Ehem. CDU-Abgeordneter Martin Hohmann wird Kandidat der AfD in Fulda

Von Felizitas Küble

Der christlich-konservative CDU-Parlamentarier Martin Hohmann (siehe Foto) aus Neuhof bei Fulda war in den Jahren 2003 und 2004 monatelang in die Schlagzeilen von Fernsehen und Presse gelangt.  Scannen0008 - Kopie

Der damalige Abgeordnete, der mit einem über 50%igen Erststimmen-Ergebnis in den Bundestag einzog, hatte mit einer Rede zum „Tag der Deutschen Einheit“ am 3. Oktober 2003 die gesammelte Kampagnenwut des linken Spektrums auf sich gezogen.

Fälschlicherweise wurde behauptet, er habe die Juden in seiner Ansprache als „Tätervolk“ bezeichnet. In Wirklichkeit sagte er darin wörtlich genau das Gegenteil: „Weder die Juden noch die Deutschen sind ein Tätervolk.“  –  Daher hat Hohmann zahlreiche juristische Verfahren gegen diese Falschbehauptung gewonnen (vgl. z.B. folgende Nachricht: https://charismatismus.wordpress.com/2012/02/19/ultralinke-faz-autorin-wurde-von-martin-hohmann-erfolgreich-abgemahnt/)

CDU-Chefin Merkel hatte sich seinerzeit, als die Wogen in Medien und Politik hochgingen, deutlich von Hohmann distanziert. Hingegen nahmen einige konservative Unions-Abgeordnete den attackierten Parlamentarier in Schutz. Dieser zog sich, nachdem er aus der CDU ausgeschlossen wurde, aus der Politik zurück.

Nun kandidiert der 67-jährige Katholik in Fulda für die AfD (Alternative für Deutschland); er möchte bei der nächsten Kommunalwahl im März 2016 auf dem ersten Platz der AfD-Liste in den Kreistag einziehen, wie das Internetportal „Osthessen-News“ berichtet.

Hohmann ist derzeit kein Mitglied der AfD, steht ihr aber politisch nahe („Die Übereinstimmung ist da“). Die derzeitige Asylpolitik von Kanzlerin Merkel sieht er kritisch; er vermißt in seiner früheren Partei darüber hinaus auch die „soliden Positionen“ von früher.

Im Jahr 2011 haben wir diese ausführliche Lebensrechts-Ansprache Hohmanns im CHRISTLICHEN FORUM dokumentiert: https://charismatismus.wordpress.com/2011/09/05/martin-hohmann-%E2%80%9Emassenabtreibung-ist-ein-moralischer-supergau%E2%80%9C/

Foto: Felizitas Küble


Liebäugelt Peter Hahne mit der kath. Kirche?

Meldung der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA:

ZDF-Moderator Peter Hahne hat in seinem neuen Buch „Niemals aufgeben“ heftige Kritik an der EKD (Evangelischen Kirche in Deutschland) geübt, deren Leitung er 17 Jahre lang bis 2009 angehörte.  41USf3v0XrL._SX348_BO1,204,203,200_

Auf die Frage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom 31. Oktober, ob er zu einem Konfessionswechsel bereit wäre, antwortete er: „Es gibt für mich eine Schmerzgrenze zur EKD. In der katholischen Gemeinde muss ich mich geistig wohlfühlen. Dann würde mich wohl nichts am Übertritt hindern. Ich kenne hier in Berlin jedenfalls kaum einen Redakteur, der noch Mitglied der evangelischen Kirche ist.“

Als er im Februar im Vatikan zusammen mit anderen Journalisten empfangen worden sei, habe ihm der Papstsekretär, Erzbischof Georg Gänswein, von weitem zugerufen: „Herr Hahne, sind Sie etwa immer noch evangelisch?“ 

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/wird-peter-hahne-katholisch-83535.html

Neues Hahne-Buch mit Rezensionen: http://www.amazon.de/Niemals-aufgeben-Werten-F%C3%BChrung-bleiben/dp/3842910053


Die evangelische Landeskirchen schrumpfen trotz (oder wegen?) ihres Anpassungskurses

Mathias von Gersdorff

Hoffentlich lesen Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof Heiner Koch und Bischof Franz-Josef Bode die Nachrichen der evangelischen Presseagentur IDEA. Dann hätten sie erfahren, wohin ihre liberalen Ansichten führen: Podium5

Alle evangelischen Landeskirchen sind im Jahr 2014 geschrumpft. Das geht aus einer Umfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) bei den Landeskirchenämtern und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hervor.

IDEA berichtet, auch die katholische Kirche hätte im Jahr 2014 Mitglieder verloren: „Um 2,05 Millionen auf 23,94 Millionen ging die Zahl der Mitglieder von 2004 auf 2014 zurück. Damit verlor die katholische Kirche im Zehnjahresvergleich 7,9 Prozent ihrer Mitglieder, die Protestanten verzeichneten ein Minus von 11,7 Prozent.“

Die evangelische Seite hat also prozentual deutlich mehr Mitglieder verloren. Ein zeitgeistangepaßter Kurs ist offenbar nicht in der Lage, Mitglieder zum Verbleib in ihrer Kirche zu überzeugen.

Eigentlich logisch: Der herrschende Kurs der beiden deutschen Volkskirchen spricht vor allem liberal eingestellte Menschen an. Doch diese legen viel Wert auf Freiheit und vielerlei Alternativen. Das deutsche System der Kirchensteuer spricht im Grunde die falsche Zielgruppe an.

Viele jener Personen, die aus ihren Kirchen austreten, tun das möglicherweise nicht, weil sie atheistisch oder unreligiös geworden sind. Sie wollen sich lediglich nicht an eine bestimmte Kirche binden, der sie einen monatlichen Beitrag spenden.  Oder sie lehnen eine starre Finanzierungsform ab. Sie wollen selber entscheiden, wo und wann sie Geld geben. 026_23A

Und sicherlich gibt es auch viele konservative Christen, die keine Kirchensteuer zahlen wollen und aus der Kirche austreten. Genauso wie die Liberalen wollen auch sie selbst entscheiden, wen sie finanziell unterstützen.

Konservative behaupten in der Regel, die Kirchen müssten ein klareres Profil zeigen, um die Austrittswelle zu bremsen.

In der Tat zeigten statistische Studien aus den Vereinigten Staaten, dass „konservative“ Kirchen (im Sinne von moraltheologischer Strenge, klarer Sprache, Kritik an der modernen Welt usw.) stärker wachsen und ihre Mitglieder besser an sich binden können als „liberale“. 

Die Argumentation hat aber einen Haken: Diese Kirchen definieren durch ihren deutlichen Kurs von vornherein, wen sie als Mitglied haben wollen und wen nicht; sie können oder wollen gar nicht alle um um sich scharen.  Nicht viel anders sieht es im Grunde in der katholischen Kirche aus, wenn es keine Zwangssteuer gäbe.

In den Vereinigten Staaten setzt man auf Freiwilligkeit der Gläubigen bei der Finanzierung der Kirchenausgaben. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise spendeten die katholischen US-Bürger 300 Milliarden Dollar an kirchliche Einrichtungen.

Rein ökonomisch betrachtet ergibt also dieses System einen Sinn: Dank dieser Freiheit wächst in den Vereinigten Staaten die Anzahl von Menschen, die sich katholisch nennen (egal ob liberal, konservativ, traditionalistisch oder sonst etwas).

Wenn man die Zahl von Kirchenmitgliedern und die Geldeinnahmen maximieren will, wäre wohl das US-amerikanische Modell auch in Deutschland das Beste.(Hierzulande scheint die Glaubens- und Lehramtstreue sowieso keine allzu große Rolle zu spielen).

Doch es ist unwahrscheinlich, dass Kardinal Marx & Co. das deutsche Finanzierungsmodell ändern, denn eine Abschaffung der Kirchensteuer würde zunächst ihre eigene finanzielle Macht schmälern.
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Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ in Frankfurt und betreibt die Webseite „Kultur und Medien online“; aktuelle kirchenpolitische Kommentare schreibt er hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

Bundesweite CSU: Wann kommt der „Kreuther Geist“ endlich aus der Flasche?

Von Felizitas Küble

Wenn das jüngste Ultimatum des bayerischen Ministerpräsidenten an die Kanzlerin hinsichtlich der Asylkrise mehr als Theaterdonner sein soll, wenn der CSU-Chef ernst genommen werden möchte, muß er seinen schneidigen Worten wirksame Taten folgen lassen. fahne1

Das Abziehen von CSU-Ministern aus dem Bundeskabinett wäre zwar eine beachtenswerte Maßnahme, ein „Signal“ des Mißfallens mit der aktuellen Politik, aber keine Dauerlösung, keine zukunftsweisende Option.

Nicht nur fällig, sondern überfällig ist etwas anderes, nämlich der Kreuther Geist, genauer: die bundesweite Ausdehnung der CSU.

Immerhin gab es diesen Trennungsbeschluß unter Franz-Josef Strauß bereits 1976 nach der für die Unionsparteien verlorenen Bundestagswahl. (Geliebäugelt hat der CSU-Chef damit sogar schon vier Jahre früher: http://www.fjs.de/dokumente/parteivorsitzender/NLStraussSlgKrayCSU_11.pdf)

Allerdings ließ sich der markige CSU-Vorsitzende, der (wenn es darauf ankam) bisweilen ein Zögerer war, von CDU-Chef Helmut Kohl eines Schlechteren belehren und zog den in Wildbad Kreuth erfolgten CSU-Beschluß später zurück.

Bayerische Besorgnis um die „Pfründe“

Dies war auch durch kritische CSU-Stimmen aus Bayern bedingt, denn die CDU hatte angekündigt, im Freistaat voll durchzustarten und der CSU Konkurrenz zu machen. So fürchteten viele CSU-Politiker um ihre „Pfründe“ bzw. um die absolute Mehrheit der CSU. Somit war ihnen der bayerische Spatz in der Hand lieber als die bundespolitische Taube auf dem Dach. 159481-3x2-teaser296

Wenn der CSU-Politiker Markus Söder derzeit deutlich von einer „Regierungskrise“ spricht, hat er zweifellos recht, ebenso mit seiner Feststellung an die Adresse von Merkel: „Leider ist es durch das Aussetzen des Europäischen Rechts durch Deutschland, das Aussetzen von Dublin II …zu diesem massiven Zuzug nach Deutschland gekommen.“

Deshalb wollen die Christsozialen von der Kanzlerin endlich Klarheit darüber, daß die Grenzen zu schließen sind, weil die Grenzen der Belastbarkeit hierzulande überschritten sind.

Immerhin ist Bayern eine Art Drehscheibe des Massenandrangs, also von allen Bundesländern am stärksten betroffen von jener fehlgeleiteten „Willkommenskultur“, welche Merkel wie eine Art Alleinherrscherin durchposaunte.

FAZ: Ist die Bundesregierung „von Sinnen“?!

Solange sich die Regierungschefin gegenüber den Forderungen ihrer Schwesterpartei taub zeigt und die CSU sich auf rhetorische Drohungen ohne praktische Maßnahmen beschränkt, werden die CSU-Forderungen auch weiterhin verpuffen. (Kein Wunder, daß sogar die FAZ sich fragt, ob die Bundesregierung in der Asylpolitik „von Sinnen“ ist: http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/fluechtlingspolitik-ist-die-koalition-von-sinnen-13888065.html)

Es hilft aus meiner Sicht nur eines, nämlich der Geist von Kreuth: eine bundesweite CSU muß her, auch damit Millionen heimatloser, ehemaliger CDU-Wähler „aufgefangen“ werden, indem sie CSU wählen können.

Zudem hätte eine deutschlandweit wählbare CSU auch einen immensen strategischen Vorteil, denn entsprechend eingestellte Bürger könnten dann zB. außerhalb Bayerns mit der Erststimme ihren CDU-Direktkandidaten wählen  – und mit der Zweitstimme die CSU. Das wäre zwar keine direkte „Verdoppelung“ der Stimme, aber gleichwohl  – auch aufgrund der sog. Überhangmandate –  ein wahltaktisches Plus für das bürgerliche C-Lager.

Daß CSU-Politiker derzeit oft mit dem Wunsch nach einer deutschlandweiten CSU konfrontiert werden, beschreibt die CSU-Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber in diesem Artikel: Gleichwohl komme es sehr viel häufiger vor, dass sie E-Mails von Bürgern aus anderen Bundesländern bekomme, in denen die CSU aufgefordert wird, sich endlich bundesweit zur Wahl zu stellen.“

Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Jugend-Verlag und das gemeinnützige Christoferuswerk in Münster, wobei sie dieses CHRISTLICHE FORUM ehrenamtlich betreibt

Kürzlich hat sich der deutsch-israelische Publizist Klaus Moshe Pülz ebenfalls für eine bundesweite Ausdehnung der CSU ausgesprochen: https://charismatismus.wordpress.com/2015/10/28/deutsch-israelischer-publizist-klaus-m-puelz-plaediert-fuer-eine-bundesweite-csu/

Weiterer Artikel hierzu: https://charismatismus.wordpress.com/2015/11/02/bundesweite-willkommenskultur-fuer-die-csu/


Reine Hände und ein lauteres Herz

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 24 (23),1-2.3-4.5-6.

Dem HERRN gehört die Erde und was sie erfüllt,
der Erdkreis und seine Bewohner.
Denn ER hat ihn auf Meere gegründet,
ihn über Strömen befestigt.

Wer darf hinaufziehn zum Berg des HERRN,
wer darf stehn an seiner heiligen Stätte?
Der reine Hände hat und ein lauteres Herz,
der nicht betrügt und keinen Meineid schwört.

Er wird Segen empfangen vom HERRN
und Heil von Gott, seinem Helfer.
Das sind die Menschen, die nach ihm fragen,
die dein Antlitz suchen, Gott Jakobs.


MARIA: Mutter unseres HERRN und Königin der HEILIGEN

Plakate 1587Poster des  ECCLESIA-Plakatdienstes (KOMM-MIT-Verlag)