Die Plasmaforschung kommt voran: Kernfusion als Energie für die Zukunft?

Um die Plasmaforschung voranzubringen, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel selbst Hand angelegt: Mit einem Knopfdruck zündete sie 3. Februar 2016 in der Fusionsanlage Wendelstein 7-X am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald das erste Wasserstoff-Plasma. 032_29A

„Das ist ein Startschuss für ein weltweit einzigartiges Experiment, das das uns der Energiequelle der Zukunft einen entscheidenden Schritt näher bringen kann“, sagte die Kanzlerin. Damit hat – nach dem Start der Anlage mit einem Helium-Plasma Anfang Dezember 2015 – der wissenschaftliche Experimentierbetrieb begonnen.

Mit Wendelstein 7-X, der weltweit größten und am weitesten entwickelten Fusionsanlage vom Typ Stellarator, wollen die Forscher zeigen, dass sich dieser Bautyp als Kraftwerk eignet.

„Für die Max Planck Gesellschaft markiert die Inbetriebnahme von Wendelstein 7-X einen Meilenstein in Ihrer eigenen Geschichte“, sagte Martin Stratmann; Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, und dankte den Mitarbeitern des Instituts: „Sie haben mit Wendelstein 7-X  einen Meilenstein der Plasmaphysik und der Ingenieurskunst erschaffen, einen der größten Hoffnungsträger im Ringen der Weltgemeinschaft um eine nachhaltige Energieversorgung im 21. Jahrhundert.“

Quelle und Fortsetzung dieses Berichts des Max-Planck-Instituts hier: http://www.mpg.de/9929538/wendelstein7X-festakt-merkel


5 Kommentare on “Die Plasmaforschung kommt voran: Kernfusion als Energie für die Zukunft?”

  1. Reichert sagt:

    Hat die Kanzlerin momentan nichts besseres zu tun, wo es buchstäblich um die Zukunft unseres Landes und dessen Fortbestand geht? Für mich ist das Verantwortungslosigkeit pur!

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    • Chris sagt:

      Vielleicht ist die Kanzlerin – im Gegensatz zu Ihnen – multitaskingfähiger? Ist Ihnen ihre bockstarke Ansprache bei der Syrien-Geberkonferenz entgangen?

      Und natürlich ist der Grundstein für die Fusionsforschung enorm wichtig für die „Zukunft unseres Landes und dessen Fortbestand“. „Verantwortungslos“, wer ihr daraus einen Strick zu drehen versucht.

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  2. Adolf Breitmeier sagt:

    Das dauert noch, bis dahin müssen wir mit den Windmühlen der Grünen leben. Wenn die nur kapieren würden, dass des Nachts keine Solarenergie bei uns erzeugt werden kann. Vielleicht sollte man bis dahin mehr auf Geothermie setzen. die reicht für etwa 320 Millionen Jahre. Ob das die Menschheit erlebt? Ich glaube kaum.
    Protoplasma zu beherrschen ist nicht leichter als Atomenergie zu beherrschen, allerdings ohne Strahlenabfall.

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    • Chris sagt:

      „Protoplasma zu beherrschen ist nicht leichter als Atomenergie zu beherrschen, allerdings ohne Strahlenabfall.“

      Schauen Sie sich die unfassbar rasante Entwicklung der letzten 100 Jahre an. Würde sich die Menschheit auf Fusionsforschung konzentrieren, hätte man in locker 30/40 Jahren eine saubere Lösung für die Energieprobleme des gesamten Planeten. (Fast) risikofrei und mit minimalem Abfall. Skandalös, dass man schon so viel Zeit vertrödelt hat!

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    • Horst sagt:

      Wer sich von unseren Politikern mit den grünversifften Fortschrittsbremsern in Form von Koalitionen einlässt, sollte bedenken, dass er künftig eine Zeitreise in die Vergangenheit erleben wird. Er sollte sich mit Wachskerzen für die heimischen Abende eindecken und sich auf Rübensuppe einstellen. Es besteht definitiv keine Hoffnung, dass die grüne Angstpartei über den Tellerrand hinausblicken kann.
      Noch in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts wird infolge der Bevölkerungszunahme und dem wachsenden „Stromhunger“ der heutige Energie-Verbrauch laut MPI auf das Sechsfache ansteigen.
      Es ist kein Wunder, dass sich erst jetzt mit großem Getöse der seit Jahrzehnten betriebenen Kernfusions-Forschung endlich Aufmerksamkeit geschenkt wird. Der Bau eines Kernfusionsreaktors ist zwar eine Herkulesaufgabe. Sie wird noch einige Jahre und horrende Summen verschlingen. Aber auch der Kanzlerin scheint allmählich ein Licht aufzugehen, dass ihre unsinnige Energiewende keine Zukunftslösung sein kann und immense Kosten verursacht, die unsere Kinder zu tragen haben. Statt die finanziellen Mittel für die Fusions-Forschungsprojekte des MPI in Greifswald und Garching („Wendelstein 7-X“ und „ASDEX Upgrade“) zu streichen – wie das der Altbundeskanzler Schröder wohl von den Grünen Gurken eingeflüstert bekommen hat – endlich sich an dem Gemeinschaftsprojekt „Fusionsreaktor“ als Partner zusammen mit Japan, Russland, der Volksrepublik China, Südkorea, Indien und den USA auf den Weg in die Zukunft zu beteiligen. Es wird höchste Zeit und kostet enorme Summen. Allein die Kosten des in den achtziger Jahren ins Leben gerufene Projekt (allein der „ITER“ in Cadarache in Südfrankreich – weit weg von grüner Dummheit in Deutschland) ist von ursprünglich 4,6 Millarden auf mittlerweile 15 Millarden angewachsen. So hat wenigstens Frankreich mit diesem Forschungszweig rechtzeitig mit dem Bau des „Iter“ begonnen, also weit weg von Deutschland und seinen versifften Grünen. Trotzdem könnten diese Leute der Menschheit noch großen Schaden zufügen wenn sie das Projekt in Mecklenburg-Vorpommern wegen des deutschen Angstkollektivs zu Fall bringen.

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