Der IWF ist aus der Griechenland-„Rettung“ ausgestiegen – was nun?

Beatrix von StorchAFD_EU_Abgeordnete

Bis vor wenigen Wochen war es Schäubles hehres Versprechen: Die Euro-Rettung in Griechenland wird nie, nie, niemals ohne den IWF (Internationalen Währungsfond) erfolgen. Nun ist der ausgestiegen. Der IWF gibt nämlich keine Kredite, wenn er weiß, daß er sie nicht zurückbekommt.

Und jetzt argumentiert man anders: Auf Kredite vom IWF sind relativ hohe Zinsen fällig. Und da Griechenland ja pleite ist, müssen die Retter diese hohen Zinsen bezahlen. Dann ist es doch toll, wenn der IWF gar nicht dabei ist und wir, die Retter, neben den Zinsen auch den Kreditbetrag zusätzlich stellen. Absurdistan für Fortgeschrittene…

Und immer weiter auf dem Vormarsch ist der Euro-Rettungs-Baustein „gemeinsame Einlagensicherung“, also: Zypern und Malta und Frankreich und Italien versprechen, Deutschlands Einlagen zu besichern, falls deutsche Banken in die Schieflage kommen und man Geld dafür hat. Und Deutschland, das schon einen milliardenschweren Fonds hat, gibt diesen her, falls in den Krisenländern die Krise eintritt.

Ein fairer Deal – für Anfänger und Rechenkünstler. Wenn Sie das stoppen wollen, klicken Sie zur Protest-Petition (Keine deutschen Ersparnisse für EU-Pleite-Banken) bitte hier.

Beatrix von Storch (MdEP) ist evangelische Christin und familienpolitisch engagierte Europa-Abgeordnete der AfD (Alternative für Deutschland)


6 Kommentare on “Der IWF ist aus der Griechenland-„Rettung“ ausgestiegen – was nun?”

  1. Adolf Breitmeier sagt:

    Stefan: In Griechenland haben Jahrzehnte lang richtige Sozialisten regiert – und haben auf Deiwell komm raus Schulden gemacht (wobei ein Teil in Rüstung angelegt wurde, weil Griechenland seinem türkischen Nachbarn aus geschichtlicher Erfahrung misstraut). Die jetzt regierenden Rechten in Griechenland wurden nur gewählt, weil Sozialisten die Karre an die Wand gefahren hatten. allerdings machen sie genau dort weiter, wo die anderen aufgehört haben. Und noch etwas sollten wir nicht vergessen: Den Griechen wurde NICHT geholfen, marode und schlecht geführte Banken wurden gerettet, und wirklich Reichen wurde die Chance eingräumt, ihr Geld in sichere Länder zu schaffen.

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    • Stefan1 sagt:

      Zitat aus:
      http://www.watson.ch/International/Best%20of%20watson/117386465-Diese-%C2%ABSchurken%C2%BB-sind-Schuld-an-der-griechischen-Misere

      Die Familien (konservativ!) Karamanlis und (sozialistisch!) Papandreou sowie der Mitsotakis-Clan (liberal-konservativ!) haben das Land in einer für Europa einmaligen Feudal-Demokratie wechselweise regiert. Sie errichteten eine Klientelwirtschaft und schütteten Milliarden aus, die der Staat nicht hatte.
      Ende Zitat

      Die Macht- und Verantwortungsverhältnisse sind sehr komplex. Es wäre jedoch falsch zu sagen, dass nur Sozialisten an der Misere schuld waren! Unter Karamanlis (konservativ) gab es einige dubiose Skandale (Landverkauf an ein Athos-Kloster Vatopedi, Olympiade), die dem Land schwer geschadet haben.

      Wie ich bereits sagte, ist das Sozialistische-Mäntelchen (PASOK) eine Farce, angesichts der Steuererleichterungen für die Reichsten und die Möglichkeit Geld ausser Land zu schaffen, wie Sie auch zu Recht schreiben. Von „richtigen“ Sozialisten zu sprechen, ist ein überzeichnet, angesichts der Milliardären-Clans (auch bei den sogenannten Sozialisten). Zudem konnten sich diese politisch gegnerischen Clans problemlos gegenseitig bedrohen und korrumpieren, wenn der andere gerade mal an der Regierung war.

      Jetzt regieren die linksgerichteten SYRIZA unter Ministerpräsident Alexis Tsipras und die rechtspopulistische ANEL (4,8 Prozent, 13 Sitze) zusammen. Aufgrund der gegenseitigen Drohungen von Griechenland und der EU und untereinander wird Tsipras kaum etwas Kluges erreichen und Sie werden wieder schreiben, dass die Sozialisten den Wagen an die Wand gefahren haben weil sie in der Mehrheit waren. Dann kommen wieder die Konservativen und werden auch nichts erreichen können (ausser der eigenen Bereicherung), trotzdem werden Sie schreiben, dass es wieder die Sozialisten waren. Das ist sehr einseitig.

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  2. Adolf Breitmeier sagt:

    Frage: Was nun? Die Antwort ist so einfach wie logisch: Deutschland springt ein. Das tun wir doch schon aus humanitären Gründen, das kennt Frau Dr. Merkel keine Gesetze, Absprachen oder Verträge. Alles, was Deutschland schadet, ging bislang von Grünen = Linken und Sozialisten aus. Jetzt bricht sich Frau Dr. Merkels sozialistische Erziehung Bahn: Alle gleich arm machen, dann sind alle gleich – na gut, manche sind gleicher! Aber warum sie Deutschland abschaffen will, habe ich nicht verstanden. Und warum wir uns das gefallen lassen, auch nicht (ich nehme mich nicht aus). Ist man blöd, wenn man Radikalismus ausschließt, falsch erzogen, zu anständig, zu hoffnungsvoll???

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    • Stefan1 sagt:

      Und? Wer hat den Schaden verursacht? Es waren die Rechten mit ihrer Geldgier und persönlichen Bereicherung.

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      • Guten Tag,
        Griechenland wurde jahrzehntelang von Sozialisten regiert bzw. heruntergewirtschaftet. Sind daran also auch noch „die Rechten“ (wer immer das sein mag?!) schuld?
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Stefan1 sagt:

        Beteiligt waren auch die „Sozialisten“, doch lesen Sie zur Wahrheitsfindung auch:

        http://www.watson.ch/International/Best%20of%20watson/117386465-Diese-%C2%ABSchurken%C2%BB-sind-Schuld-an-der-griechischen-Misere

        Eine Regierung, welches Etiquette sie sich auch immer heuchlerisch gibt, die den Reichsten des Landes Steuererleichterungen gibt und Reedereien von den Steuern befreien, ist bestimmt nicht sozialistisch. Die bisherigen konservativen Regierungsleute wurden immer gerne empfangen im Europaparlament, kaum waren mal echte Sozialisten an der Regierung, wurden diese von der EU verpönt. Die EU wusste genau wer da jetzt regierte.

        Den Reichsten die Steuern erleichtern sind ein Herzensanliegen der „Rechten“. Zu was das geführt hat in Griechenland, ist ersichtlich. Deutschland hat es noch vor sich.

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