Jack Viorel auf Erfolgswelle: Behinderte erfahren durch Surfen mehr Lebensfreude

Von Dr. med. Edith Breburdadr-breburda1

Es sei unerhört und eine Gefahr für behinderte Kinder, Wellen zu reiten. Dem Surflehrer Jack Viorel solle man dies verbieten etc. – Diese Einwände spornten Jack jedoch an. Seine Vision ist es, Kindern zu helfen, selbstbewusst und hoffnungsvoll ihre Zukunft zu gestalten. Er nannte seine Surfschule Waves of Hope (Wellen der Hoffnung).

Ein 49-jähriger, tiefgebräunter Mann mit graumeliertem Haar steht mit den Füssen im Meer von Wrightsville Beach in North Carolina. Lächelnd beobachtet er eine kleine Schar von Kindern, die auf ihren Brettern die Wellen reiten. Einige von ihnen liegen, andere stehen auf dem Surfbrett. Dass sie früher oder später ins Wasser fallen, macht ihnen nichts aus. Sie sind begeistert und genießen sichtlich die rauen Wellen des Atlantiks.

Dyan, Maddox und Evan sind heute mit dabei; alle drei Achtjährigen sind blind; sie werden in der Wellenreiter-Schule umsonst unterrichtet.

Jack spornt sie an, als sie am Strand stehen und seine Instruktionen bekommen. “Die Welle hat Dich wirklich umgeworfen. Plötzlich bist Du total verschwunden“, sagt er zu dem kleinen Dyan. Jack nennt ihn Dynamit, weil er sogleich wieder hinaus paddelt.

„Es geht darum, sofort aufzustehen und es wieder zu versuchen. Oft grenzen wir den Handlungsspielraum behinderter Menschen ein. Und genau diese Einstellung, dass ihnen gewisse Dinge niemals möglich sein werden, wollen wir brechen. Was auch immer sie in ihrem Leben tun, sie lernen selbstbewusst und mit Zuversicht, die Herausforderungen zu meistern.“

SAMSUNG CSCJack deutet auf Evan  – ein ganz normaler Junge. Er war schon vor zwei Jahren in der Surfschule. Damals lag er nur auf dem Surfbrett. Es war ein ängstliches Kind.

Heute klatschen alle, wenn er Wellen reitet. Er rennt so schnell wieder in das Wasser, dass die Surflehrer Schwierigkeiten haben, ihm zu folgen. Er vertrödelt keine Minute am Strand, um die Wellen da draußen zu bezwingen. Seine Mutter berichtet, ihr Sohn habe angefangen, alle anderen Dinge genauso zu bewältigen.

Seit 2007 betreibt Viroel die Surfschule. Er wollte Leute inspirieren, die sonst nie daran gedacht hätten, ein Surfbrett auch nur anzufassen. Seine Schüler kamen aus Weißrussland; sie alle litten an den Folgen von Tschernobyl.

Vom Lejeune-Jacksonville (North Carolina Marineinfanteriekorps der USA) kamen die im Irak und Afghanistan verletzten Soldaten. Einige seiner Schüler hatten Aids; auch Autistische Kinder waren dabei; sie alle lernten Wellenreiten.

Jack Viorel bekommt staatliche und private Zuschschüsse. Aber eigentlich ist es Jacks Begeisterung und Expertise, die die Schule unterhält.

“Es ist nicht so wesentlich, ob sie danach jemals wieder Wellenreiten gehen”, sagt er. “Von Bedeutung ist, dass sie wissen: wenn ich surfen kann, wird mir alles andere auch möglich sein. Diese Überzeugung wird ihr ganzes Leben beeinflussen.“

Viroel hat im Laufe der Jahre eine Strategie entwickelt. Am Strand lernen die Schüler, auf das Surfbrett zu springen. Dann dürfen sie soweit inss Wasser, wie es ihnen angenehm ist. Wenn sie am Ende auch nur für einige Sekunden eine Welle reiten, hat sich die Schulung gelohnt.

Viroel will seinen Schülern lehren, sich ihren Ängsten zu stellen und ein Scheitern zu verarbeiten. Jeder Fall gibt ihnen auch die Möglichkeit, es wieder zu versuchen.

Nicht jeder stimmt Jack zu. Als er die Schule aufmachte, bekam er Emails, in denen stand: „Sie sollten das nicht machen. Es ist zu gefährlich, behinderte Kinder surfen zu lassen.“ Connie.Rose JPEG

Sein ganzes Leben bekam Jack diesen einen Satz zu hören, für gewisse Dinge nicht zu taugen. Schon in der Schule sagte man ihm, er sei zu kleinwüchsig, um Fußball zu spielen. Später spielte er in der Liga seiner Universität. Nach seinem Sportstudium wurde er Ski- und Surflehrer. Doch all das reichte ihm nicht. Irgendetwas fehlte ihm, und er hatte den Eindruck, mehr tun zu müssen. So ging er wieder auf die Uni, um Lehrer für Förderschüler zu werden.

Als Lehrer war er ein Querdenker, der sich nicht an Lehrpläne hielt. Er nahm seinen Hund mit in die Schule und spielte mit den Kindern in den Pausen.

BILD: Ein behindertes Mädchen  –  vielleicht erlernt sie später auch das Surfen

Die Idee, eine Surfschule für Behinderte aufzumachen, kam ihm, als er ein Mädchen mit Kinderlähmung an den Pazifischen Ozean mitnahm.

Vor sieben Jahren reiste der dreifache Vater zum ersten Mal nach Indien, um dort Waisenkindern surfen beizubringen. Unter ihnen war die kleine Reena, die ihn am meisten beeindruckt hat. Sie wurde als Kind entführt. Man stach ihr ein Auge aus, damit sie mehr Geld beim Betteln eintreibt. Reena dachte, sie hätte keine Zukunft. Es fehlte ihr eine Perspektive

Doch als Jack ihr das Wellenreiten im Indischen Ozean lehrte, schrieb sie einen Brief an die katholischen Schwestern ihres Waisenheimes. Begeistert berichtete sie über ihre Fortschritte. Sie versprach, eifrig in der Schule zu lernen. Plötzlich hatte ihr Leben wieder einen Sinn. Jack kam jedes Jahr nach Indien. Heute ist die 14-Jährige wie umgewandelt und eine der Besten in ihrer Klasse.

Zurück in Wrightsville Beach fährt Jack seinen buntbemalten VW, der mit Surfbrettern und Kindern beladen ist, zum Strand, wo er auf Ben McCrosky trifft. Der einbeinige ehem. Unteroffizier, der in Afghanistan gekämpft hatte, schlendert mit einem Bier in der Hand über den Strand. Auch er besuchte vor drei Jahren Jacks Surfschule. Seinen ersten Tag verbrachte er damit, dauernd vom Surfbrett zu fallen und wieder aufzuspringen. Wie auch immer er sich hinstellte, mit seiner Prothese konnte er die Balance nicht halten.

Am nächsten Tag hatten seine Surflehrer Tränen in den Augen, als Ben, auf einer Welle reitend, den Strand erreichte. Viroel gab dem verwundeten Ben sein altes Leben zurück.

McCorsky erzählt seine Geschichte stets den neuen Schülern. Jack ist überglücklich, wenn solche schönen Erfolge passieren: „Wenn ich mich müde fühle oder mich frage, ob ich überhaupt weiter machen soll, kommen mir diese Geschichten in den Sinn. Sie lassen mich fortfahren“, sagt Jack.

Info-Quelle: Matt Crossman, Waves of Hope. American Way, Dezember 2015.  / Fotos: Dr. Edith BreburdaBookCoverImage

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin). 

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT vom Juni 2015: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)


Israel: Uraltes Bauernhaus und antike katholische Klosterkirche entdeckt

Bei Ausgrabungen in Rosh ha’Ayin haben Archäologen der Israelischen Antiquitätenbehörde ein 2700 Jahre altes Bauernhaus und ein 1500 Jahre altes Kloster gefunden.

Grabungsleiter Amit Shadman erklärte: „Das große Bauernhaus (30 x 50 Meter) umfasste 24 Räume, die um einen großen Hof herum errichtet worden waren. Im Hof fanden wir einen großen Lagerraum (ein Silo), welcher das Getreide schützen sollte. Anscheinend war kohlenhydratreiche Nahrung damals so beliebt wie heute.

Der Anbau und die Verarbeitung von Getreide waren ziemlich verbreitet in ländlichen und landwirtschaftlich geprägten Regionen. Dies bekräftigen andere Funde in der Gegend, darunter zahlreiche Mühlsteine, die genutzt wurden, um das Getreide zu mahlen.“

BILD: Boden-Mosaik des Klosters (Foto: Assaf Peretz/Israelische Antiquitätenbehörde)

Auf einem Hügel in der Region legten die Archäologen ein Kloster aus der byzantinischen Epoche frei. Es umfasste eine Kirche, eine Ölpresse, Wohnbereiche und Ställe. Der Boden der Kirche bestand aus bunten Mosaiken.

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


Prüfet die Geister, ob sie aus GOTT sind!

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: 1 Joh 3,22 ff:

Liebe Brüder! Alles, was wir erbitten, empfangen wir von IHM, weil wir seine Gebote halten und tun, was IHM gefällt. Und das ist sein Gebot: Wir sollen an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben, wie es seinem Gebot entspricht. Tagesimpuls

Wer seine Gebote hält, bleibt in Gott und Gott in ihm. Und dass ER in uns bleibt, erkennen wir an dem Geist, den ER uns gegeben hat.

Liebe Brüder, traut nicht einem jeglichen Geist, sondern prüfet die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind hinausgezogen in die Welt.

 

 


Afd kritisiert EU-Einmischung gegen Polen

Zur Debatte um die Beobachtung der neuen polnischen Regierung durch die EU erklärt der stellv. Vorsitzende der AfD, Alexander Gauland: untitled

„Die unsägliche Einmischung von Brüssel in die inneren Angelegenheiten der Mitgliedsstaaten findet derzeit mit Polen ihren traurigen Höhepunkt. Nur weil Brüssel der politische Kurs der neuen, demokratisch gewählten Regierung in Polen nicht passt, droht Öttinger mit der Aktivierung eines  Rechtsstaatsmechanismus und Stimmentzug.

Das ist Gesinnungspolizei und verletzt die staatliche Souveränität Polens. Solange Polen den Weg der Rechtsstaatlichkeit nicht verlässt, ist die Mitgliedschaft in der EU kein Grund für eine Einmischung von außen.

Es ist international vollkommen üblich, dass hohe Beamte wie Verfassungsrichter politisch bestellt oder abberufen werden. Auch in Deutschland bestimmen Politiker im Rundfunkrat über die Intendanten. Die Kritik an diesem Verhalten ist vorgeschoben.

Es ist die vollkommen gerechtfertigte  EU-kritische Haltung der neuen Regierung, die Öttinger nicht in den Kram passt. Dafür möchte er Polen abstrafen. Damit überschreitet die EU ihre Kompetenzen und beleidigt die polnischen Wähler, die dieser Regierung ihr Vertrauen ausgesprochen haben.“


CSU will Asyl-Obergrenze durchsetzen und ggf. „nationale Maßnahmen“ ergreifen

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat auf der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Dt. Bundestag ein klares Signal in der Flüchtlingspolitik gefordert. Der CSU-Chef stellt Folgendes klar: be2004_38_551

„Im Jahr 2016 brauchen wir eine Wende in der Flüchtlingspolitik – in allen Facetten. Am wichtigsten ist eine klare Reduzierung der Flüchtlingszahlen. Rhetorik reicht bei der Zuwanderungskrise alleine nicht.
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Im vergangenen Jahr haben wir gute Konzepte geliefert und um die richtigen Lösungen gekämpft. 2016 müssen wir Vieles von dem, was wir sagen und beschlossen haben, auch umsetzen. Abgerechnet wird an der Zahl der Flüchtlinge und dem Gelingen der Integration. Die Bevölkerung kann sich darauf verlassen, dass wir massiv für die Begrenzung der Zuwanderung eintreten.“
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CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer erklärt dazu:
„2015 muss ein Ausnahmejahr gewesen sein mit über einer Million Flüchtlingen, die zu uns gekommen sind. Wir haben Zeitdruck, und wenn nicht bald europäische und internationale Maßnahmen umgesetzt werden, dann müssen wir den Mut haben, nationale Maßnahmen zu ergreifen. Denn selbstverständlich kennt das Asylrecht eine Obergrenze , die Obergrenze der Belastbarkeit, das sagen auch viele Verfassungsrechtler.“
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Quelle und vollständiger Text hier: http://www.csu.de/common/csu/content/csu/hauptnavigation/aktuell/topaktuell/PDFs/2016/1_Kreuth-Landesgruppe.pdf