Allein der Gesetzentwurf von Sensburg & Co. ist verfassungsgemäß

Hedwig von Beverfoerde

In zwei Gutachten ist der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages zum Ergebnis gekommen, dass drei der vier vorliegenden Gesetzentwürfe zur Mitwirkung am Suizid nicht mit dem Grundgesetz zu vereinbaren sind. Sensburg-Dörflinger-Hüppe_2

Der Gesetzentwurf der CDU-Parlamentarier Prof. Dr. Patrick Sensburg und Thomas Dörflinger sowie Hubert Hüppe (siehe Fotos) ist somit der einzige, der einer Überprüfung vor dem Bundesverfassungsgericht standhalten würde.

Bei den drei übrigen Gesetzentwürfen von Michael Brand (CDU) und Kerstin Griese (SPD), von Renate Künast (Grüne) und Petra Sitte (Linke) und der Gruppe um Peter Hintze (CDU) und Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD) bemängeln die Gutachter einen Verstoß gegen das Bestimmtheitsgebot des Grundgesetzes.

Bei Brand beispielsweise werde durch den Entwurf nicht klar, wo die Grenze zwischen verbotener geschäftsmäßiger, auf Wiederholung ausgelegte Suizidmitwirkung und erlaubter Suizidassistenz im Einzelfall verlaufe – auch und gerade für Ärzte, die regelmäßig Sterbende begleiten.

Ausführliche Infos finden Sie hier.

Weitere zahlreiche Artikel im CHRISTLICHEN FORUM über den Sensburg-Entwurf zur „Sterbehilfe“: https://charismatismus.wordpress.com/category/causa-sensburg-entwurf-%C2%A7-217/


„Vom Mutterleib an ist Gott mein Beschützer“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 71 (70),1-2.3.5-6.15.17.

HERR, ich suche Zuflucht bei dir.
Lass mich doch niemals scheitern!
Reiß mich heraus und rette mich in deiner Gerechtigkeit,
wende dein Ohr mir zu und hilf mir!

Sei mir ein sicherer Hort,
zu dem ich allzeit kommen darf.
Du hast mir versprochen zu helfen;
denn du bist mein Fels und meine Burg.

HERR, mein Gott, du bist ja meine Zuversicht,
meine Hoffnung von Jugend auf.
Vom Mutterleib an stütze ich mich auf dich,
vom Mutterschoß an bist du mein Beschützer;
dir gilt mein Lobpreis allezeit.

Mein Mund soll von deiner Gerechtigkeit künden
und von deinen Wohltaten sprechen den ganzen Tag;
denn ich kann sie nicht zählen.
Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf,
und noch heute verkünde ich dein wunderbares Walten.

 


Wirbel um Tweet von Jens Spahn (CDU) gegen linke „Antifa“-Randalierer

Von Felizitas Küble

Gegen den CDU-Politiker Jens Spahn bricht derzeit ein ultralinker Shitstorm los  – und das nicht nur auf Twitter.

Damit bestätigt sich genau jene Doppelmoral, über welche sich ein bemerkenswerter FAZ-Kommentar kürzlich unter dem Titel „Auf einem Auge blind“ kritisch äußerte (wir berichteten). CNegG6lXAAAlzKM

Spahn gehört dem CDU-Präsidium an und ist Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Der homosexuelle Bundestagsabgeordnete hat im Parlament nicht für die „Homo-Ehe“ gestimmt und er ist in Lebensrechtsfragen (Abtreibung, Bioethik) eher konservativ orientiert.

Was er jetzt per Twitter verbreitete, ist nichts weiter als eine Binsenweisheit, wobei er den Linksextremismus ebenso ablehnt wie den Rechtsextremismus.

Wo bleibt der antitotalitäre Konsens unter Demokraten?

Früher war dieser anti-totalitäre Konsens selbstverständlich – also das Nein zum links- und zum rechtsradikalen Narrensaum gleichermaßen.

Der Anlaß für Spahns „umstrittenen“ Tweet war ein skandalöser Vorgang: Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) wurde am gestrigen Freitag bei einem Willkommensfest für Flüchtlinge in Heidenau von Antifa-Linksextremen massiv beschimpft und derart dreist bedrängt, daß er wieder abfuhr.

Die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet hierzu: „Schwarz Vermummte kreisen ihn ein, der Rest ist Hass. „Hau ab, hau ab!“ und „Nie wieder Deutschland!“ – Er zieht sich zurück und fährt davon. Hasstiraden, gereckte Fäuste und Mittelfinger.“

Daraufhin twitterte Spahn folgenden, teils ironischen Tweet:

„Liebes linkes Pack (frei nach Gabriel), Ihr skandiert auf einem ‚Willkommensfest‘ gleiche Parolen wie NPD. Und merkt es nicht mal. #Heidenau“.

Der Staatssekretär hat diesen Tweet danach aber  – als Proteste kamen  –  etwas entschärft und zB. mit der Anrede „Liebe Antifa“ versüßt (was meiner Ansicht nach gar nicht nötig war).

„Deutsche Debatte von Denkverboten geprägt“

Der frühere Herausgeber der FAZ, der bekannte Publizist Dr. Hugo Müller-Vogg, gibt Spahn durchaus recht; er twitterte: „Was Sie zutreffend beschreiben, war das Geschäftsmodell der 68er; haben ihre Enkel übernommen.“

Wer das Geschehen in Medien und Politik wachen Auges mitverfolgt, bemerkt eine wachsende Intoleranz in Richtung Meinungsdiktatur. Hierzu schreibt Jens Spahn auf seiner Facebook-Seite am 16. August 2015:

„Das Letzte, was hilft, sind übrigens all die Denk- und Sprechverbote, die die deutschen Debatten prägen. Wer mit der Burka ein Problem hat, ist nicht islamophob, wer offensichtliche Probleme bei der Integration benennt, nicht gleich ausländerfeindlich.

Der Diskursraum in Deutschland verengt sich immer weiter, immer mehr „darf“ nicht gesagt werden und immer mehr Menschen finden sich in diesem Korrekt-Sprech nicht wieder. Und damit meine ich übrigens nicht, den Menschen plump nach den Mund zu reden.“

Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und das ökumenische Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


Schulen in Nord und Süd führen angemessene Kleiderordnungen ein

Von Hamburg bis Horb: Mehr Vernunft mit „Klamotten“

Wie einige Nachrichtenagenturen  – darunter dpa und epd – kürzlich gemeldet haben, gilt in der katholischen Sophie-Barat-Schule in Hamburg-Rotherbaum mit Beginn des neuen Schuljahres eine geänderte Kleiderordnung.  a (7)

Hotpants, bauchfreie Zonen und tiefe Ausschnitte bei den Mädels sind nicht mehr angesagt. Richtig ist, daß auch die  – bisweilen von Jungs getragenen  – „tiefhängenden Jeans“ (bei denen oft die Unterhose zu sehen ist) untersagt wurden.

Natürlich wird bei solchen „Maßnahmen“ gerne ironisch die Prüderie-Keule geschwungen. Dabei wird nicht nur übersehen, daß die Schule kein Badesee ist und daß ordentliche Klamotten durchaus einer besseren Konzentration im Unterricht dienen, sondern daß in diesem Falle Eltern, Lehrer und Schüler gemeinsam die reformierte Kleiderordnung beschlossen haben.

In der neuen Regel heißt es, Kleidung sei nicht nur eine Frage von Stil und Mode, sondern auch ein „Zeichen von Respekt“ – und weiter: „Dabei kann allzu freizügige und nachlässige Garderobe ungute Gefühle auf Lehrer- aber auch auf Schülerseite hervorrufen“.  –  Auch Shirts mit sexistischen oder rassistischen Sprüchen sind nicht mehr erlaubt. Wer keine passenden Klamotten mitbringt, kann auf die Schulkleidung zurückgreifen, die zur Verfügung gestellt wird.

Alles typisch sittenbrav-„katholisch“, gar altfränkisch? – Mitnichten. 

Erst im Juli sorgte die staatliche Werks-Realschule in Horb-Altheim für ähnliche Schlagzeilen. „Schülerinnen werden zwangsbekleidet“, hieß es seitens des „Spiegel“ –  und die linksalternative Berliner Tageszeitung „taz“ äußerte sich in einer alles andere als stubenreinen und daher nicht zitierfähigen Sprachweise. IMG_4228

Anlaß für das Protestgetöse war das Rundschreiben der 37-jährigen Schulleiterin Bianca Brissaud an die Eltern, die sich über „sehr aufreizende“ Kleidung mancher Schülerinnen beschwerte. Daher kündigte sie eine neue Hausordnung an, die gemeinsam mit Schülern und Eltern erstellt werden solle.

Bis dahin gelte die Regel: „Wer zu aufreizend gekleidet ist (zB. bauchfreies Shirt, Hotpants), der bekommt von der Schule ein großes T-Shirt gestellt, das er/sie sich bis zum Schultagsende anziehen muss.“

Auch diese Schule übersieht gewisse Klamottenflegeleien bei den Herren der Schöpfung keineswegs: tiefhängende Schlabberhosen mit „Einblick“ zur Unterwäsche sind dort ebenfalls nicht mehr erlaubt.

Dies sind zweifellos vernünftige Maßnahmen, die Schule machen sollten. Eine optimale Lösung wäre aus meiner Sicht die Einführung von Schul-Uniformen: sie würden nicht nur einer angemessenen Sittlichkeit gerecht, sondern auch dem Geldbeutel der weniger bemittelten Eltern, die von ihren Sprößlingen sonst gedrängt werden, teuere Markenkleidung zu kaufen, weil die Schüler nicht als „Aldi-Kinder“ bespöttelt werden möchten.

Felizitas Küble leitet hauptamtlich den katholischen KOMM-MIT-Verlag und ehrenamtlich das ökumenische Christoferuswerk in Münster


Österreich: Brandanschlag auf einen konservativen FPÖ-Jungpolitiker

Vor der Wahlkampfveranstaltung der FPÖ-Margareten sorgte ein Linksextremist für unschöne Szenen:

Als die Mitarbeiter, unter denen sich auch der Obmann der lokalen Parteijugend, Roland Guggenberger, befand, mit dem Aufbau für die Veranstaltung begannen, stürmte plötzlich ein junger Mann auf Guggenberger zu und versuchte, die Kleidung des Jungpolitikers anzuzünden. Als er dies nicht schaffte, zündelte er bei den Zelten der Freiheitlichen.

Durch das Einschreiten der FPÖ-Mitarbeiter konnte der Angreifer davon abgehalten werden und ergriff die Flucht.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://www.unzensuriert.at/content/0018582-Brandanschlag-auf-FPOe-Jungpolitiker-bei-Wahlveranstaltung-Wien-Margareten


ZAR: AI-Bericht über „Zwangsbekehrungen“ von Muslimen zweifelhaft

Verwunderung über Bericht von „Amnesty International“

Drei führende Geistliche aus der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) – ein Muslim und zwei Christen – sind am 19. August am Genfer Sitz der Vereinten Nationen mit dem Sergio-Vieira-de-Mello-Preis ausgezeichnet worden. Sie hatten sich angesichts der Gewaltexzesse in ihrem Land zusammengeschlossen, um für ein friedliches Miteinander von Christen und Muslimen einzutreten und Wege zur Versöhnung zu ebnen. 76aa47d054

Ihr Beispiel sowie einige der jüngeren Entwicklungen in dem Land am Äquator geben Anlass zur Hoffnung für die gebeutelte Bevölkerung.

Sicherheitslage deutlich verbessert

Reverend Nicolas Guérékoyamé-Gbangou (Präsident der Evangelischen Allianz in der ZAR), Monsignore Dieudonné Nzapalainga (Katholischer Erzbischof von Bangui) und Imam Omar Kobine Layama (Präsident des Islamischen Rates der ZAR) gaben gegenüber World Watch Monitor an, die Sicherheitslage in der ZAR habe sich deutlich verbessert, obwohl es in einigen Gebieten weiterhin zu gewaltsamen Übergriffen komme. Insgesamt würden sich die Verhältnisse im Land aber normalisieren.

Überrascht zeigten sich die drei Geistlichen über einen Ende Juli von Amnesty International veröffentlichten Bericht über die ZAR. Darin werden Zwangsbekehrungen von Muslimen angeprangert und beklagt, zahlreiche Muslime würden seit der Rückkehr in ihre Dörfer in den westlichen Landesteilen am Ausüben ihrer Religion gehindert.

Zweifelhafter AI-Bericht dient nicht der Verständigung

Alle drei Religionsvertreter, auch der muslimische, äußerten ihre Sorge, dass derartige Berichte ihre Bemühungen um Versöhnung unterminieren könnten. Sie seien von den Autoren des Berichtes nicht befragt worden.  305fe9127f

„Wir erleben zurzeit, dass die Bevölkerung sich wieder vermischt. In Bangui und anderen Orten sind Muslime nicht länger gezwungen, in Ghettos zu leben, wie es während der Krise zum Teil der Fall war. Sie können ungehindert ihren Geschäften nachgehen“, kommentierte Imam Layama den Bericht.

Bischof Dieudonné Nzapalainga ergänzte: „Ich möchte daran erinnern, dass ich auf dem Höhepunkt der Krise Imam Layama Zuflucht bei mir gewährt habe. Tausende Muslime sind in Kirchen aufgenommen worden, und selbst in PK5 wurden in einigen Moscheen Christen versteckt. Wenn Extremisten Gewalttaten begehen, distanzieren wir uns davon. Glaubensfreiheit ist eine Realität in der ZAR.“

Hintergrund: Im Dezember 2012 hatten zunächst islamistische Seleka-Rebellen weite Teile der ZAR erobert und dabei das Land mit brutaler Gewalt und Plünderungen überzogen. Häufig kam es zu gezielten Übergriffen gegen Christen, Kirchen und Pastoren. Als Gegenbewegung formierten sich die oft fälschlich als „christlich“ bezeichneten Anti-Balaka, die gezielt gegen Muslime kämpften. Open Doors organisierte mehrere Versöhnungskonferenzen, führt weiterhin Schulungsprojekte durch und steht den zahlreichen traumatisierten Opfern der Übergriffe durch Trauma-Seminare bei.

Quelle: Hilfsorganisation „Open Doors“