Warum ich das Buch über Erzbischof Dyba ein zweites Mal lesen werde

Besprechung von Christel Koppehele

Dieser Gedenkband über den Fuldaer Bischof Johannes Dyba ist ein ausgezeichnetes Buch, das ich sofort bis weit nach Mitternacht gelesen habe. Schon damals war dieser Erzbischof, der ja auch menschlich so sympathisch war, eine tragisch singuläre Gestalt in der Kirche Deutschlands. Fürs CF verwenden
 .
Er fürchtete weder den Geist der Welt bzw. der Zeit, noch die wilde Arena der sog. Medien  –   aber wenn er von den Bischofskonferenzen seiner Mitbrüder im Amt kam, dann war er oft am Zittern, wie ich nachdenklich und erschrocken in diesem Erinnerungsband gelesen habe…
 .
Dieses Buch ist eine Hommage für Erzbischof Johannes Dyba, das gut gelungen ist mit den vielen ausgesuchten Autoren, die ich z.T. kenne; dazu die guten Fotos und Bilder.  –   Das “Licht”, das dadurch auf Erzbischof Dyba fällt, läßt uns Katholiken so manchen “Schatten” klarer erkennen, mit dem wir es heute in der Kirche zutun haben.
 .
In diesem “Schatten” knirschen sicher jetzt manche Leute mit den Zähnen und “ballen die Faust in der klerikalen Tasche”, handelt es sich doch um ein ausführliches Lob für einen “Fundamentalisten von gestern” – den man auch heute so nicht mehr dulden würde bei all dem “Fortschritt nach vorne” in der Kirche  – wobei ich das Bonmot sehr treffend finde: “Wenn man am Abgrund steht, ist jeder Rückschritt ein Fortschritt!”  –  Und dies ist nur eine der zitierfähigen Stellen in dem Buch, weshalb ich es ein zweites Mal lesen werde.

Buch-Daten: Der Löwe von Fulda: Ökumenische Würdigung eines guten Hirten.  –  Herausgeber: Felizitas Küble, KOMM-MIT-Verlag in Münster, 208  Seiten, Umschlag: Hardcover, vierfarbig, zahlreiche Fotos, ISBN: 978-3-921090-98-5

Bestellungen bitte an KOMM-MIT-Verlag (48041 Münster, Postfach 7680), per Tel. 0251 – 616768, Fax 0251-614020 oder E-Mail: felizitas.kueble@web.de
Einzelpreis je 14,80 €  –   Mengenrabatte: ab 4 Expl. je 13,80 €  –   ab 10 Expl. je 11,80 €

Weitere INFOS über diesen Gedenkband siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/12/08/loewe-von-fulda-dyba-gedenkband-erinnert-an-einen-grossartigen-hirten/


13 Kommentare on “Warum ich das Buch über Erzbischof Dyba ein zweites Mal lesen werde”

  1. Osterglocke sagt:

    Prof. Dr. Manfred Spieker hat geschrieben, daß Johannes Dyba im Haus des Vaters weiterhin für sein Bistum sowie für die katholische Kirche in Deutschland eintritt.
    Schön wäre das ja schon, aber woher weiß Herr Spieker das denn?
    Soll sich Bischof Dyba auch noch im Jenseits mit uns rumärgern?
    Ich hoffe, dort gibt’s schöneres zu tun als zu arbeiten.
    Wenn wir ihn bitten, glaube ich schon, dass er hilfsbereit ist
    (sofern es so funktioniert).
    Aber in erster Linie müssen die Menschen auf der Erde die Ärmel hochkrämpeln und etwas schaffen.
    Ob das Bistum Fulda für Johannes Dyba so aus dieser Entfernung überhaupt noch ne Bedeutung hat.
    Von der Ferne sieht er (so stelle ich es mir vor)
    helles Licht, wo Menschen in Frieden und Liebe mit Jesus und miteinander leben.
    Da hat man dann sicher so den Blick für die Christen der ganzen Welt.
    Wir sehen und hören die Verstorbenen nicht,
    mal ganz ehrlich – geht das im umgekehrten Fall?

    Gefällt mir

    • Guten Tag,
      Prof. Spieker ist natürlich kein Hellseher, aber wenn er davon ausgeht, daß Erzbischof Dyba vom Himmel aus für sein Bistum und die katholische Kirche in Deutschland eintritt, dann ist das durchaus naheliegend. Mit „Herumrärgern“ hat diese Hirtensorge und Fürsprache nichts zu tun. Daß wir uns fürbittend an die Heiligen (und jene, die vorbildlich lebten) wenden, bedeutet ja nicht, daß wir dann die Hände in den Schoß legen. Man soll das eine tun und das andere nicht lassen.
      Auch die Verstorbenen im Himmel sind nur Geschöpfe, daher nicht allwissend oder allgegenwärtig, geschweige allmächtig. Das bedeutet, daß sie nur durch Gottes Gnade und Huld erfahren können, was hier auf Erden abgeht und wenn jemand sie um Fürbitte anruft. Die Kirche glaubt aber mit Recht, daß die Heiligen und Seligen, weil ihre Liebe ja vollendet ist, auch mit den Anliegen der Kirche auf Erden verbunden sind.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      Gefällt mir

  2. Osterglocke sagt:

    Bei aller Freude und Fröhlichkeit, Barbara Dyba-Roth wird nicht umsonst sagen, daß einiges bei ihrem Bruder physische, aber such psychische Spuren hinterlassen hat.

    Im Heft „Mit Bonifatius verbunden – den Menschen zugetan“ auf Seite 54 ist ein Foto von ihm, da sieht er so ausgepowert aus.

    Mir sind fast die Tränen gekommen, als ich gelesen habe, daß sein Büro am Freitag vor seinem Tod besonders aufgeräumt aussah.

    Gefällt mir

  3. Erzengel sagt:

    Dieses Buch über unseren verstorbenen Erzbischof ist wunderbar und großartig. Je länger man darin liest, umso mehr wird die eigene Erinnerung an ihn wieder lebendig. Obwohl ich ihn selber habe kennengelernt, und ihn 17 Jahre meines Lebens habe erleben dürfen, erfahre ich immer noch Dinge, die mir unbekannt waren.
    Ja, er war einzigartig. Und an ihm und seiner Leidenschaft an Gott und der Kirche könnten sich viele Hirten etwas zum Vorbild nehmen.
    Stattdessen scheint es einigen Klerikern wichtiger zu sein, die Lehre Jesu Christie herumzudrehen und so lange zu verfälschen, damit sie sich ja nicht schuldig fühlen müssen, wenn sie dem aktuellen Mainstream folgen. Lieber verachten sie Amtsbrüder in aller Welt, wenn diese – wie Erzbischof Dyba – die reine Lehre Christi zu den Menschen bringen.
    Der Vorsitzende der Bischofskonferenz in Deutschland ist da ganz vorn dabei !
    Johannes Dyba hingegen hat die Dinge, die nicht in Ordnung waren, offen ausgesprochen und gekämpft, weil ihm das Heil der Christen am Herzen lag, und diese wieder näher an Gott heranführen wollte. Und es kümmerte ihn nicht, was viele dabei dachten.
    Viele seiner Amtsbrüder heute reden lieber den Leuten nach dem Mund, damit sie ja keinen Ärger haben. Diese falschen und feigen Propheten führen uns zurück ins finstere Heidentum. Es sei denn, daß wir uns, die wir das ahnen, zusammentun und unser Zeugnis ablegen, und damit den Spuren von Erzbischof Johannes folgen.
    Seine Stimme höre ich immer noch deutlich, als er in seiner letzten Predigt zu uns sprach:
    ,,Und an unserer Generation liegt es nun, an Euch allen hier, daß die Treue zum Glauben auch weiterhin der Ruhm Fulda’s bleibt.“
    So war er, unser Erzbischof: er wollte nur unser Heil, und uns sagen, daß es sich echt lohnt, unserem Gott treu zu sein !

    Gefällt mir

    • Osterglocke sagt:

      Erzengel, Du hast Recht.

      Ich habe eher die erste Predigt noch im Ohr, zumindest Teile davon.

      Hat er da nichr auch so seinen Satz gesagt : „……das ist ja, als ob der Himmel sich öffnet“

      Früher hatte ich das Gefühl, der schwabbt gleich über vor Freude.

      Wenn dem jemand das Lachen geklaut hätte, dann hätte er keinen Sinn mehr in seiner Arbeit gesehen.

      Frau Barbara Dyba Roth und auch ihr Sohn haben schon Recht, wenn sie beim Thema Parallelen zwischen Papst Franziskus und J. DYBA sehen.

      Gefällt mir

      • Erzengel sagt:

        Die Freude und das grenzenlose Vertrauen in Gott hatte Johannes Dyba tief im Herzen. Das konnte ihm keiner nehmen.
        Parallelen sehe ich vorallem zwischen ihm und dem Hl. Bonifatius ! Wenn man genau hinsieht und das Priesterliche Leben von Erzbischof Johannes sich in Erinnerung ruft, findet man soviel, was er mit dem Leben von Bonifatius gemeinsam hat !
        Ich persönlich finde, daß Johannes Dyba der glaubwürdigste Nachfolger dieses Heiligen war. Er war ein echter Stellvertreter an diesem Ort in Fulda, und den Schwur dazu hat er nie gebrochen.

        Gefällt mir

  4. Osterglocke sagt:

    Ich bin mir nicht so sicher, wie es Jesus ergeht, wenn ihm nachgesagt wird, er habe etwas gegen Priesterinnen.

    Die katholische Kirche mag keine katholischen Priesterinnen.

    Jesus liebt ja auch die evangelische Priesterin.

    Das menschliche Gehirn hinkt eher hinter dem Heiligen Geist hinterher.

    Gefällt mir

    • Guten Tag,
      es gibt keine „evangelische Priesterin“, zumal der Protestantismus keine Priesterweihe kennt (sondern nur eine Ordination) und daher von „Pastorin“ spricht. Keine einzige evangelische Pastorin oder Pfarrerin nennt sich „Priesterin“. Das ist also keine katholische Sonderbehauptung, sondern evangelische Selbstwahrnehmung!
      Die sollten Sie dann auch wahrnehmen!
      Im übrigen wird Christus nicht „nachgesagt“, er wolle kein Frauenpriestertum, sondern das dürfen Sie der Heiligen Schrift entnehmen: Christus hätte sicherlich zumindest seine hochheilige Mutter zum Abendmahl eingeladen, wenn er ein weibliches Priestertum hätte haben wollen. Zudem gab es auch im Alten Bund keine Priesterinnen – und Christus war nicht nur seiner Herkunft, sondern auch seiner religiösen Tradition nach ein bewußter Jude, der von sich sagte: „Ich bin nicht gekommen, das Gesetz (des Alten Bundes) aufzulösen, sondern es zu erfüllen.“
      Priesterinnen gab es damals zuhauf in den heidnischen Religionen – und davon hat sich die jüdische Religion bewußt abgegrenzt. Es gab bei den Israeliten Frauen in führenden Positionen (als Richterinnen, Staatsführerinnen, Prophetinnen, Heerführerinnen, Königinnen), aber nicht als Priesterinnen. Das hat Gott so geordnet und angeordnet – und gut ist es!
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      Gefällt mir

      • Osterglocke sagt:

        Es gibt aber auch in der Kirche Dinge, die sich erst später entwickelt haben.

        Zur Zeit von Jesus war das Kreuz an sich ja auch nich nicht das Zeichen der Christen. Dies wurde doch auch erst 300 Jahre oder später eingesetzt.

        Die Kirche entwickelt sich doch.

        Gefällt mir

      • Guten Tag,
        auch diesmal irren Sie sich. Das Kreuz war bereits im 1. Jahrhundert das Zeichen für Christen, wie die Katakomben Roms beweisen.
        Im übrigen entwickeln sich natürlich äußere Formen, aber nicht die wesentlichen Lehrinhalte, wozu auch das Sakrament der Priesterweihe gehört.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

        Gefällt mir

      • Osterglocke sagt:

        Maria hat dann also sicherlich im Hintergrund das Brot für das Abendmahl gebacken, den Tisch gedeckt und wieder abgeräumt , die Gefässe gereinigt, gefegt oder wer hat das bisschen Haushalt gemacht.

        Oder war das Backen des so wichtigen Brotes den Männern vorbehalten?

        Gefällt mir

      • Guten Tag,
        selbst wenn dem so wäre (schon damals hatte man wahrscheinlich Brot auf dem Markt kaufen können), dann umso interessanter, daß Maria trotz aller Hilfeleistung nicht zum Abendmahl eingeladen wurde, obwohl sie den Aposteln doch von ihrer persönlichen Heiligkeit her deutlich überlegen war.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

        Gefällt mir

  5. Reichert sagt:

    Bischof Dyba war ein Hoffnungsschimmer in trauriger Zeit. Heutzutage ist es jedoch noch viel,
    viel schlimmer geworden und die katholische Kirche ist mehr oder weniger von ihren zerstöre-rischen Gegnern übernommen worden, während die meisten Hirten nur noch als taubstumme
    Mietlinge für eine geordnete Abwicklung sorgen. Schlimmer geht es wohl nimmer! So geht es,
    wenn die Natter Kirchensteuer als alleiniger Kompaß dient. Allein den Betern kann es noch ge-
    lingen , das Verschwinden des Glaubens aufzuhalten!

    Gefällt mir


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s