IRAN: Entrechtung der Frauen, Christen-verfolgung, Hinrichtung Homosexueller

Islamische Diktatur contra Menschenrechte

Beispielhaft für die systematische Missachtung von Verträgen im Iran ist die Entrechtung von Frauen und Minderheiten. Der Iran hat völkerrechtlich bindende Menschenrechtsverträge unterschrieben und ratifiziert – Verträge, zu deren Vertragsstaaten auch Deutschland gehört. IGFM-menschenrechtede-8174_01_dd53c02859

Die iranische Regierung brüstet sich mit diesen Abkommen. Teheran macht aber – inzwischen seit Jahrzehnten – nicht die geringsten Anstalten, sie auch nur ansatzweise einzuhalten, erklärt die IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte).

Folter und Tod für christliche Ex-Muslime

Nichtmuslime werden im Iran systematisch diskriminiert. Angehörigen „geschützter Religionen“ – Christen, Juden und Zoroastrier – wird ein Existenzrecht „gewährt“. Ehemalige Muslime, die Christen wurden, sind praktisch rechtlos. 4077304320

Beispielhaft nennt die IGFM einen der international bekanntesten politischen Gefangenen im Iran: Pastor Saeed Abedini. Der 35-jährige Ex-Muslim ist zur Zeit in einer mit 80 Häftlingen vollgestopften, fensterlosen und unterirdischen Zelle eingesperrt, die für 20 Personen angelegt ist. Abedini ist für seine Arbeit als Pastor willkürlich verhaftet, misshandelt und gefoltert worden – obwohl er in keiner Weise gegen iranisches Recht verstoßen hat.

Durch die Tritte bei „Verhören“ erlitt er innere Verletzungen, die nach wie vor in seinen Magen bluten. Ärzte des Gefängnisses und eines Zivilkrankenhauses fordern seit über einem Jahr, dass er wegen der Misshandlungen operiert werden muss – doch die Behörden verweigern ihm die dringend notwendige Hilfe. Monatelang sah Abedini kein Sonnenlicht. In der Einzelhaft brannte das Kunstlicht in seiner winzigen Zelle Tag und Nacht.

Eine Matratze hatte er nur kurz, nachdem er nach einem „Verhör“ in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Als die Wärter ihn wieder abholten, schlugen und demütigten sie ihn vor dem schockierten Krankenhauspersonal. Seine Peiniger machen ihm immer wieder deutlich, dass es nur einen einzigen Weg in die Freiheit gäbe: Er muss wieder Muslim werden.

Systematische Entrechtung von Frauen

Nach Ansicht der IGFM ist vielen Europäern nicht klar, in welchem Ausmaß Frauen und Mädchen nach dem islamischen Recht diskriminiert und entrechtet werden„Recht“ auf sexuellen Gehorsam der Ehe-„Frau“Nach der im Iran geltenden Scharia hätten Ehemänner „das Recht“, ihre Frauen auch mit Gewalt zum sexuellen Gehorsam zu zwingen. Nach dieser „Rechts“-Logik kann es Vergewaltigungen in der Ehe „nicht geben“.  
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Auch häusliche Gewalt werde im Iran mit Verweis auf den Koran und islamische Überlieferungen gerechtfertigt. Der Ehemann dürfe seine Frau schlagen – wenn er „Ungehorsam fürchte“. Nach islamischem Recht stellten Schläge oder sexuelle Gewalt durch den Ehemann für die Frau auch keinen Scheidungsgrund dar.

Gleichzeitig könnten muslimische Ehemänner jederzeit ihre Ehefrauen verstoßen. Komme es zum Rechtsstreit, so gelte – mit Verweis auf das islamische Recht – die Aussage einer Frau vor Gericht nur halb so viel wie die eines Mannes. In manchen Fällen wird die Aussage einer Frau überhaupt nicht zugelassen

Verheiratung weiblicher Kinder nach Mohammeds Vorbild

Besonders alarmierend ist die Verheiratung sehr junger Mädchen. Das reguläre Mindestheiratsalter für Mädchen liegt theoretisch bei 13 Jahren. Doch die Verheiratung von Mädchen unter 13 Jahren ist nach Angaben der IGFM in der Islamischen Republik möglich und gängige Praxis. Notwendig ist lediglich der Wille des Vormundes – in der Regel des Vaters – und eine richterliche Genehmigung, die problemlos erhältlich ist.
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Grundlage für diese Rechtspraxis ist nach Angaben der IGFM die Berufung auf das Vorbild des Propheten Mohammed, der im Alter von über 50 Jahren seine sechsjährige Lieblings-„Frau“ Aischa heiratete. Er „konsumierte“ die Ehe nach islamischer Überlieferung, als sie neun Mond-Jahre alt war, also etwa 8 2/3 heutiger (Sonnen-)Jahre. 

Der Staatsgründer der Islamischen Republik, Ayatollah Khomeini, stellte die offizielle Rechtslage der schiitisch-dschaf’aritischen Rechtsschule dar und formulierte eine noch heute gültige Rechtsentscheidung („hukm“): Danach ist es erlaubt, eine „Ehefrau“ zu haben, die jünger als neun Jahre alt ist.

Khomeini hält ausdrücklich fest, dass mit Vollendung des neunten Lebensjahrs die „Ehefrau“ entjungfert werden darf. Die „übrigen Genüsse“ seien aber auch vorher kein Unrecht, „selbst beim [weiblichen] Säugling“. Khomeini nennt als Beispiele „Berühren mit Begierde“ und ein Wort, dass oft mit Analverkehr über-setzt wird, aber wohl im Sinne von „Schenkelverkehr“ gemeint wurde, da Anal- und Oralverkehr in der Regel als nicht islamkonform angesehen werden.

Verfolgung und Hetze gegen Homosexuelle 

Die Islamische Republik dringt mit schwersten Sanktionen bis in die intimsten Bereiche des Privatlebens seiner Bürger ein. Im Iran kann nach dem dort geltenden islamischen Strafrecht einvernehmliche Sexualität zwischen Männern mit dem Tod bestraft werden, bei Frauen mit 100 Peitschenhieben.DSC00254

Ein offenes Leben gleichgeschlechtlicher Orientierung ist im Iran unmöglich. Homosexuelle Partnerschaften existieren im Iran nur in völliger Heimlichkeit. Bei einer Entdeckung werden die Opfer drangsaliert, willkürlich verhaftet und misshandelt, erklärt die IGFM. Vermutlich wurden im Iran bereits mehrere tausend Menschen allein wegen ihrer Homosexualität getötet.

Den bisherigen Gipfel der staatlichen Hetze markierte nach Auffassung der IGFM einer der bedeutendsten Geistlichen der Islamischen Republik.  Großayatollah Abdollah Javadi-Amoli erklärte am 16. April 2012 in der heiligen Stadt Qom bei einem Kongress islamischer Geistlicher, dass Homosexuelle ausgelöscht werden müssten. Homosexuelle seien nach dem Koran und der islamischen Überlieferung „minderwertiger als Hunde und Schweine“. Westliche Politiker, die Homosexualität entkriminalisierten, seien ebenfalls  „niedriger als Tiere“.

Quelle: http://www.igfm.de/ne/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=3008&cHash=7df231c6a3c98237c456dcd18040b3d4

Fotos: IGFM  – Gemälde: Evita Gründler


Die Parlamentswahlen in Polen aus christlich-wertkonservativer Sicht

Von Thomas Zimmermanns

Am 25.10.2015 wurde in Polen ein neues Parlament (der Sejm) gewählt und damit über die künftige Regierung entschieden. Die Wahlen ergaben überraschenderweise eiScannen0001ne absolute Mehrheit der Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS), die mit ihrer Spitzenkandidatin Beata Szydlo mit einem Stimmenanteil von 37,6% gegenüber den Wahlen von 2011 7,7% hinzugewann. Sie verfügt jetzt über 235 der 460 Parlamentssitze.

Die bislang regierende „Bürgerplattform“ (PO) erlitt Verluste von über 15% und wurde mit 24,1% nur noch zweitstärkste Partei; ihr bisheriger Koalitionspartner, die „Bauernpartei“, übersprang mit 5,2% nur knapp die 5%-Hürde.

Die beiden linken Parteien „Vereinigung linker Demokraten“ (SLD) und „Deine Bewegung“ (TR) sind nicht mehr im Parlament vertreten, obwohl sie sich zu einem Wahlbündnis zusammengeschlossen hatten. Dafür ist die als konservativ oder auch als „rechtspopulistisch“ geltende Partei des ehemaligen Rockmusikers Pawel Kukiz sowie eine neugegründete wirtschaftsliberale Partei erstmals im Parlament vertreten.

Zugleich wurde auch ein neuer Senat gewählt, in dem die PiS nun ebenfalls die Mehrheit hat (61 von 100 Senatoren gegenüber 31 bei den Wahlen von 2011). Der Senat hat jedoch nach der polnischen Verfassung nur geringe Befugnisse.

Wahlsieg der PiS von vielen Medien kritisiert

Der Wahlsieg der PiS wurde von zahlreichen ausländischen, v.a. auch deutschen, Medien mit starker Ablehnung und großer Besorgnis aufgenommen. Die hauptsächlichen Befürchtungen gingen dahin, dass die neue Regierung auf Konfrontationskurs gegenüber der EU gehen könnte, dass sie weiterhin eine stark restriktive Haltung hinsichtlich der Aufnahme von Flüchtlingen einnehmen werde und dass es zu einer Verschlechterung der Beziehungen zu Deutschland und zu Russland und zu einer Isolierung und Abschottung Polens innerhalb der EU kommen könnte.  40323-90x80

Allgemein gesprochen gingen die Befürchtungen dahin, dass es in Polen zu einem Wiederaufleben des Nationalismus und des konservativen Katholizismus kommen werde, dass der Vorsitzende der PiS, Jaroslaw Kaczynski, maßgeblichen Einfluss auf die neue Regierung nehmen werde, ja dass sogar die demokratisch-rechtsstaatliche Ordnung in Polen in Gefahr geraten könnte.

Kaczynski selbst wird in Medienberichten oftmals mit dem vielgeschmähten ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán verglichen.

Jedoch gab es auch Stimmen, die die Hoffnung äußerten, dass die mutmaßliche neue Ministerpräsidentin Szydlo liberaler und EU-freundlicher sei als Kaczynski, da sie  –  ebenso wie der im Mai 2015 neu gewählte Staatspräsident Andrzej Duda, der ebenfalls der PiS angehört  –  einer jüngeren Generation angehöre.

Ferner wird geäußert, dass die PiS ihren Wahlsieg in erster Linie ihren Versprechungen in Bezug auf Renten, Arbeitslosenunterstützung, Mindestlöhne und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit verdanke und nicht einer Rückkehr zu christlichen und patriotischen Werten oder zum Nationalismus.

Polen schützt das Lebensrecht der Ungeborenenbaby

Wie ist der Ausgang dieser Wahlen von nichtpolnischer Seite aus christlich-wertkonservativer Sicht zu bewerten?

Man wird als erstes erfreulicherweise als sicher annehmen können, dass der im Jahre 1993 gesetzlich verankerte weitgehende Schutz des ungeborenen Lebens unter der neuen Regierung aufrechterhalten bleibt und dass vielleicht sogar einige noch bestehende Lücken dieses Schutzes nunmehr geschlossen werden. Polen gehört damit weiterhin zu den wenigen Ländern der EU, in denen das ungeborene Leben weitgehend geschützt ist! 

Ebenso ist nicht anzunehmen, dass es unter der neuen Regierung eingetragene homosexuelle Lebensgemeinschaften geschweige denn die Anerkennung der „Homo-Ehe“ geben wird. Da eine weitgehende Freigabe der Abtreibung und v.a. auch die rechtliche Anerkennung homosexueller Gemeinschaften schon seit langem mit zu den wichtigsten gesellschaftspolitischen Zielen der EU gehören, könnte dies in der Tat zu Konflikten mit den Gremien der EU führen. 

Ebenso dürfte die neue polnische Regierung in wichtigen Punkten nicht so leicht bereit sein, staatliche Souveränität an die Organe der EU abzutreten; zugleich wird sie in erster Linie polnische Interessen vertreten und an der polnischen und christlichen Leitkultur Polens festhalten.

Dass dies der Hauptgrund für die Haltung der polnischen Regierung und der großen Mehrheit der polnischen Gesellschaft in der Flüchtlingsfrage ist und nicht etwa Kreuzkuppel„Hartherzigkeit“ oder „Nationalismus“, wird gerade in den deutschen Medien kaum gewürdigt oder besser gesagt völlig verkannt. In diesem Punkt könnte es zu ernsthaften Konflikten der neuen polnischen Regierung auch mit der Bundesregierung kommen.

Keine Freigabe der Euthanasie

Die Ansicht, dass der Islam zu Polen gehöre, wird in Polen nur von einer kleinen Minderheit vertreten. Auch werden religiöse Bekenntnisse gegenüber Beschimpfungen weiterhin geschützt sein (man denke demgegenüber daran, dass in Deutschland selbst die übelsten Beschimpfungen christlicher Kirchen und ihrer Glaubensinhalte als „Meinungsfreiheit“ erlaubt sind) und es wird keine Freigabe der Euthanasie und des ärztlich assistierten Selbstmordes geben.

Dies alles ist aber für Christlich-Wertkonservative auch außerhalb Polens und auch in Deutschland kein Grund, die zu erwartende neue Regierung abzulehnen, im Gegenteil. Die bislang regierende Bürgerplattform wäre hingegen in diesen und anderen Fragen der EU-Kommission und der Mehrheit des EU-Parlaments vermutlich weit stärker entgegen gekommen.

Bereits unter der Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk war im Januar 2013 ein Vorstoß unternommen worden, homosexuellen Gemeinschaften rechtliche Anerkennung zu verschaffen, der sich jedoch nicht durchsetzen konnte. Zwar hatte seinerzeit die linke Opposition für diese Pläne gestimmt, doch verweigerte der Koalitionspartner, die Bauernpartei sowie auch etwa 60 Abgeordnete der Bürgerplattform dem Gesetzesentwurf die Zustimmung, sodass Tusk eine Abstimmungsniederlage erlitt.

Es ist nach alledem damit zu rechnen, dass Polen mit seiner neuen Regierung unter erheblichen Druck von EU-Organen, insbesondere der Kommission, gerät, die dem Land die Umsetzung bestimmter Gesetze und Richtlinien gegen den Willen der Regierung, der Parlamentsmehrheit und der Mehrheit der Bevölkerung aufnötigen wollen.

Ebenso ist damit zu rechnen, dass Entscheidungen polnischer Gerichte etwa was die Abtreibung oder Beschimpfung religiöser Bekenntnisse betrifft, vor den EGMR (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte) gebracht und von diesem aufgehoben werden, wie dies in der Vergangenheit in einigen Fällen bereits geschehen ist.

Für die Beurteilung der neuen polnischen Regierung und ihres Gelingens spielt es selbstverständlich auch eine große Rolle, ob sie die wirtschaftspolitischen Probleme des Landes, die Arbeitslosigkeit und viele andere ungelöste Aufgaben bewältigen kann und ob sie in der Lage ist, ihre kostspieligen Versprechen auf diesen Gebieten zu halten. Aus deutscher Sicht ist auch die Wahrung der rechtlichen Stellung der deutschen Minderheit von Bedeutung. All dies bleibt abzuwarten.

Geistige Wende hin zu christlichen Grundordnungen

Polen ist auch heute noch ein weitgehend katholisches Land. Im Zusammenhang mit seiner weiteren politischen Entwicklung ist hierbei von großer Bedeutung, dass die große Mehrheit des polnischen Klerus – anders als in Deutschland – dem konservativen Flügel des weltweiten Katholizismus zuzurechnen ist. Hierdurch würden diejenigen Kräfte Unterstützung erfahren, die an den christlichen Werten und Ordnungen in Staat, Rechtsordnung und Gesellschaft festhalten. Auch dies ist eine Perspektive, die v.a. bei deutschen Medien Anlass zu heftiger Kritik ist.  chrkn

Des Weiteren halte ich es für wahrscheinlich, dass der Ausgang der Wahlen zwar nicht nur, aber doch auch Ausdruck einer geistigen Wende in Polen zurück zu den überlieferten christlichen Grundwerten war und dass für viele auch der Wunsch nach Wahrung und Stärkung der Souveränität und Unabhängigkeit des Landes eine große Rolle spielte und ich glaube nicht, dass der Wahlsieg der PiS in erster Linie auf wirtschaftspolitischen oder finanziellen Erwägungen der Wähler beruhte.

Bemerkenswert hierbei ist auch die Tatsache, dass die gesamte polnische Linke starke Verluste erlitt und nicht mehr im Parlament vertreten ist – das würde in Bezug auf Deutschland bedeuten, dass weder die SPD, die Grünen noch Die Linke noch eine andere Linkspartei im Bundestag vertreten wäre!      

Für Christlich-Wertkonservative in Europa ist der Ausgang der Oktoberwahlen in Polen auch mit der Hoffnung verbunden, dass sich in Osteuropa ein starker Block von Staaten bildet, der gewillt ist, an den Grundwerten des christlichen Abendlandes auch unter der Mitgliedschaft in der EU festzuhalten, was es den Gremien der EU erschweren würde, bestimmte dagegen gerichtete Ziele durchzusetzen.

Nicht nur für die Organe der EU, sondern auch für die herrschenden Kräfte in Deutschland würde freilich gerade eine solche Entwicklung ein Horror-Szenario bedeuten, dem man mit allen Mitteln entgegenwirken würde und in diesem Sinne wird sie auch in den deutschen Medien dargestellt.  

Ein Motto einer großen Demonstration der PiS als damalige Opposition in Warschau aus dem Jahr 2012 lautete: „Trwmi obronie wolnosci i chrzescianskiego zachodu!“. Das heißt auf Deutsch: „Halten wir fest an der Verteidigung der Freiheit und des christlichen Abendlandes!“.

Und ich meine, dass auch nichtpolnische Christlich-Wertkonservative diese Ziele unterstützen können und sollen, und zwar nicht nur in Bezug auf Polen, sondern auch und vor allem in ihren eigenen Ländern.     

Unser Autor Thomas Zimmermanns ist evangelischer Christ, Publizist, Jurist und wohnt in Köln


Ungarn: Parlamentspräsident kritisiert Diktatur der „Political Correctness“

Nicht an der Zerstörung Europas mitwirken

Ungarns Parlamentspräsident László Kövér hat den Politikstil innerhalb der Europäischen Union scharf kritisiert. „Wir hatten das ja schon in der braunen und in der roten Diktatur. Heute ist es die Diktatur der politischen Korrektheit.“ pc_pi

Sowjetführer Leonid Iljitsch Breschnew wäre stolz, „wenn er sehen könnte, wie heute die öffentliche Meinung geformt wird“, sagte Kövér nach Angaben der Zeitung Die Presse.

„Allgemein werden die Politiker, die die Interessen ihrer Wähler vertreten, als Populisten abgestempelt. Dabei geht es in der Demokratie doch genau darum. Bei uns nennt man das Parlament immer noch Volksvertretung“, betonte Kövér. Die Asylkrise sorge jedoch dafür, daß sich die Menschen von den Zwängen der politischen Korrektheit befreiten. 

Mit Blick auf die scharfe Kritik aus Deutschland und Brüssel an der Abriegelung der ungarischen Grenze für Asylbewerber unterstrich der Parlamentspräsident, die Ungarn wollten „bei der Zerstörung Europas nicht zu Mittätern werden“. Im Gegensatz zu anderen Staaten werde aus seinem Land kein „Migrantenreisebüro“.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


FAZ: Syrischer Patriarch übt Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am heutigen 4. Oktober unter dem Titel „Syrischer Patriarch kritisiert deutsche Flüchtlingspolitik“ berichtet, befindet sich Gregorios III. Laham derzeit in Frankfurt. Er ist das Oberhaupt der mit Rom verbundenen, griechisch-melkitischen Kirche, die auch in Syrien vertreten ist.  Asylverfahren-100_03

Die Bereitwilligkeit der Bundesregierung, Kriegsflüchtlingen aus Syrien Schutz zu gewähren, werde dort „so verstanden, als wolle Deutschland soundsoviele Leute haben“.

Die FAZ schreibt weiter, der syrische Patriarch habe „Vorbehalte gegen die hohe Aufnahmebereitschaft Deutschlands“ geäußert. 

Gewiss sei Angst ein Fluchtmotiv, aber diese Angst werde vom „Islamischen Staat“ bewusst geschürt, so das geistliche Oberhaupt weiter. Andere Gründe für die Abwanderung aus Syrien seien „Hoffnung auf besseres Leben und eine bessere Zukunft“ wie auch Lust auf „Abenteuer“, sagte Gregorios III. Die Ausreisewelle verglich er mit einer „Epidemie“.

Quelle und vollständiger FAZ-Artikel hier: http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/syrischer-patriarch-kritisiert-deutschlands-fluechtlingspolitik-13893521.html


Martin Lohmann erneut Vorsitzender des „Bundesverband Lebensrecht“ (BVL)

Der Journalist und Moderator Martin Lohmann (siehe Foto) ist auf der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) in Bonn für weitere zwei Jahre zum Vorsitzenden des Dachverbandes wiedergewählt worden. Lohmann5

Lohmann bedankte sich für das erneut ausgesprochene Vertrauen und freut sich darauf, gemeinsam mit den „Freunden des Lebens“ den bereits erzielten Erfolg vor allem im Hinblick auf den Marsch für das Leben auszubauen. Auch im kommenden Jahr werde man als BVL wieder die ökumenische „Woche für das Leben“ konstruktiv durch eine eigene Experten-Tagung begleiten: durch den „Tag für das Leben“.

Lohmann: „Der Marsch für das Leben und der Tag für das Leben gehören zum Profil unseres Verbandes, dessen Aufgabe wichtig bleibt“. 

Martin Lohmann führt seit 2009 ehrenamtlich den Bundesverband, dem 13 Organisationen angehören.


Kardinal Kasper stößt Debatte um Kommunion für geschieden Wiederverheiratete erneut an

Mathias von Gersdorff

Wie zu erwarten war, gab es in der vergangenen Woche viele Stellungnahmen und Kommentare zur Familiensynode, die am 25. Oktober 2015 endete. Die meisten beschäftigten sich mit dem Schlussbericht, der „Relatio finalis“, die am 24. Oktober der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Foto T. Schirrmacher

Die größte Aufmerksamkeit erhielten die Paragraphen 84, 85 und 86. In diesen geht es um die „wiederverheirateten Geschiedenen“, wohl das wichtigste Reizthema vor und während der Synode.

In der Diskussion um diese Paragraphen geht es vor allem um die Frage, ob laut Schlussbericht die wiederverheirateten Geschiedenen in gewissen Fällen die Kommunion empfangen dürfen. Die „Relatio finalis“ ist wohlgemerkt kein lehramtliches Dokument mit irgendeiner Verbindlichkeit.

Der Bericht ist lediglich ein Schreiben mit Empfehlungen an den Papst. Dieser kann den Text in der Art und Weise verwenden, wie er es für richtig hält.

BILD: Die Kardinäle Gerhard Müller und Walter Kasper im Gespräch (Foto: Dr. Thomas Schirrmacher)

Die Stellungnahmen zu den umstrittenen Paragraphen 84, 85 und 86 fielen recht unterschiedlich aus. 

Kardinal George Pell meinte in einem Interview mit dem Vatikanisten Edward Pentin, aus dem Schlussbericht ließe sich keine Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zum Tisch des HERRN ableiten. Das Dokument müsse im Rahmen der katholischen Ehe- und Sexuallehre gelesen werden, weshalb die Kommunion für diese Fälle ausgeschlossen ist. 

Kardinal Raymond Leo Burke dagegen meinte, der Text sei undeutlich und sogar missverständlich. Insbesondere was die Unauflöslichkeit der Ehe betrifft, also ein wesentliches Element der katholischen Lehre, sei das Dokument defizitär.

Die Delegierten der Deutschen Bischofskonferenzen, Kardinal Marx, Erzbischof Koch und Bischof Bode, äußerten sich in eher vorsichtiger Form. Sie sagten, die Tür für die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen sei durch die Synode nicht völlig geschlossen worden.

Die Stellungnahmen bewegen sich im Allgemeinen zwischen diesen drei Positionen. 

Inmitten dieser Debatte gibt der deutsche Kardinal Walter Kasper – seit bald zwei Jahren die Ikone des Progressismus in dieser theologischen Auseinandersetzung – eine Stellungnahme ab, die aufhorchen lässt:

„(Die Synode) öffnete sozusagen die Tür für die Zulassung in Einzelfällen der wiederverheiratet Geschiedenen zu den Sakramenten; sie durchschreitet diese Tür jedoch nicht“. (Rede zum 75. Geburtstag von Bischoff Mussinghoff)

Unwillkürlich stellt man sich die Frage, wieso diese Tür offen ist und wieso man sie nicht durchschreiten darf?

Falls der deutsche Kardinal es ernst meinte, ist die einzig mögliche Antwort auf diese Frage: Der Schlussbericht verlegt die Entscheidung über die Zulassung zur Kommunion ins „forum internum“, also ins Gespräch des Betroffenen mit dem Beichtvater. Der objektive Zustand (also die Tatsache, dass man nach der Scheidung wieder geheiratet hat), erscheint nebensächlich.

Was Kaspers Intention betrifft, so kann seine Stellungnahme als Einladung an die progressistischen Theologen gedeutet werden, aktiv zu werden. Sie sollen nun in die Debatte einsteigen und diese Interpretation der „Relatio finalis“ argumentativ verteidigen. 

Quelle und vollständiger Text des Artikels hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/2015/11/kardinal-kasper-stot-debatte-um.html

 


Israel: „Florentin“ (Tel Aviv) gilt als Stadtviertel für Künstler und Musiker

Laut Online-Magazin Thrillist ist das Tel Aviver Viertel Florentin eine der hipsten Gegenden der Welt. Im Ranking des Lifestyle-Magazins belegt Florentin Platz 2 nach dem New Yorker Stadtteil Williamsburg.

In der Begründung heißt es: „Die Kombination aus traditioneller Kultur und zeitgenössischem Stil hat die Hipster nach Florentin angezogen.“  – Tel Aviv sei bereits für seine interessante Architektur im Bauhaus-Stil bekannt – und Florentin ein Ort besonders für Künstler und Musiker.

Mit seiner unkonventionellen Mischung aus Bars, Cafés und Restaurants ist Florentin beliebt bei Besuchern. Die Levinsky-Straße ist bekannt für ihre Gewürzläden und Märkte für Gourmets. 

Quelle: israelische Botschaft / Foto: israel. Tourismusministerium