Prof. Peter Beyerhaus über Begriff und Wesen der religiösen Schwarmgeisterei

Der bekannte evangelische Theologe Prof. Dr. Peter Beyerhaus (siehe Foto) befaßt sich seit Jahrzehnten mit der sog. Pfingstbewegung bzw. „Charismatischen Erneuerung“, die sich zunächst in protestantischen Konfessionen ausbreitete, aber seit Mitte der 60er Jahre auch in die katholische Kirche einsickerte. Kritiker bezeichnen diese enthusiastische Bewegung als „schwarmgeistig“. 8772380955

Der theologische konservative, evangelikale Missionswissenschaftler erläutert in dem folgenden Auszug aus seinem Grundsatzartikel über Geister-Unterscheidung den Begriff und das Wesen des Schwarmgeistes:

Woher kommt der Begriff „Schwarmgeist“? Dem normalen Zeitgenossen wird nicht ohne weiteres deutlich sein, was wir mit diesem Wort eigentlich meinen. Denn Schwärmerei bringt man im allgemeinen in Verbindung mit einer gewissen Gefühlsseligkeit.
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Man denkt an ein junges Mädchen, das für ihren Liebsten schwärmt. Ein anderer schwärmt von seiner letzten Sommerfrische oder einem frohen Erlebnis. Geht es also um eine leicht exaltierte Gefühlsstimmung? Nein, das ist nicht das Schwärmertum, das wir hier meinen, obwohl es gewisse Verbindungen gibt.
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Ich versuche, den Begriff immer vom Bild des Bienenschwarms her zu erklären. Wenn es den Bienen in ihrem Stock zu eng geworden ist   –  und zwar geschieht das immer, wenn eine zweite Königin geboren ist  –  dann halten sie es nicht mehr aus in der Begrenzung ihres Baues. Sie müssen hinaus und schwärmen mit furchtbarem Getöse aus.
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Damit habe ich das Entscheidende schon gesagt: Der Schwärmer hält es nicht aus in der Begrenzung, in die er auf Grund des Willens Gottes in seine m Glaubensleben in dieser heilsgeschichtlichen Zwischenzeit zwischen Himmelfahrt und Wiederkunft des Herrn gestellt ist.

Wir müssen lebenslang mit Versuchungen rechnen

In dieser Zeit ist ja unsere Sünde zwar schon vergeben auf Grund des Kreuzestodes Christi; aber wir müssen doch immer noch den alten Sündenleib mitschleppen. Deswegen bekommen wir von ihm immer wieder sündige Versuchungen zu spüren. Gleichzeitig müssen wir auch leiden unter der Vergänglichkeit dieses alten Äons, dieses alten Weltzeitalters, an das wir mit aller Kreatur gekettet sind; so sind wir auch dem Sterbenmüssen unterworfen.Scannen0008
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Dies will der Schwärmer nicht anerkennen. Er möchte im Grunde genommen schon das Leben führen, das uns der HERR verheißen hat für das kommende Reich der Herrlichkeit, wenn Jesus Christus wiedergekommen ist, um alle Dinge neu zu machen. Der Schwärmer erkennt diese Grenzen der Zwischenzeit nicht an. Er will sie sprengen.

Der Schwärmer lebt mehr im „Schauen“ als im Glauben

Er möchte deswegen nicht glauben, sondern er will schauen, spüren und schmecken. Er will nicht mehr dulden, wie es uns doch Paulus in Römer 5 und 8 ans Herz legt, sondern er möchte genießen, er möchte volle Kraft und Gesundheit spüren, die in keiner Weise mehr in Frage gestellt wird. Deswegen ist für den Schwärmer das Phänomen der Krankheit immer ein Ärgernis , mit dem er nicht fertig werden kann. Eigentlich meint er, keinen Arzt mehr zu brauchen.
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Der Schwärmer möchte nicht mehr durch die Gnade allein leben, die Gnade, die ja doch in der immer erneuten Zusprechung der Vergebung der Sünden besteht. Nein, er möchte schon in der eigenen vollendeten Gerechtigkeit leben, wo er die Sünde endgültig hinter sich gelassen hat. Er ist also Perfektionist, meint in der Vollkommenheit zu stehen. P1020947
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Er möchte sich in die Gemein de nicht einordnen, in den Dienst am anderen stellen, sondern er möchte sich schrankenlos selber verwirklichen. Er möchte niemanden über sich haben, der ihn zur Korrektur ruft. Er möchte nicht dienen, sondern er möchte herrschen.
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Er möchte sich nicht Schritt für Schritt führen lassen, sondern bereits das Ende des Weges, den ihn der HERR führt, in aller Klarheit wissen und berechnen können. Das alles sind Kennzeichen des Schwärmers, der die uns gegebenen Grenzen nicht respektiert.
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Dieser Haltung liegt ein Drang zugrunde, den wir als Christen in gewisser Weise verstehen können. Denn wir alle leiden ja an der Gebrochenheit unseres jetzigen Daseins. Es ist auch vom Willen Gottes her nicht der Normalzustand, daß wir im Sündenleibe leben. Es ist nicht der Wille Gottes, daß diese Welt gekennzeichnet ist von Leiden, Tod, Haß und Zerrissenheit. Denn ursprünglich war die Welt geschaffen worden in Harmonie mit dem Schöpfer – und die neue Welt wird die jetzige Zerrissenheit nicht mehr kennen.

Sehnsucht nach Vollendung der Schöpfung

Auch hat Gott in uns und alle Kreatur das Seufzen gelegt, die Sehnsucht nach der Wiederherstellung und Verklärung der guten Schöpfung Gottes (Römer 8, 19-25). Deswegen wird jeder lebendige Christ immer wieder von dieser Sehnsucht ergriffen werden, die manchmal in ihm auch bestimmte schwärmerische Züge hervorrufen kann. Solange er aber noch ein gesunder Christ ist, wird er sich durch das Wort Gottes immer wieder zurechtweisen lassen. image001
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Er wird sich sagen lassen: Jawohl, diese Zukunft ist dir verheißen, aber du mußt dich noch gedulden, bis der HERR kommt und dich aus dem Glauben in das Schauen hineinführt. Der schwärmerisch versuchte Christ wird sich also vom Worte der Schrift berichtigen und sich an die Bedingungen dieser heils geschichtlichen Zwischenzeit erinnern lassen.
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Anders ist es, wenn Christen nicht mehr in der Demut, der Heiligung, bleiben, sondern ihre Hand nach den Gaben ausstrecken, die ihnen nicht gegeben sind. Wenn wir nicht mehr auf die Bedingungen achten wollen, die uns gesetzt sind, dann beginnen wir, wirklich in das Schwärmen zu geraten und für den Einbruch eines ausgesprochenen Schwarmgeistes offen zu werden.

Schwarmgeisterei gefährdet auch andere Gläubige

Dies bedeutet zunächst einmal eine Gefahr für unser eigenes geistliches Leben. Die Verführung macht den Betreffenden, der diesen Geist empfangen hat, aber alsbald auch zu einer Bedrohung für andere. Die durch den falschen Geist hervorgerufene ungesunde und unnüchterne Haltung, die hier zum Ausdruck kommt, findet ihren Niederschlag in bestimmten ungesunden Ideen und falschen Lehren, die der Betreffende dann anderen mitteilen will.
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Hat er damit Erfolg, so kann er schließlich sogar zum Stifter einer neuen Glaubensgemeinschaft oder Sekte werden. Wenn schließlich der Schwarmgeist vollends von ihm Besitz ergriffen hat, so macht er ihn zum Medium des altbösen Feindes.
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Ich möchte also unterscheiden zwischen dem ins Schwärmen geratenden Christen, der aber noch bereit ist, sich wieder in die Schranken weisen zu lassen, und jenem Christen, der sich von dieser schwärmerischen Tendenz weiter und weiter führen läßt, bis er schließlich die Schranken durchbricht und sich für den Empfang des Schwarmgeistes öffnet.
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Schwarmgeist, das muß nun ganz deutlich gesagt werden, ist nicht einfach eine menschliche ungesunde Haltung, sondern geistige Beeinflussung (Inspiration) aus dem Abgrund und letztlich Wirkungsweise des Satans.
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Quelle und vollständiger Artikel von Prof. Beyerhaus hier: http://www.ikbg.net/pdf/vortr1.pdf

11 Kommentare on “Prof. Peter Beyerhaus über Begriff und Wesen der religiösen Schwarmgeisterei”

  1. Johannes 14 sagt:

    @Ute

    „Sie haben nicht verstanden, was der Artikel sagen will.“

    Ich greife eine These heraus:

    „Der Schwärmer hält es nicht aus in der Begrenzung, in die er auf Grund des Willens Gottes in seine m Glaubensleben in dieser heilsgeschichtlichen Zwischenzeit zwischen Himmelfahrt und Wiederkunft des Herrn gestellt ist.“

    Der Autor spricht also von BEGRENZUNG!

    Das Evangelium sagt uns aber, dass der Heilige Geist unser Bestand ist und dass Gott sich uns trotz unserer Begrenzung offenbaren wird. (Johannes 14)

    Johannes 14 gilt auch für die Menschen in der heutigen Zeit.

    Wenn Gott einen Plan mit unserem Leben hat, dann wird, wenn wir Gott unser Leben und Willen übergeben haben, der Heilige Geist als unser Beistand uns auf diesen Weg führen. Der Heilige Geist hält Gaben für uns bereit. Das sagt uns Paulus! U.a. die Gabe der Heilung.

    Das bedeutet zwar nicht, dass durch Gebet jeder Mensch von Gott geheilt wird.

    Übernatürliche Heilungen sind dennoch möglich, vor allem, wenn Menschen die vom Heiligen Geist empfangenen Gaben gebrauchen und füreinander um Heilung beten. Und der Plan Gottes dem nicht entgegensteht. Das sagt uns das Evangelium und die Paulus-Briefe.

    Der Heilige Geist ist allmächtig. Es verbietet sich also, das Wirken des Heiligen Geistes kleinzureden.

    In Beziehung mit dem Heiligen Geist zu leben ist das Ziel von Jüngerschaft.

    Die Versuchungen dieser Welt, Sünde, unser Wille und unsere eigenen Wege fernab vom Plan Gottes koppeln uns vom Heiligen Geist ab. Das sind die eigentlichen Begrenzungen.

    Pfingst- und charismatische Gemeinden setzen auf das Wirken des Heiligen Geistes. Ist das falsch?

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    • Ute sagt:

      ja so wie es gemacht wird mit der einseitigen Betonung der Heilung ist es in der Tat falsch.
      Wer mein Jünger sein will, der nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach!

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      • Johannes 14 sagt:

        @Ute

        Wie verstehen Sie Kreuz ?

        Der Kreuzestod ist der Erlösungsplan Gottes. Jesus war gehorsam bis in den Kreuzestod.

        Das Kreuz auf sich nehmen heißt für mich Lebensübergabe, d.h. sich den Plänen Gottes für mein Leben unterzuordnen. Für mich und für die meisten Menschen ist es eine große Herausforderung, den eigenen Willen und Verstand Gott unterzuordnen.

        Das Evangelium sagt uns:

        „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.“ Joh. 14,12

        Das beinhaltet auch übernatürliche Heilungen, wenn Gott es will! Jesus hat nicht jeden Menschen geheilt, sondern geschaut, was der Wille des Vaters ist.

        Durch den Heiligen Geist leben wir Beziehung mit Gott und können den Willen des Vaters in bestimmten Situationen sehr wohl begreifen..

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      • Ute sagt:

        Kreuz versteh ich als schwer, unangenehm, halt das was mir nicht gefällt.
        Das Kreuz der Krankheit annehmen heißt für mich, die Krankheit und die zugehörigen, meist doch recht unangenehmen, Therapien und verordnete Änderungen der Verhaltensweisen, anzunehmen.
        Heißt auch froh zu sein, wenn doch nicht operiert werden muss und man wieder gesund wird.
        Es heißt aber auch gelassen damit umzugehen, also es einfach so zu nehmen, wie es kommt.
        Und diese Gelassenheit, diese Annahme, dieser Versuch tiefer zu blicken, das vermisse ich in der Heilungsszene.

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  2. Osterglocke sagt:

    Prosit 2016

    Wenn ein Mensch krank ist, zu Ärzten geht, Medizin bekommt und auch betet und eben auch sämtliche Engel und Heilige um Genesung bittet, trotzdem stirbt – dann wars wohk Gottes Wille.

    Aber ein Mensch, der entweder nur zum Arzt geht oder ein Mensch, der „nur “ betet, hat ja nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

    Wenn Ärzte dann sagen: „Da hilft nur noch beten“ hört sich das nach einem Todesurteil an, dass muss es aber definitiv nicht immer sein.

    Wenn Gott einen Menschen nicht heilt, greift er auch ins Weltgeschehen ein – dann fehlt nämlich ein Mensch auf der Erde.

    Ich stell gerade ganz realistisch fest, dass 2016 auch schon 2 ist und ich brauche meinen Schönheitsschlaf.

    Der Heilige Geist ist sicher in uns und um uns herum, aber nicht nur der. Der Geist des Egoismus hat sicher ne größere Wohnung. Da muss man schon aufpassen. Nicht alles, was wir so spüren oder fühlen ganz tief in unserem Herzen ist was Heiliges oder Gott usw.

    Meine innere Stimme ist ist oft auch einfach meine Stimme.

    Draußen böllern se immer noch etwas rum.

    Trotzdem Guten Morgen.

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    • Ute sagt:

      Ich finde man übertreibt es einfach mit der Gesundheit.
      Was heutzutage alles so operiert und behandelt wird, das ist ja schon krank!
      Man lese zum Thema mal ein bisschen Manfred Lütz.
      Sorum erscheint mir die charismatische Szene mit ihrer Betonung der Heilung, die zwar mit frommen Vokabeln, sehr fromm daher kommt, aber dennoch rein innerweltlich gesehen wird, wie eine Spiegelung des weltlichen.
      Es gibt 2 Definitionen von ‚gesund‘, die eine lautet:
      Gesund ist der, der mit seinen Krankheiten gut zurecht kommt, der hänge ich an und die andere lautet: Gesund ist der, der noch nicht ausreichend untersucht wurde!
      Wir werden doch alle alt wie noch nie, und sind dabei in einem Ausmaß fit und mobil, wie auch noch nie, und dennoch redet alles von Heilung und erwartet die, wenn nicht von den Ärzten, dann vom Priester, dem mit dem Heilungscharisma begnadeten…..

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      • Osterglocke sagt:

        Es gibt Menschen, die werden monatelang von Ärzten untersucht und alle sagen: Du bist gesund und schließlich sind sie sterbenskrank (echt jetzt)

        DAHER bezieht auf jeden Fall Gott mit ein, wer weiß wie oft er uns bereits ohne unser Wissen geheilt hat.

        Die Ärzte können täglich ein CT machen und nicht immer erkennen sie etwas.

        Gott aber kennt uns und kann helfen, sofern er will.

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      • Ute sagt:

        ja und? wo ist das Problem, dass wir an irgendwas schlussendlich dennoch sterben müssen, dürfte doch klar sein.
        Gott will dass wir durch das Sterben hindurch zu ihm kommen und nicht dass wir nicht sterben.
        Wie gesagt, ich habe kein Problem damit alt und krank zu werden, halte das eher für normal und die ganze Medizin für komplett übertrieben.
        Mittlerweile gilt ja eine verkrüppelter kleiner Zeh, entsteht meistens durch Einengungen von der Eihaut des Embryos, als Erbkrankeit, wo dringend was gemacht werden muss, oder ein Hallux Valgus als ganz schreckliche Gehbehinderung!

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  3. Osterglocke sagt:

    Ich glaube, nicht zu der Gattung „schwarmgeistig“ zu gehören.
    Die Ärzte brauchen wir, aber wir haben es nun öfters erlebt – der Besuch vom Arzt oder Ärzten reicht nicht immer aus, Krankheiten zu erkennen und zu behandeln.
    Ohne die Mithilfe von Gott und seinen Mitarbeitern funktioniert nix .
    Ich würde sagen, alles muss Teamwork mit Gott sein.
    Meiner Meinung nach sollten alle Menschen Mitarbeiter von Gott sein, nicht nur im Bereich der Kirche.
    Jeder Mensch hat ein Talent, ein von Gott angedachten Platz.
    Wir brauchen uns alle.
    Mein Vertrauen in Ärzte ist gerade auch nicht ganz so hoch.
    Wenn sie lustlos sind und im Dauerstress, dann ists schon auch hilfreich, sein Gebet mit Gott zu intensivieren.
    Das ist nicht schwarmgeistig von mir gedacht.
    Die Ärzte sind so überfordert, so dass ichs fast nachvollziehen kann,
    wenn Menschen ihr Problem alleine mit Gott lösen wollen.
    Jesus hat immer gesagt: Dein Glaube hat Dir geholfen“

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    • Johannes 14! Sendung des Beistands sagt:

      @Osterglocke

      Ich bin Mitglied einer Pfingstgemeinde.

      Und ich bin überzeugt davon, dass der Heilige Geist in mir wohnt und mich leitet. Ich bin dankbar, für die Freude, welche ich durch die Gegenwart des Heiligen Geistes erfahre.

      ————————————————————————————-

      Siehe beispielsweise folgende Bibelstellen:

      „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. WER IN MIR BLEIBT UND ICH IN IHM, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ Joh 15,5

      „An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ICH IN EUCH. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und MICH SELBST IHM OFFENBAREN.“ Joh. 14,20-22

      „Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und FREUDE IM HEILIGEN GEIST.“ Röm 14,17

      Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die DINGE KENNEN, DIE UNS VON GOTT GESCHENKT SIND. 1 Kor. 2,12

      „Wer aber dem Herrn anhängt, ist EIN GEIST MIT IHM.“ 1 Kor. 6,17

      „Denn dem einen wird DURCH DEN GEIST das Wort der Weisheit GEGEBEN; einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geist; einem anderen aber Glauben in demselben Geist; einem anderen aber GNADENGABEN DER HEILUNGEN in dem einen Geist; einem anderen aber Wunderwirkungen; einem anderen aber Weissagung, einem anderen aber Unterscheidungen der Geister; einem anderen verschiedene Arten von Sprachen; einem anderen aber Auslegung der Sprachen. Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will.“ 1. Kor. 12,9-12

      ————————————————————-

      Grundlegender Sinn und Zweck des Evangeliums ist, die Wahrheit zu fördern und zu bewahren und Heiligkeit zu bewirken. Deshalb muss jeder Christ seine Überzeugungen immer sorgfältig anhand des Evangeliums prüfen.

      Wer allerdings die biblischen Wahrheiten preisgibt, der wird zwangsläufig zu weltlichen Haltungen und Verhaltensweisen abdriften.

      Die Thesen und Beschreibungen von Herrn Prof. Dr. Beyerhaus sind mir völlig fremd. Wer Schwarmgeistigkeit in die Nähe der charismatischen Erneuerung / Pfingstbewegung rückt, der hat vom Wirken des Heiligen Geistes nur wenig verstanden. Und er urteilt falsch über christliche Brüder und Schwestern. (Verallgemeinerungen beinhalten zudem immer ein falsches Urteil.)

      @Osterglocke,

      Sie denken keineswegs schwarmgeistig, da Sie sich offenkundig auf biblische Wahrheiten besinnen und stützen.

      Ich glaube an einen allmächtigen Gott, der Erde und Himmel erschaffen hat. Folglich kann Gott jederzeit auch Menschen von ihren Krankheiten heilen. Unser Denken kann Gott in seiner Größe nicht erfassen.

      Gebet ist wichtig und gibt zumindest Hoffnung und Trost.

      Jesus hat am Teich Siloah leider auch nicht alle Kranken geheilt. Denn Jesus hat nur das getan, was ihm Gott offenbart hat. Gott greift also in das Weltgeschehen auch ein, aber nicht immer. Freier Wille und gefallene Schöpfung sind ein Grundprinzip Gottes.

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    • Ute sagt:

      Sie haben nicht verstanden, was der Artikel sagen will.
      Wir leben hier in dieser Welt und das ist die gefallene Welt, die unter den Folgen der Sünde leidet und daran leiden wir auch.
      Kein Arzt und kein Gebet kann uns die vollständige Gesundheit für unser ganzes Leben geben.
      Natürlich ist es manchmal sehr unbefriedigend von Arzt zu Arzt geschickt zu werden und dennoch nicht wirklich geholfen zu kriegen, und dann auch noch nach Monaten festzustellen, dass man falsch behandelt wurde, aber es ist illusorisch und verkehrt zu glauben, dass man den Krankheiten komplett entgehen könnte.
      Ich war einmal in Lourdes und das absolut starke daran war: all die vielen Kranken, die genauso krank wieder nach Hause fuhren, wie sie gekommen waren, aber alle getröstet wurden, weil sie spüren durften, dass ihre Krankheit nicht sinnlos ist.
      Jeder mit dem ich bislang darüber geredet habe, hat bestätigt, dass genau das das Wunder von Lourdes ist.
      Die anerkannten Heilungen dienen, wenn man genauer hinguckt, der Demonstration von Gottes Macht für die Zweifelnden.

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