Prof. J. Baberowski: Verwandelt sich unser Land in eine intolerante „Tugend-Republik“?

„Deutschland ist ein Land ohne Opposition“

Unter dem Titel „Deutschland verwandelt sich in eine Tugend-Republik“ befaßt sich Prof. Dr. Jörg Baberowski in der gestrigen „Neuen Zürcher Zeitung“ bzw. NZZ am Sonntag (27.9.) kritisch mit der deutschen Asylpolitik. 01
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Der Artikel des Geschichtswissenschaftlers aus Berlin beginnt mit den Worten: Wer die Migrationspolitik von Angela Merkel zu kritisieren wagt, wird herzlos genannt und von der Debatte ausgeschlossen. Dieses Vorgehen birgt längerfristig grösste Gefahren.“
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Der 45-jährige, preisgekrönte Autor äußert sich skeptisch zu umstrittenenen Äußerungen von Kanzlerin Angela Merkel, das Asylrecht kenne keine Obergrenze sowie zu ihrer Aussage, Deutschland sei nicht mehr ihr Land, wenn man sich entschuldigen müsse, in Notsituationen ein freundliches Gesicht zu zeigen.

„Der soziale Friede wird aufs Spiel gesetzt“

Nachdenkliche Sachkritik ist aber in Politik und Medien hierzulande kaum gefragt. Prof. Baberowski erklärt hierzu:

„Besonnenheit und Vernunft aber sind im Reich der Moralprediger, in das die Leit­medien Deutschland verwandelt haben, verboten. Wer auf den gesunden Menschenverstand verweist, riskiert Ausgrenzung und Ächtung. Viele schweigen, weil sie nicht wollen, dass man ihnen vorwirft, sie seien rechts – und dürften deshalb am öffentlichen Diskurs nicht beteiligt werden. Wer gegen die Konventionen der Tugendrepublik verstösst, wird nach Dunkeldeutschland verbannt. Der Untertan soll schweigen und preisen, was ihm die Obrigkeit als Wirklichkeit präsentiert.“

Allerdings lassen sich reale Schwierigkeiten mit mit obrigkeitsstaatlicher Bevormundung lösen, wie der Geschichtswissenschaftler zu bedenken gibt, denn „die Probleme verschwinden nicht, nur weil man sie beschweigt.“

Der Autor stellt zB. die Frage: „Warum bricht die Regierung europäisches Recht, und warum setzt sie sich über Gesetze hinweg, die das Asylverfahren regeln? Warum soll eigentlich ein Einwanderer Sozialleistungen beanspruchen können, für die jene, die schon hier sind, jahrzehntelang gearbeitet haben?“be2004_38_551

Soll Deutschland ein Vielvölkerstaat werden?

Doch von den tatsächlichen Problemen vieler deutscher Bürger mit einer Masseneinwanderung „wollen jene, die entschieden haben, dass Deutschland ein Vielvölkerstaat werden soll, nichts hören“, schreibt der Verfasser weiter. 

Außerdem nimmt Prof. Baberowski die vorsichtiger agierenden osteuropäische Staaten in Schutz:

„Deutschland hat seine nationale Souveränität aufgegeben und die Entscheidung darüber, wer kommen und wer bleiben darf, in die Hände illegaler Einwanderer gelegt. Davon wollen die Nachbarländer im Osten Europas aus guten Gründen nichts wissen. Denn sie sind der Europäischen Union nicht beigetreten, um ihre nationale Souveränität aufzugeben, sondern um sie zu schützen.“

Abschließend schreibt er: „Die Kanzlerin aber verschliesst die Augen vor der Katastrophe, die sie angerichtet hat. Anderenorts sind Politiker schon aus nichti­geren Gründen zurückgetreten.“

Lesen Sie den vollständigen Artikel des Professors hier: http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/deutschland-verwandelt-sich-in-eine-tugend-republik-ld.2198

HINWEIS: Inzwischen weist sogar die politisch (ober-)korrekte Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) auf ein weiteres Problem hin: http://www.bild.de/politik/inland/manuela-schwesig/warnt-vor-sexuellem-missbrauch-von-fluechtlingkindern-42734152.bild.html


5 Kommentare on “Prof. J. Baberowski: Verwandelt sich unser Land in eine intolerante „Tugend-Republik“?”

  1. Arnold Arnstadt sagt:

    die intolerante Gedankentoleranz Republik ist schon seit 10 Jahren da….. Übrigens: Herr Baberowski hat die ganze Situation gut auf dem Punkt gebracht. Danke für Ihre Bemühung!

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  2. Christoph Rebner sagt:

    Schande dass niemand begrüßt so Vielen frei das Evangelium bringen zu können

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  3. Erzengel sagt:

    Sehr gut auf den Punkt gebracht, was der Herr Prof. J. Baberowski da schreibt, denn das entspricht der Realität! Mit ,,Einigkeit und Recht und Freiheit“ ist auch meines Erachtens hier bald Schluß ! Ich selber will auch helfen, was in meinen Möglichkeiten steht als Alleinverdiener. Aber ich entscheide selbst, wem und wieviel ich gebe! Von krummen Politikern lasse ich mir nichts sagen! Die sollen sich selbst an die Nase greifen, bevor sie mir diktieren wollen, was ich zu tun und zu reden habe.

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  4. Marienzweig sagt:

    Professor Baberowski sei gedankt für diese klaren Worte!
    Nicht Mitglieder aus der Gruppe, die als „Pack“ bezeichnet wurde, sagen das, sondern es ist die Stimme eines anerkannten Professors, die wir hier vernehmen.
    Die Politiker, insbesondere Frau Merkel, sollten seine Einschätzung der derzeitigen Situation ernst nehmen.
    In einer Staatsform, die sich Demokratie nennt, müssen auch kritische Stimmen gehört und bezüglich des eigenen Handelns in Betracht gezogen werden.

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