Deutsche und Franzosen gemeinsam gegen sprachlich-kulturelle Gleichmacherei

21.2.2016: Internationaler Tag der Muttersprachen

Der Verein Deutsche Sprache (VDS) und der französische Sprachverein Avenir de la Langue Française (Zukunft der französischen Sprache) fordern gemeinsam die Regierungen und Parlamente ihrer Länder auf, ihre nationalen Sprachen und Kulturen nicht dem geplanten Freihandels­abkommen TTIP zu opfern.  flaggen 40 400

„Wir haben nichts gegen den einfachen Austausch von Waren und Ideen, aber unter dem Druck eines schranken­losen Marktes fürchten wir die Abwertung unserer Sprachen zu ’nicht­tarifären Handels­hindernissen'“, erklären die beiden Vorsitzenden, der Dortmunder Wirtschafts­professor Dr. Walter Krämer und der Ex-Diplomat Albert Salon, ehem. französischer Botschafter. Denn der Zwang zur globalen Einheits­sprache Englisch sei in TTIP – wenn auch nicht offen ausgesprochen, so doch implizit – mit eingebaut.

Ferner fordern die Sprachvereine eine Ausnahme für Kulturgüter: „Bücher, Filme und Theaterproduktionen sind keine beliebig reproduzierbare Massenware“, erklären die Vorsitzenden. Europas Bürger wollten ein Abkommen, das Kulturgüter nicht so behandelt wie Autoteile, Fleischwaren oder Staubsauger und das europäische Filmschaffen nicht schutzlos der Marktmacht Hollywoods ausliefert.

Beide Vereine erinnern daran, dass im Oktober 2005 die Mitgliedstaaten das UNESCO-Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt mit überwältigender Mehrheit bei nur zwei Gegenstimmen, darunter die USA, unterzeichnet haben. Die USA haben damals schon eine Sonderrolle für die Kultur abgelehnt.

Quelle: http://www.vds-ev.de/presse/pressemitteilungen/1580-deutschland-und-frankreich-gemeinsam-gegen-kulturelle-gleichmacherei


3 Kommentare on “Deutsche und Franzosen gemeinsam gegen sprachlich-kulturelle Gleichmacherei”

  1. Niemand sagt:

    Stimme meinem Vorredner zu und finde es ist ein Verbrechen, sich an der Identität der Menschen zu vergreifen. Es ist ein Angriff auf Kultur, Religion und Entwicklung, sowie auf die künstlerischen Möglichkeiten des Ausdrucks. Man kann ja gleich zur Bücherverbrennung übergehen, damit der freie Geist vernichtet wird und die ideologische Gleichschaltung uns zu seelenlosen Wesen zu beugen. Vielleicht dürfen wir noch arabisch oder wie von Frau Künast empfohlen türkisch für das globale Gemeinschaftsgebet erlernen. Jedenfalls haben die Grünen ja schon begonnen unsere Sprache zu verhunzen und fördern gezielt das deutsche Analphabetentum. Deutsche Sprache als Mixtur von Buchstaben und Sternchen verliert ihren würdevollen Umgang in der Sprachkultur und vielleicht brabbeln wir am Ende nur noch wie die Teletabbis da,da,da weil wir Sprache und Denken verlernt haben und im gehorsamen Rhythmus Parolen brüllen. Es ist gut andere Sprachen zu können, aber nicht gut wie Aufziehpuppen auf ein Mini maß an Sprachwortschatz gedrillt zu werden. Achtung und Respekt der Menschen voreinander hat sich auch durch die Sprachkultur entwickelt und die Musik als grenzenloses Band der menschlichen Emotionen und Verbundenheit würde schrumpfen auf wum,wum, wum, brabbbel, brabbel……………………….

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  2. Conny sagt:

    Chaos der Verständigung.
    Sinngemäß wie einst Babylon.

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  3. Adolf Breitmeier sagt:

    Eine vielfältige Kultur steht für: schaffende Künstler, eine ausdrucksstarke Sprache, geistige Entfaltung, Förderung der kognitiven Eigenschaften, Freiheit des Wortes und der Gedanken, Freiheit der Meinung, friedliches unf faires Zusammenleben, Achtung und Respekt vor anderen Menschen und deren Schaffenskraft, Gleichheit vor dem Gesetz, Anerkennung des Lebensberecichs anderer Menschen, keine Ausbeutung, einfach nur leben und leben lassen >>> ach, und noch viel mehr. Aber ein ganz wichriger Bereich ist die Sprache, sind die Dialekte. Die Sprache darf nicht verflachen, denn eine Verfalchung der Sprache zieht unweigerlich eine Veflachung des Denkens nach sich. Wir denken in Begriffen, etwas, wofür wir keinen Begriff haben, existiert nicht, läßt sich nicht beschreiben. Die Vielfalt der Sprachen in der Welt bedeuten auch eine Vielfalt der Herangehensweise an Probleme. Sprechen (und Schreiben) sind die wichtigsten Kommunikationsmittel (wenn auch durch die Technik die Wort- und Bildübertragungen weltweit ermöglicht werden), im ,,Notfall“, wenn die Technik versagt, ist der Sprach- (und unmittelbare Sicht)-kontakt für das Zusammenleben unerlässlich. Der Körperkontakt, der in jeder Kultur ein bisschen anders vonstatten geht – Tabus oder Freiheiten – vollzieht sich oft/zumeist im nonverbalen Bereich.
    Eine Einheitssprache beinhaltet die Gefahr der Stagnation. Verträge zwischen verschiedensprachlichen Ländern, sollten stets in allen/beieden Sprachen abgefasst werden. Es gilt die Sprachauslegung des jeweiligen Landes, dadurch wird man bei Übersetzungen sicher sehr ausgewogen und vorsichtig formulieren. TTIP ist eine Geheimsache >>> und deshal an und für sich nicht nur dubios, sondern muss von Inhalt her einfach furchtbar sein. Man kann bei solchen Geheimverhandlungen davon ausgehen, dass eine Versklavung im Bereich der Möglichkeiten liegt. Diese Handelsverträge sind so schwerwiegend, dass eine Volksabstimmung darüber stattfinden müsste…
    Wie meinte Herr de Mazière sinngemäß: Nicht alles sagen, die Menschen könnten beunruhigt werden…

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