Shell-Studie zu Glaubensfragen: Betrübliche Resultate bei Kindern und Jugendlichen

Von Christa MevesMeves

Eine neue Shell-Studie hat 2.558 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 25 Jahren nach ihren Lebenseinstellungen befragt. Dabei sind in einer Kategorie auch sehr ausführlich die Glaubensbeziehungen dieser jungen Menschen in den Fokus gestellt worden – unterschiedlich sogar die beiden Konfessionen evangelisch und katholisch.

Hierbei ergibt sich, dass die katholische Jugend in dieser Hinsicht noch etwas besser abschneidet als die evangelische. Aber betrüblich sind eigentlich die Gesamtangaben in diesem Bereich; denn nirgendwo gab es im Durchschnitt dieser Gruppierung auch nur andeutungsweise so etwas wie Mehrheiten von positiven Beziehungen zum Glauben. 23 Prozent der katholischen Jugendlichen beten immerhin noch mindestens 1-mal pro Woche. Alle weiteren geben geringere Abstände oder gar nichts dazu an.

Müssen uns diese Zahlen nicht aufschrecken? Ja, die Studie kommt sogar bei der Frage nach dem Gottesbild zu dem Ergebnis, dass nur 35 Prozent der doch wohl katholisch gefirmten, und nur 27 Prozent der doch wohl evangelisch konfirmierten jungen Menschen noch an einen persönlichen Gott glauben. Das bedeutet, dass eine erhebliche Mehrheit der christlichen Jugendlichen in Deutschland, so muss man annehmen, auf eine Beziehung zu Jesus Christus meint, verzichten zu können.

Müssen wir nicht ins Bewusstsein nehmen, dass christliche Jugendliche schon jetzt mit Mehrheiten von Ungläubigen oder Andersgläubigen in ihrem Umfeld konfrontiert sind? Jedenfalls glaubt z. B. immerhin eine Mehrheit der jungen Moslems (67%) an ihren Allah. IMG_4228

Besonders angesichts der bedrohlichen Situation in unserer Außenpolitik müssen uns diese Zahlen herausfordern. Wer kann uns jetzt noch helfen angesichts einer zu erwartenden Verarmung der Bevölkerung, als unsere jungen Menschen in tatkräftig zupackender christlicher Verantwortung? Wie nötig haben wir alle das entschiedene Bekenntnis zu unserem Gott! Wie wichtig ist es nun ganz gewiss heute, sich besonders in den Familien mit den Jugendlichen zusammenzusetzen und sie zu Tatkraft, Tapferkeit und christlicher Entschiedenheit aufzurufen!

Wir werden in den nächsten Jahrzehnten unseren Glauben und seine ethischen Grundeinstellungen in unserem christlichen Abendland mit seiner 2000-jährigen Kultur nur bewahren können, wenn wir der jetzigen Herausforderung mit vermehrter geistiger Aktivität begegnen. Mit Recht hat uns bereits Reinhold Schneider damals im Hitlerreich ins Stammbuch geschrieben: „Allein den Betern kann es noch gelingen, das Schwert ob unseren Häuptern aufzuhalten……“

Dem Ernst unserer Situation entsprechend sollten wir jetzt allesamt Gottes Gnade erflehen und besonders unsere Kinder und jungen Menschen anstoßen, mit Intensität dieser Notwendigkeit in ihrer Lebenseinstellung zu folgen.
 


Suche nach Leben auf dem Mars mit „Überlebenskünstler“-Organismen auf Erden

Der Planet Mars rückt zunehmend in den Fokus der internationalen Raumfahrt. Bei der Erforschung unseres Nachbarplaneten nimmt die Suche nach Leben einen besonderen Stellenwert ein. Eine grundlegende Voraussetzung, um Spuren des Lebens zu erkennen, ist es, zu wissen, wonach man suchen muss. Überlebenskünstler unter Beobachtung

Dieses Wissen zu vertiefen ist das Ziel der Astrobiologen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die gemeinsam mit internationalen Kollegen im Rahmen des Projektes MASE (Mars Analogues for Space Exploration) forschen.

Die klimatischen Bedingungen auf dem Mars unterscheiden sich deutlich von denen auf der Erde: sehr dünne Atmosphäre, kein Sauerstoff, extrem niedrige Temperaturen, hohe Strahlung, ausgeprägte Trockenheit etc.

Dennoch gibt es Orte auf der Erde, an denen Organismen an derart harsche Umweltbedingungen angepasst sind. Zwar sind die Organismen dort in der Regel nicht allen „Stressfaktoren“, die auf dem Mars vorherrschen, gleichzeitig ausgesetzt. Dennoch lassen sich wichtige Rückschlüsse auf die Überlebensfähigkeit von Organismen ziehen.

Die im Kölner Labor untersuchten Proben stammen aus verschiedenen Teilen Europas und Kanada. Organismen, die besonders an ein stark säurehaltiges Milieu angepasst sind, kommen beispielsweise aus dem Rio Tinto in Spanien und aus einem See auf Island. Im Sippenauer Moor in Deutschland hingegen herrscht ein anaerobes sulfidreiches Umfeld vor. Die russischen und kanadischen Permafrostböden lieferten Proben aus einem dauerhaft kalten Klima.

In der Planeten- und Weltraumsimulationsanlage stellen die Astrobiologen des DLR um Projektleiterin Dr. Petra Rettberg die Bedingungen auf dem Mars nach. Im Mittelpunkt der Forschung steht dabei die Frage, wie Organismen, die an einen bestimmten Stressfaktor angepasst sind, auf den Einfluss weiterer auf dem Mars auftretender Stressfaktoren reagieren.

„In der ersten Phase des MASE-Projekts konnten wir schon sehr interessante Mikroorganismen mit ungewöhnlichen Eigenschaften isolieren, die unser Verständnis der Anpassungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit von Lebewesen erheblich erweitern“, erklärt Dr. Rettberg.

Der Mars hatte in seiner Vergangenheit vermutlich Phasen, in denen die Bedingungen für Leben besser waren als heute. Deshalb untersuchen die Astrobiologen auch den Prozess der Fossilienbildung, damit evtl. Spuren verwandter Organismen in Proben vom Mars identifiziert werden können. Die zu erwartende Ergebnisse sind auch von Bedeutung für künftige Missionen zur Erkundung des Roten Planeten wie zum Beispiel ExoMars, an der auch deutsche Wissenschaftler beteiligt sind.

Quelle (Text/Foto) und vollständiger Artikel mit Bildern hier: http://www.dlr.de/dlr/presse/desktopdefault.aspx/tabid-10172/213_read-15949/year-all/#/gallery/21331


Arrogante Seitenhiebe auf dem Portal der Dt. Bischofskonferenz gegen die Kirche in Afrika

Von Dr. Michael Schneider-Flagmeyer

Wir sind ja nun inzwischen viel gewohnt von großen Teilen der deutschen Berufskatholiken  –   auch und besonders von denen im Internet-Portal „katholische de” der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), das aus unseren Kirchensteuern hochalimentiert wird. S159_Redner.jpg

Was sich aber am 25.11.2015 der Redakteur des Portals, Björn Odendahl, mit seinem Pamphlet „Romantische, arme Kirche” geleistet hat, ist ein einsamer Höhepunkt an selbstgefälligem deutschen katholischen Institutionalismus.

In den fünfziger Jahren hielt der große evangelisch-lutherische Theologe Helmut Thielicke vor dem Bundestag eine Rede und las den deutschen, in fetter Selbstgefälligkeit schwimmenden Verantwortlichen aus allen Institutionen  – auch aus den Kirchen  – die Leviten; er nannte sie „rotweinschlürfende und rumpsteakmampfende” Bonzen, die sich herablassend über die Armen (und doch in vielerlei Hinsicht Reicheren als wir) äußerten.

Diese Rede existiert noch auf Tonträgern der Zeit und erregte damals viel Aufsehen. Ich war noch ein Pennäler, als ich sie mit Begeisterung hörte und wurde heute daran erinnert, als ich den unverschämten und selbstgefälligen Artikel von Odendahl auf der DBK-Seite las.

Odendahl beschreibt, dass Papst Franziskus an die Ränder zu den Alten, Kranken, Armen und Ausgegrenzten gehen möchte und apostrophiert das so: „Das sagt er immer wieder. Und das tut er auch. Ob er einen neuen Friseursalon für Obdachlose eröffnen lässt oder ob ihn seine Reisen vor allem dahin verschlagen, wo die Menschen arm, aber die Kirche im Aufschwung ist: Lateinamerika, Asien oder – wie jetzt – Afrika.”  –  Auch hier macht immer der Ton mit Zwischentönen die Musik.

Und dann mokiert er sich über den Papst, wie dieser der römischen Kurie und damit allen Kurien und ihren Anhängseln der Welt und jüngst den deutschen Bischöfen bei ihrem Ad-limina-Besuch die Leviten las mit deutlichen Worten. Dass ist menschlich verständlich, denn Herr Odendahl hat richtig begriffen, dass auch das Sekretariat der DBK mit dem Anhängsel katholisch.de und er selbst gemeint war. Das tut weh  –  und wer getroffen ist, jault.Cardinal_Robert_Sarah

Warum wächst die Kirche in Afrika?

Aber dann wird es schlimm. Gnädig gesteht er dem Nachfolger des Apostels Petrus zu, dass der in vielem Recht hat, aber nicht in allem. Er äußert sich negativ über die Kapitalismuskritik des Papstes, die viel zu pauschal sei und unterstellt ihm Misstrauen gegenüber dem Fortschritt: „Das wird der alten Welt nicht gerecht und romantisiert die schlechten Zustände dort, wo Franziskus sie eigentlich verbessern will.”   –  Und nun fällt er über Afrika her:

„So wie in Afrika. Natürlich wächst die Kirche dort. Sie wächst, weil die Menschen sozial abgehängt sind und oft nichts anderes haben als ihren Glauben. Sie wächst, weil der Bildungsstand durchschnittlich auf einem niedrigeren Niveau ist und die Menschen einfache Antworten auf schwierige (Glaubens-)fragen akzeptieren. Antworten, wie sie zum Beispiel Kardinal Sarah aus Guinea [siehe Foto] gibt.

Und auch die wachsende Zahl der Priester ist nicht allein der missionarischen Kraft zu verdanken, sondern ebenso eine der wenigen Möglichkeiten der sozialen Absicherung auf dem schwarzen Kontinent.”

Geistlicher Neid aus einer sterbenden Kirche?

Es ist schon ziemlich grotesk, wenn ein hochbezahlter Angestellter der Dt. Bischofskonferenz von der sozialen Absicherung spricht, die angeblich Priester in Afrika anstreben. Das spricht nicht für Kenntnis der Verhältnisse in der blühenden Kirche Afrikas. Oder sollte hier der geistliche Neid (die invidia clericalis) eines satten (rotweinschlürfenden und rumpsteakmampfenden) Vertreters einer sterbenden Kirche halluzinieren?

Zum Schluss gibt es dann noch mal einen Seitenhieb auf den Papst und einen bemerkenswerten Schlusssatz:

„Natürlich wünscht man sich für Europa mehr Glaubensfreude und missionarische Kraft. Doch ein romantisierendes Ideal der Armut, wie es nicht nur der Papst fordert, hilft uns dabei nicht weiter. Die Kirche braucht auch einen Apparat und Geld, um Gutes zu tun.”

Mit diesem Schlusssatz hat der Redakteur der DBK-Seite wohl gemeint, dass die Kirche ihn, seine Mitarbeiter braucht und damit Geld, ihm und seinen Kollegen Gutes zu tun und diese Haltung des Portals der DBK weiter reichlich zu finanzieren. Und so waren dann auch am 25.11. die Kommentare unter dem Artikel wirklich vernichtend für Autor und Portal. Aber sicher wird die Redaktion auch noch für andere sorgen.

Hier ist nun eindeutig der Vorsitzende der DBK, Reinhard Kardinal Marx gefordert, der dringend gebeten wird, anstatt sich verächtlich über die katholischen Blogger zu äußern, sich etwas ausführlicher mit dem Internet-Portal der DBK zu beschäftigen und einigen Leuten den Ausgang zu zeigen.

Die große Internetzeitung kath.net hat ihrem Bericht zu diesem Artikel des Herrn Odendahl das Bild von Mutter Angelica vorangestellt aus ihrer berühmten Fernsehansprache, mit der sie den Wandel in der US-amerikanischen Bischofskonferenz seinerzeit eingeleitet hat: „SHAME ON YOU!”.

Unser Autor Dr. Michael Schneider-Flagmeyer ist Gründungsmitglied des Dachverbandes „Forum Deutscher Katholiken“; er leitet den Blog des Forums: http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/


Sinnsuchenden jungen Menschen mehr christliche Werte und Ideale vermitteln

Von Christa Meves    

Meves

Da habe ich nun 45 Jahre lang unserer Bevölkerung zu vermitteln versucht, dass eine Gesellschaft, welche die Familie, speziell die Mütter, die Autorität, Hierarchie und christlichen Glauben abzuschaffen sucht und an deren Stelle die Entfesselung der Sexualität setzt, auf dem falschen Weg ist, wenn sie Zukunft haben will.

Doch dann bedarf es nur eines einzigen Terroranschlags im Zentrum von Paris, um in den Medien einen Umstand sichtbar zu machen, der bisher harthörig verschwiegen wurde: Es kommt ans Licht, dass einige tausend junger Männer, ja sogar auch über tausend Mädchen mit unserer „WERTE-Gesellschaft“ wenig zufrieden waren und sind.

Deshalb haben sie sich muslimischen Propheten des „Islamischen Staates“ und seinen Zielen zugewandt. Diese Hassprediger flanieren schon seit Jahren mit Werbeveranstaltungen dafür in vielen Städten unserer Republik. Dadurch haben sich besonders Jugendliche so das Herz wärmen lassen, dass sie in den Jemen umsiedeln mussten, um „Allah“ zu dienen und, wenn nötig, für diesen auch ihr Leben zu lassen  –  im „gerechten“ Krieg eines hohen Kampfes gegen den Feind: gegen eine korrupt geldsüchtige und zur Sittenlosigkeit verkommene Gesellschaft Europas. Logo Christustag

Diese späte Aufdeckung wird vor allem vorangetrieben durch verständige einheimische Muslime, die die deutschen Schul- und Ausbildungsinstitutionen bereits durchlaufen haben. Diese rufen nun den inländischen Instanzen beschwörend zu, bei diesem Problem nicht an den Symptomen zu kurieren, sondern die echten Ursachen in den Fokus zu stellen, nämlich die Anfälligkeit für eine Verführung so vieler junger Menschen; denn es sei zu vermuten, dass diese Deutschen nun vielleicht Terrorakte auch für ihr Heimatland im Gepäck haben, nachdem sie mit solchen Zielen dorthin eingeschleust worden seien.

Auch Rachsucht gegen die Ausbildungsverhältnisse im eigenen Land könnten doch dabei mit im Spiele sein. „Ändert Euer Schulsystem“, rufen diese Mahner unseren Regierenden zu; „denn dort fehlt Euren Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu einer klaren geistigen Orientierung, der Anregung zu begeisterter Einsatzbereitschaft für Eure eigene Kultur.“

Diese Kinder haben laut Bericht meist Unverständnis für ihre echten Lebensbedürfnisse erfahren. Sie haben ein sie verwirrendes, keine Behütung, keine Liebe, keinen Halt gebendes Umfeld durch ihre gesamte Kindheit hindurch erleben müssen. Innerlich unzufrieden – meist schon von der ersten Lebenszeit an – müssen sie nun suchen nach dem Echten, dem Eigentlichen, dem Richtigen , ohne auch nur zu ahnen, was das sein könnte. afc127c26a

Und für solche so suchenden Kinder sind die Großfallen umso mehr zum Verschlungen-werden geöffnet, je eher alle unklaren Aktivitäten ihres Suchens vergeblich waren, je öfter sie scheiterten, je mehr sie bei den Gleichaltrigen zu schwarzen Schafen und von den Erwachsenen zu Losern gestempelt wurden. Ich möchte hinzusetzen: In jedem depressiven Amokläufer, in jedem Koma-saufenden Wohlstandsverwahrlosten und deshalb auch in jedem Terroristen steckt unter einer explosionsbereiten Decke des Zorns ein verzweifeltes Kind.

Daraufhin angesprochen antwortete in einer der Talkshows zu diesem Thema in der vergangenen Woche der Angehörige einer Hilfsorganisation: „Aber um ihnen wirklich herauszuhelfen, braucht jeder Einzelne eine Langzeittherapie….“  –  „Woher dann aber (bei den so mächtig angestiegenen Fällen) all die Engel (unter den Therapeuten) nehmen?“, fragte ich – diesen gefährlichen Missstand für das kommende Jahrhundert prognostizierend – in meinen Schriften bereits ab 1970.

Späte Stunde also – aber doch keine ohne Hoffnung. Wären wir alle nur jetzt aufgeschreckt genug, um zu erkennen, dass wir uns schnellstens der geistigen Grundlagen unserer Hochkultur besinnen und bußfertig umkehren sollten – aufwachend und erkennend, dass kein Vorbild-geben von „Werten“ für unsere Kinder geschehen kann, wenn wir die Instanz, die sie für uns Menschen erstellte, hochmütig vernachlässigen. Nur dann können die so unaufgebbaren Werte – vom inkarnierten Gott einst eigenhändig übermittelt – für uns fruchtbar werden. Wir brauchen einen echt christlichen Religionsunterricht als Kopffach an unseren Schulen.


Weihnachtsgeschenk für Verfolgte im Irak durch deutsche Menschenrechtsverbände

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) leistet von Frankfurt und Wittlich aus humanitäre Hilfe für Opfer des „Islamischen Staates“ aus Syrien und dem Irak. Unterstützt werden Flüchtlinge im Nord-Irak und in der Südost-Türkei.IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Im kurdischen Nordirak bestehen rund um die Millionenstadt Dohuk 20 Lager für diejenigen, die vor dem IS fliehen. Einige dieser Lager sind bereits zu Kleinstädten herangewachsen, in denen bis zu 18.000 Menschen „unter einfachsten bis erbärmlichen Verhältnissen und ohne Perspektive leben müssen“, so die IGFM.

Eine dieser Flüchtlingssiedlungen ist Dawdye. Dort leben zurzeit 785 Flüchtlingsfamilien – Jesiden, Christen und einige wenige muslimische Turkmenen – insgesamt bereits über 4.600 Personen. Die mittellosen Menschen leben in 900 Metallcontainern, die den dort herrschenden Witterungsverhältnissen angepasst sind.

Ein Container hat die Größe von 6 x 4 Metern und besteht aus einem Raum, in dem man lebt und schläft, einer Kochnische, einer abgetrennten Toilette und einer Dusche. Auf dem Dach steht der Wasserspeicher. „Die Grundbedürfnisse waren im Sommer gedeckt, doch nun werden Öfen und Teppiche und für die Menschen warme Kleidung gebraucht, denn es wird jetzt kalt“, erläutert Khalil Al-Rasho von der IGFM in Frankfurt, der bereits zahlreiche Transporte in den Nordirak geleitet hat.BILD0167

Das Menschenrechtszentrum Cottbus (MRZ) und die in Frankfurt am Main ansässige IGFM möchten den Menschen im Lager Dawdye zu Weihnachten zeigen, dass sie nicht in Vergessenheit geraten. Unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit sollen sie alle zu Weihnachten ein Paket aus Deutschland erhalten.

IGFM-Mitarbeiter Khalil Al-Rasho hat zusammen mit der christlichen Lagerleiterin Clara Eloia eine Liste besonders nötiger Dinge zusammengestellt: Zahnbürsten, Zahnpasta, Handcreme, andere Hygieneartikel, Waschpulver, Vitamintabletten, aber auch verschiedene Lebensmittel. Für ein Paket müssen inklusive Transport rund 30 bis 50 Euro aufgewendet werden. Wegen der komplizierten Zollformalitäten müssen alle Pakete absolut identisch sein – für die Realisierung können daher keine individuellen Sachspenden angenommen werden, sondern allein Geldspenden.

In der IGFM-Geschäftsstelle in Frankfurt werden 1000 Pakete gepackt. Sachspenden können nur ab einer Mindestmenge von 1000 Stück angenommen werden. „Wir wollen diese Pakete nicht anonym schicken und verteilen lassen, sondern sie selbst übergeben und mit den Flüchtlingen sprechen. Am 24. Dezember möchten die Aktivisten der IGFM und des Menschenrechtszentrums gemeinsam mit den Christen des Lagers in der katholischen Kirche im benachbarten Ort Dawdye einen Weihnachtsgottesdienst feiern und sie dann am Sonntag, den 27. Dezember, zu einem einfachen Essen einladen.“

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Sprecher der Vorstandes: Martin Lessenthin, Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt a. Main
Tel.: 069-4201080, Fax: 069-42010833, info@igfm.de, www.menschenrechte.de