CSU-Politiker Norbert Geis kritisiert Wawatschek-Sendungen im BR

Der CSU-Politiker Norbert Geis äußert sich im Interview mit dem Portal „FaireMedien“ zur Entwicklung des Bayerischen Rundfunks (BR) und zu den politisch einseitigen Beiträgen dBRer BR-Autorin Veronika Wawatschek. pc_pi

Die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sieht Geis darin, Sachverhalte zu vermitteln, ohne dabei zugleich eine Wertung vorzunehmen. In Kommentaren sei eine Wertung möglich, allerdings solle auch die entgegengesetzte Meinung zur Geltung kommen. Diese Grundsätze seien von Frau Wawatschek nicht beachtet worden. Die Beiträge der BR-Autorin seien einseitig und hätten mit der Wirklichkeit nichts zu tun.

Der BR habe seine Aufgabe als öffentlich-rechtlicher Rundfunk verletzt, indem er Wawatscheks Beiträge ausstrahlte.

Geis fordert den BR auf, Personen wie Veronika Wawatschek keine Möglichkeit mehr zu bieten, ihre subtilen Verleumdungen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das gesamte Interview können Sie hier lesen: https://fairemedien.de/solche-beitraege-sollten-von-vornherein-unterlassen-werden


Israel: Franziskaner-Kustos ruft Christen zu Pilgerfahrten ins Heilige Land auf

Pater P. Pizzaballa ist seit 2004 Kustos des Heiligen Landes. Damit steht er der Kustodie, der Ordensorganisation der Franziskaner im Heiligen Land, vor.

Auf der Weblog TerraSanta.net wandte er sich vor kurzem an Christen in aller Welt. Er rief sie auf, das Heilige Land auch in schweren Zeiten zu unterstützen.

Die Israelische Botschaft in Berlin hat diesen Appell auf ihrer Webseite veröffentlicht:

„Seit einiger Zeit nimmt die Zahl der Pilgerreisen ins Heilige Land dramatisch ab. Dies liegt vor allem an der Angst, die die Kriege im Nahen Osten und die Angriffe von fundamentalistischen Gruppen, die auch in westlichen Ländern Massaker verübt haben, hervorrufen.

Man schätzt, dass allein die Pilgerreisen aus Italien im letzten Jahr um mehr als 40% zurückgegangen sind. Trotz einiger Anzeichen für eine zaghafte Besserung haben viele weiterhin große Angst davor, in dieses gesegnete Land zu reisen.

In dem Wissen, dass ich die Stimmen der verschiedenen christlichen Gemeinden in Israel und den palästinensischen Gebieten wiedergebe, möchte ich Euch sagen: Lasst das Heilige Land nicht im Stich!

„Wir brauchen die Präsenz christlicher Pilger“

Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, wieso man nicht eine Pilgerreise ins Heilige Land organisieren sollte. An den Heiligen Stätten und den Orten, wohin Touristen gehen, ist die Sicherheit garantiert. Und mehr als je zuvor brauchen wir, die Christen im Heiligen Land, die Präsenz und die Unterstützung von Pilgern, die aus der ganzen Welt hierhin kommen, um zu beten. ab_brenkhausen_kopten_innen_frankgrawe

Die römische Kirche hier besteht vor allem aus drei Gruppen: aus der Gemeinschaft der hiesigen arabischen Christen, der seit Langem etablierten Gruppe der Palästinenser, die die traditionelle christliche Präsenz an diesen Orten darstellen; außerdem aus der hebräischsprachigen Kehila, einer neuen Kirche, die Elemente gemeinsam hat mit den Evangelikalen, den messianischen Juden und den Katholiken und die Liturgie auf Hebräisch feiert.

Schließlich gibt es noch die internationale Gemeinde, der viele ausländische Arbeitskräfte angehören. Dazu gehören vor allem Menschen aus den Philippinen, aus Südamerika und Indien, die dauerhaft im Heiligen Land leben. Daneben gehören der dritten Gemeinschaft auch andere Gruppen mit verschiedenen Hintergründen an, die aus vielfältigen Gründen längere Zeit hier leben.

Neben Mitgliedern der römischen Kirche leben und arbeiten hier auch Mitglieder anderer wichtiger christlicher Kirchen. Dies sind ersterer Linie die griechisch-orthodoxe Kirche, die armenische Kirche und die koptische Kirche. Innerhalb der katholischen Welt gibt es ebenfalls Gruppen, die andere Riten befolgen als die römischen.“

Quelle und Fortsetzung hier: http://www.botschaftisrael.de/2015/08/06/kustos-des-heiligen-landes-appelliert-an-christen-lasst-das-heilige-land-nicht-im-stich/


Kurdische Gemeindeleitung in Deutschland kritisiert Islamverbände

„Die Hälfte aller Flüchtlinge sind Muslime“

Ali Ertan Toprak, der Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde Deutschland, äußert sich kritisch darüber, dass die Islamverbände und  Moscheen in Deutschland trotz der lebhaften Debatte um die Flüchtlingspolitik und die überwältigende Spenden– und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung keinerlei Engagement gezeigt haben. Köln-MoscheeDSC_0596_ShiftN

Zwar macht es Toprak stolz, dass viele tausend Menschen ehrenamtlich engagiert sind und die Flüchtlinge in ihrem Ort willkommen heißen. In der konkreten Betreuung und ehrenamtlichen Arbeit vor Ort oder bei den Protesten gegen flüchtlingsfeindliche Aufmärsche von Rechtsradikalen seien die Islamverbände oder örtliche Moscheen aber kollektiv völlig abgetaucht.

BILD: Große Moschee mit Minarett in Köln-Ehrenfeld (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Dies ist für Toprak unbegreiflich, denn immerhin stammen 2015 ca. 38% der Flüchtlinge allein aus Afghanistan, dem Irak, Syrien, dem Iran und der Türkei. Allesamt muslimisch geprägte Länder, die in Terror, Diktatur, Chaos und Bürgerkrieg zu versinken drohen. Wenn man noch die Flüchtlinge aus dem Balkan hinzurechnen würde, seien die Hälfte aller Flüchtlinge Muslime, so Toprak weiter.

Er kann sich nicht erklären, warum sich bisher keine muslimische Organisation und kaum eine Moschee für die Flüchtlinge stark gemacht haben. Dabei sieht er die vielen christlichen Kirchengemeinden als gutes Beispiel auch für die Moscheen vor Ort, um sich endlich der Menschen anzunehmen, die unsere Solidarität brauchen, wenn es drauf ankommt.

Während in jeder politischen Gesprächsrunde die muslimischen Verbände und Moscheen Solidarität und Offenheit von anderen einfordern würden, ducken sie sich bei den Flüchtlingen weg und überlassen sie den „Herkunftsdeutschen“, so Toprak resümierend.

Wo bleibt die Solidarität der muslimischen Welt?

Er vermutet, dass viele muslimische Organisationen und Moscheen in Deutschland diese Flüchtlinge vielmehr als Verräter an der Religion ansehen, die die jahrelange Imagearbeit über ein Islam des Friedens und des Wohlwollens gefährden, indem sie mit ihrer Flucht der Öffentlichkeit die tatsächliche humanitäre Katastrophe in diesen Ländern vor Augen führen.

Bemerkenswert ist auch, dass selbst relativ stabile muslimische Staaten wie Indonesien, Malaysia, Dubai oder Katar sich kategorisch weigern, Flüchtlinge aufzunehmen oder ihnen gar eine Bleibeperspektive zu geben.

Flüchtlinge aufzunehmen sei zwar ein Gebot der Menschlichkeit, doch könne dies Europa allein nicht schultern. Wir brauchen auch endlich die Solidarität der muslimischen Welt, fordert Toprak ein.

Quelle: http://kurdische-gemeinde.de/keine-solidaritaet-mit-fluechtlingen-islamverbaende-und-moscheen-meiden-fluechtlingsarbeit/