Vom Zeitgeist verdreht: Warum linkes Gutmenschentum unserem Land nicht gut tut

Von Peter Helmes

Während in Afrika, Lateinamerika und Teilen Asiens der Glaube blüht – und nicht von den Phantasien europäischer Kirchenmenschen „beflügelt“ wird – stehen die evangelische und die katholische Kirche hierzulande vor dem Niedergang.peter-helmes-227x300

Zwei große Herausforderungen sind es, die den Trend befördern: der Islam und die Verunsicherung über das, was heute (bei uns) Christentum bedeutet.

Wer dagegen aufbegehrt und hinweist auf intellektuelle sowie religiöse Irrwege, bekommt die geballte Kraft der „politisch Korrekten“ zu spüren, die gerade auch in den Kirchen dabei sind, ihren Einfluß zu vergrößern.

Viele unter ihnen geben sich als Christen aus, sind aber subversive Figuren zur Durchsetzung satanischer Vorstellungen, für die Reizworte wie Frühsexualisierung, Bildungs- und Aktionsplan, Gender usw. stehen mögen. Selbst hohe kirchliche Würdenträger geben sich dabei als Herolde der neuen Welt, des „neuen Menschen“ aus.

Ich habe mich mit den Reaktionen auf „Pegida“ beschäftigt und selten so viel Haß und Verachtung wie auf der Seite der Pediga-Gegner festgestellt. Eine solch´ völlig unangemessene Reaktion der vermeintlich „guten Menschen“, welche die Pegida-Bürger quasi zu Bösmenschen stempeln, läßt sich nur damit erklären, daß die friedlichen Pegida-Bürger offenbar einen wunden Punkt, wenn nicht den Kern unserer Misere getroffen haben: Pegida_slide

Nirgendwo wird zur Zeit das Auseinanderklaffen von öffentlicher und veröffentlichter Meinung deutlicher. Daß Medienmenschen und Politiker aller Couleur angesichts der Pegida-Demonstrationen lauthals „Haltet den Dieb!“ schreien, ist ein weiteres Indiz für die Ge- und Betroffenheit der „Eliten“ (wenn sie denn solche sind).

Die „öffentliche Meinung” hört man (fast) nicht mehr. Man hört nur noch die „veröffentlichte Meinung“, die von der sog. “political correctness” geprägt ist und der eigenen, individuellen Meinungsbildung der Bürger entgegensteht oder entgegenwirken will.

Diese „political correctness“ (PC) erlaubt keine Toleranz und stellt eine Kampfansage an den kategorischen Imperativ dar. Es ist wie ein Rückfall in die Zeit vor der Aufklärung mit all ihrer Finsternis.

Die PC gebärdet sich wie eine religiöse Sektierergruppe. Nur die dort festgelegte Meinung ist richtig: „Wir sind gut, alle anderen sind Sünder!“  – Es fehlt nur noch das Instrument einer PC-Inquisition. (Die Hohe Gerichtsbarkeit läge dann wahrscheinlich beim Bundesvorstand der Grünen.)

Das Zerstörerische am Gutmenschentum sei, sagt Papst Franz, daß man dabei im Namen einer “falschen Barmherzigkeit” die Wunden der Gesellschaft verbinden wolle, ohne sie zuvor zu behandeln. Ein inhaltsschwerer Satz, über den sich nachzudenken lohnt. pc_pi

Die emotionale Strategie der Gutmenschen versucht, unsere Gesellschaft mit einer vorgeschobenen „Barmherzigkeit“ auszuhebeln – wobei ihre Barmherzigkeit nur ihresgleichen gilt. Alle anderen haben sich zwangsläufig von dieser „werten“ Gesellschaft ausgeschlossen. Da ist die Political correctness nicht weit vom Islam bzw. nahe an der Scharia.

Dies umfaßt logischerweise auch die Unmöglichkeit, eine Zuwanderung zu tolerieren, die nicht bereit ist, die Grundwerte und Grundregeln der Nation anzunehmen (oder zumindest zu tolerieren). Hier liegen die Grenzen staatlicher Toleranz: Wer sich nicht in das gewachsene Gemeinwesen einfügt oder es sogar ablehnt, kann nicht Aufnahme in diese Gesellschaft verlangen.

Politiker (und Medien), die dies dennoch fordern, verstoßen nicht nur gegen die Grundlagen eines Staates, sondern sie versündigen sich an ihrem Volk. Sie machen sich strafbar. Fanatische „Gutmenschen“ sind Täter, wir sind die Opfer!

Unser Autor Peter Helmes ist politischer Publizist und ehem. Bundesgeschäftsführer der JU (Jungen Union); er betreibt die liberal-konservative Webseite CONSERVO: https://conservo.wordpress.com/

Ergänzender INFO-Hinweis: Gastbeitrag MERKELDÄMMERUNG in der Neuen Zürcher Zeitung von Hans-H. Tiedje, dem ehem. Berater von Helmut Kohl: http://www.nzz.ch/meinung/merkeldaemmerung-1.18639497


6 Kommentare on “Vom Zeitgeist verdreht: Warum linkes Gutmenschentum unserem Land nicht gut tut”

  1. Anonymous sagt:

    Warum sich Menschen von der katholischen Kirche abwenden?

    Wenn die Mitglieder der großen Kirche mehr zur Heuchelei neigen, Gottes Wort verkünden, aber selbst mit Überzeugung sündigen, indem diese beispielsweise anderen Menschen nicht mit Nächstenliebe begegnen, sondern den Menschen nur gesetzliche Lasten aufladen, was kann solches Verhalten für Früchte bringen?

    In den Freikirchen hat das Wort Gottes einen besonderen Stellenwert. Dort wird das eigene Verhalten am Wort Gottes geprüft und ausgerichtet. Deshalb wechseln auch viele katholisch getaufte Menschen, welche „laues Christsein“ satt haben, in die Freikirchen. Das ist meine Beobachtung.

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    • "GsJC" sagt:

      „Was für eine überzeugende und repräsentative Beobachtung von Ihnen!“

      Zumal der Zeitaufwand und das damit verbundenen Opfer nicht unerheblich gewesen sein muss, indem Sie den Blick von sich weggenommen haben, um ihn auf andere Personen beobachtend zu richten.

      Hoffentlich ist Ihnen, der Sie ohne Schuld sind, nicht beim Anblick derer schlecht geworden, die Sie mit Überzeugung haben sündigen gesehen, zur Heuchelei neigen, anderen Menschen nicht mit Nächstenliebe begegnen und nur gesetzliche Lasten auferlegen.

      Auf Ihren Heiligenschein incl. Selbstbeweihräucherung kann man als armer Katholik wirklich ein wenig neidisch werden. Aber es können nicht alle Menschen gleichzeitig derart weit im Glauben fortgeschrittenen sein, wie Sie es hier so überzeugend dargelegt haben.

      mfg

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      • Anonymous sagt:

        @GsJC

        Meiner provokanten Meinungsäußerung mit Zynismus begegnen. Find ich gut! Jetzt zum fachlichen Teil:

        Jesus hat in Joh 13,34 gesagt:

        „Heute gebe ich euch ein neues Gebot: Liebt einander! So wie ich euch geliebt habe, so sollt ihr euch auch untereinander lieben.“

        Das ist der Auftrag Jesu.

        Wir leben im Zeitalter der Globalisierung. Menschen kommen in ihrer Not zu uns nach Deutschland und suchen Hilfe. Was glauben Sie, hätte Jesus den Flüchtlingen geantwortet oder für diese Menschen getan?

        Viele Meinungen auf dieser Homepage, haben mich als Christ wirklich betroffen gemacht. Wer Gottes Wort in sich trägt, hat Mitleid und Barmherzigkeit für notleidende Menschen.

        Mir ist klar, dass eine christliche Haltung nicht immer einfach ist. „Christ sein“ ist aber keine Vereinszugehörigkeit, sondern eine tagtägliche Herausforderung. Deshalb haben wir immer die Bibel zur Hand und studieren das Wort Gottes und fragen uns, wie Jesus dieses oder eine andere Schwierigkeit im täglichen Miteinander gelöst hätte? Oder sehe ich das etwa falsch? Überfordere ich Sie mit meiner Meinung?

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      • "GsJC" sagt:

        Zitat
        Meiner provokanten Meinungsäußerung …
        Zitat Ende

        Ach so! Sie wollten mit Ihrer abwertenden Meinung über die großen Kirchen nur provozieren!

        Zitat
        Viele Meinungen auf dieser Homepage, haben mich als Christ wirklich betroffen gemacht.
        Zitat Ende

        Dann haben Sie einige Meinungen und Artikel zum Thema und Hilfe für leidende Menschen hier auf den Seiten nicht richtig gelesen und verstanden, da Sie sonst nicht so betroffen wären.

        Zitat
        Deshalb haben wir immer die Bibel zur Hand und studieren das Wort Gottes und fragen uns, wie Jesus dieses oder eine andere Schwierigkeit im täglichen Miteinander gelöst hätte? Oder sehe ich das etwa falsch? Überfordere ich Sie mit meiner Meinung?
        Zitat Ende

        Machen Sie sich keine Sorgen. Menschen, die mit der Bibel in der Hand nur lieblos und pauschal verurteilen und provozieren wollen, haben mich noch nie überfordert.

        Zitat
        Wer Gottes Wort in sich trägt, hat Mitleid und Barmherzigkeit für notleidende Menschen.
        Zitat Ende

        Und wer „GOTTES Wort“ in sich trägt – so wie Sie, nennt Mitglieder (!) der großen Kirchen Heuchler, fortwährende Sünder usw. …

        Wissen Sie, das ist keine Provokation mehr …. – das ist Dummheit, die Ihrem schlechten Informationsstand geschuldet ist, noch dazu frech und nicht ganz trocken hinter den Ohren.

        Trotzdem vielen Dank für dieses öffentliche Zeugnis eines Menschen, der von sich behauptet, Schwierigkeiten im täglichen Miteinander mit der Bibel in der Hand zu lösen.

        Sie haben gerne das letzte Wort zu Ihrem Unsinn – mit dem ich mich nicht weiter beschäftigen werde.

        mfg

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    • Erzengel sagt:

      Mit dem Weglaufen aus seiner Kirche ist aber auch nichts getan.
      Unser verstorbener Erzbischof hat gewarnt vor dem “ lauen Christsein “. Er selber hatte den aufrechten Gang, und hat bis zur Erschöpfung seinen Dienst an Gott und den Gläubigen getan. Und ? Was ist geschehen ? Getreten und bespuckt wurde er.
      Und warum ? Weil er sich nicht beugen ließ oder gar dem Mainstream folgte. Ihm war die Unverfälschtheit des Evangeliums wichtiger als Gott zu verleugnen, um bei oberflächlichen Christen anerkannt zu werden.
      Dafür legt Kardinal Marx schonmal das Kreuz ab, wenn er mit islamischen Flüchtlingen redet. Das macht mir zwar Angst, aber mich auch wütend.
      Klar sollen wir alle helfen, wenn jemand unsere Hilfe braucht. Doch man muss auch objektiv bleiben und sehen, wer wirklich ein Flüchtling ist. Denn wer vor Terror geflohen ist, der darf hier aber jetzt auch nicht selbst Gewalt an Christen-Flüchtlingen anwenden, oder Frauen vergewaltigen.

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  2. Stefan1 sagt:

    Die westliche Welt bekommt nun langsam die Folgen zu spüren, welche der überbordende Kapitalismus in der globalisierten Welt angerichtet hat. Ausbeutung, Missachtung der Menschen- und Arbeiterrechte zu Gunsten des Gewinnes. Die Folge sind Kriege und zunehmende Flüchtlingsströme nach Europa, die diese Gastländer bald überfordern werden. Bezahlen müssen zunächst nicht die geldgierigen Verursacher (Kapitalisten und Kriegstreiber, die auch noch Waffen geliefert haben), sondern die Bevölkerung, die sich mühsam einen einfachen und ehrlichen Wohlstand erschaffen hat.

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