Originelle Storys um den Erzbischof Dyba

Von Felizitas Küble

Auf dem kürzlichen Kongreß „Freude am Glauben“ wurden am Stand unseres Christoferuswerks nicht nur Unterschriften für eine Seligsprechung von Erzbischof Dyba gesammelt und Postkarten mit seinem Konterfei verbreitet, sondern auch allerlei selbsterlebte oder gelesene Anekdoten aus dem Leben des Fuldaer Oberhirten erzählt.  100_1917

So gab es täglich viel zu schmunzeln und zu lachen, denn Johannes Dyba war ein humorvoller, origineller Mensch, der mitunter echte Situationskomik lieferte.

BILD: Prälat Edmund Dillinger (er war mit Erzbischof Dyba befreundet) an unserem Infostand im Gespräch mit einem jungen Teilnehmer des Kongresses

Dazu einige Beispiele, die uns beim Glaubenskongreß in Fulda durch Dyba-Freunde zu Ohren kamen. Eine freundliche Dame mittleren Alters hat z.B. folgendes Ereignis selber miterlebt und anschaulich geschildert: 

LINKE KREISE organisierten in den 90er Jahren eine Aktion „Stoppt Dyba!“ und verteilten Aufkleber und Buttons mit diesem Schlagwort auf ihren Infoständen und Veranstaltungen. Als nun der Erzbischof   –  angezogen mit „Römerkragen“ wie ein normaler Pfarrer   –  des Weges kam, erkannten ihn die Aktivisten nicht. Er fand die Plaketten gewissermaßen ganz interessant, wie er sagte  –  und stopfte sich seine Tasche damit voll. Als er von dannen gegangen war, kam jene Dame, die das alles beobachtet hatte, auf die Dyba-Gegner zu und sagte zu ihnen: „Was seid ihr blöd!“ – „Warum?“  – „Ihr seid gegen Erzbischof Dyba und kennt ihn nicht einmal!“  – „Wieso? Natürlich kennen wir ihn!“  –  „Anscheinend nicht – soeben hat er doch mit euch gesprochen!“Jan laechelt von der Mauer des Bischofgartens - Kopie

ÄHNLICHES berichtete uns ein Familienvater und Lebensrechtler von einer Zeitungs-Anekdote, die er in Erinnerung behalten hat: Bei der Aktion „Stoppt Dyba!“ wurden Fotos vom Erzbischof verwendet, auf denen er ziemlich ungünstig aussah. Entsprechende Flugblätter und Plakate entdeckte der Fuldaer Bischof auch in der dortigen SPD-Geschäftsstelle, worauf er den „Genossen“ selbstbewußt sagte: „In Wirklichkeit bin ich aber viel hübscher!“

BILD: Erzbischof Dyba frohgemut hinter der Mauer des Bischofsgartens (Foto: Gaby Kaudel)

PAPST mit DURCHBLICK: Die katholischen Bischöfe in Bayern waren bei Johannes Paul II. in Rom und erzählten ihm, wie prima in ihren Bistümern alles läuft, wie stark der Glaube blüht und gedeiht, wie wunderbar sich die kirchlichen Verhältnisse gestalten usw.  Offenbar wußte der Pontifex aber recht gut Bescheid über die Zustände hierzulande und sagte den Schönrednern mit trockener Ironie: „Wenn das so ist, dann müßte Fulda mitten in Bayern liegen!“

NARKOSE ohne OP: Zu Dyba soll Kardinal Meisner bei einem Bischofstreffen gesagt haben: „Johannes, du operierst immer ohne Narkose“, worauf der Erzbischof sich wie folgt an seine Mitbrüder wandte: „Und ihr narkotisiert seit dreißig Jahren, ohne zu operieren!“

Ein BLITZ schlug ein, als DYBA sprach…

Zum ABSCHLUSS eine ernstere Geschichte, die wir schon mehrfach aus dem direkten Umfeld Dybas hörten  – und die uns ein mit ihm befreundeter Geistlicher in Fulda frisch erzählt hat:

Es war bei der Bischofskonferenz in „Himmelspforten“ bei Würzburg. Als Erzbischof Dyba gerade sprach, schlug lautstark ein Blitz in einen Baum in der Nähe des Versammlungsraumes und warf eine Rinde direkt vor das Fenster des Saales. Der reformerische Kardinal Karl Lehmann unterbrach den Redner und sprach: „Johannes, der liebe Gott schimpft über Dich!“  – Wir wissen nicht, ob und wie Dyba gekontert hat. Vielleicht wies er den vorlauten Bischof von Mainz darauf hin, daß es Blitz und Donner auch bei der Verkündigung der Zehn Gebote auf dem Berge Sinai gab  – wahrlich in einer weltbewegenden Stunde also.

Übrigens hat Kardinal Lehmann dem Fernsehen damals direkt danach von diesem „blitzenden“ Zwischenfall während der bischöflichen Beratungen berichtet: http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/1999/erste7214.html

PS: Wer selber ein Erlebnis  – sei es ernst oder heiter – mit dem Fuldaer Bischof gehabt oder davon erfahren hat, möge uns dies bitte berichten oder als Leserkommentar mitteilen. Danke!

HINWEIS: Interessanter Artikel zu Dyba auf einer fundierten katholischen Webseite: http://altmod.de/?p=5311


11 Kommentare on “Originelle Storys um den Erzbischof Dyba”

  1. Erzengel sagt:

    Heute am 15. September wäre unser lieber Herr Erzbischof Johannes Dyba 86 Jahre alt geworden. Als er noch unter uns war, hätte er von mir und vielen anderen Post bekommen an diesem Tag. Wir hätten ihm unsere besten Glückwünsche verbunden mit Gottes reichem Segen und noch vielen Jahren voller Gesundheit gewünscht.
    Jetzt ist er in der Ewigkeit und es geht ihm gut.
    Ich bin unendlich dankbar, daß es ihn gab und proste ihm in den Himmel zu:
    ,, Lieber Erzbischof Johannes, ich wünsche Dir alles alles Liebe und Gute zu Deinem Geburtstag. Möge der allmächtige Gott Dich reich belohnen, daß Du uns ein guter Hirte gewesen bist. Gott segne Dich und alle, die bei Dir sind.
    Lebewohl, lieber Johannes ! “

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  2. Osterglocke sagt:

    Glückwünsche zum 86. irdischen Geburtstag

    JEDER TAG IST EIN GESCHENK,
    AUCH WENN ES WEH TUT IM GELENK😀

    Eine himmlische Geburtstagsfeier wünsche ich J. DYBA.

    ICH hoffe ja, dass er die Möglichkeit zum Feiern hat 🍻

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  3. Erzbischof Dyba ist nicht nur „ein Schützling für die ungeborenen Menschen“, sondern für alle, die bereit sind, „der Wahrheit Zeugnis zu geben“. Das Schlimme ist, dass Wahrheit nicht mehr geglaubt und Glaube nicht mehr als Wahrheit empfunden wird.
    Ich habe bisher unsere Oberhirten für feige gehalten, denke aber, dass viele klein-bis gar ungläubig sind. Auch aus der päpstlichen Enzyklika spricht nicht der Glaube an die Erlösung durch unseren Herrn, sondern durch Politiker und Möchte-gern-Wissenschaftler.
    Erzbischof Dyba hat der reinen Wahrheit unbekümmert Zeugnis gegeben. Warum gibt Gott Hl Geist den anderen so viel mehr Zeit??

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    • Osterglocke sagt:

      Johannes Dyba soll in eine Pfarrei gekommen sein zum Gottesdienst und es gab dort auch Mädchen als Messdienerinnen. Da habe er gesagt : „Na, bei Euch gibts ja Amazonen“ .
      Alle haben gelacht und alles war gut 😁

      Die Geschichte mit den 200 Piccolo-Flaschen anlässlich der Grenzöffnung kennt ja sicher mittlerweile jeder 🍻🍻🍻🍻🍻🍻

      Nach einem Gottesdienst war wohl noch ein Zusammentreffen und J. DYBA wollte gerne über Briefmarken sprechen. Auch ein Bischof hat mal Feierabend, das denke ich auch👍

      Das habe ich alles erzählt bekommen.

      Persönlich kann ich nur sagen, dass er der Meinung dass 3 Gläser Sekt am Morgen genug seien. ( beim Empfang nach dem Schulgottesdienst hat er das zu mir gesagt)

      Natürlich gibts auch nicht ganz so schöne Erlebnisse. Ein Mann lag im Krankenhaus und konnte aufgrund von Krebs kaum noch reden. J. DYBA besuchte Eduard Schick, der im gleichen Zimmer lag. Sehnsüchtig hat der andere krebskranke Mann mal auf ein Zeichen von seinem Bischof gewartet, ein Segen oder ein Gruß oder einfach ein kurzer Augen-Blick.
      Nichts dergleichen geschah. Der krebskranke Mann musste dann weinen und war sehr traurig. Da mag ich ihn auch gar nicht mehr verteidigen, das habe ich anfangs getan.

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  4. Osterglocke sagt:

    Jetzt bin ich schon so alt und hab noch nie was vom heiligen Stylian gehört.

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  5. Osterglocke sagt:

    Draußen sinds noch 25 Grad……zu warm

    Die Tage habe ich mal an die anderen gedacht, die anderen Priester, Bischöfe für die niemand Unterschriften sammelt.

    Auch die noch lebenden Priester, Bischöfe brauchen nicht neidisch zu sein.

    Manche werden sicher denken: Was hat derDyba, was ich nicht habe? Auch ich bin gegen Abtreibung, usw.

    Ich denk, eine Seligsprechung ist auch immer szellvertretend für alle, die auch so denken und handeln.

    Es gab viele Mutter Teresas und gibt es noch.

    Und ich bin mir sicher, es gibt noch einige kleine unentdeckte Dybas auf der Welt.

    Vielleicht sollte man gar nicht so die Person an sich in den Vordergrund stellen.

    Wenn Johannes Dyba ein Schützling furr die ungeborenen Menschen wird, ists doch schön.

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    • "GsJC" sagt:

      „Niemand muss neidisch sein!“

      Nur sind Sie vorsichtig, dass Sie nicht an zu vielen Tagen d e n k e n , denn zu viele Denkvorgänge führen von der Wahrheit weg.

      https://charismatismus.wordpress.com/2015/08/04/medjugorje-und-die-juengste-himmelsbotschaft-an-die-seherin-mirjana/comment-page-1/#comment-35922

      Zitat Osterglocke
      Die Tage habe ich mal an die anderen gedacht, die anderen Priester, Bischöfe für die niemand Unterschriften sammelt.
      Auch die noch lebenden Priester, Bischöfe brauchen nicht neidisch zu sein.
      Zitat Ende

      Zudem gibt es in der Kirche ein Fest, an dem aller Heiligen gedacht wird, um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott.

      mfg

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      • Osterglocke sagt:

        Hallo GsJC,

        Löwen sind Rudeltiere, war das J. DYBA auch?

        Löwe schlafen täglich 14 bis 20 Stunden und Bischof Dyba (damals?)

        HAST Du ihn jemals brüllen hören?😳

        Beim LÖWE ist die SCHNAUZE der FINGERABDRUCK 😂😂😂😂😂

        Das kommt hin.

        The lion sleeps nicht nur tonight 😳

        Auch ich hab mal eine Geschichte gehört. Er musste ein Bild aussuchen für einen Artikel.
        Da wurden angeblich sämtliche Dybafotos auf dem Schreibtisch ausgebreitet, bis er eins gefunden hat, was ihm gefallen hat.

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