Französische Familienverbände sind alarmiert – und hier in Deutschland?

Pressemeldung des Verband Familienarbeit:

Nach aktuellen französischen Pressemeldungen sank die „Zusammengefasste Geburtenziffer“ in Frankreich (durchschnittliche Kinderzahl pro Frau) zwischen 2014 und 2015 von 2,1 auf 1,96. Das war Anlass zu einem Aufschrei der dortigen Familienverbände mit großem Widerhall in den französischen Medien. Das sei Folge von verminderten Familienleistungen der Hollande-Regierung.

Unser Verband fragt: Wie ist der Vergleich zu Deutschland? Vermutlich von Odilia bekommen

Hier liegt die „Zusammengefasste Geburtenziffer“ schon seit 1975 unter 1,5, ohne dass der Aufschrei der Familienverbände ein wesentliches Echo gefunden hat. In Deutschland haben Eltern – im Gegensatz zu Frankreich – keine einflussreiche Lobby.

Auch hier ist die wirtschaftliche Benachteiligung der Familien als Hauptursache für die sinkende Kinderzahl anzunehmen – allerdings viel massiver als in Frankreich. Unter Wissenschaftlern, die sich mit der Lage der Familien in Deutschland beschäftigen, ist die wirtschaftliche Diskriminierung der Eltern unbestritten.

Schon der 5. Familienbericht (1994) beschrieb ausführlich eine „strukturelle Rücksichtslosigkeit der gesellschaftlichen Verhältnisse gegenüber den Familien“ (S. 21 des Berichts). Gemeint war, dass die Alterssicherung als wirtschaftlicher Ertrag der Kindererziehung vergesellschaftet worden ist (Stichwort: Rentenreform 1957), ohne die Eltern dafür angemessen zu entschädigen.

Dazu äußert sich Dr. Johannes Resch vom Verband Familienarbeit e.V.:

„Die Enteignung der Eltern durch unser Sozialrecht hat zu einer zunehmenden relativen Verarmung von Eltern und Kindern in einer sonst reicher werdenden Gesellschaft geführt, die besonders Eltern mehrerer Kinder und alleinerziehende Eltern trifft. Der gesamte `Familienlastenausgleich` gleicht nur etwa 30 % des Nachteils aus, der durch Renten- und Krankenversicherungsrecht zu Lasten der Eltern geschaffen wurde.

Das trug wesentlich zu dem bereits ab 1970 einsetzenden Geburtenrückgang bei. Die Pille mag ebenso dazu beigetragen haben, kann aber nicht den Rückgang des Kinderwunsches erklären, da sie nur unerwünschte Kinder vermeiden kann. Die grundgesetzwidrige Enteignung der Eltern hat inzwischen alle Wertvorstellungen, die sich mit Familie verbinden, verändert.“

Dr. Resch erklärt weiter: “In Deutschland vermissen wir Medien, die bei der Diskriminierung von Eltern vergleichsweise aufmerksam reagieren wie in Frankreich. Stattdessen nehmen sie kritiklos z.B. ein Elterngeldgesetz hin, das Eltern mehrerer Kinder systematisch benachteiligt und Eltern, die ihre Kinder länger als ein Jahr selbst betreuen wollen, regelrecht bestraft. Verschleiert wird diese Diskriminierung durch eine regierungsamtliche Gleichstellungsideologie, die für Eltern eine `Gleichstellung bei der Erwerbsarbeit` anstrebt, was nur bei Nichtbeachtung ihrer Erziehungsleistung möglich ist.

Übrigens: Aktuell soll der Deutsche Familienverband als einziger Vertreter der Familien aus der Versammlung der Medienanstalt in Niedersachsen ausgeschlossen werden – ein in Frankreich unvorstellbarer Vorgang. So soll den Familien der letzte Rest an Mitsprache genommen werden.“

 


3 Kommentare on “Französische Familienverbände sind alarmiert – und hier in Deutschland?”

  1. Bernhard sagt:

    Angeblich (hab ich mal gehört) hat die französische Politik seit dem deutsch-französischen Krieg immer mit entsprechenden Anreizen dafür gesorgt, dass genügend Kinder da waren. In Deutschland ist das wohl politisch sensibel, wegen der Vergangenheit.

    Allerdings muss man eine Sache bemerken: In Frankreich ist die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ schon seit Jahrzehnten gängige Praxis. Ich meine damit die Krippen-Erziehung. Kleine Kinder werden oft schon ganz früh in die Krippe gebracht, damit die Mutter wieder arbeiten kann – ein Horror für die Konservativen hierzulande. Die interessante Frage wäre: Hat das auch einen Einfluss auf die Geburtenrate? Hat das in Frankreich mehr junge Paare dazu veranlasst, Kinder in die Welt zu setzen?

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  2. Dr. Resch ist uneingeschränkt zuzustimmen. Zwei Punkte bleiben nachzutragen, die den Entschluß junger Paare für oder gegen die Gründung einer Familie maßgeblich mitbestimmen und die in der Diskussion fast immer unerwähnt bleiben: Zum einen die Verfügbarkeit und Bereitschaft von Großeltern zur Unterstützung und Mithilfe in allen Lebenssituationen einer jungen Familie. Zum anderen ein gesichertes Dach über dem Kopf. Laut einer Statistik wohnen über sechzig Prozent aller Familien mit drei und mehr Kindern in eigenen Wänden. Was Wohneigentum angeht, ist Deutschland bekanntlich Schlusslicht in Europa. Diesem Zusammenhang wird leider kaum Aufmerksamkeit geschenkt.

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  3. Adolf Breitmeier sagt:

    Ohne Kinder keine Zukunft für eine ethnische Gemeinschaft oder Gesellschaft. Und da es kein Vakuum gibt, holt Frau Dr. Merkel zunächst einmal über eine Million mohammedanische Männer herein, mit der Aussicht, Familien nachkommen zu lassen. So wird aus der Million ganz schnell die Zahl von fünf oder acht Millionenen – nur hat sie vergessen, dass diese Neuankömmlinge von der Ethnie, die sie unterwandern, auf Jahrzehnte ernährt und alimentiert werden muss. Und wer seztzt schon Kinder in die welt, die von aneren übernommen werden wird, weil die Politik das will. Da wird einfach an der Vermehrung ,,gespart“. Es müssten die RICHTIGEN unterstützt und gefördert werden, die anderen müssten das Land verlassen…
    Wenn eine gute Zukunftsaussicht für Kinder besteht, wird es auch wieder mehr Kinder geben. Für Mohammedaner ist es sowieso selbstverständlich, so viele Kinder wie nur möglich in die Welt zu setzen. Der deutsche Staat ernährt sie. Wo fängt die Idiotie an, wo hört Tolreranz auf?

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