Lesern von Bücher und Zeitungen bleibt unverzichtbar vor allem für die Jugend

Damit Kinder den Inhalt von Texten begreifen, brauchen sie gedruckte Medien. Diese Ansicht vertritt der Hirnforscher Hans-Georg Häusel (Zürich) im Branchendienst für Medienmacher, turi2. 0016

Beim Gebrauch einer Zeitung, einer Zeitschrift oder eines Buches schalte das Gehirn auf den sog. „Flanier-Modus“: „Es ist entspannter und nimmt Inhalte anders auf.“

Die Nutzung digitaler Medien verursache dagegen Stress, weil es hier nur darum geht, möglichst schnell an Informationen zu kommen. Ein häufiger Gebrauch des Internets führe dazu, dass es immer schwerer falle, längere Texte durchzuarbeiten und Zusammenhänge zu verstehen.

Häusel kritisiert von daher Eltern, die ihren Sprösslingen nicht mehr Bücher oder Zeitschriften geben, sondern nur noch einen Tabletcomputer: „Mit dem Tablet werden keine vertiefenden Informationen aufgenommen, es dient nur zur schnellen Bedürfnisbefriedigung.“

Wo Bücher zu Hause seien, herrsche ein ganz anderer Anspruch, über die Welt nachzudenken, so der Wissenschaftler. Allerdings seien für Kinder trotzdem alle Medien wichtig. Häusel empfiehlt Eltern daher, ihre Kinder bei der Mediennutzung sorgsam zu begleiten und gebraucht dazu einen Vergleich mit dem Essen: „Wenn ich Kinder sich selbst überlasse, werden sie Hamburger und Süßkram in sich reinfressen und davon irgendwann krank werden.“

Eltern sollten ihre Kinder zu einer gesunden Kost anhalten, und das bedeute im Blick auf die Medien, ihnen vor allem Bücher und andere gedruckte Medien anzubieten.

Quelle: http://www.idea.de

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2 Kommentare on “Lesern von Bücher und Zeitungen bleibt unverzichtbar vor allem für die Jugend”

  1. Adolf Breitmeier sagt:

    Film und Fernsehen geben Bilder vor, es sind Bilder, die der Auror oder Regisseur ,,sieht“ und umsetzt. Beim Lesen wird die eigene Vorstellungskraft und Phantasie angeregt und gefordert, keine vorbeihuschenden Bilder stören das Überlegen, Nachdenken und eine geistige Auseinandersetzung. Wobei natürlich Filme oder das im Fernsehen Gebotene auch ,,tiefe“ Spuren hinterlassen kann, denn bei diesen Medien wird durch den Ton (Hintergrundmusik) ein weiterer emotionaler Bereich angesprochen, der beim Lesen entfällt. Es ist doch ein Unterschied, sich vorzustell, wie z. B. sich Tarzan mit einer Liane von Baum zu Baum schwingt oder eine artistische Leistung bildlich zu sehen. Gewisse Vorteile hat jede Art. Aber Lesen gefällt mir besser!!

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  2. Dorrotee sagt:

    ja, es ist wirklich so. An ein Buch, was einen beim Lesen gefesselt hat, denkt man mit Schwärmerei zurück.
    Gelesenes im Internet kommt nicht so gut als Erlebnis an. Jedoch Politisches kann man sich hervorragend aus dem Internet ziehen. Ohne dieses Forum, in dem ich jeden Tag lese, wüßte ich weniger und wäre nicht so aktuell.

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