Archäologische Sensation: 7000 Jahre alte Siedlung bei Jerusalem entdeckt

Neue archäologische Entdeckungen bestätigen, dass seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. in der Region Jerusalem gut entwickelte Siedlungen existierten.

Die Funde wurden bei archäologischen Aufgrabungen der israelischen Altertumsbehörde (IAA) im Vorfeld des Baus einer neuen Straße im Viertel Shu‘fat im Norden Jerusalems gemacht. Die ausgegrabenen Reste der uralten Siedlung stammen aus dem Kupferzeitalter.

„Es ist das erste Mal, dass wir hier solch bedeutsame Überreste von vor 7000 Jahren entdeckt haben“, bemerkte Dr. Omri Baryilai, Leiter der Abteilung für Vorgeschichte der IAA. Bislang seien Funde aus dieser Zeit nur aus der Wüste Negev, der Küstenebene, den Golanhöhen und Galiläa bekannt. In Jerusalem und den judäischen Bergen fehlten diese fast vollständig.

BILD: Ausgrabungsleiterin Ronit Lupo neben den Überresten eines antiken Hauses

Bei den Ausgrabungen wurden zwei Wohnhäuser mit gut erhaltenden Mauerresten und Fußböden freigelegt, die verschiedene Einrichtungsgegenstände wie Tongefäße, Feuersteine und eine Basalt-Schale enthielten  –  alle typisch für die Kupferzeit. Der stufenweise Bau und seine Pflege weisen darauf hin, dass die Gebäude über längere Zeit genutzt wurden.

Die Ausgrabungsfunde zeigen, dass es eine blühende Siedlung in antiker Zeit in der Gegend von Jerusalem gab.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin