Kanada: Jüdischer Unternehmer rettet christliche und jesidische Kinder im Irak

Nachdem sich bereits der hochbetagte jüdische Lord George Weidenfeld aus London für die Rettung von Christen aus dem Irak einsetzt und hierfür Kritik von linker Seite einstecken muß (weil er sich auf Christen beschränkt), ist jetzt ein weiterer namhafter Jude aktiv, um vor allem christliche und jesidische Kinder durch Lösegeld aus den Händen der IS-Terroristen freizukaufen. Monika Lang mit syrischem Mädchen

Wie die britische katholische Zeitung „The Tablet“ meldet, hat der kanadische jüdische Unternehmer Steve Maman bereits 120 Mädchen aus der Gewalt der IS-Terroristen gerettet.

BILD: christliches Mädchen aus dem Irak, das mit seinen Eltern nach Deutschland flüchtete (Foto: Bistum Regensburg)

Maman hat die Vereinigung „Liberation of Christian and Yazidi Children of Iraq“ (Befreiung für christliche und jesidische Kinder des Irak) gegründet. Seinen Angaben fordern die ISlamisten 1000 bis 3000 US-Dollar pro gekidnapptem Kind.

Im Hinblick auf Berichte, die ihn mit dem Industriellen Oscar Schindler vergleichen, dem es während des Zweiten Weltkriegs gelang, viele Juden vor der NS-Vernichtung zu bewahren, sagte Maman:

„Ich werde von manchen der ‚jüdische Schindler‘ genannt. Aber ich fühle mich nicht als solcher. Ich habe im Gegenteil den Eindruck, dass ich nicht genug tue, weil es noch immer so viele Kinder im Irak gibt, die auf ihre Befreiung warten.

Ich habe mir von Anfang an gesagt, ich kann bei den täglichen Berichten aus dem Irak nicht einfach zuschauen und untätig bleiben. Ich halte mich an das jüdische Sprichwort: ‚Wer ein Leben rettet, der rettet die ganze Welt“.

Quellen: The Tablet, Kathpress


Verfolgte Christen unter dem Islam – und die Hilfsaktion von Lord Weidenfeld

Von Dr. Edith Breburda

Das Christentum, dessen Präsenz im Nahen Osten 600 Jahre zurückdatiert, ist im Begriff, aus dem Nahen Osten zu verschwinden. Dr. Breburda

Ägyptische Kopten können zwar eine Atempause unter Abdel Fatah al-Sissi gefunden haben, aber nach ihrer Verfolgung unter der früheren Muslimbruderschafts-Regierung wissen sie, wie prekär ihre Existenz im 90 Prozent muslimischen Ägypten bleibt.

In anderen Ländern ist es noch viel schlimmer. In großen Teilen von Syrien und dem Irak, wo der Islamische Staat regiert, sind die Folgen für die Christen schrecklich: Versklavung, Exil, Folter, Massaker, Kreuzigung.

Im Laufe der letzten Jahre haben viele Christen den Nahen Osten nach dem Aufstieg des politischen Islam und der Intensivierung des wilden sektiererischen Krieges einfach verlassen.

Die libanesischen Christen, die einmal mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachten, werden jetzt in etwa auf ein Drittel geschätzt. In Bethlehem beispielsweise hat die Zahl der Christen unter der Palästinensischen Autonomiebehörde um die Hälfte abgenommen. 100714052333-b1-

Die Ausnahme bildet Israel, wo arabische und nicht-arabische Christen nicht nur Schutz genießen, sondern Bürgerrechte haben. Ihre Zahl nimmt zu. Aber das ist eine andere Geschichte.

Am meisten gefährdet sind die Christen in Syrien. Vor vier Jahren lebten dort rund 1,1 Millionen. Mittlerweile  sind 700.000 geflohen. Viele von denen, die im Land verblieben sind, stehen unter der radikal-islamistischen Herrschaft.

Da die große christliche Welt passiv zuschaut, wird  ihre Zukunft, so wie auch die Zukunft des Christentums im Nahen Osten, durch den Iran, die Hisbollah, die Assad-Dynastie, den Islamischen Staat, die Nusra Front, verschiedene andere lokale Gruppierungen und von regionalen Mächten bestimmt werden.

4077304320Es gibt aber auch Beispiele dafür, was auf einer begrenzten Skala dagegen getan werden kann. Vor drei Wochen wurden 150 syrische Christen nach Polen ausgeflogen, wo sie Zuflucht und Sicherheit erhielten.

Der Weidenfeld-Fond ermöglichte den Flug und unterstützt die Flüchtlinge so lange,  bis sie ein neues Leben angefangen haben.

Die Person, die hinter dem Fond steht, ist der jetzt 95 Jahre alte Lord George Weidenfeld:

Philanthrop, Herausgeber (Weidenfeld & Nicolson, gegründet 1949), Gründer des Institute for Strategic Dialogue, um klassische liberale europäischen Werte zu fördern, Ehren-Vizepräsident des World Jewish Congress (Jüdischen Weltkongresses), lebenslanger Zionist (er diente einst als Chef des Kabinetts des ersten israelischen Präsidenten, Chaim Weizmann).

Weidenfeld weiß, dass die Anzahl der bisher mit Hilfe seines Fonds geretteten Christen tragisch klein ist.

Sein Ziel ist es, 2000 Familien zu retten. Im Vergleich zu dem Blutbad in Syrien durch die unbarmherzigen Kämpfe mit 230.000 Toten und 11 Millionen vertriebenen Einwohnern aus ihren Häusern, erscheint dies als lächerliche Anzahl. Aber es sind gefährdete Menschen, die gerettet werden. Und für Weidenfeld zählt nur das.

Doch er hat für die Rettung nur Christen vorgesehen. Die US-Regierung wird sich nicht beteiligen, weil Yeziden, Drusen oder Schiiten nicht einbezogen werden. Für Weidenfeld ist das eine merkwürdige Auffassung. Weil er nicht alles tun kann, wird er für den Versuch, etwas zu tun, kritisiert.

Und für ihn ist es eine persönliche Angelegenheit. 1938, noch als Teenager, war er von Wien nach London gebracht worden, wo ihn Christen aufnahmen und für ihn gesorgt haben. Das hat er nie vergessen.

Mit seinem Rettungsfond versucht er, diese Freundlichkeit zurückzuzahlen, die er vor 77 Jahren von Christen erfahren hat.
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Literatur: Ch. Krauthammer: Among the ruins is a case of righteousness, The Washington Post, 31.7.2015

München: Gedenken zum 100. Geburtstag von Dr. Herbert Hupka am 15. August 1918

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Dr. Herbert Hupka, geboren am 15. August 1915 im Internierungslager auf Ceylon, gestorben am 24. August 2006 in Bonn, war Mitbegründer der Landsmannschaft Schlesien sowie deren langjähriger Bundesvorsitzender. SN-August-2015
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Er war Bundestagsabgeordneter zunächst für die SPD und später für die CDU, Vizepräsident des Bundes der Vertriebenen, Ehrenbürger seiner Heimatstadt Ratibor in Oberschlesien.
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Um 12 Uhr erfolgt eine Kranzniederlegung auf dem Ostfriedhof in München durch den Beauftragten der Bunderegierung für Aussiedlerfragen, Hartmut Koschyk, den Vorsitzende der Landsmannschaft Schlesien, Stephan Rauhut, sowie den Sprecher der Paneuropa-Union, Dr. Bernd Posselt, sowie Bernard Gaida, dem Vorsitzenden des Verbandes der deutschen Volksgruppe in Polen.

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Um 15 Uhr wird, zelebriert durch den Visitator, Pfarrer Dr. Joachim Giela, in der Heilig-Geist-Kirche München (Prälat-Miller-Weg) ein Gedenkgottesdienst gefeiert.


CDU Sachsen: Grenzkontrollen wieder einführen, Schengen-Abkommen aussetzen

Die CDU in Sachsen hat die Forderung der AfD (Alternative für Deutschland) aufgenommen, das Schengen-Abkommen auszusetzen und Kontrollen an den Grenzen wieder einzuführen, um die illegale Einwanderung nach Deutschland einzuschränken. Dazu erklärt der stellv. AfD-Sprecher, Alexander Gauland: logo-afd-small

„Es ist zu begrüßen, dass sich auch bei der Union die Vernunft durchzusetzen scheint. Zum Jubeln gibt es allerdings keinen Anlass. Das Problem ist leider zu ernst und zu gravierend. Die Altparteien wären gut beraten sich mit den Vorschlägen der AfD gewissenhafter auseinanderzusetzen und das nicht immer erst, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

Erst kürzlich hat die AfD ihre Forderungen in ihrem Positionspapier zur Asyl- und Flüchtlingsproblematik nochmal bekräftigt. Doch schon vor über einem Jahr haben wir auf die Gefahren der unkontrollierten Ostgrenzen Deutschlands aufmerksam gemacht und mussten uns dafür – besonders  aus den Reihen der Union – Populismus  vorwerfen lassen.

Auch auf anderen Feldern ist das Muster dassselbe: Vorschläge der AfD werden reflexhaft abgelehnt und später, wenn es gar nicht mehr anders geht, die gleichen Forderungen auf die eigene Agenda gesetzt. So in der Eurokrise, wo erst jetzt allmählich immer mehr Unionspolitiker den Unsinn der verfehlten Eurorettung erkennen.“


CDU-Fraktion in Berlin: Das Mauer-Gedenken in den Schulen wachhalten

SED-Chef Walter Ulbricht wollte Berlin bereits 1952 teilen

Der Vorsitzende der Berliner CDU-Fraktion, Florian Graf, erklärt anläßlich des 54. Jahrestags des Mauerbaues am 13. August:

„Auch im 25. Jahr der Deutschen Einheit erinnern wir an jenen 13. August 1961, an dem nicht nur unsere Stadt auseinandergerissen wurde. Wir gedenken der zahlreichen Opfer von Mauerbau und Schießbefehl, von Zwangsadoption und Zuchthaus. weisselberg_memoriam

Wir werden diese und ihre Angehörigen nicht vergessen. Sie sind uns eine Mahnung, die wir auch den nachfolgenden Generationen immer wieder weiter vermitteln müssen.

Daher war es aus heutiger Sicht im Freudentaumel des Mauerfalls und der Einheit vielleicht zu vorschnell, die Mauer und die Wachtürme und damit reale Mahnmale aus dem Stadtbild zu verdammen und den Todesstreifen nur an wenigen Stellen für die Nachwelt als Mahnung zu erhalten.

Wir alle haben die Bilder des glücklichen Festes zum 25. Jahrestag des Mauerfalls im vergangenen Jahr noch vor Augen. Ballons des Lichts haben der heutigen Generation verdeutlicht, was 28 lange Jahre eine schmerzhafte Realität war. Die Lichtergrenze war eine gelungene Installation nicht nur um die Freude jener Tage im November 1989, sondern auch an die Trennung aufzuzeigen. 163538-dg-original

Doch das Leid und die Gefährlichkeit dieser unüberwindbaren Grenze konnten auch Ballons nicht darstellen. Sie konnten aber das Interesse an der Berliner Geschichte wecken. Dieses Interesse gilt es wach zu halten und fest im Schulunterricht zu verankern.

Denn heute ist für uns die Freiheit fast selbstverständlich. Doch das ist sie nicht. Menschen wie Ida Siekmann, Peter Fechter oder zuletzt Winfried Freudenberg haben für ihre Freiheit ihr Leben gelassen. Und zwar auch, weil Deutsche auf Deutsche schossen. Den Schießbefehl erhielten sie von der Führung der DDR.

Seit ein paar Tagen wissen wir, dass der SED-Generalsekretär Walter Ulbricht unsere Stadt schon im Jahr 1952 teilen wollte. Dies alles gilt es in unserem Bewusstsein zu bewahren.“