern.
  10. Die Alternative für Deutschland fordert die ersatzlose Rücknahme aller Gesetze und Vorschriften im Sinne der Gender-Ideologie, wie – mindestens – der folgenden:
  • Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG)
  • Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
  • 4 Landeshochschulgesetz Baden-Württemberg u.v.m.

sowie die unverzügliche Einstellung sämtlicher einschlägiger Gesetzgebungsvorhaben.

  1. Die Alternative für Deutschland fordert den Entzug sämtlicher Steuer- und Fördermittel für genderideologische Maßnahmen, wie beispielsweise:
  • die Streichung aller Stellen für sog. „Gleichstellungsbeauftragte“ (früher: „Frauenbeauf-tragte“)
  • die Schließung aller sog. „Diversity Offices“

in allen öffentlich- und privat-rechtlichen Institutionen, sowie:

einen sofortigen Förderstopp für die sogenannten „Gender Studies“ an Hochschulen und Universitä-ten. Bestehende „Gender“-Lehrstühle sollen traditionellen Studiengängen zugeordnet und bei Aus-scheiden der Stelleninhaber nicht wieder nachbesetzt werden.

B e g r ü n d u n g :

  1. Gender-Mainstreaming zielt auf einen permanenten „Kampf der Geschlechter“ ab und führt damit zu einer schleichenden Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas.
  1. Gender-Mainstreaming führt in seiner Anwendung regelmäßig zur Verletzung von Artikel 1-6 Grundgesetz, insbesondere von Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz, da es mit der Diskriminierung konkreter Personen – in der Regel von Männern – aus geschlechtsspezifischen Gründen einhergeht.
  1. Die gegen die Natur des Menschen gerichtete Gender-Ideologie ist der wichtigsten bevölkerungspolitischen Herausforderung, vor der Deutschland steht, nämlich die Geburtenrate signifikant zu steigern, in extremer Weise abträglich.

 

 


Syrien: Kinder bemalen Hauswände in der kriegsgeschädigten Stadt Homs

Bunte Farben im Grau der Zerstörung: Kinder und Jugendliche bemalen Hauswände in einer der Straßen in der vom Krieg heimgesuchten Altstadt von Homs. „So sollen nach den heftigen Kämpfen wieder Hoffnung und Freude in unserer Stadt einkehren“, erklärt der syrisch-orthodoxe Pfarrer Lukas Awad. 

Zerstörte Häuser in der Altstadt von Homs.„Jugendliche unserer Pfarrei hatten die Idee, eine ,Straße der Hoffnung‘ zu gestalten. Sie haben dazu Kinder aus ganz Homs eingeladen. Sie wollten den Kleinen eine Freude machen und die Eltern ermutigen, wieder in die Altstadt zurückzukehren.“

FOTO: Zerstörte Häuser in der Altstadt von Homs

Homs hatte vor dem Ausbruch des syrischen Krieges eine große christliche Gemeinde. Besonders in der Altstadt mit ihren Kirchen lebten viele Christen. Bis ins erste Jahrhundert reicht die christliche Präsenz zurück. Die Kirche der Jungfrau Maria soll sogar schon im Jahr 50 nach Christus errichtet worden sein.

Doch im Februar 2012 erreichte der immer brutaler werdende syrische Krieg auch das strategisch wichtig gelegene Homs. Die Christen flohen aus der Altstadt. Nur einige wenige blieben, nachdem Rebellengruppen das Gebiet erobert hatten.

Die Mehrheit suchte Zuflucht in anderen Teilen der Stadt oder verließ die Gegend ganz. Mitte 2014 brachten Regierungstruppen die Altstadt wieder unter ihre Kontrolle. Doch die Zerstörungen sind noch immer unBunte Bilder verzieren die zerstörten Hauswände in der Straße der Hoffnung in Homs.übersehbar.

„Absicht der Jugendlichen war es, die Christen zu ermutigen, trotz der Zerstörungen wieder in ihre Häuser in der Altstadt zurückzukehren. Und sie haben Erfolg: Nach diesem Projekt der ,Straße der Hoffnung‘ kamen viele zurück, besonders in die bemalte Straße“, erklärt Pfarrer Lukas.

Dutzende Familien hätten sich seither von der Initiative inspirieren lassen, berichtet der Priester weiter. Manche Familien hätten Bilder des Projekts im Fernsehen gesehen und sich danach für die Rückkehr in ihre alte Heimat entschieden.

„Das Gebiet ist schließlich sicher“, gibt Pfarrer Lukas zu bedenken:

„Auch die Infrastruktur funktioniert einigermaßen. Drei Stunden haben wir Strom, dann wieder keinen. Das Hauptproblem sind die großen Zerstörungen der Häuser und der Mangel an Arbeit. Außerdem ist alles furchtbar teuer, auch Baumaterial. Wir als Kirche tun aber, was wir können. Besonders der Wiederaufbau der Wohnungen hat für uns Priorität.

Trotz der Fortschritte: Zu Ende sind der Krieg und seine Gefahren nicht. Daran wurden die Menschen in Homs erinnert, zum Beispiel als die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ die 120 Kilometer entfernte Stadt Palmyra eroberte oder als der katholische Priester Jacques Mourad Ende Mai entführt wurde.

„Als Palmyra erobert wurde, flohen alle Christen von dort. Nach der Entführung von Pater Jacques sind Christen aus Qaryatayn, wo er zu Hause war, weggegangen. Sie alle haben Angst vor dem IS. Auch die Menschen hier in Homs werden von dieser Angst erfasst. Sie fürchten, dass der Krieg zurückkehrt.“

Die Menschen würden viel beten, berichtet Pfarrer Lukas. Dass Bischöfe, Priester und Ordensleute auch in den schlimmsten Zeiten nie von der Seite ihrer Gemeinden gewichen seien, habe das Vertrauen in die Kirche gestärkt. „Wir als Kirche tun alles, was wir können, um unsere Gläubigen geistlich, aber auch materiell zu stärken.“

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://www.kirche-in-not.de/aktuelle-meldungen/2015/07-22-syrien-mit-frohen-farben-gegen-krieg-und-zerstoerung-oliver-maksan


Fundierte Sachbücher und spannende Jugendliteratur von Günter Mayer

Unser Autor, Justizoberamtsrat i.R. Günter Mayer aus Kaiserslautern, ist stellv. Vorsitzender unseres Christoferuswerkes, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Er war jahrzehntelang ehrenamtlich in der katholischen Jugendarbeit aktiv und verfaßte eine Reihe spannender und lehrreicher Kinder- und Jugendbücher sowie Fachbücher, die auch für Laien verständlich sind.

Die folgenden Werke von G. Mayer können portofrei bei uns bestellt werden:

Die Jungen von Nain. Eine ergreifendes Buch, das mehrere im NT berichtete Ereignisse aufgreift und sehr geschickt in die spannende Erzählung einbezieht. Zwei Jungen begegnen Christus und erleben die Passion, die Auferstehung und die Ausbreitung der jungen Kirche. Zum Vorlesen (ab ca 8 Jahren) und zum Selbstlesen (ab ca 10 Jahren). Ein ideales Geschenk zu allen Anlässen, besonders zur Erstkommunion. Nur 9,95 €  index

Geht nicht nach Berchidda. Die abenteuerliche Fahrt einer Jungengruppe nach Sardinien. Wer schrieb die alte Chronik? Was weiß der Fremdenlegionär? Steckt hinter allem Angela oder ist das Geheimnis auf dem alten Friedhof begraben?  –  Zum Vorlesen und Selbstlesen (ab etwa 10 Jahren). Auch Erwachsene finden das Buch spannend.  – Nur 9,95 €

Steffens letzte Ferien. Kaum jemand kann sich heute noch vorstellen, wie die „sexuelle Revolution“ der 68er gerade auf Jugendliche in der Pubertät gewirkt hat. Alles, was Eltern, Schule und Kirche bisher verboten hatten, galt in den Medien plötzlich als erlaubt oder gar wünschenswert. Kein Wunder, dass man das ausprobieren wollte! Alles, was junge Leute dem Verfasser an Erlebnissen erzählt haben, ist in diese erfundene Geschichte eingeflossen. Mag die Offenheit der „heißen“ Themen manche zunächst etwas verwundern: bald merkt man, dass hier doch ein „frommes Buch“ geschrieben wurde. Für Jugendliche ab ca. 16 Jahren und Erwachsene. 12,5o €

Der Franzosenstein. 16 interessante Kurzgeschichten und ein Märchen zum Erzählen und Vorlesen in der Familie oder Jugendgruppe. Dazu Tipps für die Gruppenarbeit (Spiele, Quiz, Kochrezepte). Dieses Buch sollte in keiner Jugendgruppe fehlen. 9,95 €

Sachbücher für besondere Lebenslagen:

Richtig handeln im Trauerfall. Auch junge Leute sehen ganz alt aus, wenn sie plötzlich einen Trauerfall (Eltern, Großeltern) abwickeln müssen. Umgang mit Behörden, dem Gericht, den Banken, den Versicherungen, dem Finanzamt, den Miterben usw.; Beerdigung, Grabpflege Erbschein, Erbteilung, Pflichtteil und manches mehr. Natürlich mit dem neuen Erbschaftssteuer-Recht und dem neuen Erbrecht. 6. Aindexxxuflage – Preis nur 9,95 €

Soll ich mein Haus übertragen? Wer zu Lebzeiten sein Haus auf Kinder oder Enkel übergeben will und nicht vorher dieses Buch liest, ist selbst schuld, wenn er plötzlich auf der Straße sitzt. Spart man so wirklich Steuern? Meist nicht! Und außerdem: Die Sicherung des eigenen Lebensabends geht steuerlichen Überlegungen vor. Ohne Grundwissen verstehen viele die Notar-Beratung nicht. Zunächst Grundwissen erwerben (Buch), dann beraten lassen, dann erst entscheiden! Nicht drängen lassen! Natürlich mit dem neuen Schenkungssteuer-Recht und mit Hinweisen auf das neue Erbrecht.  – 6. Auflage –  Preis 11,50 €

Aufsichtspflicht, Haftung und Versicherung für Jugendgruppenleiter. Ein unentbehrliches Handbuch für alle, die in der Kirche oder im Verein Verantwortung für Kinder und junge Leute übernehmen oder andere damit betrauen. Es macht Mut zum Ehrenamt, denn wer das Risiko kennt, kann es beherrschen. Damit dem Gruppenleiter, dem Vereinsvorstand oder dem Pfarrer „nichts passiert, wenn was passiert!“  – 6. Auflage. – Preis 16,50 €

Immobilien günstig ersteigern. Zunächst einmal für alle, die gerne ein Haus, einen Bauplatz, eine Eigentumswohnung ersteigern möchten. Aber auch für jene, die nach Erbschaft oder Ehescheidung gegen ihren Willen in eine Versteigerung verstrickt werden. 12. (!) Auflage  –  Preis 9,95 €

Bestellungen bitte an KOMM-MIT-Verlag, 48041 Münster, Postfach 7680 – Tel. 0251-616768, Fax 0251-614020, Mail: felizitas.kueble@web.de