Ultralinke gegen „Demo für alle“: Theater FEAR – Brandanschlag – Morddrohung

Hedwig von BeverfoerdeHedwig_Beverfoerde

Noch unter dem Eindruck der barbarischen Terrorakte in Paris möchte ich vom Fortgang der Ereignisse in unserer eigenen Angelegenheit berichten.

Nach dem mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag auf den Geschäftssitz von DEMO FÜR ALLE am 1. November, bei der ein Fahrzeug und ein Gebäudeteil der Firma meines Mannes in Magdeburg zerstört wurden, hat uns eine große Welle der Anteilnahme getröstet und ermutigt. Jedes einzelne Zeichen der Unterstützung hat sehr gut getan.

Nach unserer Pressemitteilung über den Brandanschlag, in der ich auf den zeitlichen Zusammenhang mit dem Berliner Schaubühnen-Theaterstück FEAR hingewiesen hatte, kam einiges in Bewegung. 

Der MDR (Mitteldeutsche Rundfunk) berichtete. Mehreren Journalisten, die sich das Stück selbst angesehen hatten, erschien der Zusammenhang zwischen der aufhetzenden Botschaft des Bühnenstücks und den anschließenden Brandanschlägen plausibel. So brachte der FOCUS in seinem letzten Heft einen Bericht mit dem Titel »Anschläge nach Schaubühnen-Hetzstück«. IMG_0278

Die „Junge Freiheit“ machte das Thema zu einem Schwerpunkt der Ausgabe. Deutliche Worte fand Gunnar Schupelius in der Berliner Zeitung: »Die drei Damen (Anm: Hedwig Beverfoerde, Birgit Kelle und Beatrix von Storch) in die Nähe von Rechtsextremen zu rücken, ist nicht nur absurd, sondern widerlich und geschmacklos« und bekam dafür 90% Zustimmung der Leser. Diverse sehr treffende Besprechungen des Stücks folgten. 

Eine umfangreiche Presseschau finden Sie hier.

Aufgrund der z.T. sehr kritischen Medienberichte bekam die Schaubühne offenbar kalte Füße und sah sich zu einer abwehrenden Stellungnahme genötigt. Darin wird behauptet, das Stück rufe »an keiner Stelle zu Gewalt gegen Sachen oder Personen« auf. Eine dreiste Lüge, denn auch wir haben uns das Stück in der Schaubühne in der Zwischenzeit angesehen:

In einer Szene dreschen die Schauspieler wütend und haßerfüllt auf Pappfiguren ein, die unsere DEMO FÜR ALLE-Shirts tragen. Die Figuren werden zu wilder Musik durch die Gegend geschleudert, zertreten und mit einem Laubbläser weggeblasen. Dazu skandiert eine Schauspielerin: »Haut ab, haut ab, wir woll‘n euch nicht. Wir brauchen euch nicht. Wir woll‘n diese ganze Scheiße nicht noch einmal erleben. (…) Weg mit euch. Weg. … Zurück in die Erde mit euch, ihr blöden Scheißmonster.«Kelle_IMG_9393_RGB_(c)_Foto_Kerstin Pukall

In einer anderen Szene wird, während im Hintergrund in giftgrünes Licht getauchte Fotos und kurze Videosequenzen von Birgit Kelle (siehe Foto), Gabriele Kuby, meiner Person u.a. eingeblendet werden, folgendes gesagt: »Der Zombie stirbt nur, wenn man ihm direkt ins Gehirn schießt und sein Gehirn auslöscht. Das ist die einzige Möglichkeit.« 

Argumentieren  könne man »mit diesen Leuten« nicht, »da braucht man vielleicht ein Laserschwert«, heißt es an einer anderen Stelle. Nach unserem Eindruck zielt das ganze Theaterstück »Fear« des Autors und Regisseurs Falk Richter im Wesentlichen darauf, die DEMO FÜR ALLE zu bekämpfen.

Wenige Tage nach dem Magdeburger Brandanschlag ging eine an mich gerichtete anonyme Drohmail bei DEMO FÜR ALLE ein, in der mir unter Bezugnahme auf den Brand als nächste Stufe mit einem Anschlag auf mein Leben gedroht wurde. Der Staatsschutz hat seine Ermittlungen ausgeweitet. Unterdessen habe ich gegen die verschiedenen Angriffe alle erforderlichen rechtlichen Maßnahmen eingeleitet. Weitere Schritte lassen wir derzeit prüfen.

Die Petitionsplattform CitizenGo hat eine Online-Petition gegen die staatliche Subventionierung und weitere Aufführung des z. Zt. nicht mehr gespielten Theaterstücks FEAR gestartet. Dies war übrigens nicht meine Initiative, wie in einem Medienbericht fälschlich behauptet worden war. Trotz der Brandanschläge hat die Schaubühne ankündigt, das Hetzstück im Januar 2016 erneut aufzuführen. Sie können hier dagegen unterzeichnen.

PS: Die Psychologin Tabea Freitag wird seit Monaten von der LSBTTIQ-Community verleumdet mit dem Ziel ihrer Fachstelle Mediensucht „return“ die Fördergelder zu entziehen. Tabea Freitag hat sich in der Vergangenheit überaus fundiert und kritisch mit dem Thema sexuelle Vielfalt auseinander gesetzt und vertritt stattdessen eine bindungsorientierte Sexualpädagogik. Bitte unterstützen Sie Frau Freitag hier mit Ihrer Unterschrift.


10 Kommentare on “Ultralinke gegen „Demo für alle“: Theater FEAR – Brandanschlag – Morddrohung”

  1. Ruhmwolf sagt:

    Da lese ich: „Die drei Damen (Beverförde, Kelle, von Storch) in die Nähe von Rechtsextremen zu rücken, ist nicht nur absurd, sondern geschmacklos und widerlich“. Was ist das für eine Sprache ? Wer bestimmt, wer wie widerlich ist ? Dann auch: „Noch unter dem Eindruck der barbarischen Terrorakte in Paris“. Was jetzt bereits für mich feststeht : Es war eine Polizeiübung, ohne Tote und Verletzte. Man möge alle Bilder und Filme nach Toten absuchen! Natürlich auch „Festnahmen“ und „Verhöre“.
    Auch für die drei Damen gilt die Volksweißheit: „Wer sich unter die Kleie mischt, wird von den Säuen gefressen“.

    Franz Rulofs

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  2. marienverehrer sagt:

    Hat dies auf rebloggt.

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  3. […] Quelle: Ultralinke gegen “Demo für alle”: Theater FEAR – Brandanschlag – Morddrohun… […]

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  4. Chris sagt:

    Wenn man mit dreisten Lügen und Halbwahrheiten Hass auf die Strasse zu tragen versucht, muss man sich nicht wundern, wenn andere, hasserfüllte Menschen Anschläge verüben. Kein Grund für die Kubys, Kelles und Beverfoerdes dieser Welt in die Opferrolle zu schlüpfen, während derer pseudowissenschaftliche Unfug Menschen das Leben zur Hölle macht.

    Tiefste Verachtung für die Brandanschläge, tiefste Verachtung für die Genannten, und alle, die in ihrem homophob-braunen Brackwasser mitschwimmen!

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    • Guten Tag,
      in völlig unfairer Weise werfen Sie Täter und Opfer in einen Topf. Die Betroffenen „schlüpfen“ nicht in einer „Opferrolle“, sondern sind tatsächlich Opfer von Brandanschlägen bzw. Morddrohungen. Die Elternrechts-Kundgebungen „Demo für alle“ werben für Ehe und Familie sowie für den Schutz der Kinder vor staatlicher Frühsexualisierung – von „Hass auf die Strasse tragen“ oder „homophob-braunen Brackwasser“ etc. kann keine Rede sein.
      Weitere unqualifizierte Kommentare von Ihnen in dieser Art bzw. Unart werden nicht mehr freigeschaltet.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      Gefällt 1 Person

      • Peter Friedrich sagt:

        Bei „Demo für alle“ hat man es tatsächlich mit Homophobie zu tun.

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      • Guten Tag,
        erstens stimmt das nicht, es geht bei diesen Demos um das grundgesetzlich verankerte Erziehungsrecht der Eltern und um den Schutz der Kinder vor staatlich organisierter Frühsexualisierung in den Schulen (Grundschulen!), zweitens gibt es ohnehin keine Rechtfertigung für verbale oder tatsächliche (Brandanschläge) GEWALT, wie sie in diesem Artikel dokumentiert ist.
        Übrigens hat sich auch der bekannte homosexuelle Philosoph Dr. David Berger entsprechend geäußert.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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    • Marienzweig sagt:

      Chris, wo sehen bzw. sahen Sie Hass auf der Stuttgarter „Demo für alle“?
      Eine Demonstration planen, sie durchführen und an ihr teilnehmen ist -zumindest jetzt noch- ein Grundrecht.
      Autos anzünden z.B. nicht unbedingt!
      Auf einer Theaterbühne bestimmte Frauen verunglimpfen, mag vielleicht unter „künstlerische Freiheit“ durchgehen.
      Geschmackvoll ist es sicher nicht, eher abgeschmackt und zudem primitiv!

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    • Bernhard sagt:

      Sorry, aber ich bin ganz klar nicht Ihrer Meinung.

      Welche „Lügen und Halbwahrheiten“ haben die genannten Personen denn verkündet? Wie haben sie „Hass“ auf die Straße getragen. Wie haben sie „Menschen das Leben zur Hölle“ gemacht?

      Desweiteren: Gewalt als Antwort auf Worte ist nie gerechtfertigt. Oder haben Sie Verständnis für Gewalt von „rechts“ als Antwort auf autonomes Geschrei?

      Außerdem verstehe ich nicht, wie so ein miserables „Theaterstück“ durch die „Freiheit der Kunst“ gedeckt sein soll. Soll mal ein „konservativer“ Regisseur dasselbe Theaterstück mit Gisy, Kretschmann und Lafontaine aufführen. Da wäre aber was los!

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    • Ano sagt:

      Ich verachte Sie nicht; Sie tun mir nur leid! Wie realitätsfern muss jemand sein, der so eine Meinung vertritt?
      Wenn jemand anderer Meinung ist als Sie, wird er sofort in die Ecke gestellt und niedergemacht. Sie haben anscheinend überhaupt nichts aus der deutschen Geschichte gelernt und Demokratie ist für Sie ein Fremdwort!

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