Warum die sieben geistlichen Werke der Barmherzigkeit so wichtig sind

Von Pfarrer Dr. Franz WeidemannPfarrer Dr. Franz Weidemann

Im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit sollen die Gläubigen die „Werke der Barmherzigkeit“ neu entdecken. Das regt Papst Franziskus in seiner Bulle Misericordiae Vultus an. Eine alte Tradition, früher kannte jeder Christ die Liste auswendig, um sein eigenes Handeln davon leiten zu lassen, mittlerweile hat sich Staub über dieses Traditionswissen gelegt.

Was sind die Werke der Barmherzigkeit? „Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, der handle ebenso“.

Was das Lukasevangelium (3,11) beschreibt, ist einer der Grundzüge christlichen Handelns, das in der Tradition in die Werke der Barmherzigkeit entwickelt wurde. Man unterscheidet leibliche und geistliche Werke. Diese Werke sind aber weder moralisch zu verstehen noch „erwirbt“ man sich damit die Gnade oder das Wohlwollen Gottes. Sie sind vielmehr Ausdruck eines Handelns, das der Nachfolge Jesu gemäß ist.

Die sieben Werke der leiblichen Barmherzigkeit sind: Hungrige speisen, Durstigen zu trinken geben, Nackte bekleiden, Fremde aufnehmen, Kranke pflegen, Gefangene besuchen und Tote begraben.

Es gibt auch die sieben geistlichen Werke der Barmherzigkeit: In aller Kürze möchte ich Ihnen die weniger bekannten sieben geistlichen Werke vorstellen bzw. in Erinnerung rufen. Der Glaube, der in der Liebe tätig wird, betrifft nicht nur unseren Leib, sondern auch Seele und Geist, dem entsprechen diese sieben geistlichen Werke der Barmherzigkeit. Scannen0001 (22)

Wenn Sie bei nur einem davon einen persönlichen Vorsatz fassen, dann ist dieser Artikel nicht umsonst geschrieben.

Eine erste Möglichkeit, barmherzig zu handeln, ist es, einen traurigen Menschen zu trösten. Jeder von uns begegnet früher oder später jemandem, dessen Augen getrübt sind, der die Freude verloren hat. Das Erste und Wichtigste ist es, dass ich dies überhaupt wahrnehme und mich dann nicht von ihm abwende, weil ich möglicherweise nicht weiß, was ich sagen soll. Dann fragt ihn doch einfach: „Was liegt Dir denn auf dem Herzen, sag es mir?

Ein zweites Werk der Barmherzigkeit ist es, Zweifelnden zu raten. Vielen ist heute – in einer zunehmend komplizierten Welt – mit einem guten Rat, der sich in Worten erschöpft, nicht wirklich geholfen. Wer zweifelt, ist oft gelähmt und braucht eine Anschubhilfe, so wie ein Auto, dessen Batterie sich entleert hat. Eine wirksame Starthilfe kann oft darin bestehen, ein erstes Stück des Weges mitzugehen – oder den anderen vielleicht auch sanft zu schieben: „Du schaffst das! Komm, ich gehe den ersten Schritt mit Dir!“  – „Keine Angst ich bin bei Dir!“

Das gilt besonders auch bei solchen, die Gott suchen. Einen solchen Menschen sollten wir nicht bloß mit einem Buchtipp abspeisen, sondern am besten einen ersten Schritt auf Gott zu begleiten.

Daran knüpft das dritte Werk der Barmherzigkeit an: Unwissende belehren. Wie groß ist heute die Not der Unkenntnis – nicht zuletzt in Glaubensfragen. Hier wäre ein Pisa-Test wahrscheinlich erschreckend. 0018

Machen Sie die Probe aufs Exempel bei sich selbst: Wer kennt noch die 10 Gebote? Die 12 Apostel? Oder gar die 27 Bücher des Neuen Testaments – vom Alten ganz zu schweigen. Sagen Sie nicht, das sei nebensächlich. Gott wird uns einmal danach fragen, wie ernst wir seine Offenbarung genommen und wofür wir unseren „Grips“, den wir von ihm geschenkt bekamen, eingesetzt haben.

Mancher Moslem kann ihnen eine Menge über seinen Glauben und auch über das erzählen, was angeblich wir Christen glauben. Aber viele von uns können darauf trotz Firmung und Religionsunterricht nicht antworten. Zwischen Unwissenden ist dann aber auch kein Dialog möglich, höchstens übers Wetter!

Das vierte geistliche Werk der Barmherzigkeit ist es, einen lästigen Menschen geduldig zu ertragen. Das kann wirklich Nerven kosten!

Da ruft jemand zur absolut unpassenden Zeit an während des Mittagessens oder genau dann, wenn die Nachrichten kommen. Da hat jemand eine Frage oder eine Bitte, die aus unserer Sicht überhaupt nicht wichtig ist, aber der andere ist nun einmal wirklich beunruhigt. Wer hier im Kleinen Geduld übt, der kann es weit bringen auf dem Weg zur Heiligkeit. Denn hier können wir Gott unerwartet ähnlich werden:

Wie viel Unsinn muss ER sich nämlich von uns anhören – und wird doch nicht ungeduldig! Oder wie geduldig ist ER mit uns, die wir immer wieder dieselben Fehler begehen, die wir uns auch nach so vielen Zeichen seiner Güte so schwer tun, ihm zu vertrauen. IMG_1061

In der Taufe sind wir seine Kinder geworden, d.h. wir haben das Anrecht auf das ewige Erbe erhalten. Dann können wir mit der uns geschenkten Zeit auch großzügig umgehen und Geduld mit denen haben, die uns lästig fallen.

Das fünfte Werk der Barmherzigkeit erfordert Mut: Sünder zurechtweisen bzw. zu ermutigen, von falschen Wegen umzukehren. Das ist viel schwerer, als mit dem Finger auf andere zu zeigen und sie Dritten gegenüber zu kritisieren. Zu einem Freund, einem guten Bekannten hinzugehen und ihm zu sagen: “Du, es fällt mir zwar schwer, Dir das zu sagen, aber gerade weil Du mir nicht gleichgültig bist, muss ich Dir sagen: hier handelst Du falsch, hier schadest Du Dir selbst und anderen!“ – Das ist mutig – und das ist ein Zeichen echter Wertschätzung. Darum werde ich das ihm zunächst auf jeden Fall unter vier Augen sagen, nicht um zu demütigen, sondern um zu ermutigen. Zurechtweisung sollte immer in Bescheidenheit und ohne Zorn geschehen.

So hat z.B. auch der hl. Vinzenz von Paul gesagt, dass er dreimal in seinem Leben scharfe Worte gebraucht habe und dabei aber nur Misserfolg erlebte. Habe er aber in Güte gesprochen, dann habe er erreicht, was er anstrebte. Eine solche sanfte, gütige Zurechtweisung ist auch eine Form gelebter Nächstenliebe.

Das sechste Werk der Barmherzigkeit ist vielleicht das Schwerste: jenen, die Leid zufügen, verzeihen. Wie schwer fällt uns das! Aber wie notwendig ist das auch: nur wer von Herzen verzeiht, findet auch selbst Frieden. Und nur wer sich zumindest ehrlich darum bemüht, der kann auch so beten, wie Jesus es uns gelehrt hat: „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben haben, die an uns schuldig geworden sind.“ – So heißt es eigentlich wörtlich übersetzt.media-390606-2 - Kopie

Damit sind wir beim siebten und letzten Werk der geistlichen Barmherzigkeit: für alle zu beten. Wer betet, der schaut mit anderen Augen auf die Menschen. Und wir wissen, wie froh manche Menschen sind, wenn wir ihnen sagen oder schreiben: „Ich bete für Sie und Ihre Anliegen.“

Sagen Sie es als Vater, als Mutter, als Großeltern: „Ich bete für Dich!“  – Tun wir es füreinander, gerade dort, wo es Spannungen gibt, wo Beziehungen brüchig werden, wo andere Worte nichts mehr ausrichten!

Beten – das können wir immer – auch dann, wenn der andere sich fürs erste von uns abwendet. Beten wir nicht nur für die Lebenden, sondern auch für die Verstorbenen zu Gott. Denn Gottes Barmherzigkeit ist größer als unsere Ratlosigkeit, als unsere Trauer und Unbarmherzigkeit. Das vertrauensvolle Gebet ist eine der überzeugendsten Antworten, die wir Christen auf die Frage haben: „Wo ist Gottes Barmherzigkeit?“

Auf dem Grabstein des selige Adolph Kolping, der nach seinem Wunsch angefertigt wurde, stehen die Worte: “Hier ruht Adolf Kolping (geboren zu Kerpen am 8. Dezember 1813, gestorben zu Köln am 4. Dezember 1865). Er bittet um das Almosen des Gebetes.”

Fragen wir uns, wer dieses Almosen des Gebetes besonders braucht und teilen wir es immer wieder großherzig aus. Es ist nicht immer leicht, die Werke der Barmherzigkeit zu üben und sie auch im Alltag durchzuhalten. Mögen wir im Herzen Jesu immer neu die Kraft finden, unsere Hingabe in Freude zu leben, uns für die Nöte unserer Mitmenschen zu öffnen und ihnen in den leiblichen und geistlichen Werken der Barmherzigkeit zu Hilfe zu kommen.

Unser Autor Pfarrer Dr. Franz Weidemann stammt aus Oberschlesien und ist Priester des Erzbistums Paderborn


3-Punkte-Plan der CSU verlangt wirksame Kontrolle und Grenzsicherung

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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat auf der Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion einen 3-Punkte-Plan vorgestellt, der 2016 die Wende in der Flüchtlingspolitik einleiten soll: alle_parlamente_01_59949a9a6f
1. Grenzen wirksam sichern und Flüchtlinge lückenlos registrieren
2. Zahl der Flüchtlinge international und nationale spürbar reduzieren
3. Keine Visafreiheit für die Türkei und auch keinen Freifahrtschein für die Ukraine oder sonstige Krisengebiete
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„Über allem steht: Das Recht muss wiederhergestellt werden, das Unrecht muss beendet werden. Sehr bald in 2016 muss eine Wende in der Flüchtlingspolitik kommen. Wir haben keine Zeit mehr, ewig auf ein Wunder aus Brüssel zu warten. Wir müssen jetzt handeln und das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik und den Staat zurückholen.
Unser Auftrag für die Menschen in Bayern und ganz Deutschland lautet: Humanismus ist ein hohler Begriff ohne Realismus, Solidarität erodiert ohne gemeinsame Werte, Freiheit ist wertlos ohne Sicherheit“, erklärte Seehofer.
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Der CSU-Chef kritisierte, dass die Bundesregierung ihren Fehler von September 2015 nicht korrigiert. Die CSU hat zur Bewältigung des seither ausgelösten Flüchtlingszustroms viele gute Lösungsansätze gegeben. Seehofer sagte weiter, er werde am eingeschlagen Kurs in jedem Falle festhalten.
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Quelle und Fortsetzung des Artikel hier: http://www.csu.de/common/csu/content/csu/hauptnavigation/aktuell/topaktuell/PDFs/2016/4_Kreuth-Landtagsfraktion.pdf

Israel: Mutter von sechs Kindern von Terrorist brutal erstochen

Dafne Meir (38 J.) wurde am 17. Januar von einem Terroristen vor ihrem Haus in Otniel erstochen. Sie stand mit ihrer ältesten Tochter an der Tür, als der Attentäter sich näherte.

Zuerst versuchte die Mutter (siehe Foto) den Angriff abzuwehren, um die drei Kinder, die gerade zuhause waren, zu schützen. Nach mehrfachem Einstechen auf ihre Mutter rief Ranana um Hilfe, worauf der Angreifer flüchtete. Noch vor Ort erlag Dafne ihren Verletzungen.

Dafne Meir arbeitete als Krankenschwester in der Neuro-Chirurgie in Beer Sheva. Sie war zudem in der Eheberatung tätig. Dr. Ahmed Nasser, der mit ihr im Krankenhaus arbeitete, beschrieb sie als seine „beste Freundin“ in der Abteilung, immer hilfsbereit und jeden ermutigend. 

Seit ihrer Hochzeit wohnte Dafne mit ihrem Ehemann Natan in Otniel. Zusätzlich zu ihren vier eigenen Kindern (11 – 17) pflegte das Paar noch zwei weitere kleine Jungen im Alter von 4 und 6 Jahren. „Sie war eine glückliche Frau, fröhlich, optimistisch, ehrgeizig, verantwortungsbewusst, liebewoll“, beschrieb sie ein Nachbar. Jeder im Ort wusste, dass er sie bei gesundheitlichen Problemen rund um die Uhr rufen kann.

Erst vor kurzen hatte Dafne ihre Ängste bezüglich der fortlaufenden Terrorwelle geäußert: „Die Situation ist nicht einfach und manchmal fühlt es sich an wie russisches Roullet.“

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Familienverband gegen Staatszuschüsse bei IVF von unverheirateten Paaren

Laut Pressemeldung des Bundesfamilienminsteriums vom 7. Januar 2016 tritt ab sofort eine Änderung der Bundesförderrichtlinie zur „Unterstützung von Maßnahmen der assistierten Reproduktion“ in Kraft.

Um „zeitgemäß“ zu agieren, gewährt Frau Schwesig künftig auch Paaren, die, obwohl sie ohne Trauschein zusammenleben, unter „unerfülltem Kinderwunsch“ leiden, einen Zuschuss zur Finanzierung einer IVF (In-Vitro-Fertilisation) bzw. künstlichen Befruchtung. Baby

Die Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V., Gertrud Martin, sieht darin einen weiteren Schritt zur Auflösung der Familie durch ideologisch fixierte Individualisierung der Erwachsenen ohne Rücksicht auf die Interessen der Kinder:

„Trotz der schönfärberischen Aussage: ‚ …. Familie ist da, wo Menschen bereit sind, füreinander einzustehen und dauerhaft Verantwortung zu übernehmen…‘ verzichtet Ministerin Schwesig auf jede verbindliche Dokumentierung dieser „dauerhaften“ Übernahme von Verantwortung durch die beteiligten Erwachsenen. Es genügt offenbar, aktuell ein Kind zu wünschen, zu zeugen und zu gebären.

Bei völlig fehlender rechtlicher Bindung zwischen den Eltern wird es ihnen noch leichter gemacht, sich aus der gemeinsamen Verantwortung zu lösen und das Kind dem Vater Staat zu überlassen. Wie schon im Abtreibungs- und Unterhaltsrecht, beim Elterngeldgesetz und beim Rechtsanspruch auf Finanzierung der staatlichen Krippenerziehung, jedoch keinesfalls der Betreuung der Kleinsten in ihrem Elternhaus, spielen die Interessen und die grundgesetzlich festgeschriebenen Rechte eines Kindes keine Rolle. Das Kind ist zur Verfügungsmasse verkommen.

Wir brauchen nicht nur mehr Kinder, wie Frau Schwesig richtig meint. Wir brauchen auch stabile Familien als Grundlage einer gesunden sozialen Entwicklung der Kinder. Aus unserer Sicht ist es widersinnig, die künstliche Befruchtung bei unverheirateten Paaren finanziell zu fördern und gleichzeitig den Eltern, die ihr Kind selbst erziehen wollen, ein Betreuungsgeld von 150 € abzusprechen.“


„Junge Union“ in NRW fordert den Rücktritt von Innenminister Ralf Jäger (SPD)

Kölner Silvesternacht ist nicht der einzige Kritikpunkt

Nach den Vorfällen an Neujahr am Kölner Hauptbahnhof und der Entlassung des Kölner Polizeichefs Albers musste sich SPD-Minister Ralf Jäger im Düsseldorfer Landtag einer Anhörung des Innenausschusses stellen. Aus Sicht der Jungen Union in Nordrhein-Westfalen (JU NRW) verfestigte sich der Eindruck wesentlicher Fehlentscheidungen durch den Innenminister. DSC_0568

Die Vertreter der Jugendorganisation fordern Ministerpräsidentin Hannelore Kraft angesichts eklatanter Führungsfehler auf, die Konsequenzen zu ziehen und Jäger aus seinem Amt zu entlassen.

Die stellv. Vorsitzende der JU NRW, Magda Aksamit, ergänzt: „Der Bericht des Innenministers gesteht ein, dass die Polizei am Kölner Hauptbahnhof zeitweise nicht mehr für Recht und Ordnung sorgen konnte.  Jäger ist wiederholt in seinem Amt überfordert und bekommt die kritische Lage in unserem Land nicht in den Griff.“

Die JU NRW betont, daß man unterscheiden solle zwischen dem Versagen der Polizeiführung und den Möglichkeiten der Polizeikräfte vor Ort. Die JU schließe sich deshalb der Forderung des Polizeigewerkschafts-Vorsitzenden Arnold Plickert an, dass die Neubesetzung des Kölner Polizeipräsidenten nun nicht nach Parteibuch, sondern rein nach Expertise erfolgen darf. 

Denn es ist nicht nur die Kölner Silvesternacht, welche Jägers Arbeit in einem ungünstigen Licht dastehen lässt. „Seien es die Vorfälle im Flüchtlingsheim Burbach, die Wahlmanipulation in Köln, die mangelnde Personalausstattung in der Polizei oder die Verschwendung von Polizeiressourcen beim Blitz-Marathon: Als Innenminister hat er auf ganzer Linie versagt. Ministerpräsidentin Kraft muss endlich die Reißleine ziehen und Jäger aus ihrem Kabinett entfernen“, konstatiert Florian Braun, Chef der NRW-JU.

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://www.ju-nrw.de/aktuelles/news/868-nach-sexuellen-uebergriffen-in-koeln-jaeger-als-innenminister-nicht-mehr-tragbar