AfD will die Wehrpflicht wieder einführen

Zur Debatte um die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr erklärt AfD-Vorstandsmitglied Georg Pazderski:

„Die ständig neuen Auslandseinsätze der Bundeswehr überlasten die Truppe und stellen die generelle Einsatzbereitschaft in Frage. Viel schlimmer noch ist die offenkundige Plan- und Konzeptlosigkeit, die sich hinter den überhasteten Maßnahmen offenbart. Nachhaltige, seriöse Planung sieht anders aus. image

Frau von der Leyen wäre gut beraten, wenn sie endlich ein langfristiges sicherheitspolitisches Konzept erarbeiten würde, das die deutschen Interessen im Ausland als Kernstück beinhaltete und auf dessen Grundlage die Bundeswehr planen und agieren könnte. Nichts davon ist derzeit auch nur ansatzweise der Fall. Stattdessen wird für die nicht ausreichende Anzahl von Soldaten ab 2016 die Arbeitszeit verkürzt, nur noch Freizeit anstelle von finanziellem Ausgleich gewährt und dies alles ohne konkrete Umsetzungsbestimmungen.

Um diesen eklatanten Mangel an Personal zu beheben, aber auch um die Verwurzelung der Bundeswehr in der Gesellschaft wieder zu vertiefen, ist die Wiedereinsetzung der allgemeinen Wehrpflicht dringend notwendig. So kann die Bundeswehr das dringend notwendige Personal rekrutieren und gleichzeitig einen echten Dienst für die Demokratie leisten.“


7 Kommentare on “AfD will die Wehrpflicht wieder einführen”

  1. Ich würde gern noch einen Schritt weitergehen. Nicht nur die Aussetzung der Wehrpflicht, die nur für männliche Bürger gilt, zurücknehmen, sondern dafür eine allgemeine Dienstpflicht für Männer UND Frauen einführen. Unsere Emanzen wollen schließlich auch überall ihre Vorteile haben, dann sollen sie auch mal was dafür tun. Die Gesundheits- und Sozial-Branche würde sich über die Hilfe bestimmt freuen.
    Oder: da die linksgrünen Gutmenschen ja ohnehin nicht mehr zwischen den biologischen Geschlechtern unterscheiden, kann man hier den Begriff „männliche deutsche Staatsbürger“ durch „alle, die hier wohnen“ ersetzen.
    Und bei der Bundeswehr müsste man dann den Dienstgrad „Hauptmann“ durch „Hauptfrau“ ergänzen. Diejenigen, die noch nicht so lange hier wohnen, kennen das ja schon.

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  2. ostrpeterroesch sagt:

    Herr Pazderski ist nicht die AfD, und sollte er es meinen, so wird entweder er gehen oder tausend andere. – Wer die Vasallentruppe Bundeswehr hochrüsten will, die nie etwas anderes betrieb als Söldnertum für die vorgesetzten Staaten, hat definitiv nichts von Zeitgeschichte und Gegenwartspolitik verstanden. Und er ist das Gegenteil eines Patrioten. – Übrigens, Herr Pazderskt: Die Wehrpflicht für Männer ist nicht abgeschafft, sondern – leider! – nur ausgesetzt.

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  3. STEFAN MATUN sagt:

    Hat dies auf My Blog rebloggt.

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  4. Bernhard sagt:

    Diese „Hals-über-Kopf“-Abschaffung (oder „Aussetzung“) der Wehrpflicht war sicherlich nicht eine Glanzleistung. Allerdings muss man deutlich sagen: Die Wehrpflicht ist aus meiner Sicht nicht geeignet, um gegenwärtige Personalengpässe auszugleichen. Denn heutzutage braucht man trotz gegenwärtigem Mangel nicht so viele Soldaten wie zur Zeit des Kalten Kriegs, und vor allem: Man braucht gut ausgebildete Leute, oft sogar Spezialisten. Das wäre mit 10 (oder 12) Monaten Wehrpflicht gar nicht zu bewerkstelligen.
    Ich kenne im Moment kein westeuropäisches Land, das noch die Wehrpflicht hätte.

    Als Bürgerwehr nach Syrien ziehen? Herrscht in der deutschen Bevölkerung denn so eine Kriegsbegeisterung? Ich merke nichts davon. Vielmehr waren es die Regierenden (Hollande, und Merkel bzw. von der Leyen stimmten mit ein), die sofort von der Ausweitung des militärischen Engagements sprachen. Zumal ich persönlich einem Krieg gegen den IS sowieso skeptisch gegenüber stehe, aber das ist ein anderes Thema.

    Darüber hinaus halte ich es für sachlich falsch, militärisches Engagement mit den Flüchtlingszahlen zu verknüpfen. Eine Ausweitung der bestehenden Kriege und eine Erhöhung des deutschen Engagements führt keineswegs zu weniger Flüchtlinge. Libyen ist das beste Beispiel dafür, und auch die Unterstützung der „gemäßigten Opposition“ in Syrien.

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    • Guten Tag,
      zu Ihrer Bemerkung, Sie würden kein westeuropäisches Land mit Wehrpflicht kennen: In Österreich wurde die allgemeine Wehrpflicht mittels eines Volksentscheids im Januar 2013 mit einer Zweidrittel-Mehrheit eingeführt.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  5. zeitschnur sagt:

    Angesichts der Entwicklungen war es ein Wahnsinn, die allgemeine Wehrpflicht abzuschaffen und die Bundeswehr „zurückzufahren“.

    Wie so vieles andere auch.

    Eines kann man mit Sicherheit sagen: Unserer Regierung fehlt es an Weitblick und an einer sicheren Erkenntns darüber, was wichtig und was unwichtig, was brisant und schnell erledigt werden muss und was man wirklich erst gar nicht auf die Tagesordnung zu setzen bräuchte.

    Alleine das organisatorische Desaster vonseiten der Regierung in der Flüchtlngskrise offenbart Abgründe.

    Wie soll das weitergehen?

    Werden am Ende Bürger Bürgerwehren gründen und informelle Ant-IS-Guerillas nach Syrien schicken und eine Art informeller Bundeswehr gründen müssen, weil unsere Regierung nichts mehr kapiert und nichts mehr auf die Reihe bekommt… außer blöden Sonntagssprüchen und Meinungsterror gegen jeden, der die reale Lage auch real anspricht?

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